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Laptop-Tasche

Zu unserem alten Laptop gab es bislang keine Tasche. Ich wollte den aber nicht schutzlos im Schrank liegen lassen; außerdem war es mir wichtig, dass alles zusammen ist: Kabel, USB-Stick und mein Spickzettel. Seit ich dort ein Linux (MX, 32bit) draufgebrezelt habe, funktioniert der nämlich wieder und wenn wir mal ein togo-Laptop brauchen, haben wir nun eins. Der Stick ist für alle Notfälle und der Spickzettel – naja, da wir den Laptop nicht oft brauchen werden, ist es nützlich, die eine oder andere Information griffbereit zu haben.

Ich hab echt lange überlegt, Ideen skizziert, wieder verworfen. Das Projekt ging mir viele Wochen im Kopf rum. Bis ich meine alte Jeans in meinem Fundus entdeckte und dann wars klar, dass das ein prima Upcycling-Projekt wird. (Kennt ihr das, wenn ihr so eine Grundidee eewig mit euch rumtragt und plötzlich machts „pling“? *gg*)

Zunächst hab ich die Hosenbeine säuberlich aufgetrennt (was eine Sauarbeit war!) und dann die Jeans „gedreht“, so dass der Reißverschluss seitlich ist und die Ober- und Unterseite der Tasche aus je einem Vorder- und Hinterteil der Jeans besteht. Nebeneffekt dieser Drehung: Die dünnen Stellen im Schritt sind durch die Begradigung der Seitennähte rausgefallen.

Die Drehung war der Clou an der Sache, weil die Jeans im Bund einen Tick zu eng fürs Laptop war. So konnte ich nun den Reißverschluss in die Öffnung integrieren. Sobald das Laptop drinnen liegt, hat es genug Platz.

Für den Innenstoff und den Trageriemen hab ich ein Stück eines alten Bettbezuges verwendet und für die „Fütterung“ hab ich einen Rest Volumenvlies in exakt der benötigten Größe gefunden.

Oben habe ich einen langen Reißverschluss eingenäht (der hab ich auch in meinem Vorrat gefunden); als allererstes hat aber eine der Gesäßtaschen einen Reißverschluss bekommen. Da wohnen jetzt Stick und Spickzettel drin, damit die sich nicht irgendwo verschlupfen können.

Das Annähen des Innenstoffes an den Jeansreißverschluss war das einzig Fummelige an der ganzen Sache, alles andere ging locker-flockig von der Hand. Den Trageriemen hab ich einfach durch die Gürtelschlaufen gezogen und die Jeanstaschen haben die perfekte Größe für Netzteil und Kabel.

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„Oaschtasche“ mit Reißverschluss für sichere Verwahrung von Stick und Spickzettel

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Vordere Jeanstasche beherbergt das Kabel. Die Gürtelschlaufen bieten genügend Halt für den Trageriemen

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Zwei Reißverschlüsse geben die Weite für die Öffnung – innen ist der Platz ausreichend.

Falls ihr jetzt Lust bekommen habt, euch selber so eine Tasche zu nähen – gerade mit den Hosentaschen ist das sowas von praktisch! – es gibt bei Youtube jede Menge Anleitungen, auch mit genauen Hinweisen, wie Maß genommen werden muss usw.

Und ich freu mich auf Verlinkungen in den Kommentaren, dass ich eure Ergebnisse auch sehen kann. Oder habt ich was anderes aus ner alten Jeans genäht? Eine Laptop-Tasche aus einem anderen Material geupcycelt? Her damit – interessiert mich alles! :)

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Rundung versäumen

Ich will mir ein Kleid nähen mit „Flügelärmel“ – auf fränkisch: „Falbali“. Der Ärmel besteht aus einer Art Halbmond, wobei die innere Rundung an den Ärmelausschnitt des Vorder- und Rückenteils angenäht wird. Die große äußere Rundung ist der Ärmelsaum und den hinzupfriemeln ist nicht wirklich einfach.

Aber es gibt einen Trick, wie das Kunststück einer faltenfreien Versäuberung doch gelingt. Dazu brauchts ca. zwei Zentimeter Nahtzugabe. Mit einem Garn in Kontrastfarbe und größter Stichlänge einmal füßchenbreit von der späteren Saumkante entlang rumnähen (also mittig von der Nahtzugabe):

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Diese Hilfsnaht wird nun ein wenig eingekräuselt; dabei am besten von beiden Seiten jeweils bis zur Hälfte ein bisschen ziehen. Keine Sorge, wenn zu viel gezogen wurde: das lässt leicht wieder auseinanderziehen. Nur reißen darf der Faden nicht, sonst muss die Hilfsnaht komplett neu genäht werden.

Anschließend wird der Saum um- und festgesteckt, wie rechts im Bild zu sehen ist: An der Hilfsnaht entlang wird das Gekräusel nach innen geschlagen und mit Nadeln fixiert. Lasst euch dafür Zeit, steckt lieber eine Nadel mehr als eine zu wenig – umso leichter tut ihr euch beim Nähen und umso besser wird das Ergebnis. Der Saum sollte, wenn alles fertiggesteckt ist, schön flach aufliegen. Notfalls lieber ein bisschen zu eng als zu locker.

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Nun wird genäht und zwar am besten von der linken Seite, weil von hier aus leichter noch etwas zurechtgezupft und hier und da vorstehendes Gekräusel wieder nach innen gestopft und festgenäht werden kann. Diese Naht ziemlich eng an der Hilfsnaht ansetzen, aber nicht auf der Hilfsnaht – die soll anschließend ja wieder raus!

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Weißes Garn auf weißem Stoff ist zwar nicht so gut sichtbar, aber ich hoffe doch einigermaßen erkennbar die zweite Naht nahe an der Außenkante. Damit wird der Saum noch ein bisschen „gebügelt“.

Die Hilfsnaht ist durch die große Stichlänge schnell rumgenäht. Das Einkräuseln nimmt ein wenig Zeit in Anspruch, die man sich auch nehmen sollte – schließlich soll der Faden nicht reißen! Ebenso viel Sorgfalt verlangt das Feststecken. Der Lohn für die Arbeit ist dann aber ein faltenfreier Saum, der sich sehen lassen kann!

Und wer sich unter „Flügelärmel“ bzw. „Falbali“ nicht so recht was vorstellen kann – das sieht so aus:

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Dafür, dass der Schnitt nach Gefühl war, hab ich das gut hinbekommen :) Und ich hoffe, ich kann mit der kleinen Anleitung hier der einen oder anderen dazu verhelfen, bei der nächsten Rundversäumung ein paar Flüche weniger auszustoßen.  ;)

Abdeckhaube nähen

Nicht für jede Schüssel hat man den passenden Deckel und einen Teller o.ä. drauflegen ist vielleicht nicht immer die beste Wahl, z.B. wenn der Nudelsalat zur Grillparty transportiert werden soll. Frischhaltefolie? Nö, geht gar nicht! Besser: Ein Abdeckhäubchen nähen.

Dazu werden zwei Stücke Stoff – am besten Baumwolle, weil die auch mal bei 60 Grad gewaschen werden kann – benötigt, etwas größer als der Schüsselrand. Außerdem noch Kordel oder Gummiband.

Auf einem der beiden Stoffteile einen Kreis anzeichnen, ca. zwei bis drei Zentimeter größerer Durchmesser als die Schüssel. Die Stoffe rechts auf rechts zusammenstecken und an der Linie entlang zusammennähen, dabei eine Wendeöffnung lassen!

Die Überstände etwas zurückschneiden, an der Wendeöffnung beide Stoffteile einzeln verzackeln, der Rest kann rundum zusammen verzackelt werden (muss aber nicht). Kreis wenden und die Naht schön ausformen.

Anschließend ziemlich knapp am Rand einmal rumsteppen, dabei die Wendeöffnung auf ein bis zwei Zentimeter verkleinern.

Ca. zwei Zentimeter weiter innen eine weitere Naht absteppen, diesmal aber rundrum. Die Markierung auf der Nähplatte dabei zu Hilfe nehmen.

Eine Kordel einziehen – lang genug, dass eine Schleife gebunden werden kann – oder ein Gummiband. Letzteres hat den Vorteil, dass sich die Haube damit leichter überstülpen lässt, erstere macht die Haube passend für mehrere Größen. Mein Tipp: Probierts aus, was euch am besten taugt.

So siehts dann aus – hier habe ich bemerkt, dass zwei Zentimeter größer möglicherweise ein bisschen knapp sind, daher schreibe ich oben lieber zwei bis drei Zentimeter.

Tux-Tux

Neulich beim Ausmisten blätter ich innem alten Handarbeitsbuch – und da is eine Anleitung für einen Pinguin drin. Als Sitzsack gedacht (daher der riesige Bauch), aber die Vorlage kann ja auch weniger stark vergrößert werden :)

Nach kleineren Schwierigkeiten (Teile falsch ausgeschnitten) schließlich doch noch der Geistesblitz, wie alles zusammengehört und dann wars ziemlich schnell fertig.

Weil: Wer Linux hat, braucht natürlich einen Pinguin. Völlig klar! Hat auch mein Liebster eingesehen :)

Falls ich nochmal einen machen sollte, wird der Bauch ein bisschen kleiner und der Kopf etwas flacher. Der hier hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Homer Simpson :) Achso, der Bauch ist logischerweise grün, weil wegen Linux Mint. Eh klar :)

 

 

 

 

Nähgewichte? Nähgewichte!

Kennt ihr das, wenn man einfach auf der Leitung steht? So gings mir mit Nähgewichten. Vor vielleicht zwei Jahren begann der Begriff mich zu verfolgen. Plötzlich wurden überall Nähgewichte gebastelt, gehäkelt, gestrickt – und natürlich auch genäht. Es ist mir bis heute schleierhaft, warum auf einmal überall Beiträge dazu auftauchten. Auf Blogs, YouTube, Pinterest – egal, wo im Netz ich mich gerade bewegte, haben die Dinger mich verfolgt.

Das Seltsame an der Sache: Ich habe mich immer gefragt, wozu zur Hel man sowas braucht? War das wieder so ein „Musste-unbedingt-haben-wennste-in-sein-willst“-Ding? Ich habs nicht kapiert. Und irgendwann ließ die Nähgewichte-Schwemme wieder nach und ich habs völlig vergessen.

Monate später war ich wieder mal am Nähen. Wie das so ist, beginnt das mit Bügeln des zuzuschneidenden Stoffes, auf diesen wird der Schnitt aufgelegt und übertragen. Ich leg mir dazu immer ein paar Bücher auf den Schnitt, damit beim Anzeichnen nichts verrutscht. Das funktioniert prima, nur diesmal wars ein bisschen fummliger, da waren die Bücher fast ein bisschen unhandlich. Da müsste man mal irgendwas erfinden… – und in dem Moment hats endlich „klick“ gemacht! *gg*

Nun wusste ich endlich, wozu Nähgewichte – aka Schnittbeschwerer, Zuschneidegewichte, Fixiergewichte – gut sind. Wobei ich Schnittbeschwerer – analog zu „Briefbeschwerer“ – passender als „Nähgewichte“ finde. Weil zum Nähen brauch ich das Gewicht ja nicht!

Jedenfalls hat mich nun die Schnittbeschwerer/Nähgewichte-Herstellungs-Muse geküsst und ich hab einfach mal frei Schnauze losgelegt:

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Die dreieckigen gefallen mir am Besten und sind einfach herzustellen:

  • Ein rechteckiges Stück Stoffrest auf die Hälfte legen (schöne Seite nach innen), so dass ungefähr ein Quadrat entsteht.
  • Zwei Seiten absteppen.
  • Bei der noch offenen Seite die Kanten aufeinander legen, so dass diese nun in der Mitte liegen. Etwa zur Hälfte absteppen.
  • Wenden und durch die Öffnung (mit einem Trichter) befüllen. Kleine Dekosteine (ggf. vorher waschen und trocknen lassen) eignen sich gut als Füllmaterial – s. auch unten.
  • Nicht ganz randvoll machen, in die Öffnung ein Band (Schlaufe) legen, feststecken und verschließen. Die Schlaufe kann auch weggelassen werden.

Erinnert dich an Osterhühner? Stimmt – das ist genau dieselbe Vorgehensweise, nur eben ohne Schnabel, Kamm und Füße. Falls du eine ausführlichere und bebilderte Anleitung haben möchtest, findest du z.B. bei Olivia Twist eine solche, sogar mit Video.

Für die flachen Fixiergewichte einfach zwei Stoffreste aufeinander legen (schöne Seite nach innen), bis auf eine Wendeöffnung absteppen. Wenden. Befüllen. Öffnung schließen (ggf. mit Bändel).

Ist eine gute Stoffreste-Verwertungsmöglichkeit und wenn du ein bisschen auf die Suche gehst, findest du bestimmt auch geeignetes Füllmaterial, das auf diese Weise recycelt werden kann. Hier sind Nicht-Lebensmittel meiner Meinung nach vorzuziehen. Zumal Reis z.B. anfällig für Feuchtigkeit ist, also schon deshalb nicht unbedingt empfehlenswert. Getreidekörner o.ä. wären da schon eher geeignet und finden sich vielleicht in einem ausgedienten Dinkel- oder Kirschkernkissen? Am besten sind die Dinge, die man irgendwo rumliegen hat und nicht mehr braucht, die klein und schwer genug sind für ein zweites Leben als Nähgewichte-Füllmaterial.

Größenangaben für Schnittbeschwerer gibt es (zumindest bei mir) nicht, da einfach locker drauflos nähen, verschiedene Größen probieren und wenn du irgendwann zu viel von den Dingern gemacht hast, lautet dein nächstes Vorhaben eben: Tasche für Schnittbeschwerer nähen. :)

Vielleicht hab ich dir Lust aufs Nachmachen gemacht, zumal es ein schönes Schnell-&-einfach-Projekt ist. Oder du hast dir längst deine Nähgewichte gemacht? Dann würd ich mich sehr über einen Kommentar – gerne mit Link – freuen, um meine Neugier zu stillen :)

Mondkissen-Bezug

Für das Mondkissen wollte ich noch einen Bezug nähen. Baumwolle am liebsten, weil die gut gewaschen werden kann. Was brauche ich alles?

Der Schnitt

Für die Schnitterstellung nehme ich immer Zeitungen. Die gibts frei Haus, haben bereits ein großes Format und lassen sich notfalls gut zusammenkleben zum Vergrößern.

Ich hab das Kissen auf die Zeitung gelegt, einmal rundum gefahren. Sicherheitshalber den Umfang an der dicksten Stelle gemessen – der Mond-Zuschnitt sollte an der breitesten Stelle die Hälfte davon haben. Wenn der Bezug nicht ganz engangliegend sein soll, darfs auch ein halber Zentimeter mehr sein. Hier habe ich die Rundung noch etwas angepasst. Ausgeschnitten.

Da ich es gerne symmetrisch mag, hab ich den Zuschnitt probehalber auf Hälfte zusammengelegt, hier und da ein bisschen nachgeschnibbelt. Außerdem hab ich die Mitte oben und unten markiert. Diese Markierung wird auf den Stoff übertragen, das erleichtert das Zusammenstecken später zusätzlich.

Der Stoff

Ein gutes Recycling-Projekt nicht nur für das Kissen-Innenleben,  sondern auch für die Hülle. Ich hatte einen ausgedienten Pyjama, dessen Oberteil genau richtig war dafür. Angedacht war ein Hotelverschluss, aber ich konnte eine passende Stelle finden, die es mir erlaubte, die Knöpfung als Verschluss gleich mit einzuarbeiten. Das nenn ich Upcycling total :)

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Bügeleisen und Stecknadeln

Diese Werkzeuge nenn ich extra, weil eine gute Vorbereitung erstens das Nähen selber sehr erleichtert und zweitens ein gutes Endergebnis ermöglicht.

Zuerst wird der Stoff also gebügelt – dabei lässt sich nochmal ein scharfer Blick auf etwaige Löcher oder sonstige Problemstellen werfen, die ggf. vorher noch in Ordnung gebracht werden müssen. Hier war das die Knopfleiste bzw. der Besatz nach innen. Den habe ich jeweils festgesteppt, so dass hier nix verrutschen kann.

Nun das Schnittmuster auf der linken Seite übertragen – incl. der Markierungen. Mit Nahtzugabe jeweils ausschneiden. Zweimal brauchts das. Rechts auf rechts aufeinanderlegen und mit vielen Stecknadeln (oder Klammern) ordentlich zusammenstecken. Darauf achten, dass kein Knopf auf der Naht zu liegen kommt, den notfalls vorher entfernen :)

Zusammennähen

Nun kanns losgehen: Einmal rundum nähen. Wenden und den Bezug schon mal aufziehen: passt alles? Nichts zu eng oder zu weit? Bezug wieder abziehen und auf links wenden. Wenn alles gepasst hat, die Nahtzugaben ggf. noch etwas zurückschneiden, verzackeln. Und jetzt ist es fertig!

Ein kleines Zwischendurch-Projekt, das sich auch gut als Mitbringsel macht oder – wie hier – dem ehemaligen Lieblingsschlafanzug ein zweites Leben verschafft:

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Dieser Beitrag ist meinem fünften wp-Bloggeburtstag gewidmet. :)

Zafu – selber machen

Ein Zafu ist ein Meditationskissen oder anders gesagt: ein rundes Bodenkissen. Außerdem ist es eine hervorragende Möglichkeit, Stoffschnippsel unterzubringen. Vor neun Jahren habe ich mein erstes Zafu gemacht, völlig frei Schnauze: Kreis, Kreis, dazwischen ein eingekräuselter Rand mit überlappenden Enden (Hotelverschluss), so dass immer wieder Stoffrestchen nachgefüllt werden können.

Es kam, wie es kommen musste: Inzwischen ist mein Zafu kurz vom Platzen:

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Höchste Zeit, ein neues, etwas größeres zu nähen und da ich im Internet nur wenige, sehr unterschiedliche und fast ausnahmslos englischsprachige Anleitungen gefunden habe, werd ich hier ein bisschen ausführlicher.

Der (Zu-)Schnitt

Wie schon erwähnt, besteht (m)ein Zafu aus zwei Kreisen (Durchmesser je 40 cm) und einem Rand drumrum (Höhe: 34 cm). Der Clou bei dem Rand ist jedoch die Faltung; die ermöglicht das Mitwachsen des Kissens – also geradezu prädestiniert für eine Füllung aus Stoffitzelchen, Wollresten, u.ä.

Die Größenangaben sind natürlich nicht in Stein gemeißelt. Wenn du lieber ein kleineres Kissen anfertigen willst, kannst du die Maße entsprechend anpassen. Genau deshalb gibts weiter unten auch einen Abschnitt „Mathematik“.

Die beiden Kreise mit Nahtzugabe ausschneiden. Für den Rand brauchts einen Streifen von 34 cm Höhe zzgl. Nahtzugabe. Die Länge hängt u.a. von der Faltung ab. Ich habe mich für die 6:4-Variante entschieden:

2017_07pfuki_faltschema

Das bedeutet, Stofflänge zehn Zentimeter ergibt eine fertige Länge von sechs Zentimetern.

2017_07pfuki_faltung

Ein bisschen Mathematik

Kreisumfang = 2 * pi * r. Bei einem Durchmesser von 40 cm entspricht der Radius 20 cm -> 2 * 3,14 * 20 = 125,6 cm – so lang muss der fertig gefaltete Streifen also sein, damit er einmal um den Kreis passt.

Für sechs Zentimeter fertige Länge werden durch die Faltung zehn Zentimeter Stofflänge verbraucht, das bedeutet:

     6,0 = 10
125,6 = ?

125,6 * 10 = 1256 : 6 = 210 cm Stoffverbrauch für die Faltung. Jetzt brauchts noch eine Überlappung für den Hotelverschluss von ca. 20 cm:

210 cm + 20 cm = 230 cm muss der Randstreifen lang sein. Bei einer Höhe von 34 cm zzgl. Nahtzugabe. (Auf eine Nahtzugabe für die Versäuberung der beiden kurzen Seiten kann verzichtet werden, da die erste und letzte Falte jeweils weggelassen werden).

Nähen – Teil I

Zunächst eine kurze Seite des Randstreifens schön versäumen. Das ist das Ende, das später sichtbar sein wird. Ich habs zweimal nach innen umgeklappt und zweimal drübergesteppt.

Das andere Ende habe ich nur einmal nach innen geklappt und bin mit dem Zickzick-Zackzack-Stich drüber. Das ist später innenliegend, unsichtbar, soll einfach nur versäubert sein und gut is. :)

Messen & Stecken

Jetzt kommt der langwierige Teil, das Abmessen und Feststecken der Falten. Fang an der schön versäumten Kante an und messe zehn Zentimeter ab – das wird die erste Markierung. Nach sechs Zentimetern die nächste, dann wieder nach vier Zentimetern. 6 cm – 4 cm – 6 cm – 4 cm usw. immer im Wechsel. Dies auf der anderen Kante genau so wiederholen – die Falten sollen in einer Senkrechten liegen.

Die Falte wird jeweils aus dem Vier-Zentimeter-Stück gebildet. Dazu – wie im Bild weiter oben ersichtlich – die Markierung nach den sechs Zentimetern auf die Markierung nach den vier Zentimetern legen, feststecken. Für alle Falten auf beiden Kantenseiten wiederholen. Ist ein bisschen langwierige Fleißarbeit, die sich aber lohnt. Die letzte Falte am „unschönen“ Ende kann weggelassen werden, das ist später der innenliegende Teil.

(Falls du dein Zafu kleiner machen willst, kannst du eine durchgehende Falte legen bzw. bügeln – aber bitte trotzdem auch feststecken!)

Nun die eine Längsseite mit einem Kreis zusammenstecken. Rechte Seite jeweils nach innen, beginnend am schönen Ende. Lieber ein bisschen mehr Nadeln nehmen, umso gerader wird hinterher die Naht.  Das Ende überlappt den Anfang, so soll es sein, das ist das Prinzip des Hotelverschlusses.

Jetzt darfst du dir einen Cappuccino oder Tee gönnen und dann gehts weiter mit dem zweiten Kreis und der anderen Seite, die genauso zusammengesteckt werden.

Nähen – Teil II

Wenn du alles ordentlich fest- und zusammengesteckt hast, nähst du nun einmal rundum den Kreis mit der Längsseite zusammen. Und wiederholst das mit dem anderen Kreis auf der anderen Kantenseite. Anschließend die Nähte ggf. etwas zurückschneiden und verzackeln. Auch hier verwende ich den Zickzick-Zackzack-Stich, weil der nochmal zusätzlichen Halt gibt.

Die Wende & das Ende

Alle Nadeln entfernt? Keine vergessen? Auch bei der Überlappung nicht? Prima, dann einmal das Innerste nach außen drehen und fertig ist das Zafu:

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Naja, noch nicht ganz, das ist ja jetzt nur die Hülle. Klassisch wird ein Zafu mit Kapok befüllt, das sind fluffige Pflanzenfasern. Es gibt auch die Varianten mit Spreu/Spelzen – oder eben mit Stofffitzelchen, die zu klein zur Weiterverarbeitung sind, aber halt doch immer wieder anfallen. Zum Beispiel beim Versäubern von Nähten. Oder Wollrestchen, die sind genauso geeignet.

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Nach dem „Umzug“ meiner bereits gesammelten Fitzelchen vom alten ins neue Zafu sieht es so aus:

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Damit wäre eigentlich alles fertig. Aber natürlich kann gerne noch ein Bezug gehäkelt werden – einfach weil der dann waschbar ist. Und auch mal gewechselt werden kann.  Hierzu einen Kreis (spirialig oder achteckig) häkeln, allerdings größer als vierzig Zentimeter. Einen zweiten Kreis in der gleichen Größe häkeln, anschließend weiter in Reihen für die Höhe. Diese aber nicht ganz schließen, sondern eine Öffnung lassen. (Darf ruhig ein Viertel des Umfangs sein). Wenn die gewünschte Höhe erreicht ist, mit dem anderen Kreis zusammennähen oder -häkeln. Ggf. in der Mitte der Öffnung Bänder anbringen zum Zubinden.

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Das ist aber vermutlich eher eine Beschäftigung für hoffentlich noch in weiter Ferne liegenden kalten Winterabende. Ich wünsche euch viel Spaß beim Nähen und wer Spaß an Fummelarbeit hat, kann auch ein Mini-Zafu als Nadelkissen anfertigen.

Wenn ihr Fragen habt oder etwas unklar ist, bitte sagt mir Bescheid, dass ich die Anleitung ändern kann.

Nicht der beste Start ins Jahr

Das neue Jahr fängt für uns ziemlich besch…eiden an, zu viele Menschen aus nächster Familie sind im Krankenhaus, da haben Blogbeiträge nicht die erste Priorität. Dennoch wollte ich zumindest vermelden, dass ich im neuen Jahr angekommen bin und eine kleine Hand voll Links bringe ich auch mit:

Alessa hat eine wundervolle Idee gepostet, wie sie aus Kronkorken ganz zauberhafte Smiley-Magneten gezaubert hat – die machen sich sowohl am eigenen Kühlschrank als auch als Geschenkidee richtig gut. Und das ganze sogar noch Upcycling – besser gehts ja kaum noch!

LilaWundersterne betreibt auch Upcycling: aus Jeansresten näht sie traumhafte Patchkissen. Durch die verschiedenen Farbnuancen kommt das Muster noch besser zur Geltung. Das will ich unbedingt nachmachen.

Ninamanie hat ein wundervolles Rezept parat, in welchem die letzten Plätzchen- und Glühweinreste zu einem winterlichen Dessert verarbeitet werden.

Bei Kaufdiät gehts nicht direkt um Upcycling aber auch um Wieder- bzw. Weiterverwendung: Nutzen statt ausmisten zeigt, dass u.a. die Campingblechschüsseln weder verstauben noch entsorgt werden müssen, sondern im ganz normalen Alltag prima Dienste leisten. Man muss nur drauf kommen – sehr lesenswerter Artikel!

Was ich immerhin geschafft habe, ist die Schnurgelsgalerie auf zauberweib.de zu erneuern.

Ich hoffe, euer 2017 hat besser angefangen und wünsche euch und euren Familien Gesundheit, Glück und Liebe.

was ich mit euch teilen will

Es wird allerhöchste Zeit, mal wieder meine Links mit euch zu teilen! Ich fang auch gleich mit dem Freebie von pattydoo für eine flexible Buchhülle an – die will ich unbedingt noch nähen!

Ebenfalls schon etwas älter ist der folgende Link. Allerdings find ich die Umweltverschmutzung durch „togo“-Wegwerfbecher so furchtbar, dass ich überall, wo ich auf wirklich gute Alternativen stoße, dies unbedingt weiterverlinken will. Auch wenns mal länger dauert. Hier also via GrimmskramCoffee to go – umweltfreundlich.

Nochmal was „altes“ – bei makeitsmall ist der Name Programm: Die Mini-Patchworkes müsst ihr euch einfach ansehen, das ist soo bezaubernd!

Was ich inzwischen ausprobiert habe: Zeitungsgarn herstellen. In der Handmade war das vorgestellt: Zeitung in Streifen schneiden, diese verzwirbeln, aneinanderfügen, verzwirbeln… Die Finger werden dabei schwarz und tun auch irgendwann ziemlich weh, aber irgendwie cool ist das Ergebnis dann doch.

Auf gruenerwirdsnimmer ein sehr nachdenklicher Beitrag Zwischen Bangen und Hoffen – Umweltverschmutzung und -Zerstörung einerseits, Erfolge und Hoffnungen andererseits. Das was die Einzelne von uns tun (bzw. lassen) kann, ist meist nicht weniger als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Allerdings können viele Tröpfchen auch ne Menge bewirken…

… Und dass man niemals zu alt ist, umzudenken und vor allem umzuhandeln, zeigt der Beitrag von alternulltiv – alles ist möglich! :)

Auch bei quarkimpfandglas wird nach Verbesserungen gesucht bzw. gefunden: plastikfreie Alternativen zu Textmarkern.

(Boah, dieser blöde Mini-Link-Einfüg-Dialog nervt echt. Warum geht beim Beitrag-Erstellen nicht gleich des normale Fenster auf wie bisher? Gehts euch auch so? Dass zu viele „Verbesserungen“ eigentlich immer nur von etwas, das gut war, wegführen? Aber das grad nur so nebenbei…)

Was hier themenmäßig fast offtopic ist: chakren.net – eine sehr informative Seite zu den Chakren. Mit allen Infos, mit Meditationsvorschlägen. Gefällt mir sehr gut.

Nosi spricht mir oft aus der Seele – da wirds wirklich Zeit, dass ich den hier auch mal mit verlinke. Diesmal gehts um die Informationsflut gerade bei Katastrophenfällen, wie wir sie in jüngster Zeit ja mehr als genug hatten. Wozu bitte eine Sondersendung, ein Brennpunkt nach dem anderen zu einem Zeitpunkt, an dem noch niemand weiß, wissen kann, was überhaupt genau geschehen ist? Aber nein, man muss ja zeigen, dass man am Puls des Geschehens ist, dass man schnell ist und mithalten kann. Aber muss man wirklich immer vornedran sein? An den schönen Spruch von „Keine Information ist besser als falsche Information“ kann sich im sogenannten Informationszeitalter wohl niemand mehr erinnern. Und so wird weiter Panik verbreitet, Angst geschürt. Anstatt dass die „richtige“ Presse die Panikmache der sogenannten „Sozialen Medien“ entlarven und runterbremsen würde, bläst sie noch ins selbe Horn. Aber lest lieber selber beim Nosi – der hat das viel besser formuliert!

Dann hab ich noch einen Link in eigener Sache: Ich hab meinen „Hauptwohnsitz“ zauberweib.de nun endlich renoviert. Vielleicht ist ja der Link oben „Frame nachladen“ schon aufgefallen – der führt jetzt zu meiner neuen Dachseite, unter der all meine Seiten vereint sind.

Alles selbst gemacht

Heute gibts lauter Inspirations-Links. Lasst euch einfach anstecken :)

Absolut süße Schmusekätzchen samt Schnittmuster und Anleitung gibts auf gkkreativ.

Knete selbermachen ohne Alaun; die Zutaten dürfte jedeR zuhause haben. Maimucks verrät das Rezept.

Trinkflaschen aus Glas brauchen fast zwingend eine schützende Hülle, wenn sie unterwegs zum Einsatz kommen sollen. Eine ganze Menge Vorschläge mit Anleitungen gibts bei smarticular.

Wie man für Stofftaschentücher eine Umhüllung – ähnlich der Papiertaschentücherverpackung  – näht, zeigen die Gruene(n)zwerge.

Schöne MappenKarin zeigt, wies geht! Und noch ganz frisch: Ein einfaches „Schlampermäppchen“ – für Wortverspielte geradezu ein Gedicht :)

JudysDiesundDas hat ein sehr pfiffiges Stiftemäppchen gepostet – samt Anleitung und Schnittmuster. Mal ganz anders.

Soweit mal wieder von mir – viel Spaß beim Selber machen!

Noch einen Nachtrag: aufm Zauberweib gibts auch mal wieder was Neues zu lesen und zu sehen.