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Gewerkelungen 2019

Was bei meiner Neustrukturierung ein bisschen untergegangen ist, sind meine Gewerkelungen. Hier hab ich zwar das eine oder andere Projekt vorgestellt, aber so ein Rundumschlag, den gabs bislang noch nicht. Das will ich hiermit nachholen.

Ich beginne mit den „Baddschgerli“ – Häkelsöckchen, die in der feinen Baumwollausführung sehr gute Dienste leisten bei Riemchensandalen. Da hatte ich mir nämlich beidseitig heftige Blasen gelaufen, weil die Riemen auf der Haut gescheuert hatten. Die Baddschgerli haben Abhilfe geschafft. Und in der Variante aus dicker Wolle gehen sie sehr gut als Haussocken durch. Eine Anleitung (pdf, 2,1 MB) dafür hab ich vor Jahren schon mal geschrieben.

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Ich bleib beim Häkeln, und zwar hab ich nochmal „Becherschühchen“ für die Katzenbecherchen gemacht, damit die nicht davonrutschen. Daneben ein Kleidchen für das Glas mit dem Waschpulver, ein Zwickersäckle, schöne Untersetzer und ganz außen ein Häkelmandala. Da hab ich eine Zeit dafür gebraucht, bis das fertig war, aber das Ergebnis war alle Mühe wert!

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Was natürlich dieses Jahr auch nicht fehlen durfte, war meine Einkoch-Saison. Wie immer gab es Erdbeermarmelade ausm Garten, außerdem Heidelbeere (von meinem Liebsten selbstgezupft), Stachelbeer-Apfel-Honigmelone und – noch ganz frisch – Hagebutte-Kürbis. In der mittleren Reihe Kirsche, Brombeer und Himbeere (die beiden letzteren ausm Garten). Unten das obligatorische Zucchini-Relish, außerdem die eingelegte Variante zusammen mit Paprika und Zwiebeln (seeehr legga!). Als letztes Schoggipudding, über den ich bereits berichtet habe.

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Ich bleib in der Küche: Da gabs einen Rosenkuchen, in dem neben Nüssen auch alle möglichen Lebkuchenreste verschwanden. Daneben Kekse, die back ich regelmäßig. Es folgt ein Kürbis-Schoggi-Kuchen zu meinem Geburtstag und ganz außen der Plätzchenteller meines diesjährigen Baggwahns.

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Abdeckhäubchen hab ich ohne Ende genäht heuer, die gehen ja immer mal fix zwischendurch. Außerdem noch zwei Innenkleidchen für die große Keksdose:

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Ebenfalls inflationär hab ich Nähgewichte und Gemüsesäckchen angefertig. Dazwischen ein paar Bodentücher aus einem alten Handtuch und ein Kästchen hat ein Patchwork-Kleid bekommen. In der unteren Reihe ist die Laptop-Tasche zu sehen, eine Buch-Tasche, mein Pinguin, eine Hülle für einen USB-Stick und eine Kissenhülle.

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Einige kurze Höschen gabs noch, eine enger genähte Jeans, ein Sommerkleid und bei einer Strickjacke hab ich neue Ärmel drangestrickt. Die originalen waren zu eng und zu lang (hatte ich gekauft-geschenkt bekommen). Jetzt passt alles und sie ist so schön flauschig-warm.  Daneben ein gepimptes Shirt. Da hats mich genervt, dass der Ärmelausschnitt so weit war, dass ich kurzerhand ein bisschen Spitze reingenäht habe. Es folgt noch eine Schlafanzughose und eine Schürze aus einer Tischdecke. – In dieser Reihe war alles komplett upgecycelt bzw. repariert.

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Und natürlich hab ich wieder jede Menge Socken gestrickt, hier eine kleine Auswahl:

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Ebenfalls gestrickt ist die Decke links und der Schal rechts – auffallend ähnliches Design :) In der Mitte meine Auswahl an Kerzen, die ich aus den gesammelten Resten gegossen habe. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, das Herstellungsdatum einzuritzen (Monat und Jahr), weil sie tatsächlich besser brennen, wenn sie mindestens ein halbes, besser ein ganzes Jahr ruhen durften.

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Somit ist heuer doch einiges zusammengekommen. Dabei war hier aber längst noch nicht alles dabei. Ich bin schon drauf gespannt, was mir das neue Jahr alles an Ideen und Projekte bringen wird!

Baggwahn 2019

Fleißige LeserInnen meiner zauberweib.de-Seite wissen, dass jedes Jahr Ende November bei mir Ausnahmezustand herrscht: Ich hab eine Woche Urlaub und die verbringe ich im Baggwahn. Heuer war es ganz schlimm, bin gar nicht mehr rausgekommen aus dem Flow. Aber mal ehrlich: Genau so solls ja auch sein! Blezzlibaggn (Also: Plätzchen backen) soll Spaß machen und darf keinesfalls eine lästige Pflicht sein!

Wie immer gibt es einige Klassiker, ein paar alte Bekannte, die ich nicht zwingend jedes Jahr backe und natürlich auch immer etwas Neues:

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Ich fang mal links auf neun Uhr an, die zusammengeklebten mit der Walnuss drauf sind Walnuss-Taler mit Walnuss-Nougat-Füllung, die gabs schon öfter. Neu sind die Wiener Schoggi-Herzen dahinter. Das sollte laut Rezept eigentlich Spritzgebäck sein, aber der Teig war etwas fest und da dacht ich mir: Herzen mit Himbeermarmeladen-Füllung sind doch auch sehr schön!

Daneben der marmorierte Würfel ist ein Schoggi-Karamello – zählt inzwischen zu den Klassikern. Heuer abgewandelt mit ein paar grob zerkleinerten Walnüssen in der Karamellschicht. Seeehr legga! Dahinter meine Lieblings-Nougatbissen und das kleine Kügelchen daneben ist eine Eierlikör-Praline. Die gabs heuer zum ersten und ganz sicher nicht zum letzten Mal!

Gleich daneben mit Puderzucker sind meine Spitzbuben – eigentlich laut Rezept „Nusssterne“ – aber erstens hab ich keine Sterne ausgestochen, sondern Plätzchen gepresst und zweitens schmecken die original wie die Spitzbuben von meiner Mama. Sind mit Himbeer-Pflaumenmarmelade gefüllt.

Direkt darunter – neben dem Schoggi-Karamello-Würfel – ein Cashew-Törtchen. Das gabs auch schön öfter; ist zwar eine äußerst klebrige Angelegenheit, die Füllung herzustellen (gemahlene Cashews mit Honig und Zimt), aber sooo legga!

Es folgen die Ur-Klassiker Nussecke und Vanillekipferl, darunter wieder ein neues Rezept: Walnuss-Schoggi-Taler. Schauen recht unspektakulär aus, schmecken aber richtig gut!

Von ca. drei bis sechs Uhr folgen die 1-2-3-Variationen. Die mach ich immer am Schluss, weil da wird alles mit verarbeitet, was noch offen ist, Reste die weg müssen, wo ich frei improvisiere. Als Basis dient ein 1-2-3-Teig (100g Zucker, 200g Butter, 300g Mehl). Der wird gedrittelt und dann abgewandelt: Gleich auf drei Uhr Walnussplätzchen mit Hagebutten-Füllung, darunter die Tannenbäumchen haben eine Brombeer-Pflaumenfüllung und die Zebraplätzchen auf sechs Uhr wollte ich schon immer mal machen: Dazu wird eine Hälfte des Teiges mit Kakao eingefärbt, beides zu Platten ausgewellt. Ein paar zerbröselte/gehackte Nüsse (was zur Hand ist) auf die eine Platte, die andere drüberlegen. Halbieren, auf die eine Hälfte Nüsse streuen, andere Hälfte drauflegen (etwas andrücken). Nochmals der Länge nach halbieren, das Spielchen wiederholen, bis ein „Zebrastreifen“ übrig ist, von dem mit einem scharfen Messer die Plätzchen abgeschnitten werden (ggf. nochmal kurz kühl stellen).

Über dem Zebraplätzchen die Schoggi-Rest-Haffli in weiß und in dunkel: da werden die Reste vom Schokoladisieren mit Bruchstücken und/oder Nüssen vermischt und zu Haffli verarbeitet. Meine Lieblings-Resteverwertung :)

Auf sieben Uhr nochmal Walnuss (gabs heuer sehr viele, die Kollegin war dankbar, dass ich ihr welche abgenommen habe): Eigentlich Kokosplätzchen, auch ein neues Rezept, das mit ganz kurzfristig noch über den Weg gehüpft ist. Gefüllt sind sie mit weißer Schoggi und Kokosraspel, ein bisschen Orange noch dazu. Und weil ich von der Füllung viel zu viel angemischt hatte, hab ich noch jeweils eine Walnuss draufgeklebt :)

Schließlich noch vollschokoladisierte Dattellebkuchen. Eine äußerst klebrige Angelegenheit, die ich nur empfehlen kann, wenn eine leistungsfähige Küchenmaschine vorhanden ist. Aber sind einfach nur gut! Als letztes die Nougatstangen, dunkler Teig mit Nougat-Nuss-Füllung und weißer Schoggi drauf. Die Lieblingsplätzchen der Walnuss-Kollegin ;)

Einen Stollen hab ich natürlich auch gebacken, aber der darf noch nicht angeschnitten werden, der muss noch ein bisschen ruhen…

Gemäß der alten Tradition, dass ich nicht nur beschreibe, was ich so gebacken habe, habe ich das eine oder andere Rezept direkt verlinkt – viel Spaß beim Nachbacken! Und ich freu mich über  Links in den Kommentaren zu euren Baggwahn-Berichten und/oder Lieblingsplätzchen!

Steuer zum Wohl der Tiere?

Ich komm immer noch nicht drüber weg, dass bei der Diskussion neulich zum Thema „bessere Bedingungen für Nutztiere“ die Einführung einer neuen Steuer als die Antwort auf alle Probleme gehyped wurde. (z.B. via spiegel.de)

Offenbar kam niemand auf die Idee, dass es doch viel sinnvoller – und vor allem naheliegender! – wäre, die bestehenden Gesetze entsprechend nachzubessern. Im Sinne einer „Tierwohl“-Haltung, die diesen Namen auch tatsächlich verdient. Ich denke dabei an Demeter-Standard oder vergleichbarer Vorgaben. Daraus ergäbe sich eine Win-Win-Win-Kettenreaktion:

  • Weniger Tiere im Stall -> mehr Platz für die Tiere, weniger Stress (max. 50 Tiere im Stall)
  • Milchaufzucht: Wenn die Kälber bei der Mutter bleiben dürfen, werden diese gesünder und kräftiger. Verluste durch die „fehlende“ Milch werden durch Reduzierung von Tierarztkosten/Medikamenten wettgemacht. Von den gesünderen Tieren profitieren am Ende auch wir Verbraucher/innen
  • Weniger Tiere brauchen weniger Futter -> Ackerflächen stehen anderweitig zur Verfügung zum Direktkonsum von Getreide und Gemüse
  • Weniger Tiere machen weniger Mist -> keine Überdüngung mehr, Böden können sich langsam erholen, Grundwasser ist nicht mehr in Gefahr
  • Weniger Tiere bedeutet auch, dass der Preis für tierische Produkte steigen muss – dies ist dann aber durch erheblich bessere Tierhaltung bedingt, und diesen Preis will sicher jede/r gerne bezahlen. Anders als bei der Einführung einer neuen Steuer, die für das Tier erst mal gar nichts bringt.

Das Argument, die Verbraucher wollen billig, zieht nicht. Es muss ein Mindestmaß an einigermaßen anständiger Tierhaltung gewährleistet sein – und die fängt mE frühestens beim derzeitigen „Tierwohl“-Label drei an. Nummer eins und zwei gehen absolut nicht. Leider sind viel zu oft nur diese erhältlich. Wenn es jedoch nur ab drei aufwärts gibt, werden die auch gekauft.

Ich glaube nicht, dass weniger Tiere einen Versorgungsengpass bedeuten. Es würde einfach nur weniger Fleisch bzw. Tiererzeugnisse gegessen (Schnitzel am Dienstag, Gulasch am Mittwoch und Fleischküchle am Freitag entfallen, der Sonntagsbraten kommt zu neuen Ehren) und vielleicht sogar weniger weggeworfen werden – dafür wird mit mehr Hirn, also bewusster, eingekauft. Fürs Abendbrot gibt es bereits sehr viele Aufstrich-Alternativen zu Leberwurst & Co. An Käse-Alternativen wird sich sicher auch noch was erfinden lassen. z.B. gibt es ja schon Soja-Joghurt, das mir persönlich sogar besser schmeckt als das aus Kuhmilch. Soja-Camembert oder Soja-Emmentaler wird es bestimmt auch bald geben. Die Anbauflächen wären auf jeden Fall da, nachdem nicht mehr so viel Futtermittel für Kühe angepflanzt werden muss.

Soja ist hier übrigens nur als Beispiel genannt – es gibt auch andere Möglichkeiten, klar. Und natürlich wird ein Soja-Käse nicht wie Kuhmilch-Käse schmecken. So wie Ziegen-Käse ja auch seinen eigenen Geschmack hat. Es soll einfach eine Alternative sein, die etwa die gleiche Konsistenz aufweist wie herkömmlicher Weich- oder Hartkäse.

Wir sind es den Tieren einfach schuldig, dass wir uns ihnen gegenüber  anständig benehmen und ihnen ein gutes Leben bieten. Sie danken es uns schließlich dann auch mit wirklich guter Nahrung.

So mal in aller Kürze meine Gedanken dazu ein bisschen sortiert und gesammelt. Ich bin fassungslos, dass auf die Frage „Was können wir tun, dass es den Nutztieren besser geht?“ die Antwort lauten soll „Wir führen eine neue Steuer ein!“ Im Gegenzug dazu der aktuelle Vorschlag zur Einführung einer Reichen-Steuer auf totale Ablehnung stößt, weil das ja „gar nichts bringen“ würde und total „der falsche Weg“ wäre.

Echt jetzt…?

C02 und Klimawandel

Habt ihr diese Woche auch von der Studie gehört, die ganz erstaunliche Ergebnisse zutage gefördert hat? Bäume pflanzen hilft gegen die Klimakrise! Ganz nebenbei wird noch erwähnt, dass – so quasi als Nebenwirkung – Bäume auch ganz gut darin sind, Sauerstoff zu produzieren.

Äh… ja… tolle Studie. Supi. Wenn die Kohle, die die Studie gekostet hat, einfach gleich dafür verwendet worden wäre, Bäume zu pflanzen, wär das Geld viel sinnvoller angelegt gewesen.

Von Felix Finkbeiner gibt es ein Buch über die „Wunderpflanze gegen die Klimakrise“ – das zu lesen lohnt sicher. Es kann auch einfach gleich gepflanzt werden. Oder ihr schließt euch entsprechenden Organisationen wie z.B. der Plant-for-the-Planet an. Oder nutzt wenigstens die baumpflanzende Suchmaschine Ecosia – z.B. um noch weitere Organisationen zu finden, die Pflanzprojekte unterstützen. :)

Vor ein paar Jahren stand die Idee im Raum, man könne C02 auch im Boden „einlagern“ – also reinpressen. Dass man davon seitdem nichts mehr gehört hat, liegt hoffentlich daran, dass die Schnapsidee fallen gelassen wurde. Jedenfalls hatte ich damals auch schon so eine gewisse Idee, wie sich das mit dem Kohlendioxid vielleicht auf relativ einfache Art lösen lässt.

Wir alle können mithelfen, indem wir Bäume pflanzen. Doch auch die Regierungen sind gefragt, weltweit die Zerstörung der Wälder – insbesondere der Regenwälder – schnellstmöglich zu stoppen. Wirtschaftliche Interessen dürfen hierbei keine Rolle spielen. Schließlich geht es hier um das Überleben von allem Leben: Die Regenwälder sind die Lungen unseres Planeten, die uns allen Atemluft verschaffen. Und zumindest was mich an geht, wäre ich gern bereit, z.B. an südamerikanische Länder eine Art „Regenwald-Abgabe“ zu bezahlen, die gewährleistet, dass eben kein Wald mehr zerstört wird.

Aus all diesen Gründen hoffe und wünsche ich mir auch, dass die Waldbrände in Brandenburg (und überall sonst auf unserem Planeten) schnellstmöglich gelöscht werden und eine Wiederaufforstung erfolgen kann.

Auf unserer Prioritätenliste muss die Gesundung von Mutter Erde an erster Stelle stehen. Es ist unser Job, uns um den Planeten und das Leben darauf zu kümmern – das in der Bibel ist ein verheerender Druckfehler. Dort muss es heißen „… macht euch der Erde untertan!“ Wir sind hier die Hausmeister*innen, dazu waren und sind wir auserkoren. Und dabei schaffen wir es nicht mal, unseren Müll anständig zu entsorgen…

Aber ich bin mir sicher, wenn wir alle zusammen anpacken, und alle ihr bestes geben – inklusive der Regierungen und Konzerne weltweit – können wir das Ruder noch rumreißen!

1500 km mal 1500 km

Das ergibt 2.250.000 Quadratkilometer. Eine Fläche in dieser Größe wäre nötig, um die gesamte Bevölkerung per Windenergie mit Strom zu versorgen. Das entspricht ungefähr sechseinhalbmal der Fläche Deutschlands. Also schon viel. Klar.

Aber.

Wenn man das mal in Relation setzt und z.B. die Weltkarte auf Postkartengröße darstellt (ca. Din A6), dann entsprechen die 1500×1500 km etwa der Fläche eines 10-Cent-Stücks. Das ist verdammt wenig. Und wir bekommens nicht gebacken.

Seit Rio 1992 (Neunzehnhundertzweiundneunzig!) wurde viel versprochen und wenig umgesetzt. Wir fliegen zum Mond, erforschen den Mars, mittlerweile sogar den Jupiter. Das ist alles sooooo wichtig. Genauso wie noch schnellerereres Internet und noch besserererere Handys – alles furchtbar wichtig.

Jap.

Und wir schaffens nicht, eine vernünftige (!) Stromversorgung auf die Beine zu stellen? Echt jetzt? Probierts mal aus, nehmt eine Weltkarte in Postkartengröße (auf dem Bildschirm reicht ja) und haltet eine 10-Cent-Münze drauf. Und das bekommen wir nicht geregelt. Schön bescheuert, wir Menschen. … ;(

Die Zahl hab ich übrigens aus dem Buch „100 Karten, die deine Sicht auf die Welt verändern“ – wie immer an dieser Stelle keine Werbung, außer für die nächstgelegene Stadtbücherei, die dir das Buch bestimmt borgen wird :) Es enthält ein buntes Sammelsurium an Karten, allerlei Wissenswertes und Kurioses: Die seltsamsten Ortsnamen in Deutschland. Eine Karte nur mit Straßen. Nur mit Flüssen. Nur mit Städten. Nur mit Grenzen. Und vieles andere mehr. Schön zum immer wieder drin Schmökern und Neues zu entdecken.

Tja und was die Stromversorgung angeht… Vielleicht sollten wir uns alle zu Greta stellen…

Der Pinguin ist gelandet

Ich liebäugle schon sehr sehr lange mit Linux, konnte bislang meinen Liebsten aber nie davon überzeugen – is ja alles so umständlich und alles ganz anders und überhaupt. Letzteres trifft inzwischen aber eher auf Win10 zu und zusammen mit dessen Schnüffelverhalten wars dann doch klar, dass das nächste Laptop unter Linux laufen wird.

Die Odyssee, bis das Gerät da war, erspar ich uns allen an dieser Stelle. Endlich also ein Gerät „ohne“ Betriebssystem. Dafür mit gefühlten tausend Partitionen?! Die Erstinstallation hat das nicht vereinfacht!

Mein Tipp #1 an dieser Stelle: Wenn bei der Installation irgendwie gar nichts mehr geht, wähle die „Hau alles wech und mach Linux drauf“-Option (davon ausgehend, dass am Ende sowieso nur Linux auf der Platte drauf sein soll; ein evtl. bereits vorhandenes Windows also entfernt werden darf!) Wenn dann alles soweit läuft, kann über Gparted (ggf. nachinstallieren) die eine vorhandene Partition verkleinert und so Platz für zusätzliche Wunschpartitionen freigeschaufelt werden.

Somit habe ich nun ein erstes „Testlinux“ (LinuxMint 19 Mate) in der All-in-Version. Auf einer weiteren Partition wohnt LinuxMint 19.1 mit home-Verzeichnis auf einer eigenen Partition plus noch eine Partition für die Timeshift-Sicherungen, sowie eine Swap-Partition.

So weit, so gut. Nur dass der Rechner beim Runterfahren immer so lang gebraucht hat und dann auch nicht ganz ausgeschaltet, war nervig. Außerdem ist mir das Gerät immer mal wieder eingefroren. Das bringt mich zu Tipp #2: Wenn in der Treiberverwaltung ein Treiber, der nicht der aktuell ausgewählte ist, „empfohlen“ wird, dann nutze den! Alle Probleme beseitigt, wow!

Nun hab ich also den Rest des Wochenendes – Tage und Nächte – damit zugebracht, mich weiter vertraut zu machen, Programme auzusuchen, zu testen – die meisten hatte ich bislang eh schon genutzt, wie z.B. Gimp, Firefox, Thunderbird. Der Unterschied von OpenOffice zu LibreOffice ist auch nicht soo groß. Aber für einige Programme/Anforderungen brauch(t)e ich Alternativen. Dazu werde ich sicher noch den einen oder anderen Beitrag schreiben in der nächsten Zeit.

Hier gehts mir mehr darum, dass ich lange Zeit an der Kiste verbracht habe. Und da mag ich allen unbedingt als Tipp #3 Redshift dringend ans Herz legen – um nicht zu sagen aufs Auge zu drücken :) Das nette Tool (erkennbar an der Glühbirne im Tray-Bereich) sorgt für abendliches Abdunkeln. Dabei wird nicht nur die Bildschirmhelligkeit reduziert, sondern der Blau-Anteil rausgefiltert bzw. Rot erhöht. Und das tut den Augen wirklich gut! Gönnt euch das – evtl. gibts ein vergleichbares Tool ja auch für Windows.

Soweit mal an dieser Stelle. Traut euch, den Umstieg zu wagen. Hilfe findet ihr z.B. bei linuxmintusers.de, einem Forum mit kompetenten Menschen. Und schaut auch bei wiki.ubuntuusers.de vorbei – da LinuxMint auf Ubuntu basiert, können die Einträge dort meistens 1:1 übernommen werden.

Überhaupt mein Tipp (der Extra-Tipp): Vorab informieren. Einfach mal einen LifeStick erstellen und ausprobieren (und nicht abschrecken lassen, dass der natürlich grottenlangsam läuft!) und dann bei nächster Gelegenheit loslegen!

Wer von euch ist denn schon unter Linux unterwegs? Welches? Seit wann? Wart ihr vorher auf Windows? Warum der Umstieg? Würde mich alles interessieren! Entweder als Kommentar oder ihr schreibt einen eigenen Beitrag dazu und verlinkt den in den Kommentaren, damit ich vorbeischauen kann!

Nähgewichte? Nähgewichte!

Kennt ihr das, wenn man einfach auf der Leitung steht? So gings mir mit Nähgewichten. Vor vielleicht zwei Jahren begann der Begriff mich zu verfolgen. Plötzlich wurden überall Nähgewichte gebastelt, gehäkelt, gestrickt – und natürlich auch genäht. Es ist mir bis heute schleierhaft, warum auf einmal überall Beiträge dazu auftauchten. Auf Blogs, YouTube, Pinterest – egal, wo im Netz ich mich gerade bewegte, haben die Dinger mich verfolgt.

Das Seltsame an der Sache: Ich habe mich immer gefragt, wozu zur Hel man sowas braucht? War das wieder so ein „Musste-unbedingt-haben-wennste-in-sein-willst“-Ding? Ich habs nicht kapiert. Und irgendwann ließ die Nähgewichte-Schwemme wieder nach und ich habs völlig vergessen.

Monate später war ich wieder mal am Nähen. Wie das so ist, beginnt das mit Bügeln des zuzuschneidenden Stoffes, auf diesen wird der Schnitt aufgelegt und übertragen. Ich leg mir dazu immer ein paar Bücher auf den Schnitt, damit beim Anzeichnen nichts verrutscht. Das funktioniert prima, nur diesmal wars ein bisschen fummliger, da waren die Bücher fast ein bisschen unhandlich. Da müsste man mal irgendwas erfinden… – und in dem Moment hats endlich „klick“ gemacht! *gg*

Nun wusste ich endlich, wozu Nähgewichte – aka Schnittbeschwerer, Zuschneidegewichte, Fixiergewichte – gut sind. Wobei ich Schnittbeschwerer – analog zu „Briefbeschwerer“ – passender als „Nähgewichte“ finde. Weil zum Nähen brauch ich das Gewicht ja nicht!

Jedenfalls hat mich nun die Schnittbeschwerer/Nähgewichte-Herstellungs-Muse geküsst und ich hab einfach mal frei Schnauze losgelegt:

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Die dreieckigen gefallen mir am Besten und sind einfach herzustellen:

  • Ein rechteckiges Stück Stoffrest auf die Hälfte legen (schöne Seite nach innen), so dass ungefähr ein Quadrat entsteht.
  • Zwei Seiten absteppen.
  • Bei der noch offenen Seite die Kanten aufeinander legen, so dass diese nun in der Mitte liegen. Etwa zur Hälfte absteppen.
  • Wenden und durch die Öffnung (mit einem Trichter) befüllen. Kleine Dekosteine (ggf. vorher waschen und trocknen lassen) eignen sich gut als Füllmaterial – s. auch unten.
  • Nicht ganz randvoll machen, in die Öffnung ein Band (Schlaufe) legen, feststecken und verschließen. Die Schlaufe kann auch weggelassen werden.

Erinnert dich an Osterhühner? Stimmt – das ist genau dieselbe Vorgehensweise, nur eben ohne Schnabel, Kamm und Füße. Falls du eine ausführlichere und bebilderte Anleitung haben möchtest, findest du z.B. bei Olivia Twist eine solche, sogar mit Video.

Für die flachen Fixiergewichte einfach zwei Stoffreste aufeinander legen (schöne Seite nach innen), bis auf eine Wendeöffnung absteppen. Wenden. Befüllen. Öffnung schließen (ggf. mit Bändel).

Ist eine gute Stoffreste-Verwertungsmöglichkeit und wenn du ein bisschen auf die Suche gehst, findest du bestimmt auch geeignetes Füllmaterial, das auf diese Weise recycelt werden kann. Hier sind Nicht-Lebensmittel meiner Meinung nach vorzuziehen. Zumal Reis z.B. anfällig für Feuchtigkeit ist, also schon deshalb nicht unbedingt empfehlenswert. Getreidekörner o.ä. wären da schon eher geeignet und finden sich vielleicht in einem ausgedienten Dinkel- oder Kirschkernkissen? Am besten sind die Dinge, die man irgendwo rumliegen hat und nicht mehr braucht, die klein und schwer genug sind für ein zweites Leben als Nähgewichte-Füllmaterial.

Größenangaben für Schnittbeschwerer gibt es (zumindest bei mir) nicht, da einfach locker drauflos nähen, verschiedene Größen probieren und wenn du irgendwann zu viel von den Dingern gemacht hast, lautet dein nächstes Vorhaben eben: Tasche für Schnittbeschwerer nähen. :)

Vielleicht hab ich dir Lust aufs Nachmachen gemacht, zumal es ein schönes Schnell-&-einfach-Projekt ist. Oder du hast dir längst deine Nähgewichte gemacht? Dann würd ich mich sehr über einen Kommentar – gerne mit Link – freuen, um meine Neugier zu stillen :)

Die letzten bunten Blätter

Es hat zwar etwas länger gedauert, aber ich komme noch rechtzeitig für die Herbstdekoration (für Weihnachtsdeko ist es noch etwas früh, finde ich). Bei Herbys habe ich eine wunderbare, kostenlose Häkel-Anleitung für ein Herbst-/Ahornblatt gefunden, die man einfach so runterladen kann. Wie gesagt, ist das kostenlos, aber es handelt sich bei der Site um eine gewerbliches Angebot – wollte ich hiermit drauf hingewiesen haben, falls mir das als Werbung ausgelegt wird.

Das Muster ist sehr einfach, so dass ich gleich dem Blätterrausch(en) verfallen bin. Ich hab noch ein bisschen rumprobiert, dabei ist z.B. das hier entstanden:

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Hier hab ich erst einmal ein paar Runden Stäbchen gehäkelt, damit das Blatt insgesamt etwas größer wird. Und als Abschluss habe ich einen Zackenrand zugefügt, ganz einfach: * fM, fM, 2 LM, KM in die 1. LM* Es gibt ja die unterschiedlichsten Ahornarten, aber der bei meinen Eltern im Garten hatte halt außenrum noch Zacken an den Blättern, deshalb find ich das hier auch schöner. :)

Für alle, die wie ich noch ein paar Zwetschgen eingefroren haben, habe ich bei der Giftigen Blonden ein super Rezept für eine Tarte mit Streuseln gefunden. Die wird aus einem Quarkblätterteig gemacht, der nicht nur schnell und einfach zubereitet ist, sondern auch für Süßes und Herzhaftes verwendet werden kann. Also vielseitig verwendbar und somit ein Geheimtipp für die Herbstsaison!

Wer sich für Batik – genauer: Wachsbatik – interessiert, wird bei Gabi von Made with Blümchen fündig. Sie hat in ihrem Beitrag nicht nur eine Anleitung geschrieben, sondern auch von ihren Fehlern und Fehlschlägen berichtet. Also: Lesen und gleich fehlerfrei loslegen!

Und wer jetzt noch ein bisschen Zeit und Lust hat, die Welt zu retten – da hat die Verbraucherzentrale Bayern einige nützliche Tipps und Tools zum Thema Müllvermeidung zusammengetragen – einfach mal vorbeischauen.

Ich wünsch allen ein frohes Rumwerkeln, wo wieder die „Drinnenzeit“ angebrochen ist. Machts euch gemütlich und knüschlig!

Dattel-Schoggi-Aufstrich

Manchmal springt mich ein Rezept regelrecht an, so dass ich es unbedingt sofort nachmachen muss. Die „vegane Nutella“ von kraft-futter.de war so eins. Allerdings hab ich es ein bisschen modifizert und auch nur die halbe Menge gemacht, wie immer, wenn ich ein neues Rezept ausprobiere.

Boah ich sags euch: Das müsst ihr auch testen! Sowas von megahammerlegga! Zum Reinlegen, wirklich! Ich schreib hier mal meine Rezept-Variante:

  • 40g Margarine
  • 20g Schokolade nach Geschmack (das entspricht 4 Schogetten oder 1 Rippe)
  • 125g Datteln (soft, entsteint – spart das Einweichen)
  • 25g Kakaopulver
  • ca. 1-2 TL Vanilleextrakt
  • 50ml Wasser (oder Pflanzenmilch)
  • 2 TL Erythrit, gemahlen (oder anderes Süßungsmittel)
  • 2 TL Kürbiskerne, gemahlen (oder Sonnenblumenkerne, Nüsse, Mandeln, …)

Vorab die Margarine mit der Schoggi schmelzen (40 Sek. in der Mikrowelle), gut verrühren und wieder abkühlen lassen. Soll aber flüssig bleiben. (Ab und zu umrühren)

Schoggi-Margarine, Datteln, Kakaopulver, Vanille und die Hälfte des Wassers im Multimixer auf niedriger Stufe (oder mit dem Pürierstab) gut zermixern. Dann die restlichen Zutaten dazu, weiter vermixen (ggf. hochschalten), bis eine homogene Masse ensteht. In ein Schraubglas umfüllen, anschließend die Reste aus dem Mixer mit Genuss auskratzen und direkt vernaschen. :)

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Was mich am meisten überrascht hat (außer dem phänomenalen Geschmack), ist die Konsistenz. Obwohl die Masse Wasser und Fett enthält, hat sich eine perfekte Emulsion ergeben – ein Traum!

Im Original wird Öl statt Margarine verwendet – ist also noch schneller und einfacher zubereitet. Das mit der Schokolade war so eine spontane Idee von mir für die individuelle Note – hier war es „Latte Macchiato“-Geschmack. Die Extra-Süße ist ebenfalls meine Modifikation. Die Nüsse bzw. Nussmus ist im Original als Option mit angegeben – bei mir warns halt Kürbiskerne.

Falls ichs noch nicht gesagt habe: Probiert das unbedingt aus. Ihr mögt keine Datteln? Egal – das hier werdet ihr lieben! Ich schwör!

Mal wieder ein paar Links

Diese Staubsauger-Story von kaufdiät ist zwar schon ein bisschen älter, aber ich finde sie nach wie vor erzählens- und vor allem auch nachahmenswert. Auch ein „altes“ Haushaltsgerät kann durchaus sinnvoll repariert werden. Wobei ich sechs Jahre für einen Staubsauger nicht „alt“ nennen möchte.

Bei mir selber bahnt sich eine Neuanschaffung an; mein Handmixgerät schafft keinen Hefeteig mehr und lässt in seiner Leistung merklich nach. Da sag ich aber: Nach 25 Jahren darfs auch mal ein neues Gerät sein.

Maria von widerstandistzweckmäßig hat immer wieder super Artikel zum Thema Müll vermeiden, Re- bzw. Upcycling. In diesem Beitrag werden u.a. Edelstahlschwämme erwähnt. Also nicht diese Stahlwolle-Klumpen, sondern Spiral“nester“, die wohl ein adäquater Ersatz für die Kunststoff-Schwämme sein sollen. Edelstahl ist zwar recyclebar, verbraucht aber bei der Herstellung bereits enorm viel Energie. Trotzdem ist es wohl dem Kunststoff vorzuziehen – es kommt allerdings noch drauf an, wie lang diese Nester ihren Dienst tun.

Warum ich das schreibe, ist etwas, das bisher noch nichts zustande gebracht hat: Kein Material, kein Reiniger – weder Chemie noch Bio – hat es bislang geschafft, meine Teetassen von dem hässlichen braunen Belag zu befreien. Die Spiralnester bekommen das hin, sogar noch ohne großartigen Kraftaufwand! Das hat mich megaverblüfft und schon alleine wegen dieser Leistung wird die Anschaffung der Nester nicht vergebens gewesen sein. Wer schwarzen Tee trinkt, sollte diese Dinger ausprobieren!

Auf Scinexx wird darüber berichtet,wie man aus Joghurtresten Kraftstoff gewinnen kann. Bleibt die Frage, wie rentabel das sein wird – allerdings macht Kleinvieh bekanntlich ja auch Mist :)

Zum Schluss noch gerade rechtzeitig der Hinweis auf die Anti-Zucker-Challenge von healthyhabits – wer mitmachen will, einfach einsteigen!  Oder notfalls noch die Faschingskrapfen-Zeit abwarten und von Mitte Februar bis Mitte März dabei sein. Das zählt auch :)