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Die Sache mit dem Solarwecker

Warum ich mich in den letzten Wochen so rar gemacht habe, könnt ihr auf zauberweib.de nachlesen: Ein Kommen und Gehen.

Jetzt habe ich aber langsam wieder Herz und Kopf frei für andere Dinge. Zum Beispiel für ein Update: Im August hatte ich mir ja einen Solarwecker gewünscht. Und tatsächlich einen gefunden, der zumindestens die allerallerallwichtigsten Punkte erfüllte. Dachte ich. Es sollte ein Solarwecker sein, weil ich nicht unnötig Akkus verbrauchen wollte. Einen Stromwecker hatte ich bislang, der hat aber immer lauter gebrummt mit den Jahren. Und einer zum Aufziehen tickt wie blöd. Das ist ja gleich noch schlimmer.

Ich liste einfach mal auf:

Solarbetrieb: Ja, hat er. Ja, funktioniert auch. Allerdings nicht ausreichend. Die Solarzelle reicht etwa für einen halben Tag. Das ist doch nicht durchdacht – wie kann ein Produkt erschaffen werden, das von vorneherein nicht kann, wofür es eigentlich geschaffen wurde? Solarwecker heißt für mich: der läuft mit Solarbetrieb. Die Akkus gibts dazu, falls mal längere Regenzeit ist bzw. es im Winter vielleicht einfach mal nicht ganz hinreicht. Getestet habe ich im Oktober, da war heuer ja noch reichlich Sonnenschein. Und es hat dennoch nicht gereicht!

kein Funk (nicht verhandelbar!) – das hat gepasst.

Digitalanzeige (24) – Ebenfalls vorhanden. Was nervt, sind die Pieptöne beim Weckerstellen. Göddin, wer denkt sich sonen Schwachsinn aus? Muss eine Taste bei jeder Betätigung piepsen??

(Möglichkeit zur) Beleuchtung – Das war ja schon fast wieder lustig. Weil die Solarzellen nicht ausreichend waren, wurde der Saft von den Akkus entzogen und sobald die nicht mehr randvoll waren (also bereits ab Tag zwei!), reichte der Saft nicht mehr für die Beleuchtung. Die war von Anfang an sehr funzelig, aber ab Tag zwei völlig unbrauchbar. Man kann gerade so viel erkennen, dass eben nichts zu erkennen ist.

Schlummerfunktion (nicht verhandelbar!) – Hat er. Allerdings im 5-Minuten-Takt. Bei meinem Radionwecker dauert die Schlummerzeit zehn Minuten, was wesentlich angenehmer ist.

angenehmer Weckton (sehr wichtig!) – Der wäre für mich soweit ok gewesen (nicht alle Daumen hoch, aber: bassdscho). Nur mein Liebster konnte das Gepiepse gar nicht ab. Erschwerend kam hinzu, dass die Beleuchtung (die Funzelige) ungefähr für 1,3 Sekunden leuchtete. Bis ich mich also umgedreht hatte, um den Wecker aus- bzw. auf Schlummer zu stellen, war die Funzel längst wieder aus und ich musste erst einmal herumtasten, bis ich den Wecker gefunden hatte. So lange war mein Liebster dem Gepiepse ausgesetzt. 🙂 – Also das auch nicht wirklich durchdacht.

AA- bzw. AAA-Akkus möglich – DAS war dann der ganz große Knaller. Weil ich in meiner optimistischen Unbedarftheit natürlich davon ausgegangen bin, dass ein Solarwecker seinen Namen zu recht trägt. Also: Solarzelle tankt die Akkus auf. Höhöhö. Weit gefehlt. Weil die Solarzelle ja nicht einmal für einen 24-Stunden-Betrieb ausreichen Saft produzieren konnte, geschweige denn, einen Überschuss!

Und dann musste ich überhaupt erst noch realisieren, dass die Hersteller mit Batterien Batterien meinten. Will sagen: Dass ja immer noch tatsächlich und wirklich Batterien hergestellt werden. Anstatt Akkus. Dass das nach wie vor erlaubt ist! (Wundert aber auch nicht wirklich: Statt bei Glühbirnen einfach ein bisschen ein dickeres Wolframfädchen vorzuschreiben, wird lieber die quecksilberhaltige „Energiesparlampe“ Vorschrift. Wär ja interessant zu wissen, wessen Schwager in welchem Vorstand… – Aber das nur nebenbei).

umweltfreundlich – Plastik. Solarzelle nicht ausreichend. Keine Akkuauflademöglichkeit inbegriffen. Nein, nicht umweltfreundlich!

Fazit:

Das Thema Solarwecker ist für mich gegessen. Das Konzept, das hinter einem solchen Gerät stecken sollte, wurde vom Hersteller nicht einmal ansatzweise verstanden, geschweige denn umgesetzt. Die Beleuchtung war den Namen nicht wert. Schlummerphase viel zu kurz.

Den Hersteller verrate ich an dieser Stelle nicht. Negative Wahrheiten im Internet verbreiten kann höchst unangenehme Folgen haben. Muss ich nicht nochmal haben 🙂

Was ich in der Zeit allerdings sehr geschätzt habe, waren zwei Dinge:

  1. Die völlige Dunkelheit in der Nacht – es schläft sich wirklich wesentlich ruhiger und erholsamer, wenn keine Leuchtziffern um einen rum sind. Obwohl das ja nun wirklich keine taghelle Beleuchtung ist, macht es einen sehr großen Unterschied. Das hätte ich nie gedacht.
  2. Kein Brummen! Es hat nix gebrummt, nix gesummt, einfach nur Ruhe – wun-der-voll!

Und jetzt?

Ich habe meinen Radiowecker reaktivert. Am Wochenende ziehe ich den Stecker, so kann ich die Dunkelheit und Stille wenigstens dann genießen, wenn ich ausschlafen kann. Falls ich in der Nacht aufwache und wissen will, wie spät es ist, hebe ich meinen Kopf ein wenig und linse auf den Wecker meines Liebsten.

Im Gegenzug werde ich unter der Woche zuverlässig (kein Batterieausfall möglich) mit meinem Lieblingssender geweckt und kann nach Drücken der Schlummertaste nochmal zehn Minuten genüsslich schlafen.

Dafür nehme ich es auch in Kauf, beim Weckerstellen jedesmal die komplette Zeit durchlaufen zu lassen, da vor dreißig Jahren noch niemand daran gedacht hat, dass man Stunden und Wochen vielleicht getrennt voneinander einstellen könnte. Immerhin piepst da nix beim Einstellen 🙂

Das habe ich jetzt auch schon wieder seit einigen Wochen erprobt und ich bilde mir ein, dass das Brummen meines Radioweckers zumindest ein bisschen leiser geworden ist. Anscheinend tut ihm das Wochenende auch gut.

Und wer mag das schon – ständig unter Strom stehen?

(m)ein Wunsch ans Universum

Angesichts der ganzen Probleme weltweit – irgendwie fangens grad überall extrem zu spinnen an?! – erscheint mein Wunsch ans Universum banal, trivial. Und sollte doch eigentlich recht einfach zu erfüllen sein, sollte man meinen.

Die Rede ist von einem Solarwecker. Mein Radiowecker funktioniert zwar schon seit dreißig Jahren tadellos, allerdings brummt er. Ob das über die Jahre stärker oder ich empfindlicher dafür geworden bin, weiß ich nicht, fakt ist: es nervt.

Meine Idee: Kein Strom – kein Brumm. Also: Solar. Als Radiowecker gibts die nicht (falls doch – bitte mir sagen!!), also ein Piepswecker:

  1. Solarbetrieb
  2. kein Funk (nicht verhandelbar!)
  3. Digitalanzeige (24)
  4. (Möglichkeit zur) Beleuchtung
  5. Schlummerfunktion (nicht verhandelbar!)
  6. angenehmer Weckton (sehr wichtig!)
  7. AA- bzw. AAA-Akkus möglich
  8. umweltfreundlich

Zum Solarbetrieb is an sich nicht viel zu erklären, außer, dass es wirklich ein solcher sein sollte. Und nicht nur einfach eine Schaut-aus-wie-Solar-Folie auf einen Batteriewecker geklebt.

Kein Funk ist für mich absolut notwendig. Meine Uhrzeit stell ich mir schon selber, so wie sie mir passt! Funkuhr im Privatbereich ist eigentlich eine Verletzung desselben. Finde ich.

Zu 3. Digitalanzeige – nunja, analog wäre ok, wenn die Zeiger nicht ticken!? Brummen gegen Ticken eintauschen wär ja irgendwie blöd. Weiß das eine, ob die Zeiger beim Weiterhüpfen Geräusche von sich geben? Die analoge Anzeige hätte halt den Vorteil, dass Punkt 4. damit meist schon erledigt ist, da die Zeiger bzw. Zeit-Punkte mit Leuchtfarbe bestrichen sind.  Dafür hat die digitale 24-h-Anzeige den Vorteil, dass die Uhrzeit direkt ablesbar ist. 🙂 Da die Leuchtfarbe oft nicht die ganze Nacht über hält (vor allem im Winter!) tendiere ich daher mehr zur Digitalanzeige.

4. sollte der Wecker entweder beleuchtet sein (LED?) – was aber vermutlich für einen Solarwecker zu viel Saft braucht. Also bitte eine Möglichkeit, per Knopfdruck eine Hintergrundbeleuchtung einschalten zu können. Und das bitte so, dass dieser wie auch immer geartete „Knopf“ auch im Halbschlaf nachts um drei gefunden werden kann 🙂

5. Ein Wecker ohne Schlummerfunktion ist für mich nutz- und sinnlos. Ich hab das zwar lange Zeit praktiziert, beim ersten Weckgeräusch sofort aufzustehen, aber seit einigen Jahren habe ich mich dran gewöhnt, den Wecker nach dem ersten (und zweiten) Weckruf auszuschalten und mich für weitere zehn Minuten genüsslich nochmal rumzudrehen. Da fängt der Tag viel besser an! Also: Ohne Schlummerfunktion geht ganet.

6. Der Weckton scheint ja sowas wie ein Staatsgeheimnis zu sein, oder? Wie sonst lässt es sich erklären, dass in keinem Online-Shop die Möglichkeit gegeben ist, sich den Ton anzuhören? Für mich ist das ein sehr wichtiges Kriterium. Wer will schon von einem durchdringenden PIIPIIPIIPIIPIIPIIPIIPIIPIIPIIP oder einem etwas tieferen MÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖ aus dem Schlaf gerissen werden? Ich nicht. Ehrlich, wenn der Tag so anfängt, isser für mich schon gelaufen. Ich will einen angenehmen Weckton, nicht zu laut, darf auch gern nach einiger Zeit etwas lauter werden, aber nicht im Fünf-Sekunden-Takt jeweils ums Doppelte. Das läuft ja auch wieder auf PIIPIIPIIPIIPIIPIIPIIPIIPIIPIIP raus. Nogo.

7. sei der Vollständigkeit halber erwähnt, dürfte eh Standard sein, eine der beiden Typen. So dass die Akkus, die mensch heutzutage eh im Haus hat, auch für den Wecker passen.

8. mag komisch klingen – ein umweltfreundlicher Solarwecker? Die kriegen den Blauen Engel ja sowieso schon, weil sie Solar sind. Ich wünsch mir aber – wenn ich schon mal beim Wünschen bin! – einen zu finden, der im Idealfall völlig ohne Plastik auskommt (ich weiß, das ist utopisch), oder zumindest aus recyceltem Material hergestellt wurde.

Falls irgendwer weiß, wo es einen solchen Wecker gibt oder jemand einen übrig hat – immer her damit! Bin für alle Hinweise dankbar!