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Nicht mehr viel da (Wurstsalat)

Der erste Wurstsalat der Saison – ein typisches Sommeressen, finden wir, mein Liebster und ich. Am Samstag zu grillen war kurz angedacht; da wir am Sonntag aber auf Konfirmation eingeladen sind und beides – grillen und Konfirmation – mit maßloser Völlerei verbunden ist, haben wir uns entschieden, eine große Schüssel Wurstsalat zu machen, die bis Samstag locker reichen würde.

Für Wurstsalat gibt es nicht wirklich ein Rezept, aber ich kann erzählen, was alles (schön kleingeschnibbelt) reinkommt:

  • Stadtwurst. Für alle Nicht-Fränkinnen (und Nicht-Franken): Das ist eine Art grobe Fleischwurst, geht so in die Richtung „Mischung zwischen Fleisch- und Weißwurst“.
  • Käse. Meistens Emmentaler.
  • Zwiebeln. Tipp gegen Unverträglichkeiten: Fertig zerkleinerte Zwiebeln für ca. 30 Sekunden in die Mikrowelle geben.
  • Essiggurken. Falls es grad die letzten aus dem Glas sind: Der Sud kann (abgeseiht) gleich prima mitverwendet werden.

Das wäre so quasi das Grundrezept. Je nach Saison bzw. was gerade da ist oder einfach weg muss, kommen noch Paprika, Peperoni, Radieschen, Schnittlauch, etc. dazu.

Für die Soße ggf. Sud von Essiggurken, eingelegten Paprika, Peperoni, o.ä. (mit-)verwenden. Ansonsten wird eine Soße aus Essig, etwas Öl, Gewürzen (Salz, Pfeffer, Paprika) und einer Prise Zucker gemixt, mit etwas Wasser aufgießen.

Davon also eine große Schüssel voll zubereitet, die sollte uns beiden wirklich reichen! Die erste Portion gab es gestern – soo legga! Ich bin nicht die große Fleisch- bzw. Wurst-Esserin, aber ganz ohne mag ich nicht sein. Und der Wurstsalat ist halt wirklich immer genial gut!

Heute Nachmittag ruft mich mein Liebster von Zuhause aus an: Möglicherweise müssten wir für morgen umdisponieren und vielleicht doch grillen ins Auge fassen. Denn von dem Wurstsalat ist nicht mehr viel da. Und dass das etwas knapp werden könnte für morgen.

Maßlos übertrieben, denke ich, der Riesenbottich voll, was das war. Aber mei, ein bisschen grillen ist ja auch nicht das Schlechteste. Als ich später Zuhause war, habe ich mich soo auf den Wurstsalat gefreut. Selbst wenn nicht mehr viel da war – ich hatte auch nicht soo großen Hunger mehr. Sollte also reichen. Dachte ich.

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Darauf war ich allerdings nicht gefasst! Am Boden hatten sich zwar noch dreivier Bröckelchen Käse versteckt, aber von der Wurst war kein einziges winziges Stückchen mehr da!

Jetzt weiß ich, was mein Liebster meint, wenn er nicht mehr viel da sagt. 🙂 Von den Resten – Wurstsalat ohne Wurst – bin ich dennoch satt geworden. Immerhin gabs noch ne Breze dazu. Und ich glaube, „nicht mehr viel da“ hat das Zeug, zu einem geflügelten Wort zu werden. 🙂

Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende. Mit Wurstsalat, Gegrilltem, Eis oder was auch immer zum Genießen dazu gehört!

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Ruck-Zuck-Brotaufstrich – (k)ein Rezept

Du brauchst einen Brotaufstrich und hast nichts im Kühlschrank außer eingemachtem Gemüse (Senfgurken, Mixed Pickles, Zucchini süß-sauer, …)? Prima, dann hast du alles, was du brauchst.

Naja, fast. Aber Sonnenblumenkerne (oder Cashews oder Mandeln) gehen schließlich niemals aus, oder? 🙂

Zubereitung:

Den Sud des eingemachten Gemüses in ein Glas abgießen. Das Gemüse in den Mixer geben, etwa dieselbe Menge Sonnenblumenkerne zufügen. Ordentlich zermixern. Pürierstab tuts natürlich auch. Falls die Masse zu pampig wird, ein bisschen von dem Sud dazu.

Und das war eigentlich schon alles. Je nach Geschmack noch etwas Süßungsmittel und/oder Gewürze zufügen. Als Aufstrich waren mir die Zucchini süß-saußer doch ein bisschen zu sauer, daher habe ich ein bisschen Erythrit und Curry zugefügt. Letzterer rundet den Geschmack immer gut ab, finde ich.

In ein Schraubglas o.ä. abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren. Der Aufstrich ist zum Einsatz bereit – ein bisschen durchziehen lassen schadet allerdings nie.

Wenn du – wie ich – Sonnenblumenkerne verwendest, kannst du tatsächlich auf vorheriges Einweichen verzichten. Bei Cashews oder Mandeln ist Einweichen sinnvoll – auch dazu kannst du ruhig den Sud verwenden (das Gemüse dann solange nochmal zurück in den Kühlschrank stellen).

Ein Foto gibts leider nicht – der Aufstrich ist schneller weg, als man fotografieren kann. Allerdings ist das „Rezept“ so simpel, dass du sofort selber loslegen und dir dein eigenes Bild machen kannst. 🙂

Übrigens: Je nach Ausgangsprodukt ist der Aufstrich nicht nur vegetarisch sondern sogar vegan. Und sowas von legga! Nachmachen und genießen. 🙂

Rezeptverwaltungs-Software

Seit vielen Jahren bereits nutze ich Daniel Lüdeckes Zettelkasten. Darin speichere ich alle Ideen aus allen Gewerkel-Bereichen ab: Bastel- und Dekoideen, Häkelmuster, Anleitungen für Pullis oder Tücher. Färberezepte, irgendwelche kreative Ideen, die ich irgendwo mal gesehen habe, die ich irgendwie vielleicht mal umsetzen will – alles wird in diesem Programm gesammelt. Bilder können eingefügt werden, selbstverständlich gibts die Möglichkeit, Quellen anzugeben und die umfangreiche Schlagwortverwaltung sorgt dafür, dass wirklich alles auch wiedergefunden wird. Die kostenlose Software kann noch viel mehr, als ich tatsächlich nutze – einen Blick darauf zu werfen, ist sicher lohnenswert.

Nun bilde ich mir aber unbedingt ein, dass das Layout eines Rezeptes links die Zutaten auflisten soll, rechts daneben ein Bild und darunter die Anleitung zur Zubereitung. Das mit dem „rechts daneben“ kann der Zettelkasten leider nicht. Außerdem hätte ich alles gerne in schönem html (Exportfunktion) und zum Ausdrucken.

Ich hab mich also auf die Suche gemacht und war zunächst schier erschlagen von der Fülle an Rezeptverwaltungsprogrammen, die es gibt! In die engere Auswahl kamen letztlich aber nur zwei – beide Freeware, beide auch als portable Version verfügbar.

Das kleine Rezeptbuch gibt es aktuell in der Version 3.0. Kategorien können nach eigenen Bedürfnissen angelegt, aber es kann nur eine je Rezept vergeben werden. Die Maske gibt Eingabefelder für Zutaten, Zubereitung, Quelle und Bild an, sowie div. Nährwert- und Portionsangaben und natürlich die Kategorie.

Sehr gut sind die umfangreichen Suchmöglichkeiten sowie die Option, mehrere Kochbücher anzulegen.

Es gibt diverse Exportfunktionen: Neben txt, rtf und pdf natürlich die Formate rezkonv und mcb. Außerdem odt, jpg und html. Die Formatierungen können etwas angepasst werden, mehrere Vorlagen sind vorhanden. So gefällt mir der Export als pdf hier recht gut – leider ist das generierte html dafür vorsintflutlich grottenschlecht. Sorry, kann nicht anders bezeichnet werden. Die Darstellung in Einzelseiten zum Durchblättern sieht optisch durchaus ansprechend aus. Doch der Quellcode dahinter – geht gar nicht. 😦

So komme ich zu Floses Kochbuch, aktuell in der Version 2.6.8.0. Auch hier gibt es eine Eingabemöglichkeit nach Zutaten, Zubereitung, Quelle und Bild. Außerdem weitere Angaben für Zubereitungszeit, Portionsgrößen, Nährwerte, usw.

Kategorien können auch hier frei nach Belieben angelegt werden, mit einem zusätzlichen Erklärungsfeld sowie der Möglichkeit, jedem Rezept mehrere Kategorien zuzuordnen. Dafür lassen sich nicht mehrere Kochbücher anlegen.

Die Suchfunktion ist auf den ersten Blick eher unscheinbar, entpuppt sich aber als leistungsstarkes Hilfsmittel.

Die Exportmöglichkeiten sind hier nicht ganz so zahlreich, aber ausreichend: reze, rtf, zip, html, tex – und natürlich gibt es eine Druckfunktion, mittels der auch die Ausgabe als pdf ermöglicht ist.

Der Nachteil beim html-Format ist hier, dass alles in einer Datei exportiert wird – dafür aber incl. Inhaltsverzeichnis, wenn gewollt. Und es handelt sich um vorbildliches, wunderschönes html mit eigener css-Datei, die bei der Formatierung keinerlei Wünsche offen lässt. Der html-Quellcode ist mit divs und classes so gestaltet, dass mit wenigen Handgriffen praktisch jedes Layout möglich ist. Die css-Datei muss man sich dann nur noch in Reichweite sichern und kann bei jedem neuerlichen Export (z.B. getrennt nach Kategorien) im Anschluss rüberkopiert werden – fertig ist das Wunsch-Rezeptbuch!

Somit ist mein Favorit ganz klar das Kochbuch von Flose – wobei das kleine Rezeptbuch nur einen Tick andere Schwerpunkte setzt.

Wer gerade auf der Suche nach so etwas ist, sollte sich also ruhig alle drei genannten Programme etwas näher anschauen. Und auch wenn es sich dabei um Freeware handelt – bzw. genau deswegen merkt man bei solcher Software oft, dass da Herzblut drinsteckt. Daher mein Apell: Wenn ihr euer Wunschprogramm gefunden habt und zufrieden damit seit, dürft ihr gerne einen Beitrag spenden und so die Programmierer motivieren, weiter zu machen.

Und wenn ihr schon dabei seit – wir alle nutzen sie fast täglich, also darfs auch hier ein kleiner Beitrag sein: Danke, Wikipedia und alle, die dahinter stehen!

Zwischenbericht

Es gäbe so viel zu erzählen, was mich bewegt. Da ist natürlich das Ausräumen der Wohnung meiner Mutter – eine Reise in die Vergangenheit, das Hervorholen von so vielen schönen Erinnerungen.

Und da ist der Ärger darüber, dass Smartphones nach drei Jahren einfach Schrott sind. Selbst wenn die Hardware hält: Wenn jedes Jahr eine neue OS-Version herausgeklotzt wird, müssen die App-Hersteller irgendwann einen Schnitt nach unten machen. Klar. Und das k*** mich so dermaßen an. Welche Unmengen an Sondermüll auf die Art tagtäglich produziert werden. In welchem Ausmaß unser Planet – unsere Lebensgrundlage! – dafür tagtäglich ausgebeutet und zerstört wird. Und offenbar störts niemanden, denn die Dinger werden verkauft wie blöd. Obwohl die ja ein bisschen mehr als nur zwo Mark fuchzich kosten. Sowas bringt mich echt zum Verzweifeln 😦 [Nachtrag: Dieser Beitrag von deutschemuslimadotcom passt da genau dazu!]

Bei so viel Frust hilft nur – erst recht! – der Blick auf die schönen, guten Dinge im www…

… Und auch in dir drin! Die Januar-Neumondmeditation vom Nymphenkuss fand ich sehr anregend-inspirierend – unbedingt reinschauen 🙂

Ich mach weiter mit einem Rezept für Zahncreme von einfachnachhaltigbesserleben.de. Wenn dich das näher interessiert: unbedingt mal ne Suchmaschine befragen. Es gibt soo viele Rezepte dafür!

Nochmal selbstgemacht von tuedelkram.ch – auch wenn Valentinstag schon vorbei ist, aber diese wundervollen Kissen sind mit so viel Liebe und Hingabe gemacht, dass ich sie euch nicht vorenthalten kann. Die Idee an sich ist simpel und lässt sich vielfältig abwandeln. Es muss auch gar nicht unbedingt eine Liebeserklärung oder ein Heiratsantrag sein. Es kann genauso ein guter Spruch, ein Lebensmotto oder etwas anderes sein, was sich Oma aufs Kissen noch gestickt hätte 🙂

Auch wenn ich oben noch über Müll gejammert habe, verlinke ich dennoch den Aufruf zu 365 Tage – 730 Sachen (entsorgen) von Julena Roth. Sie und ihr Partner wollen sich täglich von etwas trennen (also einem Ding). Oder alternativ zum Ende des Monats von 31 Dingen. Und „sich trennen“ heißt ja nicht zwangsläufig auf den Müll werfen (und schon gar nicht automatisch Sondermüll). Es kann auch verschenkt, gespendet, verkauft werden. Selbst wenn es „Müll“ ist, wird der natürlich getrennt fürs Recycling.

Hier schließt sich der Kreis vom Konsumterror zum Minimalismus und da hat sich Maria von widerstandistzweckmaessig sehr schlaue Gedanken zum Konsum – wieso, weshalb, warum – gemacht. Den Artikel möchte ich euch dringend ans Herz legen. Womöglich stellt ihr dann fest, dass es das alte Smartphone vielleicht doch noch ein Jahr tut. In der Zeit lässt sich dafür auf ein nachhaltig und fair hergestelltes Teil sparen. 🙂

Kastanien? Bin ich auch dabei!

Nachdem ich so viel über Kastanien als Waschmittel gelesen habe und mir zufällig auch grad welche über die Füße gefallen sind (Naja, um die Jahreszeit wohl eher weniger zufällig *g*), musste ich das auch ausprobieren.

Meine Idee, dass die grob zerkleinerten Kastanien beim Trocknen „von selber“ aus der Schale fallen, hat sich eher als Schnapsidee erwiesen. Funktioniert leider nicht.

Ich merke mir also fürs nächste Mal: Kastanien sofort nach der Ernte schälen, grob zerkleinern und fein mahlen. Das so entstandene Kastanienmehl trocknen.

Der erste Versuch in diesem Jahr also grob zerkleinert und größtenteils mit Schale. Da ich keine reinweiße Wäsche habe, ist das aber kein Problem. Ein Säckchen aus einem Rest Vorhangstoff war auch schnell genäht:

Kastanien

Das „Rezept“ ist denkbar einfach:

Ich fülle 2-3 EL Kastanien in den Beutel, den ich wiederum (geöffnet) in einen Kaffeebecher setze. Mit heißem Wasser übergießen und über Nacht ziehen lassen. Vorteil dieser Methode: Es muss nix extra abgeseiht werden.

Am nächsten Tag ziehe ich das Säckchen zu und lege es in die Trommel zur Wäsche, der Sud aus der Tasse kommt ins Waschmittelfach.

Mein Fazit: 60-Grad-Wäsche wird supersauber, bei 40-Grad-Wäsche ist das Ergebnis gut, sofern der Verschmutzungsgrad nicht allzu hoch war. Hier denke ich aber, dass die Verwendung von Kastanienmehl zu einem noch besseren Ergebnis führen wird.

Nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall auf große Kastaniensammelrunde gehen und diese sofort schälen & weiterverarbeiten.

Durch die Verwendung der getrockneten Kastanien kann der Sud nach Bedarf jeweils frisch angsetzt werden. Sind die Kastanien fein gemahlen, sollten 1-2 EL ausreichend sein.

Super Alternative zu Waschmittel. Regional. Bio. Und kostengünstig obendrein. Nur bitte auch hier wie bei jeder Ernte in der freien Natur darauf achten, nicht komplett alles abzugrasen. Sofern es nicht der eigene Baum ist.  🙂

Die verwendeten Kastanien habe ich wieder getrocknet. Ich will ausprobieren, ob das nicht z.B. als Putzmittel noch etwas hergibt. Dieser Test steht allerdings noch aus.

Marshmallows

Marshmallows gehören nicht unbedingt zu meinen Lieblingsnaschereien. Ja, ich nasche gern, Schokoloade am liebsten. Außerdem backe ich sehr gerne Kekse und Kuchen. Wobei ich da auf Dinkelvollkornmehl und wenig Zucker setze bzw. diesen auch mal durch Honig & Co. ersetze. Dass ich jetzt ausgerechnet auf die Idee komme, Marshmallows zu machen – hätt ich selber nicht gedacht! 🙂

Dank Youtube und Chefkoch (bei letzterem hab ich sogar meinen Adblocker deaktiviert, weil ich das nur als fair empfinde) ist ein passendes Rezept schnell gefunden. Ich hab jedoch nur die halbe Menge gemacht, weil ichs ja nur mal ausprobieren wollte:

  • 150 g Puderzucker (bzw. normaler Zucker selbstgemahlen)
  • 1 Pck. Gelatinepulver
  • 90 ml Wasser
  • Vanillezucker, Salz

Gelatine in Wasser auflösen, etwas quellen lassen, dann kurz aufkochen. Wer Sofort-Gelatine benutzt (wäre entsprechend 1/2 Pck. = 15 g), kann sich das Aufkochen sparen.

Puderzucker in eine große Schüssel geben, Vanillezucker und Prise Salz dazu. Gelatinemasse dazu und – losrühren! Wer eine Küchenmaschine hat, sollte die benutzen, ansonsten ist der Handmixer gefragt und ein bisschen Geduld. Unter fünf Minuten wirds selbst bei der Turbostufe nichts, realistisch sind gut zehn Minuten Rührzeit einzuplanen. Bis  eine deutlich an Volumen zugenommene, schaumig-cremige Masse entstanden ist. Ca. doppelt bis dreifach sollte die Menge werden.

Eine Form dünn mit Öl ausstreichen und mit einem Puderzucker-Stärke-Gemisch (1:1) ausstäuben. Nun kann die ganze Masse dort hineingegeben und glattgestrichen werden.

Ich wollte noch ein bisschen experimentieren, also habe ich nur einen Teil rein. Ein Drittel habe ich in eine andere Schüssel und mit Marmelade eingfärbt. Nicht nachmachen! Oder nur eine ganz geringe Menge nehmen. Dieses Drittel wurde bei mir jedenfalls nicht fest, das behielt die Konsistenz von Dessert. (Geschmeckt hat es trotzdem 🙂 ) Färben also besser mit Lebensmittelfarbe. Alternative wäre vielleicht, kleine bunte Zuckerkügelchen einzustreuen? Kann ich mir gut vorstellen.

Das letzte Drittel habe ich mit

  • einer kleinen Hand voll grob gehackter gebrannter Mandeln
  • einem EL  Sonnenblumenkernen
  • ca. 1 TL gemahlene Mandeln und
  • 1 TL Kakaopulver vermischt

(was halt grad so da war). Ebenfalls in die Form damit:

Marshmallow-Masse

Links die Original-Masse (mit den restlichen Klecksen Schoggi-Nuss), in der Mitte die missglückte Marmeladenfärbung und rechts die Schoggi-Nuss-Variante.

Das darf nun einige Stunden trocknen – nicht im Kühlschrank. Über Nacht schadet auch nicht. Dann mit Puderzucker-Stärke-Mischung bestäuben und aus der Form stürzen. Die jetzt schön fluffig-feste Masse (Also, bis auf das in der Mitte *g*) in mundgerechte Stücke schneiden oder mit Plätzchenformen ausstechen. Messer ab und zu mit Öl „säubern“, dann gehts leichter.

Sämtliche Schnittkanten in der Puderzucker-Stärke-Mischung wenden. Ich hab ein bisschen was davon in die Aufbewahrungsdose mit rein und abschließend nochmal alles vorsichtig durchgeschüttelt. So verklebt nix und lässt sich gut essen.

Zwei von drei - Experiment geglückt, würde ich sagen :)

Zwei von drei – Experiment geglückt, würde ich sagen 🙂

Im Bild sieht man ein bisschen rosa, wo die mittlere Masse angegrenzt ist. Das stört aber nicht weiter. Wie gesagt: Ich bin eigentlich kein Fan von Marshmallows. Aber ich schwöre, dass die selbstgemachten hier richtig richtig extrem lecker sind (da ist das Schüssel-ausschlecken schon eine wahre Freude!) – obwohls ja praktisch nur Zucker ist.

Mit der Nuss-Schoggi-Variante eröffnen sich eine Vielzahl an Möglichkeiten und ich werde das Experiment auf jeden Fall wiederholen. (Dann aber ohne Marmeladen-Variante).

Halloween naht ja schon langsam; wer ein Fest plant, sollte dieses Jahr die Marshmallows ruhig mal selber machen. Mit Totenkopf-Ausstechformen o.ä. kommt das sicher gut rum. Grob gehackte Nüsse, vielleicht noch ein bisschen kleingehackte kandierte Früchte (oder Gummibärchen) dazu, schon hat man wunderbar „geronnene Kotze“ – ekliger gehts doch nicht mehr oder? 🙂

Viel Spaß beim Nachmachen! Und auch an alle, die gerne und überwiegend gesund leben – ab und zu mal sündigen ist erlaubt! 🙂

Ich habe außerdem noch Gummibärchen selbst gemacht. Die sind geschmacklich richtig gut geworden (mit Glühwein). Aber die Konsistenz … zwar fest, trotzdem glibberig. Nee, das hat mir nicht gefallen, daher gibts da auch kein Rezept dafür.  🙂

 

Von Tüten, Recycling, Vorbildern und EIS!

Schimmelpilze als Batterie-Recycler?  Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Lt scinexx.de sollen dabei bis zu 85 % des Lithiums gebrauchter Batterien extrahiert werden können. Spannend!

Sallys Welt ist euch ein Begriff? Die hat ein supertolles Video online gestellt, in welchem sie erklärt, dass und warum sie wieder als Lehrerin arbeiten will und daher ihre Youtube-Tätigkeiten etwas zurückschrauben wird.  Klipp und klar sagt sie auch, dass sie es zwar schön findet, wenn sie von anderen als Vorbild gesehen wird – aber bitte nicht in ihrer Eigenschaft als Youtuberin! Das ist kein Beruf und man möge doch bitte „was Anständiges“ lernen.  🙂 Vorbild als Köchin und Bäckerin, als Mutter und Lehrerin ist sie gerne. Aber halt nicht als Youtuberin! – Mit solch einer Aussage ist sie in meinen Augen ein sehr gutes Vorbild! 😉

Ein echtes Schlüsselerlebnis hatte ich auf how-to-recycle – da sind richtige Kunstwerke darunter! Selber Ort, Plastikrecycling. Eine Badetasche aus „Knistertüten“ hab ich selber schon mal gehäkelt. Ist eine Sauarbeit, aber schaut schön aus!

Statt Plastik lieber ein wolliges Einkaufsnetz? Da gibts die Anleitung bei Grimmskram dazu.

Gedanken zu Plastik oder Glas oder Mehrweg und Einweg macht sich der Herbstwald. Lesenswert!

Das Beste zum Schluss: Ein wunderbares Eis-Rezept von Lilamalerie. Just heute hab ichs nachgemacht. Naja, nicht ganz, ich habs ein bisschen abgewandelt. Statt gezuckerter Kondensmilch hab ich normale genommen. Nicht, weil es im Laden keine gegeben hätte, sondern weil ich in erster Linie die frischen Früchte durch Marmelade ersetzen wollte. Und da brauchts nicht noch extra Zucker in der Milch, wenn ich den in dem Fall in den Früchten schon drin hab.

Mein Fazit: Wirklich wunderbar cremig (auch wenn die Butter doch ein bisschen gebazzelt hat. Ich bin mit dem Pürierstab nochmal drüber. Beim nächsten Mal vielleicht besser mit einem Teil der Milch erwärmen/schmelzen…?). Es wurde übrigens Zwetschgen-Eis. Soo legga (leider kein Foto). Und ich hab tausend Ideen für weitere Variationen. Ein super Rezept. Schade, dass mir das nicht schon ein bisschen eher über den Weg gehüpft ist.

Ich hoff, es ist die eine oder andere Inspiration für euch dabei – und das Eis kann ich wirklich wirklich sehr empfehlen! 🙂

Neue Seiten aufgezogen

Eine sehr interessante Seite, die mir kürzlich über den Weg gelaufen ist, ist die lebenskonzepte.org. Dort werden Menschen vorgestellt – bzw. stellen diese sich selber vor – die eben ein etwas anderes Lebenskonzept haben als der Durchschnitt. Manches davon ist einfach nur faszinierend zu lesen, aber bei fast allen gibt es etwas zu entdecken, etwas, was in einer selber anklingt – auf jeden Fall eine Bereicherung darstellt.

Für alle, die nach wie vor beim Minimalisieren sind oder gerade damit anfangen wollen und nicht so recht wissen, wie und wo und was und überhaupt, denen mag ich die minimalistenfreun.de empfehlen. Damit klappts bestimmt!

Alternativen zu Plastik stellt langsamerleben sehr umfassend vor. Dazu passend auch der Beitrag Nachhaltiges Plastik aus CO2 und Pflanzenabfällen – auf scinexx.de.

Eine sehr gute Übersicht, wie sich in den Bereichen Strom/Energie, Müll und  Lebensmittel etwas einsparen bzw. verändern lässt, gibt es bei thegreentransistion.de.

Dazu passend die geniale Serie Schatzsuche im Vorratsschrank von magentratzerl.net. Die hab ich tatsächlich erst in der aktuellen siebten Runde kennengelernt, aber gibts ja alles zum Nachlesen. Immer wieder neue Inspirationen verschiedenster Art, wie mit fast vergessenen Lebensmitteln aus Schrank und Truhe die unterschiedlichsten Leckereien gezaubert werden. Wow!

Nochn Rezept: Auch wenn die Kaoshexe für die beerigen Pralinen Tiefkühl-Erdbeeren angegeben hat, kann mans mal im Hinterkopf behalten – die Erdbeersaison steht ja schon praktisch vor der Tür! (Und bitte lasst die Finger von den riesenhaften, knallrot-glänzenden, wie Plastik-Erdbeeren ausehenden… „Dingern“ aus Spanien, die derzeit im Supermarkt angeboten werden. Igittigittigittigitt!) Also: Geduldet euch noch ein klein wenig und genießt dann das wundervolle Rezept mit richtigen Erdbeeren! 🙂

Fräulein Ella mal wieder – wenn sie ein „All in“-Rezept hat, dann meint sie damit dass da wirklich alles mögliche drin ist. Klingt soo lecker! (Von den Bildern mal ganz zu schweigen…)

Richtig gut gemausert hat sich inzwischen die DIY-Ideenbox. Ganz spielerisch lässt sich aussuchen, was eine jetzt machen möchte – zu welchem Anlass, welches Material und welcher Schwierigkeitsgrad. Da gibts keine Ausreden mehr und man kann sofort loslegen. Manches mag dabei bekannt vorkommen, weil viele namhafte Blogs dabei sind.

Und zu guter Letzt hab ich auf zauberweib.de einen Artikel zur Arbeit mit dem Medizinrad veröffentlicht, weil ich da inzwischen so oft gefragt wurde, dass das hiermit nun auch hoffentlich beantwortet ist. 🙂

 

Randnotizen

Mal ein paar Randbemerkungen, die nicht wirklich für einen eigenen Beitrag reichen, aber auch nicht recht zusammenpassen…

Da wäre zum Einen mein Bedürfnis – auch wenns schon wieder „lange“ her ist – ein dickes Danke, Hamburg loszuwerden! Danke, dass die zwar knappe aber doch Mehrheit sich gegen Olympia entschieden hat. Danke!

Danke auch an Wikipedia, dass es dich gibt, und dass du immer zur Stelle bist, wenn ich mal schnell was nachschlagen will. Auch wenn du nicht zitierfähig bist – in 99% der Fälle will ich einfach bloß ne Wissenslücke schließen. Natürlich hab ich mein Scherflein längst gespendet und nutze diese Zeilen hier, um bei meiner Leserschaft das Gewissen anzuregen, ebenfalls einen Beitrag zu leisten. 😉

Wer zum Jahresende mit dem Gedanken spielt, ein Jahresorakel zu orakeln, darf gerne mal auf zauberweib.de vorbeischauen.

Und ich bin ja immer mal am Rumbasteln mit diversen CMSsen, Tools, etc. Normalerweise mach ich das lokal, für Yellow hab ich mir aber online einen Spielplatz eingerichtet. Ich kann das Flatfile-CMS nur empfehlen und genau das ist auch das Thema meines bplaced-Blogs.

Für Kurzentschlossene ebenfalls noch eine Empfehlung: Weihnachtsstollen müssen ja normalweise einige Tage durchziehen, einen Quarkstollen kann man aber gleich essen. Und da hab ich auf Chefkoch.de das passende Rezept für einen Vollkorn-Weihnachtsstollen gefunden, das einfach nur megalegga ist.  Zubereitung absolut simpel, kann praktisch nichts schiefgehen. Unbedingt ausprobieren!

Na dann: Frohe Weihnachten euch allen, geruhsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

Gewürz-Tee ala Zaubsie

Ich hab schon verschiedene Chai-Tees durchprobiert, sogar die Teebeutel-Variante. So ganz richtig vom Hocker gerissen hat mich bislang noch keine. Deshalb hab ich meine eigene Version erfunden.

Ich mag Gewürz-/Chai-Tee eigentlich nur, wenns draußen kalt ist. Ein Sommertee ist das nach meinem Empfinden nicht. Deshalb sind die weihnachtlichen Zutaten sicher nicht weiter verwunderlich:

  • 4 Löffel schwarzen Tee, gerne auch aromatisiert (Karamell, Mandel, Vanille)
  • 1 Msp. Zimt
  • 1 Msp. Lebkuchengewürz
  • 1 Msp. Vanille
  • etwas Nelkenpulver
  • 1/2 TL Honig (oder mehr, wers  süßer mag)

Mit ca. 1,5 l kochendem Wasser aufgießen, 7 Minuten ziehen lassen (wegen der Gewürze darf der gerne etwas länger ziehen, habe ich festgstellt).

In die Teekanne schon mal einen Schwubbs (Soja-)Milch füllen. Den gezogenen Tee durch ein Sieb in die Kanne gießen. Fertig.

Wie komm ich jetzt auf die Idee, euch mein Teerezept zu posten? Ganz einfach, weil ich den Fehler gemacht habe, bei Fräulein Ella vorbeizuschauen. Ich würde sie als Tortenzauberin bezeichnen. Da klingt ein Rezept besser als das nächste (bzw. vorige. Egal). Jedenfalls war eben obenauf die Chai-Spekulatius-Torte und so kam mein Mitteilungsbedürfnis zustande. 🙂

Tja also: Tee trinken und keinesfalls bei Fräulein Ella reinklicken. Erst recht nicht, wenn ihr Torteninspirationen sucht. Schon gar nicht passend zur Weihnachtszeit.

Echt, ich meins ernst: Es ist ja nicht so, dass sie einfach nur Rezepte postet. Näh, es ist viel schlimmer. Sie fotografiert auch noch. Und das macht sie richtig gut. Ich finde Rezepteblogs, die mit Fotostrecken überfrachtet sind, ehrlich gesagt, einfach nur doof. Vor allem, wenn die Fotos dann auch noch riesig sind und nur die Ansicht verkleinert ist. Geht gar nicht – egal, was Facebook dazu sagt: 300 kb sind die Obergrenze für Web-Fotos. (kb – nicht MB!) Alles andere ist freundlich ausgedrückt: unhöflich.

Fräulein Ella hat ihre Fotos äußerst löblich auf mundgerechte Größe angepasst: Groß genug, dass der Sabber beim Betrachten in die Tastatur läuft. Das reicht voll und ganz.

Das sind wieder so Momente, wo ich mir wünsche, dass das mit den Backup-Dateien wörtlich zu nehmen wäre und sich Tortenstücke via Mailanhang verschicken lassen ließen… 😉

Habt ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Backen!