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Baggwahn 2019

Fleißige LeserInnen meiner zauberweib.de-Seite wissen, dass jedes Jahr Ende November bei mir Ausnahmezustand herrscht: Ich hab eine Woche Urlaub und die verbringe ich im Baggwahn. Heuer war es ganz schlimm, bin gar nicht mehr rausgekommen aus dem Flow. Aber mal ehrlich: Genau so solls ja auch sein! Blezzlibaggn (Also: Plätzchen backen) soll Spaß machen und darf keinesfalls eine lästige Pflicht sein!

Wie immer gibt es einige Klassiker, ein paar alte Bekannte, die ich nicht zwingend jedes Jahr backe und natürlich auch immer etwas Neues:

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Ich fang mal links auf neun Uhr an, die zusammengeklebten mit der Walnuss drauf sind Walnuss-Taler mit Walnuss-Nougat-Füllung, die gabs schon öfter. Neu sind die Wiener Schoggi-Herzen dahinter. Das sollte laut Rezept eigentlich Spritzgebäck sein, aber der Teig war etwas fest und da dacht ich mir: Herzen mit Himbeermarmeladen-Füllung sind doch auch sehr schön!

Daneben der marmorierte Würfel ist ein Schoggi-Karamello – zählt inzwischen zu den Klassikern. Heuer abgewandelt mit ein paar grob zerkleinerten Walnüssen in der Karamellschicht. Seeehr legga! Dahinter meine Lieblings-Nougatbissen und das kleine Kügelchen daneben ist eine Eierlikör-Praline. Die gabs heuer zum ersten und ganz sicher nicht zum letzten Mal!

Gleich daneben mit Puderzucker sind meine Spitzbuben – eigentlich laut Rezept „Nusssterne“ – aber erstens hab ich keine Sterne ausgestochen, sondern Plätzchen gepresst und zweitens schmecken die original wie die Spitzbuben von meiner Mama. Sind mit Himbeer-Pflaumenmarmelade gefüllt.

Direkt darunter – neben dem Schoggi-Karamello-Würfel – ein Cashew-Törtchen. Das gabs auch schön öfter; ist zwar eine äußerst klebrige Angelegenheit, die Füllung herzustellen (gemahlene Cashews mit Honig und Zimt), aber sooo legga!

Es folgen die Ur-Klassiker Nussecke und Vanillekipferl, darunter wieder ein neues Rezept: Walnuss-Schoggi-Taler. Schauen recht unspektakulär aus, schmecken aber richtig gut!

Von ca. drei bis sechs Uhr folgen die 1-2-3-Variationen. Die mach ich immer am Schluss, weil da wird alles mit verarbeitet, was noch offen ist, Reste die weg müssen, wo ich frei improvisiere. Als Basis dient ein 1-2-3-Teig (100g Zucker, 200g Butter, 300g Mehl). Der wird gedrittelt und dann abgewandelt: Gleich auf drei Uhr Walnussplätzchen mit Hagebutten-Füllung, darunter die Tannenbäumchen haben eine Brombeer-Pflaumenfüllung und die Zebraplätzchen auf sechs Uhr wollte ich schon immer mal machen: Dazu wird eine Hälfte des Teiges mit Kakao eingefärbt, beides zu Platten ausgewellt. Ein paar zerbröselte/gehackte Nüsse (was zur Hand ist) auf die eine Platte, die andere drüberlegen. Halbieren, auf die eine Hälfte Nüsse streuen, andere Hälfte drauflegen (etwas andrücken). Nochmals der Länge nach halbieren, das Spielchen wiederholen, bis ein „Zebrastreifen“ übrig ist, von dem mit einem scharfen Messer die Plätzchen abgeschnitten werden (ggf. nochmal kurz kühl stellen).

Über dem Zebraplätzchen die Schoggi-Rest-Haffli in weiß und in dunkel: da werden die Reste vom Schokoladisieren mit Bruchstücken und/oder Nüssen vermischt und zu Haffli verarbeitet. Meine Lieblings-Resteverwertung :)

Auf sieben Uhr nochmal Walnuss (gabs heuer sehr viele, die Kollegin war dankbar, dass ich ihr welche abgenommen habe): Eigentlich Kokosplätzchen, auch ein neues Rezept, das mit ganz kurzfristig noch über den Weg gehüpft ist. Gefüllt sind sie mit weißer Schoggi und Kokosraspel, ein bisschen Orange noch dazu. Und weil ich von der Füllung viel zu viel angemischt hatte, hab ich noch jeweils eine Walnuss draufgeklebt :)

Schließlich noch vollschokoladisierte Dattellebkuchen. Eine äußerst klebrige Angelegenheit, die ich nur empfehlen kann, wenn eine leistungsfähige Küchenmaschine vorhanden ist. Aber sind einfach nur gut! Als letztes die Nougatstangen, dunkler Teig mit Nougat-Nuss-Füllung und weißer Schoggi drauf. Die Lieblingsplätzchen der Walnuss-Kollegin ;)

Einen Stollen hab ich natürlich auch gebacken, aber der darf noch nicht angeschnitten werden, der muss noch ein bisschen ruhen…

Gemäß der alten Tradition, dass ich nicht nur beschreibe, was ich so gebacken habe, habe ich das eine oder andere Rezept direkt verlinkt – viel Spaß beim Nachbacken! Und ich freu mich über  Links in den Kommentaren zu euren Baggwahn-Berichten und/oder Lieblingsplätzchen!

Baggwahn 2015

Habt ihr schon angefangen, Plätzchen zu backen? Zugegeben, das Wetter lässt ja eher an Obstkuchen mit Schlagsahne denken, aber Mitte November ist die traditionelle Backwoche. Zumindest bei mir. :) Deshalb sah es in den letzten Tagen in unserer Küche so aus:

Baggwahn 2015

Eine schöne Übersicht zu all meinen diesjährigen Backwerken gibts auf zauberweib.de. Hier will ich etwas mehr ins Detail gehen und das Rezept für  Haselnusswürfel posten.

Da ich keinen Backrahmen habe, hab ich einfach eine große (runde) Kuchenbackform genommen (27 cm), das hat gut gepasst. Es ist ein bisschen zeitaufwändig, da zunächst der Teig für den Boden 30 Minuten im Kühlschrank ruhen muss und nach dem Backen (während des Abkühlens) die Füllung 40 Minuten leise köcheln soll.

Für den Teig:

  • 125 g Mehl
  • 1 Eigelb
  • 50 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 100 g weiche Butter

Alles zu einem Teig verkneten, zu einer Kugel formen und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Backofen auf 180 Grad (Umluft 160) vorheizen. Teig 5 mm dick ausrollen und entweder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit Backrahmen um die Hälfte verkleinern, oder eine Kuchenbackform einfetten und die hernehmen. Da die Füllung anfangs noch etwas zähflüssig ist, ist der Rand nicht unpraktisch.

Auf mittlerer Schiene ca. 10 Minuten goldbraun backen. Bei mir hats ca. 15 Minuten gedauert.  In der Form/auf dem Blech abkühlen lassen.

Für die Karamell-Füllung:

  • 500 ml Sahne
  • 300 g zerstoßenen Kandis
  • 50 g Butter
  • 5-6 EL Baileys (hab ich ersatzlos gestrichen)
  • 200 g gehackte Haselnüsse

Alles in einem Topf unter ständigem Rühren bei kleiner Flamme ca. 40 Minuten einkochen, bis die Masse schön dickflüssig ist. Bei mir hat sichs etwa um 25-30 Prozenz reduziert. Nach den 40 Minuten hab ich dem Ganzen nicht so recht getraut und deshalb etwas gemahlene Haselnüsse zur weiteren Verdickung untergerührt. Daher darf wohl gern etwas länger als die angegebenen 40 Minuten gerührt werden.

Die Masse auf den Teigboden schütten/streichen und vollständig auskühlen lassen. Erst dann aus der Form lösen und in Würfel schneiden.

Es ist, wie gesagt, etwas aufwändig. Aber das schmeckt so … saugeil! Und wenn ich schon mit Plätzchenbildern komm, muss wenigstens auch ein Rezept mit rüberwachsen :)

Und eure Lieblingsrezepte? Im Bild links oben sind übrigens Nussecken, eins meiner ältesten Rezepte:

Nussecken-Rezept