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Rezeptverwaltungs-Software

Seit vielen Jahren bereits nutze ich Daniel Lüdeckes Zettelkasten. Darin speichere ich alle Ideen aus allen Gewerkel-Bereichen ab: Bastel- und Dekoideen, Häkelmuster, Anleitungen für Pullis oder Tücher. Färberezepte, irgendwelche kreative Ideen, die ich irgendwo mal gesehen habe, die ich irgendwie vielleicht mal umsetzen will – alles wird in diesem Programm gesammelt. Bilder können eingefügt werden, selbstverständlich gibts die Möglichkeit, Quellen anzugeben und die umfangreiche Schlagwortverwaltung sorgt dafür, dass wirklich alles auch wiedergefunden wird. Die kostenlose Software kann noch viel mehr, als ich tatsächlich nutze – einen Blick darauf zu werfen, ist sicher lohnenswert.

Nun bilde ich mir aber unbedingt ein, dass das Layout eines Rezeptes links die Zutaten auflisten soll, rechts daneben ein Bild und darunter die Anleitung zur Zubereitung. Das mit dem „rechts daneben“ kann der Zettelkasten leider nicht. Außerdem hätte ich alles gerne in schönem html (Exportfunktion) und zum Ausdrucken.

Ich hab mich also auf die Suche gemacht und war zunächst schier erschlagen von der Fülle an Rezeptverwaltungsprogrammen, die es gibt! In die engere Auswahl kamen letztlich aber nur zwei – beide Freeware, beide auch als portable Version verfügbar.

Das kleine Rezeptbuch gibt es aktuell in der Version 3.0. Kategorien können nach eigenen Bedürfnissen angelegt, aber es kann nur eine je Rezept vergeben werden. Die Maske gibt Eingabefelder für Zutaten, Zubereitung, Quelle und Bild an, sowie div. Nährwert- und Portionsangaben und natürlich die Kategorie.

Sehr gut sind die umfangreichen Suchmöglichkeiten sowie die Option, mehrere Kochbücher anzulegen.

Es gibt diverse Exportfunktionen: Neben txt, rtf und pdf natürlich die Formate rezkonv und mcb. Außerdem odt, jpg und html. Die Formatierungen können etwas angepasst werden, mehrere Vorlagen sind vorhanden. So gefällt mir der Export als pdf hier recht gut – leider ist das generierte html dafür vorsintflutlich grottenschlecht. Sorry, kann nicht anders bezeichnet werden. Die Darstellung in Einzelseiten zum Durchblättern sieht optisch durchaus ansprechend aus. Doch der Quellcode dahinter – geht gar nicht. :(

So komme ich zu Floses Kochbuch, aktuell in der Version 2.6.8.0. Auch hier gibt es eine Eingabemöglichkeit nach Zutaten, Zubereitung, Quelle und Bild. Außerdem weitere Angaben für Zubereitungszeit, Portionsgrößen, Nährwerte, usw.

Kategorien können auch hier frei nach Belieben angelegt werden, mit einem zusätzlichen Erklärungsfeld sowie der Möglichkeit, jedem Rezept mehrere Kategorien zuzuordnen. Dafür lassen sich nicht mehrere Kochbücher anlegen.

Die Suchfunktion ist auf den ersten Blick eher unscheinbar, entpuppt sich aber als leistungsstarkes Hilfsmittel.

Die Exportmöglichkeiten sind hier nicht ganz so zahlreich, aber ausreichend: reze, rtf, zip, html, tex – und natürlich gibt es eine Druckfunktion, mittels der auch die Ausgabe als pdf ermöglicht ist.

Der Nachteil beim html-Format ist hier, dass alles in einer Datei exportiert wird – dafür aber incl. Inhaltsverzeichnis, wenn gewollt. Und es handelt sich um vorbildliches, wunderschönes html mit eigener css-Datei, die bei der Formatierung keinerlei Wünsche offen lässt. Der html-Quellcode ist mit divs und classes so gestaltet, dass mit wenigen Handgriffen praktisch jedes Layout möglich ist. Die css-Datei muss man sich dann nur noch in Reichweite sichern und kann bei jedem neuerlichen Export (z.B. getrennt nach Kategorien) im Anschluss rüberkopiert werden – fertig ist das Wunsch-Rezeptbuch!

Somit ist mein Favorit ganz klar das Kochbuch von Flose – wobei das kleine Rezeptbuch nur einen Tick andere Schwerpunkte setzt.

Wer gerade auf der Suche nach so etwas ist, sollte sich also ruhig alle drei genannten Programme etwas näher anschauen. Und auch wenn es sich dabei um Freeware handelt – bzw. genau deswegen merkt man bei solcher Software oft, dass da Herzblut drinsteckt. Daher mein Apell: Wenn ihr euer Wunschprogramm gefunden habt und zufrieden damit seit, dürft ihr gerne einen Beitrag spenden und so die Programmierer motivieren, weiter zu machen.

Und wenn ihr schon dabei seit – wir alle nutzen sie fast täglich, also darfs auch hier ein kleiner Beitrag sein: Danke, Wikipedia und alle, die dahinter stehen!

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