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Meditatives Rumhäkeln

Wer von euch kennt das mit dem ewigen Gedankendrehen? Oder auch einfach nur ein Problem, das sich gerade nicht lösen lässt, einer aber dennoch ständig im Kopf rumschwirrt – Abschaltknopf: Fehlanzeige!

Meditation soll ja helfen, aber dazu brauchts Geduld und Ruhe. Beides nicht so einfach, wenn ständig die Gedanken kreisen. Genau da beißt sich die Katze selber in den Schwanz.

Mein Trick: Rumhäkeln. Einfach Wolle und Häkelnadel nehmen und loslegen. Luftmaschenkette. Und dann guggen, was draus wird. Es muss nicht schön sein, es muss keinerlei Zweck dienen – außer dem, dass ich beschäftigt bin und ich meine Gedanken fokussieren muss.

Deshalb auch Häkeln und nicht Stricken. Letztes geht bei mir blind, also nebenbei. Beim Häkeln muss ich aber hinguggen. Tunesisches Häkeln ist in der Hinsicht sogar noch gemeiner und somit noch hilfreicher :)

Klar, kann man die Zeit auch mit Computerzocken oder am Wischiwaschi vertrödeln. Da gibts aber keinen meditativen Aspekt – das genau ist aber der Clou an der Sache: Etwas zu finden, worauf man sich fokussieren kann, beschäftigt ist, das Gedankenkarussell zumindest eine Weile abstellen kann. Und am Ende gibt es sogar etwas zum Anfassen: Gugg, das hab ich geschafft, das hab ich gemacht. Völlig egal, was es ist, ob es irgendwas ist oder „nur“ ein Musterläppchen. Es ist ein „be-greifbares“ Erfolgserlebnis.

Inzwischen hab ichs mir sogar angewöhnt, Nadel und Wolle einzupacken, wenn ich zum Arzt muss. Die Zeit im Wartezimmer lässt sich damit wunderbar verkürzen. Sofern ich nicht gerade wegen einer Erkältung dort sitze und ich kaum aus den Augen sehen kann…

Meditatives Rumhäkeln ist demnach ein wunderbarer Zeitvertreib:

  • Fokussiert die Gedanken
  • einfach mal was Zweckfreies tun kann eine sehr befreiende Wirkung haben
  • bringt einen meditationsähnlichen Zustand
  • zeigt, dass man doch etwas zustande bringt, etwas kann

Wenns also wieder mal nicht klappt, sich auf einen Roman oder auch nur die ödeste TV-Schnulze zu konzentrieren: Einfach mal rumhäkeln!

Was habt ihr so für Tricks auf Lager?

Gewerkelungen 2019

Was bei meiner Neustrukturierung ein bisschen untergegangen ist, sind meine Gewerkelungen. Hier hab ich zwar das eine oder andere Projekt vorgestellt, aber so ein Rundumschlag, den gabs bislang noch nicht. Das will ich hiermit nachholen.

Ich beginne mit den „Baddschgerli“ – Häkelsöckchen, die in der feinen Baumwollausführung sehr gute Dienste leisten bei Riemchensandalen. Da hatte ich mir nämlich beidseitig heftige Blasen gelaufen, weil die Riemen auf der Haut gescheuert hatten. Die Baddschgerli haben Abhilfe geschafft. Und in der Variante aus dicker Wolle gehen sie sehr gut als Haussocken durch. Eine Anleitung (pdf, 2,1 MB) dafür hab ich vor Jahren schon mal geschrieben.

19-baddschgerli

Ich bleib beim Häkeln, und zwar hab ich nochmal „Becherschühchen“ für die Katzenbecherchen gemacht, damit die nicht davonrutschen. Daneben ein Kleidchen für das Glas mit dem Waschpulver, ein Zwickersäckle, schöne Untersetzer und ganz außen ein Häkelmandala. Da hab ich eine Zeit dafür gebraucht, bis das fertig war, aber das Ergebnis war alle Mühe wert!

19-haekel

Was natürlich dieses Jahr auch nicht fehlen durfte, war meine Einkoch-Saison. Wie immer gab es Erdbeermarmelade ausm Garten, außerdem Heidelbeere (von meinem Liebsten selbstgezupft), Stachelbeer-Apfel-Honigmelone und – noch ganz frisch – Hagebutte-Kürbis. In der mittleren Reihe Kirsche, Brombeer und Himbeere (die beiden letzteren ausm Garten). Unten das obligatorische Zucchini-Relish, außerdem die eingelegte Variante zusammen mit Paprika und Zwiebeln (seeehr legga!). Als letztes Schoggipudding, über den ich bereits berichtet habe.

19-einkoch

Ich bleib in der Küche: Da gabs einen Rosenkuchen, in dem neben Nüssen auch alle möglichen Lebkuchenreste verschwanden. Daneben Kekse, die back ich regelmäßig. Es folgt ein Kürbis-Schoggi-Kuchen zu meinem Geburtstag und ganz außen der Plätzchenteller meines diesjährigen Baggwahns.

19-kueche

Abdeckhäubchen hab ich ohne Ende genäht heuer, die gehen ja immer mal fix zwischendurch. Außerdem noch zwei Innenkleidchen für die große Keksdose:

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Ebenfalls inflationär hab ich Nähgewichte und Gemüsesäckchen angefertig. Dazwischen ein paar Bodentücher aus einem alten Handtuch und ein Kästchen hat ein Patchwork-Kleid bekommen. In der unteren Reihe ist die Laptop-Tasche zu sehen, eine Buch-Tasche, mein Pinguin, eine Hülle für einen USB-Stick und eine Kissenhülle.

19-naehen

Einige kurze Höschen gabs noch, eine enger genähte Jeans, ein Sommerkleid und bei einer Strickjacke hab ich neue Ärmel drangestrickt. Die originalen waren zu eng und zu lang (hatte ich gekauft-geschenkt bekommen). Jetzt passt alles und sie ist so schön flauschig-warm.  Daneben ein gepimptes Shirt. Da hats mich genervt, dass der Ärmelausschnitt so weit war, dass ich kurzerhand ein bisschen Spitze reingenäht habe. Es folgt noch eine Schlafanzughose und eine Schürze aus einer Tischdecke. – In dieser Reihe war alles komplett upgecycelt bzw. repariert.

19-klamotten

Und natürlich hab ich wieder jede Menge Socken gestrickt, hier eine kleine Auswahl:

19-soggn

Ebenfalls gestrickt ist die Decke links und der Schal rechts – auffallend ähnliches Design :) In der Mitte meine Auswahl an Kerzen, die ich aus den gesammelten Resten gegossen habe. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, das Herstellungsdatum einzuritzen (Monat und Jahr), weil sie tatsächlich besser brennen, wenn sie mindestens ein halbes, besser ein ganzes Jahr ruhen durften.

19-strick-kerzen

Somit ist heuer doch einiges zusammengekommen. Dabei war hier aber längst noch nicht alles dabei. Ich bin schon drauf gespannt, was mir das neue Jahr alles an Ideen und Projekte bringen wird!

Die letzten bunten Blätter

Es hat zwar etwas länger gedauert, aber ich komme noch rechtzeitig für die Herbstdekoration (für Weihnachtsdeko ist es noch etwas früh, finde ich). Bei Herbys habe ich eine wunderbare, kostenlose Häkel-Anleitung für ein Herbst-/Ahornblatt gefunden, die man einfach so runterladen kann. Wie gesagt, ist das kostenlos, aber es handelt sich bei der Site um eine gewerbliches Angebot – wollte ich hiermit drauf hingewiesen haben, falls mir das als Werbung ausgelegt wird.

Das Muster ist sehr einfach, so dass ich gleich dem Blätterrausch(en) verfallen bin. Ich hab noch ein bisschen rumprobiert, dabei ist z.B. das hier entstanden:

2018_10herbstblatt02mit

Hier hab ich erst einmal ein paar Runden Stäbchen gehäkelt, damit das Blatt insgesamt etwas größer wird. Und als Abschluss habe ich einen Zackenrand zugefügt, ganz einfach: * fM, fM, 2 LM, KM in die 1. LM* Es gibt ja die unterschiedlichsten Ahornarten, aber der bei meinen Eltern im Garten hatte halt außenrum noch Zacken an den Blättern, deshalb find ich das hier auch schöner. :)

Für alle, die wie ich noch ein paar Zwetschgen eingefroren haben, habe ich bei der Giftigen Blonden ein super Rezept für eine Tarte mit Streuseln gefunden. Die wird aus einem Quarkblätterteig gemacht, der nicht nur schnell und einfach zubereitet ist, sondern auch für Süßes und Herzhaftes verwendet werden kann. Also vielseitig verwendbar und somit ein Geheimtipp für die Herbstsaison!

Wer sich für Batik – genauer: Wachsbatik – interessiert, wird bei Gabi von Made with Blümchen fündig. Sie hat in ihrem Beitrag nicht nur eine Anleitung geschrieben, sondern auch von ihren Fehlern und Fehlschlägen berichtet. Also: Lesen und gleich fehlerfrei loslegen!

Und wer jetzt noch ein bisschen Zeit und Lust hat, die Welt zu retten – da hat die Verbraucherzentrale Bayern einige nützliche Tipps und Tools zum Thema Müllvermeidung zusammengetragen – einfach mal vorbeischauen.

Ich wünsch allen ein frohes Rumwerkeln, wo wieder die „Drinnenzeit“ angebrochen ist. Machts euch gemütlich und knüschlig!

gehäkelte Becherchenschühchen

Ein Wort mit gleich vier mal „ch“ gibt es nicht oft – und was sind Becherchenschühchen überhaupt?

Gemeint sind Fressnäpfe, ganz konkret die aus Metall, die beim Kauf einen sehr praktischen Gummirand haben. Der erfüllt den Zweck, dass das Becherchen nicht durch die halbe Wohnung geschoben wird und sorgt dafür, dass auch nix klappert. Leider hält der Gummirand nicht wirklich lange und hungrige Katzentiere haben sehr schnell den Dreh raus, wie man am nervtötensten mit dem Becherchen klappert…

Einen Überzug zu häkeln hat sich als die Lösung entpuppt, die schnell und einfach herzustellen ist. Prima Verwertung von Wollresten ist es auch noch, nehmt einfach, was an Wolle da ist und die dazu passende Häkelnadel. Bei dicker Wolle müsst ihr einzwei Runden weniger, bei dünner etwas mehr häkeln.

Anleitung:

Vier Luftmaschen zu einem Ring schließen (oder einen MagicRing machen), acht feste Maschen (fM) reinhäkeln. Jede Runde mit einer Kettmasche schließen und einer Luftmasche beginnen.

zweite Runde: In jede fM zwei halbe Stäbchen (hSt) arbeiten.

dritte Runde: *2hSt, hSt* – also zwei hSt in eine Masche häkeln, in die nächste Masche ein hSt. Und dies wiederholen, bis die Runde voll ist. Pro Runde werden acht Maschen zugenommen.

vierte Runde: *2hSt, hSt, hSt*
füfte Runde: *2hSt, hSt, hSt, hSt*
sechste Runde: *2hSt, hSt, hSt, hSt, hSt*

In dem Schema weitermachen, bis der erarbeitete Kreis den Durchmesser des Becherchens erreicht hat. In der nun folgenden letzten Runde in jede Masche ein (ganzes) Stäbchen häkeln. Runde schließen, Fäden vernähen.

Aus dem selben Garn oder einer Kontrastfarbe eine Kordel drehen bzw. eine feste Luftmaschenkette häkeln. Diese Kordel/Kette sollte knapp den doppelten Umfang des Becherchens messen. Durch die Stäbchen der letzten Reihe fädeln.

Becherchen auf das Schühchen stellen, mit der Kordel festziehen und Schleife binden. Fertig.

2017_10becherschuehchen

Bei uns stehen die Becherchen auf einem (Stoff-)Deckchen und sind dank der Schühchen nun wieder rutschfest und vor allem auch ruhig gestellt. Natürlich gibt es die Schühchen in mehrfacher Ausführung, so dass sie regelmäßig ausgetauscht und gewaschen werden können.

Die Schühchen haben sich sehr bewährt. Wer von klappernden Metallbecherchen genervt ist, muss nicht auf die Plastikvariante zurückgreifen, sondern kann einfach nach der Anleitung einen Rutsch- und Lärmschutz häkeln.

Viel Spaß dabei!

Mondkissen

Irgendwie bin ich auf den Gedanken gekommen, ob man Glückskekse häkeln kann. Ausprobiert und festgestellt: Babyeinfach! Es wird praktisch ein Kreis gehäkelt, aber nicht an acht, sondern zwölf Stellen gleichmäßig pro Runde zugenommen. Das ist das ganze Geheimnis.

Dabei ist mir aufgefallen, dass so ein Glückskeks auch was mondförmiges hat und wenn man den groß genug macht und befüllt, hat man ein wunderbares Nackenkissen!

Ein schönes Projekt auch für Wollreste. Ich hab eine 4er Häkelnadel genommen – notfalls die Wolle doppelt nehmen. Außerdem brauchts noch Füllwatte o.ä. – Vliesreste können hier ebenfalls gut verwendet werden.

Damits der Hals bequem hat, wird die Mitte zunächst gerade gehäkelt, bevor die Rundungen anfangen. Es beginnt mit einem Luftmaschenring, in den acht feste Maschen gehäkelt werden. Runde mit einer Kettmasche schließen (gilt für alle Runden).  Ab jetzt weiter mit halben Stäbchen:

2. Runde:  2hSt. in jede fM.
3. Runde: * 2hSt., hSt.* – wiederholen
4. Runde: * 2hSt., hSt., hSt * – wiederholen

Somit wird in jeder Runde gleichmäßig an acht Stellen zugenommen und es ergibt sich ein flacher Kreis bzw. Achteck. Weitermachen, bis 48 Maschen erreicht sind. Dies ist der Mittelteil, wo der Kopf sich später schön reinschmiegen kann.

Ab jetzt werden zwölf Maschen je Reihe zugenommen:
* 2hSt., hSt., hSt., hSt. * – wiederholen. usw. Wie vorher auch, nur dass es zwölf Zunahmen sind – daraus ergibt sich die Wölbung.

Nach ein paar Reihen guggen: Das Gebilde auf Hälfte legen und schauen, wie viel von dem Mond schon erkennbar ist. Sobald die Kissengröße ausreichend ist – bei mir waren das von der Mitte aus gemessen gute 20 cm –  kann mit zusammenhäkeln begonnen werden. Ich hab das mit festen Maschen gemacht.

Wenn ca. zwei Drittel zusammengehäkelt sind, mit Befüllen beginnen. Es muss gar nicht soo festgestopft werden, trotzdem geht einiges rein. Weiter zusammenhäkeln, befüllen, schließen. Nochmal probeliegen, dass auch genug/nicht zu viel Füllung vorhanden ist. Faden abschneiden und verstechen.

Und so siehts dann aus:

2017_08mondkissen01

Mir gefällt es richtig gut, trotzdem hätte ich gerne noch einen Bezug dafür. Der lässt sich halt leichter mal waschen und trocknen als ein ganzes Kissen…

Übrigens – auf zauberweib.de könnt ihr sehen, was ich im Sommer sonst noch so gewerkelt habe.

Von Tüten, Recycling, Vorbildern und EIS!

Schimmelpilze als Batterie-Recycler?  Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Lt scinexx.de sollen dabei bis zu 85 % des Lithiums gebrauchter Batterien extrahiert werden können. Spannend!

Sallys Welt ist euch ein Begriff? Die hat ein supertolles Video online gestellt, in welchem sie erklärt, dass und warum sie wieder als Lehrerin arbeiten will und daher ihre Youtube-Tätigkeiten etwas zurückschrauben wird.  Klipp und klar sagt sie auch, dass sie es zwar schön findet, wenn sie von anderen als Vorbild gesehen wird – aber bitte nicht in ihrer Eigenschaft als Youtuberin! Das ist kein Beruf und man möge doch bitte „was Anständiges“ lernen.  :) Vorbild als Köchin und Bäckerin, als Mutter und Lehrerin ist sie gerne. Aber halt nicht als Youtuberin! – Mit solch einer Aussage ist sie in meinen Augen ein sehr gutes Vorbild! ;)

Ein echtes Schlüsselerlebnis hatte ich auf how-to-recycle – da sind richtige Kunstwerke darunter! Selber Ort, Plastikrecycling. Eine Badetasche aus „Knistertüten“ hab ich selber schon mal gehäkelt. Ist eine Sauarbeit, aber schaut schön aus!

Statt Plastik lieber ein wolliges Einkaufsnetz? Da gibts die Anleitung bei Grimmskram dazu.

Gedanken zu Plastik oder Glas oder Mehrweg und Einweg macht sich der Herbstwald. Lesenswert!

Das Beste zum Schluss: Ein wunderbares Eis-Rezept von Lilamalerie. Just heute hab ichs nachgemacht. Naja, nicht ganz, ich habs ein bisschen abgewandelt. Statt gezuckerter Kondensmilch hab ich normale genommen. Nicht, weil es im Laden keine gegeben hätte, sondern weil ich in erster Linie die frischen Früchte durch Marmelade ersetzen wollte. Und da brauchts nicht noch extra Zucker in der Milch, wenn ich den in dem Fall in den Früchten schon drin hab.

Mein Fazit: Wirklich wunderbar cremig (auch wenn die Butter doch ein bisschen gebazzelt hat. Ich bin mit dem Pürierstab nochmal drüber. Beim nächsten Mal vielleicht besser mit einem Teil der Milch erwärmen/schmelzen…?). Es wurde übrigens Zwetschgen-Eis. Soo legga (leider kein Foto). Und ich hab tausend Ideen für weitere Variationen. Ein super Rezept. Schade, dass mir das nicht schon ein bisschen eher über den Weg gehüpft ist.

Ich hoff, es ist die eine oder andere Inspiration für euch dabei – und das Eis kann ich wirklich wirklich sehr empfehlen! :)

Flaschenschutz

Wenn ich Saft kaufe, nervt mich das Geklappere der Glasflaschen schon ziemlich. Deshalb habe ich mir aus Wollresten einen Flaschenschutz gehäkelt:

2016_05flaschenschutz

Ich kaufe immer drei Flaschen, deshalb auch ein Dreier-Flaschenschoner.

Zunächst werden die Böden gehäkelt. Also drei runde Deckchen (bzw. Achtecke) in Größe der Flaschenböden. Dazu drei LM zum Kreis schließen, 8 fM reinhäkeln, mit einer KM+LM die Runde schließen. Ab jetzt alles weiter in halben Stäbchen:

In jede Masche 2 hSt  häkeln = 16 M.
*2 hSt, 1 hSt* – wdh. = 24 M.
*2 hSt, 1 hSt, 1 hSt* – wdh. = 32 M.
usw., bis die benötigte Größe erreicht ist.

Das ganze dreimal – oder eben so oft, wie du es benötigst. Beim dritten Boden den Faden nicht abschneiden, wir häkeln gleich weiter.

Tipp: Wenn du auch so seltsame Wolle hast, wie ich hier, die es unmöglich macht, Vorder- und Rückseite auseinander zu halten, markier dir die drei Innenseiten mit je einer Sicherheitsnadel o.ä.

Es werden nämlich alle drei Teile zusammen – also in einem Stück – nach oben gehäkelt. Von vorne nach hinten nach vorne nach hinten… Ohne Punkt und Komma, es werden keine Reihen geschlossen, es geht einfach immer weiter:

flaschenschutz

Du beginnst beim gelben Punkt (linker Boden), einmal komplett rum. Dann häkelst du direkt am mittleren Boden weiter (der grüne Bogen) – die Hälfte. Und weiter gehts mit dem letzen Boden, hier komplett rum, alle Maschen häkeln.

Jetzt „hüpfst“ du zu der bisher noch nicht gehäkelten Hälfte des mittleren Bodens (hier braun) – einfach mit der nächsten Masche weiterhäkeln, die Runde vollenden.

Nun stehst du fast wieder am (gelben) Ausgangspunkt. Wieder über die Kreuzung „hüpfen“ und mit der nächsten Masche weiterhäkeln.

So geht die Achterbahnfahrt immer weiter. Gerade am Anfang ist es hilfreich, die Maschen zu zählen. Und stur drauf achten, dass die Innenseite innen bleibt. Auch das ist am Anfang etwas verwirrend, weil sich die Häkelrichtung ja immer wieder ändert: Bei den beiden äußeren Ringen häkelst du von außen, beim mittleren von innen.

Einfach unbeirrbar weiterhäkeln, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. An einem Kreuzungspunkt enden. Faden vernähen. Fertig.

Der Flaschenschoner kommt in eine Baumwolltragetasche und sorgt dafür, dass nichts mehr klirrt und klappert oder gar zu Bruch geht! Bei mir sind die Flaschentaschen groß genug, dass die Flaschen leicht rein- und rausgenommen werden können.

Wenn du statt Saftflaschen Joghurtgläser zu transportieren hast, passt du die Größe entsprechend an. Eine ungerade Anzahl (z.B. fünf oder sieben) kannst du auch im Kreis anordnen.

 

Gewerkelige Links

Mal wieder ein paar schöne Links – diesmal gehts hauptsächlich rund ums Gewerkeln:

Frolein K. hat eine wunderschöne Lace-Kette gehäkelt. Ein traumhaft schönes Lace-Tuch (gestrickt) gibts auf dem Feinmotorik-Blog. Bei Leckeremasche wurde ein superschöner Mandala-Teppich gehäkelt. Ich geh mal davon aus, dass der Rohstoff (Stoffgarn) dafür selbstverständlich aus alten Tshirts gefertigt und nicht fertig gekauft wurde. Weil das geht ja wohl gar nicht! ;) Auf CherryM. ein supersüßes Einhorn – gehäkelt. *schmacht*

Auch wenn grad eher kein Grill-Wetter ist – ein Mayonnaise-Rezept kann frau immer gebrauchen. Natürlich ohne Ei! Frisch von der Trüffelsau.

Wenn ihr mal ein wirklich oberhammer-megageiles, voll durchdachtes, einfach nur genial-schönes Nähzimmer sehen wollt, dann guggt mal bei Rebecca vorbei. Viele Fotos mit vielen Details, die zum Nachmachen inspirieren. Aber vorsicht: Dort ist alles so schön aufgeräumt, da bleibt der Neid fast nicht aus. Es ist sooo schööön! Echt! Anschaun! Schwelgen! :)

Noch zur Sommersonnwende/Litha ein paar Gedanken und Inspirationen hält die Wilde Wölfin bereit. Dort ist übrigens auch ein sehr schönes, zum Fest passendes, Ojo de Dios zu sehen. Und ich bleib gleich noch mal bei ihr – ein sehr schöner spiritueller Blog mit immer wieder neuen Anregungen! Passend zur Urlaubszeit ein Beitrag zum Thema Reisealtar. Sehr gelungen!

Meine absolute Lieblings-Spiri-Seite ist nach wie vor die von Cambra Skade. Hier z.B. ein sehr schöner Beitrag zur Null. Es ist so genial, wie diese Frau die Dinge verrückt und somit richtig stellt. Hach, traumhaft! :)

Und bevor hier noch Klagen wegen fehlendem Cat-Content kommen – den gibts frisch auf zauberweib.de :)

Ich wünsch euch allen eine gute Woche und hoffe, dass der Sommer sich wieder bei uns meldet und bis Mabon erhalten bleibt!

Seifenschale, gehäkelt

Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen ;) hier zwei Seifenschalen aus Paketschnur gehäkelt:

2015_01seifenschale03

Einer der ersten Versuche, einfach rechteckig gehäkelt, feste Maschen. Die letzte Runde einmal rum, damit es einen schönen Abschluss bekommt. War leicht zu häkeln, allerdings rollt sich das Teil an zwei schräg gegenüberliegenden Ecken etwas ein. Das stört mich ein bisschen. Außerdem find ich rund bzw. oval eh viel schöner.  Auf dem Bild ist übrigens eine noch fast nagelneue Seife – so als Größenvergleich. 2015_01seifenschale021

Das war einer der späteren Versuche – die Schale ist ungefähr so groß wie die rechteckige – nur das Seifenstück drauf ist wesentlich kleiner :) Auch hier wieder feste Maschen. Die Luftmaschenkette am Anfang (waren so 6-7 Maschen, genau weiß ich es nicht mehr) wird rundum behäkelt. Und dann geht es spiralig weiter. Das ganze Teil hat eh nur ein paar Runden, da geht das spiralig viel einfacher und stressfreier als in richtigen Runden. Eine genaue Anleitung kann ich nicht liefern, aber ich habe eine grobe Schemazeichnung entworfen:

ovalhaekelzunehmschema

(Ok, „Schemazeichnung“ und „entworfen“ ist ein bisschen hochgegriffen *g*). Also in der Mitte bis zum ersten grünen Punkt ist die Luftmaschenkette, dann gehts erstmal ganz normal feste Maschen drüber. Am Ende – zweiter grüner Punkt – mit drei fM in eine M ums Eck häkeln und dann fangen schon die Rundenzunahmen an. Jeweils bei den roten Punkten zwei fM in eine fM häkeln. Bei den oberen und unteren geht sich das gut aus, immer die doppelten der Vorrunde zu nehmen, die seitlichen habe ich ausgemittelt, hat sich also ggf. mal um eine Masche nach vorne oder hinten verschoben. Beendet hab ich das Ganze an einer langen Seite kurz vor der Kurve mit einer Kettmasche. Fadenende vernähen, fertig. Falls die Schnur für die Stopfnadel zu dick ist, einfach das Ende ein bisschen aufdröseln und fächern, dann geht das schon. Die Paketschnur ist natürlich aus Hanf und nicht aus so blödem Plastikzeuch.

Selbst gemacht

Mal wieder ein paar schöne Links rund ums Handarbeiten:

Bei schoenstricken.de gibt es 20 Gründe, warum wir Häkeln und Stricken lieben.

Im Koeniginnenreich werden Fensterketten aus Naturschätzen vorgestellt. Ok, da wirds langsam Zeit, noch die letzten Kastanien oder Blätter zu sammeln. Aber vielleicht hab ihr ja schon gesammelt und sucht noch nach einer guten Verwendungsmöglichkeit dafür. Hiermit gefunden :)

Die allerbesten, wunderschönsten Monsterschuhe auf der ganzen Welt hab ich bei All-Taeglich gefunden. Da möcht ich gern nochmal fünf sein! *schmacht*

Update: Jetzt gibt es auch die Anleitung dazu – vielen lieben Dank dafür! :)

Tja, und dann hab ich aus unterschiedlichen Gründen in den letzten paar Wochen gefühlte 83 Trillionen Zentangles gemalt. Und mich inspirieren lassen. Es ist ja schon schlimm, auf Pinterest nach „zentangle“ zu suchen, aber auf youtube? Macht das bloß nicht! Sonst stolpert ihr über Videos zu einem ganzseitigen, farbigen Zentangle,  oder ihr könnt zusehen, wie ein Mandala entsteht – oder noch schlimmer – überlappende Mandalas! Auch wenn letzteres Video im superschnell-Modus ist, finde ich es dennoch sehr entspannend und beruhigend, anderen beim Malen zuzusehen. Fast so kon-zen-trierend, wie wenn ich selber malen würde. Ja, das hat durchaus was Meditatives. Deshalb seh ich auch eine Verwandtschaft zwischen Zentangles und Mandalas.

Und zum guten Schluss mein neuer Mantel, der es gerade am Wochenende zur Vollendung geschafft hat. *strahl&freu*