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Das Ding: Trommelreibe

Aus meiner Reihe Dinge, die den Alltag leichter machen will ich diesmal die Trommelreibe vorstellen. Lange bin ich um die Anschaffung herumgeschlichen – wieder ein Ding mehr, das rumsteht…? Irgendwann hat aber meine Vierkantreibe ihren Geist aufgegeben und ich hab mich entschieden, in eine anständige Trommelreibe zu investieren.

Sehr gute Dienste hat sie bereits beim Plätzchenbacken geleistet – genauer: beim Raspeln von Schoggi, Nüssen, Orangeat, Zitronat… was eben so anfällt. Ein Traum! Die Reibe hat dank Saugfuß einen festen Stand (eine Schraubzwinge ist bei den meisten auch noch im Lieferumfang dabei) und das Handkurbeln geht sowas von leicht und einfach. Blockschokolade ist mit der Vierkantreibe eine gleichermaßen abendfüllende und schweißtreibende Angelegenheit. Mit der Trommelreibe geht das buchstäblich im Handumdrehen.

Inzwischen sind wir mitten in der Zucchini-Saison. Und was soll ich sagen: Kein Muskelkater mehr! Und die Fingernägel sind auch nicht mehr in Gefahr, abgehobelt zu werden. Sogar die Zwiebeln werden bei mir durchgekurbelt. Vor den Zucchini, damit den Zwiebelgeruch gleich wieder neutralisiert ist.

Gereinigt ist so eine Trommelreibe ebenfalls schnell und einfach, wobei ich die Reibetrommeln (also die Einsätze) nicht in die Spülmaschine gebe, sondern lieber per Hand spüle.

Meistens gibt es ein Fleischwolf-Zubehör (zum Nachkaufen), nur zur Info. Lustig finde ich daran, dass ausgerechnet beim Fleischwolf noch der Aufsatz für Spritzgebäck dabei ist. Was irgendwie gar nicht zusammenpasst. Meine Mam hatte einen Fleischwolf noch aus Gusseisen (oder so etwas ähnlichem), sehr massiv und schwer. Irgendwann in den frühen 1960ern angeschafft. Und damals war ebenfalls dieser Spritzgebäck-Aufsatz dabei, mit exakt den selben Mustern wie heute. :)

Wichtig ist, bei der Auswahl auf die Qualität zu achten. Ohne Plastik geht heutzutage ja leider nicht mehr, doch es gibt erhebliche Unterschiede in der Festigkeit. Ebenso bei den Reibetrommeln – da sollte die Schärfe doch erheblich über der einer Fünf-Euro-Käsereibe aus dem nächsten Supermarkt liegen!

Ich habe mich im Vorfeld sehr lange und umfassend informiert und es ist leider viel Schrott auf dem Markt. Deshalb mein dringender Rat: Finger weg von vermeintlichen „Schnäppchen“ – die sind in nullkommanix unbrauchbar, Müll und rausgeworfenes Geld. Faustregel: Alles, was unter 50,- angeboten wird, schon mal pauschal links liegen lassen. Eine konkrete Empfehlung will ich nicht aussprechen, obwohl ich eine sehr gute Trommelreibe gefunden haben. Wers ganz genau wissen will, darf gern pM bei mir nachfragen (s. Impressum).

Größere Mengen Käse z.B. für einen Auflauf reiben – ratzfatz erledigt. Und die Zucchini – kein Vergleich zu früher mit der Vierkantreibe. Die Investition hat sich sowas von gelohnt.

Das Sahnehäubchen war das Durchkurbeln der Zutaten für den Quarkstollen letztes Jahr. Nicht nur, dass ich alles der Reihe nach verarbeiten konnte – ich war plötzlich wieder zehn Jahr alt und mit meiner Mam in der „Weihnachtsküche“. Dass es damals der bereits genannte Fleischwolf war, durch den die Zutaten gedreht und am Ende Hefe- statt Quarkstollen gebacken wurden, sind in dem Zusammenhang unwesentliche Details am Rande. Das Durchdrehen hat mir als Kind schon Riesenspaß gemacht. Und das ist noch immer so. Auch wenn es noch ein bisschen dauert, freu ich mich schon wieder auf diesjährigen den Baggwahn :)

Falls ihr öfter was zum Zerkleinern habt und bereits darüber nachdenkt, ob sich eine  Investition in eine gute (!) Trommelreibe lohnt, kann ich nur sagen: Ja. Lohnt sich definitiv! Es geht um so vieles leichter und schneller als mit der der Vierkantreibe. Aber unbedingt auf Qualität achten und keinen Billigschrott kaufen. Damit tut ihr euch echt keinen Gefallen.

Nachteile sind mir bislang keine aufgefallen. Außer vielleicht, dass es sich für eine kleine Menge Käse zu reiben nicht wirklich lohnt, dafür hinterher alles reinigen zu müssen (auch wenn das wirklich einfach und unkompliziert geht). Für ein bisschen Streuselkäse aufs Brot nehm ich also nach wie vor die alte ausgediente Vierkantreibe, die taugt dafür noch allemal und ist schneller gereinigt als die Trommelreibe zerlegt. Also kein wirklicher Nachteil.

Was habt ihr für unersetzliche, lieb gewordene Dinge, die euch den Alltag erleichtern? Hinterlasst mir einen Kommentar oder greift meine Reihe auf und schreibt einen eigenen Blogbeitrag, den ihr gerne bei mir verlinken dürft.

Ich bin neugierig!

Das Ding: Fensterabzieher

Ich hab mir eine neue Beitragsreihe überlegt: Sachen, die den Alltag leichter machen. In loser Folge berichte ich von den Dingen, die mich bei jeder Benutzung immer wieder aufs Neue begeistern!

Den Anfang macht ein Ding, das vermutlich die meisten von euch kennen (und lieben) und das für wenig Geld viel Erleichterung verschafft. Die Rede ist von einem Fensterabzieher. So eine „Gummilippe mit Griff“ habe ich mir vor knapp einem Jahr zugelegt. Ursprünglich war sie nur für die Duschtür gedacht: Nach dem Duschen die Türinnenseite damit abziehen und der Kalk lagert sich erheblich langsamer ab, was wiederum die Reinigung deutlich vereinfacht.

Meinen Mann konnte ich bislang noch nicht dazu überreden, das Ding zu benutzen und ich vergess es – ehrlich gesagt – auch ab und zu. Trotzdem sieht unsere Duschtür jetzt um Längen besser aus als vorher.

Inzwischen bin ich auf die geniale Idee gekommen, das Ding vielleicht auch beim Fensterputzen zu benutzen. :) Dazu muss man sagen, dass ich „streifenfrei“ praktisch nie hinbekomme und diese Tätigkeit nun wirklich nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählt. Aber es muss halt auch ab und zu mal sein und dann sollte es zumindest einen erkennbaren Vorher-Nachher-Effekt geben.

Was soll ich sagen: Der Fensterabzieher ist schon fast eine Offenbarung für mich. Jahrzehnte hab ich mich beim Fensterputzen abgeplagt, um zumindest ein einigermaßen akzeptables Ergebnis zu erzielen. Und jetzt? Fenster reinigen, mit dem Abzieher drüber, die letzten Reste mit einem trockenen Tuch aufnehmen – fertig! Ohne Streifen! Einfach so! Ruckzuck-Ratzfatz! Der Wahnsinn!

Die Version, die ich mir geleistet habe, ist die allereinfachste, völlig frei von jeglichem Schnickschnack und die erfüllt sowas von ihren Zweck! Falls ihr also noch regelmäßig beim Fensterputzen flucht und verzweifelt, möchte ich euch dringend raten, in einen Fensterabzieher zu investieren, wobei „investieren“ hier das falsche Wort ist, weil die günstigste Variante echt ausreicht.

Wenn ihr dann noch ab und zu dran denkt, das Ding nach dem Duschen auch für die Duschtür zu nutzen, spart ihr gleich nochmal Zeit und Nerven, weil eine weniger verkalkte Tür deutlich leichter zu reinigen ist.

Seit ich das Ding habe und nutze, könnte ich mich glatt in den Hintern beißen, dass ich mir so etwas nicht schon viel viel eher zugelegt habe. Aber lieber spät als nie!

Das ist natürlich meine ganz private subjektive Meinung und Feststellung; ich bekomme von niemanden Geld oder sonstige Zuwendungen für diesen Beitrag sondern will hier nur zum Ausdruck bringen, dass das Produkt „Fensterabzieher“ für mich eine megageniale Erfindung ist. Spart Zeit und Nerven und macht schöne saubere Fenster.

Was ist mit euch? Habt ihr auch so einen Abzieher in Gebrauch? Und seit ebenso begeistert wie ich? Oder vielleicht gar nicht begeistert? (Was ich mir allerdings absolut nicht vorstellen kann!)

Welches „Ding“ hat dich begeistert oder begeistert dich bei jeder Nutzung aufs Neue? Ich bin neugierig, davon zu lesen: Schreib oder verlink in den Kommentaren, ich freu mich drauf!