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Designer-Jogginghose

Mein Liebster hat eine alte Jogginghose, die an den Oberschenkeln sehr dünn bis löchrig ist und etliche Farbflecken aufweist. Das ganze relativ großflächig verteilt: Zum Flicken zu viel – aber zum Wegwerfen irgendwie auch zu schade.

Nun hat er auch seine alten Tshirts aussortiert. Die gehen direkt an mich: Der Großteil wird nach und nach zu Garn geschnitten und zu Vorlegern verhäkelt. Einige heb ich natürlich auf – da ist schon das eine oder andere Kleidchen für mich dabei rausgesprungen.

Blöd ist bei den Tshirts nur, wenn sie diesen Plastikaufdruck haben. Der lässt sich als „Garn“ gar nicht gut händeln und wäre eigentlich Abfall. Wenn da nicht genannte Jogginghose wäre!

Zwei Tshirts ausgewählt, die Aufdrucke ausgeschnitten. Bei der Jogginghose hab ich die Seitennähte aufgetrennt, das macht das Nähen etwas einfacher. Die Ausschnitte aufgesteckt, mit je zwei Quernähten fixiert, rumverzackelt. Die Seitennähte wieder geschlossen – fertig ist die Designer-Jogginghose:

designjogginghose

Die Hose sieht wirklich megaklasse aus und es ist gleich ein doppeltes Recycling: Jogginghose gerettet und die Plastikaufdrucke der Tshirts ebenfalls sinnvoll verwendet!

Notizbüchlein

Es wird ja alles digitalisiert und immer mehr das papierlose Büro präferiert – aber seltsamerweise gibt es nach wie vor haufenweise Papiermüll. Auch wenn man sich, wie wir, auf der Robinsonliste gegen den Werbemüll eingetragen hat und ein gut sichtbarer Aufkleber „Bitte keine Werbung“ am Briefkasten klebt: Irgendwas kommt immer.

Am einfachsten ist es, das Papier (i.d.R. handelt es sich um einseitig bedruckte A4-Seiten) auf ein handliches Format zuzuschneiden, den Stapel an einer Seite zusammenkleben und z.B. als Einkaufszettel-Block verwenden. Oder sich nebens Bett legen, für die Gedankenblitze mitten in der Nacht. :)

Schöner ist es, sich ein Notizbüchlein zu basteln. Das geht ziemlich fix und sehr einfach. Überflüssig zu sagen, dass bei der Schmierpapierverwertung natürlich darauf geachtet werden sollte, dass keinerlei persönlichen Daten drauf sind. Also Adressfeld usw. schreddern und entsorgen, der Rest der Seite kann verwendet werden. Kontoauszüge oder ähnlich sensible Daten sollte man lieber auch schreddern…

Ich mags gern handlich klein, also schneide ich ein Din-A4-Blatt zweimal durch (einmal längs, einmal quer) und erhalte so vier Blätter im Postkartenformat. (Das fertige Büchlein hat dann halbes Postkartenformat.) Das Ganze so oft wiederholen, bis man die gewünschte Menge an Blättern hat.

Jedes Blatt zur Hälfte falten, drei davon in eine Lage zusammenstecken, alle Lagen aufeinanderstapeln und zwei Blätter für den Vorsatz zur Seite legen. Dort, wo die Falze aufeinander liegen, mit einem scharfen Messer vier Kerben einritzen. Damit wird das anschließende Zusammennähen der Lagen erleichtert:

Dafür reichen Zwirnsfaden und eine ganz normale Nähnadel. Die erste Lage hernehmen, von außen nach innen in die Mitte stechen, beim nächsten Loch wieder nach außen, drittes Loch nach innen, dann wieder nach außen. Zweite Lage drauflegen, von außen nach innen wieder nach unten nähen, dabei in der Mitte den Faden mit der vorigen Lage verkreuzen, das gibt ein bisschen mehr Zusammenhalt. Die Enden schön fest verknoten. Auf die Art alle Lagen miteinander vernähen.

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So sieht das dann in etwa aus. Kann man jetzt so lassen, mir wars jedoch beim letzten Büchlein ein bisschen zu instabil. Deshalb hab ich den Rücken mit einer Mischung aus Kleister und Weißleim bepinselt, dabei die beiden Blätter für vorne und hinten gleich mit angeklebt. Den gesamten Buchblock zwischen Zeitungspapier legen, mit Büchern o.ä. beschweren und am besten über Nacht trocknen lassen. Wenn möglich, zwischendurch die Zeitungslagen mal auswechseln, die saugen nämlich ganz schön Feuchtigkeit auf.

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Der Umschlag kommt als nächstes dran. Dazu Karton (z.B. von einer Verpackung) etwas größer zuschneiden, als der Buchblock misst und mit Papier (oder Stoff) nach Wunsch bekleben. Wenn man kleine Größen bevorzugt, ist das eine gute Möglichkeit, Reste von Geschenkpapier zu verwenden. Auch hier zwischen Zeitungen legen, über Nacht beschweren und wenn möglich, zwischendurch mal die Zeitungslagen auswechseln.

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Als nächstes werden die beiden Teile – Block und Umschlag – zusammengeklebt. Das geht denkbar einfach: Den Umschlag einmal grob rumfalten, damit er etwas vorgeformt ist. Die eine Seite des Vorsatzblattes mit Kleber einstreichen, Umschlag draufkleben. Umdrehen und die andere Seite ebenso festkleben. Ich leg dann immer nochmal Zeitung in die Vorsatzblätter, um Zusammenkleben dort zu vermeiden, wo es eben nicht kleben soll. Wieder Zeitung drauf und drunter, über Nacht beschweren, wenn möglich, die Zeitungsschichten zwischendurch auswechseln.

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Und so sieht es aus, wenn es fertig ist. Natürlich ist immer eine Seite bereits bedruckt, weil ja Schmierpapier verwendet wurde. Aber dann wird halt auf der nächsten Seite weitergeschrieben.

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Hier ist gut zu sehen, dass es alles andere als genau gearbeitet ist. War auch gar nicht die Absicht, etwas besonders schön zu machen, sondern einfach nur ein Schmierzettel-Büchlein zu gestalten, das besser hält als nur ein Stapel zusammengeleimter Zettel.

Ich hab mir noch einen Gummiring um die vordere Umschlagseite gespannt. Dort werden nun die beschriebenen bzw. erledigten/abgearbeiteten Seiten druntergespannt, so dass ich beim Aufschlagen sofort auf der aktuellen Seite bin und nicht lange rumblättern muss. Wenn das ganze Büchlein voll ist, kann es komplett entsorgt werden. Auf den Datenschutz will ich an dieser Stelle nochmal hinweisen. In meinem Fall kann ich die allerdings wirklich bedenkenlos wegwerfen, weil ich erstens keine intimen Geheimnisse da reinschreib und zweitens meine Sauklaue besser als jede Verschlüsselungstechnik ist. ;)

Natürlich kann man solche Büchlein auch aus „frischem“ Papier und sehr sorgfältig in schön arbeiten und hat somit ein ganz persönliches Geschenk für einen lieben Menschen. Meine Intension war hier in erster Linie, einen Schmierzettelblock zum Einstecken zu haben, der nicht nach zweimal aufschlagen auseinander fällt.

Fitzelpatch

Ich bin derzeit wieder voll angefixt auf Fitzelpatch! Eine wunderbare Resteverwertung für kleine Stofffitzelchen, die immer anfallen. Ganz minikleine Stücke kommen ins Kissen, die etwas größeren können für Patchwork-Muster verwendet werden. Und die, die selbst dafür zu klein sind, werden eben zu Fitzelpatch.

Dazu werden die kleinen Teilchen überlappend im Zickzick-Zackzack-Stich (oder einem ähnlich haltbaren Stich) zusammengenäht:

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Natürlich können größere Stücke auch „normal“ zusammengenäht werden (unten rechts bei dem gelben Teil zu sehen). Dazu lege ich die beiden Teile rechts auf rechts aneinander, schaffe mir mit dem Rollschneider eine gerade Kante, an der entlang ich die Stücke mit dem Zickzick-Zackzack-Stich zusammennähe. Versäuberung ist damit gleich miterledigt. Anschließend die Naht auf eine Seite bügeln und von der schönen Seite einmal mit dem Geradstich drübernähen. Damit wird verhindert, dass sich später zu viel „verschöbbelt“.

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Hier ist die Rückseite, da ist ebenfalls erkennbar, dass die Überstände ziemlich knapp abgeschnitten werden. Schließlich lässt sich bei dieser Technik nie sagen, wo die nächsten Ecken und Kanten aufeinandertreffen.

Wichtig ist: Bügeln, bügeln, bügeln! Ich sag es nicht gern, aber nirgends ist bügeln so wichtig wie beim Patchwork – das gilt umso mehr bei dieser kleinstteiligen Arbeit. Also spätestens nach zwei-drei Stücken, die aneinandergenäht wurden, wird drübergebügelt. Auf die Art können sich eventuelle Ungenauigkeiten gar nicht weiter ausbreiten und werden beim nächsten Stück einfach mit „plattgenäht“.

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Abschnitte, die sich aus zurückgeschnittenen Überständen ergeben, werden ebenfalls verwendet. Es empfiehlt sich, an mehreren Stücken gleichzeitig zu arbeiten und diese, wenn sie etwas gewachsen sind, anschließend zusammenzunähen. So ergibt sich ein stimmigeres Bild.

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Hier lässt sich gut sehen, dass neben sehr kleinen Teilen auch mal ein größeres Stück gut mit rein passt. Unten links im Bild ist der Rest eines ausgedienten Geschirrtuchs zu sehen, oben rechts der Abschnitt einer Tischdecke, die zu einer Schürze verarbeitet wurde. Überhaupt mag ich die Erinnerungen, die beim Patchwork allgemein mit eingearbeitet werden. :)

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Und was macht man dann daraus? Zum Beispiel einen Überwurf für die Eckbank – hier im Bild das Eckstück zu sehen. Ich hab es einfach nur passend zurechtgeschnitten und mit dem Zickzick-Zackzack-Stich die Borte direkt draufgenäht.

Ebenfalls gut vorstellbar ist die Verwendung als Tischset oder Tischdecke; ich hab es auch schon für einen Rucksack verwendet. Dazu hab ich den Fitzelpatch als Oberstoff genommen, eine Vlieseinlage dazwischen und einen festen Unterstoff, alles zusammengesteppt und dann verarbeitet. Auf die Art wurde das Gefitzel genauso strapazierfähig wie jeder andere feste Stoff, wenn auch die Verarbeitung durch die Dicke etwas… strapaziös war :)

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Auf dem Bild ist der Rucksack noch im Neuzustand und seit mittlerweile knapp sechs Jahren im Gebrauch!

Übrigens: Fitzelpatch ist nicht nur eine gute Resteverwertung für Stoffteilchen sondern auch für Nähgarn. Grellgrünes Garn, das du nie für irgendwas brauchen kannst? Hier taugt es bestens, weil hier ist eh alles bunt in bunt! Nur noch wenig Faden auf der Spule? Auf ne Unterfadenspule umspulen und für Fitzelpatch verwenden. Der Unterfaden lässt sich in der Regel schnell und einfach wechseln und bei dieser Technik stört es überhaupt nicht, wenn mitten in der Naht „angestückelt“ wird.

Probiert es aus, es macht Spaß, ist ein bisschen wie puzzeln. Aber Vorsicht: Hoher Suchtfaktor! Andererseits: Momentan hat mensch ja Zeit für sowas…

Haltet durch und bleibt gesund!

 

Gewerkelungen 2019

Was bei meiner Neustrukturierung ein bisschen untergegangen ist, sind meine Gewerkelungen. Hier hab ich zwar das eine oder andere Projekt vorgestellt, aber so ein Rundumschlag, den gabs bislang noch nicht. Das will ich hiermit nachholen.

Ich beginne mit den „Baddschgerli“ – Häkelsöckchen, die in der feinen Baumwollausführung sehr gute Dienste leisten bei Riemchensandalen. Da hatte ich mir nämlich beidseitig heftige Blasen gelaufen, weil die Riemen auf der Haut gescheuert hatten. Die Baddschgerli haben Abhilfe geschafft. Und in der Variante aus dicker Wolle gehen sie sehr gut als Haussocken durch. Eine Anleitung (pdf, 2,1 MB) dafür hab ich vor Jahren schon mal geschrieben.

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Ich bleib beim Häkeln, und zwar hab ich nochmal „Becherschühchen“ für die Katzenbecherchen gemacht, damit die nicht davonrutschen. Daneben ein Kleidchen für das Glas mit dem Waschpulver, ein Zwickersäckle, schöne Untersetzer und ganz außen ein Häkelmandala. Da hab ich eine Zeit dafür gebraucht, bis das fertig war, aber das Ergebnis war alle Mühe wert!

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Was natürlich dieses Jahr auch nicht fehlen durfte, war meine Einkoch-Saison. Wie immer gab es Erdbeermarmelade ausm Garten, außerdem Heidelbeere (von meinem Liebsten selbstgezupft), Stachelbeer-Apfel-Honigmelone und – noch ganz frisch – Hagebutte-Kürbis. In der mittleren Reihe Kirsche, Brombeer und Himbeere (die beiden letzteren ausm Garten). Unten das obligatorische Zucchini-Relish, außerdem die eingelegte Variante zusammen mit Paprika und Zwiebeln (seeehr legga!). Als letztes Schoggipudding, über den ich bereits berichtet habe.

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Ich bleib in der Küche: Da gabs einen Rosenkuchen, in dem neben Nüssen auch alle möglichen Lebkuchenreste verschwanden. Daneben Kekse, die back ich regelmäßig. Es folgt ein Kürbis-Schoggi-Kuchen zu meinem Geburtstag und ganz außen der Plätzchenteller meines diesjährigen Baggwahns.

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Abdeckhäubchen hab ich ohne Ende genäht heuer, die gehen ja immer mal fix zwischendurch. Außerdem noch zwei Innenkleidchen für die große Keksdose:

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Ebenfalls inflationär hab ich Nähgewichte und Gemüsesäckchen angefertig. Dazwischen ein paar Bodentücher aus einem alten Handtuch und ein Kästchen hat ein Patchwork-Kleid bekommen. In der unteren Reihe ist die Laptop-Tasche zu sehen, eine Buch-Tasche, mein Pinguin, eine Hülle für einen USB-Stick und eine Kissenhülle.

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Einige kurze Höschen gabs noch, eine enger genähte Jeans, ein Sommerkleid und bei einer Strickjacke hab ich neue Ärmel drangestrickt. Die originalen waren zu eng und zu lang (hatte ich gekauft-geschenkt bekommen). Jetzt passt alles und sie ist so schön flauschig-warm.  Daneben ein gepimptes Shirt. Da hats mich genervt, dass der Ärmelausschnitt so weit war, dass ich kurzerhand ein bisschen Spitze reingenäht habe. Es folgt noch eine Schlafanzughose und eine Schürze aus einer Tischdecke. – In dieser Reihe war alles komplett upgecycelt bzw. repariert.

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Und natürlich hab ich wieder jede Menge Socken gestrickt, hier eine kleine Auswahl:

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Ebenfalls gestrickt ist die Decke links und der Schal rechts – auffallend ähnliches Design :) In der Mitte meine Auswahl an Kerzen, die ich aus den gesammelten Resten gegossen habe. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, das Herstellungsdatum einzuritzen (Monat und Jahr), weil sie tatsächlich besser brennen, wenn sie mindestens ein halbes, besser ein ganzes Jahr ruhen durften.

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Somit ist heuer doch einiges zusammengekommen. Dabei war hier aber längst noch nicht alles dabei. Ich bin schon drauf gespannt, was mir das neue Jahr alles an Ideen und Projekte bringen wird!

Mein Vorrats-ABC

Ich habe gerne fertig gemahlene Kerne, Saaten und Getreide griffbereit. Da ich meine Vorräte aber in einer (großen) Schublade habe, nutzt es wenig, die Behältnisse direkt zu beschriften. Ich brauchte also etwas, das ich von oben beschriften konnte.

Hin und wieder trinke ich Bröselkaffee und meine bevorzugte Marke kommt löblicherweise im Glas, aber leider mit Plastikdeckel. Zur weiteren Verwendung z.B. zum Einkochen also unbrauchbar. Wegwerfen will ich die Gläser aber auch nicht. Wer weiß, wozu ich die vielleicht doch noch verwenden kann?

Tja, gesucht und gefunden: Die Plastikdeckel haben nämlich eine leicht raue Oberfläche, die sich prima mit einem stinknormalen Buntstift beschriften lassen. Und obwohl der Inhalt des Glases meist deutlich zu identifizieren ist, beschrifte ich das Glas sicherheitshalber auch immer nochmal. Dazu nehme ich einen wasserfesten Filzstift, der sich mit einem Edelstahl“Schwamm“ leicht entfernen lässt. So kann ich sicherstellen, dass wirklich auf jedem Glas der richtige Deckel landet.

Und so sieht meine Vorratsschublade nun von oben aus:

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So sehe ich auf einen Blick, wo die Kürbiskerne, Hirse, Hafer (oder was auch immer ich gerade benötige) sich befinden. Wenn ein Glas leer ist, kommt es in die Spülmaschine – ich habe mittlerweile genügend davon, dass ich ein anderes befüllen und neu beschriften kann.

Ein ganz simpler Trick – muss man nur drauf kommen. Und die Gläser dürfen mitsamt ihren Plastikdeckeln noch lange weiterleben. Für diese trockenen Inhalte sind sie nämlich sehr gut geeignet.

Es ist übrigens wirklich eine große Schublade; unter der Schachtel, in der die Gläser stehen, befindet sich ein Karton mit den ungemahlenen Kernen, Körnern und Saaten. So hab ich alles zusammen und mit einem Handgriff (Karton zur Seite nehmen) steht mir der Nachschub zum Vermahlen zur Verfügung.

Was habt ihr für Tricks und Hacks in eurer Küche? Oder im Badezimmer? Ich bin neugierig!

Die letzten bunten Blätter

Es hat zwar etwas länger gedauert, aber ich komme noch rechtzeitig für die Herbstdekoration (für Weihnachtsdeko ist es noch etwas früh, finde ich). Bei Herbys habe ich eine wunderbare, kostenlose Häkel-Anleitung für ein Herbst-/Ahornblatt gefunden, die man einfach so runterladen kann. Wie gesagt, ist das kostenlos, aber es handelt sich bei der Site um eine gewerbliches Angebot – wollte ich hiermit drauf hingewiesen haben, falls mir das als Werbung ausgelegt wird.

Das Muster ist sehr einfach, so dass ich gleich dem Blätterrausch(en) verfallen bin. Ich hab noch ein bisschen rumprobiert, dabei ist z.B. das hier entstanden:

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Hier hab ich erst einmal ein paar Runden Stäbchen gehäkelt, damit das Blatt insgesamt etwas größer wird. Und als Abschluss habe ich einen Zackenrand zugefügt, ganz einfach: * fM, fM, 2 LM, KM in die 1. LM* Es gibt ja die unterschiedlichsten Ahornarten, aber der bei meinen Eltern im Garten hatte halt außenrum noch Zacken an den Blättern, deshalb find ich das hier auch schöner. :)

Für alle, die wie ich noch ein paar Zwetschgen eingefroren haben, habe ich bei der Giftigen Blonden ein super Rezept für eine Tarte mit Streuseln gefunden. Die wird aus einem Quarkblätterteig gemacht, der nicht nur schnell und einfach zubereitet ist, sondern auch für Süßes und Herzhaftes verwendet werden kann. Also vielseitig verwendbar und somit ein Geheimtipp für die Herbstsaison!

Wer sich für Batik – genauer: Wachsbatik – interessiert, wird bei Gabi von Made with Blümchen fündig. Sie hat in ihrem Beitrag nicht nur eine Anleitung geschrieben, sondern auch von ihren Fehlern und Fehlschlägen berichtet. Also: Lesen und gleich fehlerfrei loslegen!

Und wer jetzt noch ein bisschen Zeit und Lust hat, die Welt zu retten – da hat die Verbraucherzentrale Bayern einige nützliche Tipps und Tools zum Thema Müllvermeidung zusammengetragen – einfach mal vorbeischauen.

Ich wünsch allen ein frohes Rumwerkeln, wo wieder die „Drinnenzeit“ angebrochen ist. Machts euch gemütlich und knüschlig!

ReRecycling: Wischmop

Wie hier schon angemerkt, wurde es durch den neuen Bodenbelag in unserem Wohnzimmer notwendig, ein Reinigungsgerät zu erfinden, das schnell und einfach sauber macht. Eine komplette Neuerfindung war nicht nötig – einen Wischer mit Gelenk hatte ich. Nur der zugehörige Mop hat nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe – zumindest nicht auf dem Trocknen. Ein einfacher Besen wirbelt mehr Staub auf, als dass er ihn zusammenkehrt, der kam von Anfang an nicht infrage.

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Die Lösung ist nun eine Fläche, gehäkelt aus Tshirt-Garn. Hierfür habe ich Reste verwendet, weil für einen Wischmop die Farbgestaltung keine Priorität hat. Die Enden habe ich ganz bewusst nicht mit verhäkelt, weil es sollen ja sowieso Fransen dran. Da dürfen es also gerne ein paar mehr werden.

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In diese Fläche aus halben Stäbchen habe ich ganz ganz dünn geschnittenes Tshirt-Garn eingeknüpft. Das stammt aus meinen ersten Versuchen mit diesem supergenialen Recycling-Material. Damals habe ich ein bisschen zu dünn geschnitten, so dass die daraus entstandenen Vorleger nun die ersten Löcher aufweisen. Aber genau diese dünnen Spaghetti kann ich jetzt gut brauchen!

Im Foto ist – hoffe ich – gut zu sehen, dass ich den Faden mehrfach genommen habe. Die Schlaufen blieben Schlaufen. Und ich habe nicht in jede Masche Fransen geknüpft, damit es nicht „hubbelig“ wird:

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Das Einknüpfen hat einige Zeit gedauert, meditative Arbeit, in der ich mir so meine Gedanken ums Rumwerkeln gemacht habe. Abschließend noch die beiden „Schuhe“ für den Wischer häkeln und fertig ist das High-Tech-Teil:

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In der Mitte hab ichs einfach nochmal festgebunden, damit der Wischer nicht durchhängt. Vielleicht beim nächsten ein bisschen mehr auf Spannung achten. Andererseits dehnt sich das Gehäkelte sowieso noch, da ist festbinden die einfachste Lösung.

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Und so sieht mein neuer Besenwischer/Wischerbesen von der Gebrauchsseite aus. Mittlerweile war er schon viele viele Male im Einsatz und das Ding funktioniert perfekt! Sämtlicher Staub und Dreck wird zusammengekehrt und gehalten, bis ich den Wischer hochnehme und kurz schüttle. Damit fallen Staub und Flusen raus und ich muss an dieser Stelle alles nur noch mit dem Kehrbeselchen aufnehmen – fertig.

Falls ihr auf der Suche nach einem Zwischending zwischen Besen und Wischmop seit, mit dem ihr einfach nur Parkett (Laminat, Fliesen) schnell und einfach rauskehren könnt, probiert das aus! Die dünnen Tshirt-Fäden sind perfekt geeignet und waschbar ist der Mop natürlich auch.

Das Gestänge ist von der Firma, die so ähnlich wie Gummibärchen heißt, gibts aber in vergleichbarer Ausführung in jedem Wohn- oder Baumarkt zu kaufen, falls ihr so etwas nicht sowieso schon besitzt. Nur den zugehörigen Wischer könnt ihr euch sparen, den macht ihr besser – auf jeden Fall besser – selber! :)

Mal wieder ein paar Links

Diese Staubsauger-Story von kaufdiät ist zwar schon ein bisschen älter, aber ich finde sie nach wie vor erzählens- und vor allem auch nachahmenswert. Auch ein „altes“ Haushaltsgerät kann durchaus sinnvoll repariert werden. Wobei ich sechs Jahre für einen Staubsauger nicht „alt“ nennen möchte.

Bei mir selber bahnt sich eine Neuanschaffung an; mein Handmixgerät schafft keinen Hefeteig mehr und lässt in seiner Leistung merklich nach. Da sag ich aber: Nach 25 Jahren darfs auch mal ein neues Gerät sein.

Maria von widerstandistzweckmäßig hat immer wieder super Artikel zum Thema Müll vermeiden, Re- bzw. Upcycling. In diesem Beitrag werden u.a. Edelstahlschwämme erwähnt. Also nicht diese Stahlwolle-Klumpen, sondern Spiral“nester“, die wohl ein adäquater Ersatz für die Kunststoff-Schwämme sein sollen. Edelstahl ist zwar recyclebar, verbraucht aber bei der Herstellung bereits enorm viel Energie. Trotzdem ist es wohl dem Kunststoff vorzuziehen – es kommt allerdings noch drauf an, wie lang diese Nester ihren Dienst tun.

Warum ich das schreibe, ist etwas, das bisher noch nichts zustande gebracht hat: Kein Material, kein Reiniger – weder Chemie noch Bio – hat es bislang geschafft, meine Teetassen von dem hässlichen braunen Belag zu befreien. Die Spiralnester bekommen das hin, sogar noch ohne großartigen Kraftaufwand! Das hat mich megaverblüfft und schon alleine wegen dieser Leistung wird die Anschaffung der Nester nicht vergebens gewesen sein. Wer schwarzen Tee trinkt, sollte diese Dinger ausprobieren!

Auf Scinexx wird darüber berichtet,wie man aus Joghurtresten Kraftstoff gewinnen kann. Bleibt die Frage, wie rentabel das sein wird – allerdings macht Kleinvieh bekanntlich ja auch Mist :)

Zum Schluss noch gerade rechtzeitig der Hinweis auf die Anti-Zucker-Challenge von healthyhabits – wer mitmachen will, einfach einsteigen!  Oder notfalls noch die Faschingskrapfen-Zeit abwarten und von Mitte Februar bis Mitte März dabei sein. Das zählt auch :)

Mondkissen-Bezug

Für das Mondkissen wollte ich noch einen Bezug nähen. Baumwolle am liebsten, weil die gut gewaschen werden kann. Was brauche ich alles?

Der Schnitt

Für die Schnitterstellung nehme ich immer Zeitungen. Die gibts frei Haus, haben bereits ein großes Format und lassen sich notfalls gut zusammenkleben zum Vergrößern.

Ich hab das Kissen auf die Zeitung gelegt, einmal rundum gefahren. Sicherheitshalber den Umfang an der dicksten Stelle gemessen – der Mond-Zuschnitt sollte an der breitesten Stelle die Hälfte davon haben. Wenn der Bezug nicht ganz engangliegend sein soll, darfs auch ein halber Zentimeter mehr sein. Hier habe ich die Rundung noch etwas angepasst. Ausgeschnitten.

Da ich es gerne symmetrisch mag, hab ich den Zuschnitt probehalber auf Hälfte zusammengelegt, hier und da ein bisschen nachgeschnibbelt. Außerdem hab ich die Mitte oben und unten markiert. Diese Markierung wird auf den Stoff übertragen, das erleichtert das Zusammenstecken später zusätzlich.

Der Stoff

Ein gutes Recycling-Projekt nicht nur für das Kissen-Innenleben,  sondern auch für die Hülle. Ich hatte einen ausgedienten Pyjama, dessen Oberteil genau richtig war dafür. Angedacht war ein Hotelverschluss, aber ich konnte eine passende Stelle finden, die es mir erlaubte, die Knöpfung als Verschluss gleich mit einzuarbeiten. Das nenn ich Upcycling total :)

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Bügeleisen und Stecknadeln

Diese Werkzeuge nenn ich extra, weil eine gute Vorbereitung erstens das Nähen selber sehr erleichtert und zweitens ein gutes Endergebnis ermöglicht.

Zuerst wird der Stoff also gebügelt – dabei lässt sich nochmal ein scharfer Blick auf etwaige Löcher oder sonstige Problemstellen werfen, die ggf. vorher noch in Ordnung gebracht werden müssen. Hier war das die Knopfleiste bzw. der Besatz nach innen. Den habe ich jeweils festgesteppt, so dass hier nix verrutschen kann.

Nun das Schnittmuster auf der linken Seite übertragen – incl. der Markierungen. Mit Nahtzugabe jeweils ausschneiden. Zweimal brauchts das. Rechts auf rechts aufeinanderlegen und mit vielen Stecknadeln (oder Klammern) ordentlich zusammenstecken. Darauf achten, dass kein Knopf auf der Naht zu liegen kommt, den notfalls vorher entfernen :)

Zusammennähen

Nun kanns losgehen: Einmal rundum nähen. Wenden und den Bezug schon mal aufziehen: passt alles? Nichts zu eng oder zu weit? Bezug wieder abziehen und auf links wenden. Wenn alles gepasst hat, die Nahtzugaben ggf. noch etwas zurückschneiden, verzackeln. Und jetzt ist es fertig!

Ein kleines Zwischendurch-Projekt, das sich auch gut als Mitbringsel macht oder – wie hier – dem ehemaligen Lieblingsschlafanzug ein zweites Leben verschafft:

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Dieser Beitrag ist meinem fünften wp-Bloggeburtstag gewidmet. :)

kleines Frühlingsupdate

Es gibt nicht wirklich viel Neues von meiner Seite zu berichten. Ich bin nach wie vor am Räumen und Sortieren. Die Faltmethode nach Marie Kondo hat sich für meinen Kleiderschrank bewährt, so dass ich den Karton-„Schubladen“ inzwischen ein schönes Kleid gegönnt habe. Dafür kam ein altes Button-Poster aus meiner Jugend zu neuen Ehren:

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Für die oberen „Schubläden“ habe ich festeres Geschenkpapier genommen. Übrigens habe ich gemogelt und nicht die kompletten Kartons bezogen sondern nur ca. das erste Drittel – das ist völlig ausreichend. Die dicken Packen in der Mitte sind Bettwäsche-Sets: komplett mit mehreren Kopfkissen und Bettlaken im Paket, so dass auf einen Griff alles zur Hand ist. Auch das hat sich bereits bewährt.

In diesem Stil geht es bei mir weiter, Zeit für Hobbys um des Hobbys willen (und nicht zum reinen Zweck) habe ich kaum. Dafür konnte ich gestern Nachmittag den Frühling ein bisschen genießen; eine Stunde auf der Terrasse mit einem Krimi – auch etwas, das ich seit Monaten nicht gemacht habe: Einfach mal nur lesen und nix tun!

Dabei habe ich bei Ivana eine wundervolle Wachstums-Meditation gesehen, die ich unbedingt noch durchführen will – wenn ich es denn mal schaffe, ein bisschen runterzukommen.

Eine Idee für Wollreste habe ich bei Wenigreichtauch gefunden: eine Strickjacke im Perlmuster. Gefällt mir sehr gut – vor allem auch in diesem Muster und bunt ist ja sowieso immer richtig. :)

Skurriles Recycling gibts bei Howtorecycle: alte Spielsachen werden hier zu Köpfen zusammengesetzt. Wirkt zum Teil echt gruselig (vielleicht als Halloween-Deko?), aber vor allem faszinierend-inspirierend: Was man alles machen kann…

Einen Lichtblick im Plastikrecycling gibts bei scinexx – Mottenlarven fressen sich durch! Klingt vielversprechend.

Als letztes habe ich noch Karins Bärlauchsalz für euch. Das klingt sehr lecker und ist sicher eine gute Alternative für Menschen mit niedrigem Blutdruck, denen der Genuss von Bärlauch-Pesto und Co. schon mal den Boden unter den Füßen wegziehen kann, buchstäblich.

Habt eine schöne Zeit und lasst es euch gut gehen!