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Mondkissen-Bezug

Für das Mondkissen wollte ich noch einen Bezug nähen. Baumwolle am liebsten, weil die gut gewaschen werden kann. Was brauche ich alles?

Der Schnitt

Für die Schnitterstellung nehme ich immer Zeitungen. Die gibts frei Haus, haben bereits ein großes Format und lassen sich notfalls gut zusammenkleben zum Vergrößern.

Ich hab das Kissen auf die Zeitung gelegt, einmal rundum gefahren. Sicherheitshalber den Umfang an der dicksten Stelle gemessen – der Mond-Zuschnitt sollte an der breitesten Stelle die Hälfte davon haben. Wenn der Bezug nicht ganz engangliegend sein soll, darfs auch ein halber Zentimeter mehr sein. Hier habe ich die Rundung noch etwas angepasst. Ausgeschnitten.

Da ich es gerne symmetrisch mag, hab ich den Zuschnitt probehalber auf Hälfte zusammengelegt, hier und da ein bisschen nachgeschnibbelt. Außerdem hab ich die Mitte oben und unten markiert. Diese Markierung wird auf den Stoff übertragen, das erleichtert das Zusammenstecken später zusätzlich.

Der Stoff

Ein gutes Recycling-Projekt nicht nur für das Kissen-Innenleben,  sondern auch für die Hülle. Ich hatte einen ausgedienten Pyjama, dessen Oberteil genau richtig war dafür. Angedacht war ein Hotelverschluss, aber ich konnte eine passende Stelle finden, die es mir erlaubte, die Knöpfung als Verschluss gleich mit einzuarbeiten. Das nenn ich Upcycling total 🙂

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Bügeleisen und Stecknadeln

Diese Werkzeuge nenn ich extra, weil eine gute Vorbereitung erstens das Nähen selber sehr erleichtert und zweitens ein gutes Endergebnis ermöglicht.

Zuerst wird der Stoff also gebügelt – dabei lässt sich nochmal ein scharfer Blick auf etwaige Löcher oder sonstige Problemstellen werfen, die ggf. vorher noch in Ordnung gebracht werden müssen. Hier war das die Knopfleiste bzw. der Besatz nach innen. Den habe ich jeweils festgesteppt, so dass hier nix verrutschen kann.

Nun das Schnittmuster auf der linken Seite übertragen – incl. der Markierungen. Mit Nahtzugabe jeweils ausschneiden. Zweimal brauchts das. Rechts auf rechts aufeinanderlegen und mit vielen Stecknadeln (oder Klammern) ordentlich zusammenstecken. Darauf achten, dass kein Knopf auf der Naht zu liegen kommt, den notfalls vorher entfernen 🙂

Zusammennähen

Nun kanns losgehen: Einmal rundum nähen. Wenden und den Bezug schon mal aufziehen: passt alles? Nichts zu eng oder zu weit? Bezug wieder abziehen und auf links wenden. Wenn alles gepasst hat, die Nahtzugaben ggf. noch etwas zurückschneiden, verzackeln. Und jetzt ist es fertig!

Ein kleines Zwischendurch-Projekt, das sich auch gut als Mitbringsel macht oder – wie hier – dem ehemaligen Lieblingsschlafanzug ein zweites Leben verschafft:

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Dieser Beitrag ist meinem fünften wp-Bloggeburtstag gewidmet. 🙂

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Es wird Herbst

In den letzten Wochen sind wir vom Wetter geradezu verwöhnt worden. Die Sonne hat tagsüber Tshirt-Temperaturen gezaubert, selbst der eine oder andere laue Abend war noch dabei. Heute ist nun so richtig Herbst. Es ist kalt, es ist grau. Nur die bunten Blätter sorgen für ein bisschen Farbe.

Was gibt es an so einem Tag schöneres, als es sich auf der Couch mit einem Cappucchino gemütlich zu machen (sofern die Katzentiere ein bisschen Platz machen) und einen kleinen Blogbeitrag zu schreiben?

Neulich habe ich von meinem Wunsch ans Universum berichtet.  Ich habe inzwischen genau einen Wecker gefunden, der meine Anforderungen zu erfüllen scheint. Und ihn ganz mutig bestellt. Ich werde weiter berichten, wenn es mehr zu erzählen gibt.

Herbst ist auch die Jahreszeit, die klar und deutlich macht, dass der eiskalte Winter vor der Tür steht. Wer noch einen dicken Mantel braucht, ist also gut beraten, sich zügig darum zu kümmern. Das muss kein gekaufter sein, das kann auch ein selbstgenähter werden. Dafür gibt es bei Kirsten Brodde eine Liste mit „grünen“ Stoffen und Garnen als pdf zum Runterladen.

Für die gute Sonntagslektüre empfehle ich den Artikel Wie erklärt man anderen Minimalismus? von schwingelschwingeldingdong.com (auch ein schöner Blogname! *g*) Selber habe ich auch keine griffige Definition gefunden – was vielleicht mit daran liegt, dass ich mich nicht unbedingt als „Minimalistin“ bezeichnen würde. Wenn ich feststelle, dass ich etwas brauche, gugge ich zunächst, ob ich aus dem, was bereits vorhanden ist, etwas machen kann, dass den gewünschten Zweck erfüllt. Das ist meistens der Fall.

Der andere Fall – dass ich etwas sehe und mich das Gefühl überkommt, dass ich das jetzt unbedingt und dringend brauche – tritt bei mir sehr selten auf. Und falls doch, reicht ein ganz einfaches: „Wirklich?“ Und damit ist in 99% der eh so seltenen Fällen derselbe erledigt. 🙂

Ich kann den Artikel nur wärmstens empfehlen – vor allem auch die Kommentare dazu und die weiteren Links.

Ein bisschen Philosophie gibts bei zwei.drni.deMein Facebook ist kaputt. Ich hab den Hype eh nie verstanden, verfolge kritische Beiträge dazu vermutlich doppelt interessiert. Auf geistungegenwart.de wird z.B. die Frage gestellt: Was macht Facebook mit uns? Was bedeutet es, dass man etwas liken aber nichts unliken kann? (Es fehlt der „find ich doof“-Button).  Und ist wirklich immer alles so super und toll und klasse, wie es dort dargestellt wird? Doch eher auch nicht, oder? Sehr lesenswert, dieser Artikel!

Nun aber auch noch ein bisschen etwas Gewerkeliges! Auf dehaakzolder.blogspot.nl habe ich ein wunderschönes, buntes Häkeltuch gefunden. Und eine vom Muster recht ähnliche Decke auf happyinred.blogspot.de – trotz „de“ ist diese Seite auf niederländisch und englisch. Hier wird aber alles sehr schön mit Schritt-für-Schritt-Fotos gezeigt – also auf jeden Fall zu kapieren.

Nun könnt ihr euch aussuchen, ob ihr lieber lest oder häkelt – oder wie verbringt ihr eure Sonntag am liebsten? Ich freu mich über eure Kommentare! 🙂