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Gewerkelungen 2019

Was bei meiner Neustrukturierung ein bisschen untergegangen ist, sind meine Gewerkelungen. Hier hab ich zwar das eine oder andere Projekt vorgestellt, aber so ein Rundumschlag, den gabs bislang noch nicht. Das will ich hiermit nachholen.

Ich beginne mit den „Baddschgerli“ – Häkelsöckchen, die in der feinen Baumwollausführung sehr gute Dienste leisten bei Riemchensandalen. Da hatte ich mir nämlich beidseitig heftige Blasen gelaufen, weil die Riemen auf der Haut gescheuert hatten. Die Baddschgerli haben Abhilfe geschafft. Und in der Variante aus dicker Wolle gehen sie sehr gut als Haussocken durch. Eine Anleitung (pdf, 2,1 MB) dafür hab ich vor Jahren schon mal geschrieben.

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Ich bleib beim Häkeln, und zwar hab ich nochmal „Becherschühchen“ für die Katzenbecherchen gemacht, damit die nicht davonrutschen. Daneben ein Kleidchen für das Glas mit dem Waschpulver, ein Zwickersäckle, schöne Untersetzer und ganz außen ein Häkelmandala. Da hab ich eine Zeit dafür gebraucht, bis das fertig war, aber das Ergebnis war alle Mühe wert!

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Was natürlich dieses Jahr auch nicht fehlen durfte, war meine Einkoch-Saison. Wie immer gab es Erdbeermarmelade ausm Garten, außerdem Heidelbeere (von meinem Liebsten selbstgezupft), Stachelbeer-Apfel-Honigmelone und – noch ganz frisch – Hagebutte-Kürbis. In der mittleren Reihe Kirsche, Brombeer und Himbeere (die beiden letzteren ausm Garten). Unten das obligatorische Zucchini-Relish, außerdem die eingelegte Variante zusammen mit Paprika und Zwiebeln (seeehr legga!). Als letztes Schoggipudding, über den ich bereits berichtet habe.

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Ich bleib in der Küche: Da gabs einen Rosenkuchen, in dem neben Nüssen auch alle möglichen Lebkuchenreste verschwanden. Daneben Kekse, die back ich regelmäßig. Es folgt ein Kürbis-Schoggi-Kuchen zu meinem Geburtstag und ganz außen der Plätzchenteller meines diesjährigen Baggwahns.

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Abdeckhäubchen hab ich ohne Ende genäht heuer, die gehen ja immer mal fix zwischendurch. Außerdem noch zwei Innenkleidchen für die große Keksdose:

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Ebenfalls inflationär hab ich Nähgewichte und Gemüsesäckchen angefertig. Dazwischen ein paar Bodentücher aus einem alten Handtuch und ein Kästchen hat ein Patchwork-Kleid bekommen. In der unteren Reihe ist die Laptop-Tasche zu sehen, eine Buch-Tasche, mein Pinguin, eine Hülle für einen USB-Stick und eine Kissenhülle.

19-naehen

Einige kurze Höschen gabs noch, eine enger genähte Jeans, ein Sommerkleid und bei einer Strickjacke hab ich neue Ärmel drangestrickt. Die originalen waren zu eng und zu lang (hatte ich gekauft-geschenkt bekommen). Jetzt passt alles und sie ist so schön flauschig-warm.  Daneben ein gepimptes Shirt. Da hats mich genervt, dass der Ärmelausschnitt so weit war, dass ich kurzerhand ein bisschen Spitze reingenäht habe. Es folgt noch eine Schlafanzughose und eine Schürze aus einer Tischdecke. – In dieser Reihe war alles komplett upgecycelt bzw. repariert.

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Und natürlich hab ich wieder jede Menge Socken gestrickt, hier eine kleine Auswahl:

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Ebenfalls gestrickt ist die Decke links und der Schal rechts – auffallend ähnliches Design :) In der Mitte meine Auswahl an Kerzen, die ich aus den gesammelten Resten gegossen habe. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, das Herstellungsdatum einzuritzen (Monat und Jahr), weil sie tatsächlich besser brennen, wenn sie mindestens ein halbes, besser ein ganzes Jahr ruhen durften.

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Somit ist heuer doch einiges zusammengekommen. Dabei war hier aber längst noch nicht alles dabei. Ich bin schon drauf gespannt, was mir das neue Jahr alles an Ideen und Projekte bringen wird!

Winter-Marmelade: Glühzwetschge

Was tun, wenn man Zwetschgen eingefroren hat und außerdem noch Glühwein da ist? Richtig, man bringt beides zusammen und macht prima Winter-Marmelade daraus. Die schmeckt aufs Brot (wahlweise mit Butter oder Frischkäse/Ricotta), zwischen zwei Plätzchen „geklemmt“, auf einen Tortenboden gestrichen und/oder in der Tortenfüllung – oder wo und wie auch immer ihr Marmelade mögt. Aber Achtung: Die hier ist „mit Schuss“.

Ich hab erst ein bisschen rumexperimentiert, bis das Rezept perfekt war. Das richtige Verhältnis Zwetschgen : Glühwein sollte 3:2 sein. Normalerweise verwende ich beim Gelierzucker 2:1 – hier hatte ich besonders süße Zwetschgen, da ist Gelierzucker 3:1 besser. Alternativ weniger Zucker und dafür noch etwas AgarAgar nehmen. Und dann noch die Gewürze dazu:

Wintermarmelade

600 g Zwetschgen
400 ml Glühwein
1 gestr. TL Spekulatius-Gewürz
1-2 TL Zimt
340 g Gelierzucker 1:3

Die entsteinten Zwetschgen im Mixer zerkleinern, zusammen mit allen anderen Zutaten in einen großen Topf geben und fünf Minuten kochen lassen. Unbedingt dabei bleiben und immer wieder rühren.

Anschließend in sterilisierte Schraubgläser füllen (ich übergieße die vorher immer mit kochendem Wasser) und fest verschließen.

Lasst euch die Wintermarmelade schmecken! Und wer keinen Alkohol mag, nimmt Kinderpunsch oder Orangensaft oder Birnensaft.

Ach, und was die Plätzchen angeht – da lohnt sich vielleicht ein Blick aufs zauberweib.de :)