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Geht wählen!

Ich wollte sowieso noch einen Wahlaufruf starten, da kam mir die Mail von campact gerade recht – die ich hiermit weiterleite, sozusagen:

Das gab es noch nie bei einer Europawahl: Auf dem Spiel stehen Demokratie und Rechtsstaat, Umwelt- und Verbraucherschutz, soziale Standards und kulturelle Vielfalt. Alles nur, weil EU und USA das Handels- und Investitionsabkommen TTIP abschließen wollen. Das jetzt zu wählende Europaparlament kann das Abkommen noch stoppen.

Deshalb meine Bitte an Sie: Gehen Sie am Sonntag wählen und helfen Sie, diese Europawahl zur Volksabstimmung gegen TTIP zu machen. Wir haben einen Parteiencheck zusammengestellt, der zeigt, welche Parteien TTIP wollen und welche das Abkommen ablehnen. Auch vage Versprechen und Ungereimtheiten nehmen wir kritisch unter die Lupe.

Kommt das TTIP-Abkommen durch, würden Schutzstandards für Verbraucher/innen und Umwelt sinken – und Konzerne hätten die Möglichkeit, gegen missliebige Gesetze vor geheimen Schiedsgerichten auf milliardenschwere „Entschädigung“ zu klagen. Ob das EU-Parlament diesen Deal stoppt, hängt stark von den deutschen Abgeordneten ab. Sie stellen mit 96 Mitgliedern die größte Gruppe im Parlament.

Morgen, am Tag vor der Wahl, verteilen mehr als 24.000 Campact-Aktive bundesweit 6,5 Millionen Türhänger, die über TTIP informieren und zur Wahl aufrufen. Doch selbst mit dieser riesigen „Denkzettel“-Aktion erreichen wir nur einen Teil der Wahlberechtigten.

Helfen Sie daher bitte mit, die Aufklärungswelle so breit wie möglich zu machen: Zeigen Sie Freund/innen und Bekannten, dass Sie den Konzernen ein Kreuz durch die Rechnung machen können. Wir haben eine satirische Kurz-Anleitung dafür vorbereitet, die sie ganz leicht im Internet verbreiten können:

Zur Kurz-Anleitung: Konzerne ärgern leicht gemacht…

PS Die EU-Kommission will TTIP so gestalten, dass der Bundestag und andere Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten nicht darüber abstimmen dürfen. Das heißt: Die künftigen EU-Abgeordneten wären die einzigen Volksvertreter, die TTIP stoppen können. Falls sie dem Deal zustimmen, wird dieser kaum noch aufzuhalten sein. Jetzt kommt es auf jede Stimme an…

Soweit Campact – und ich mag mich dem nur anschließen: Bitte geht wählen, macht einen netten kleinen Sonntagsspaziergang und gebt eure Stimme ab.  Danke!

Mehr zum Thema übrigens auch nochmals bei Ursula Ortmann.

Europawahlen – in welcher Welt wir leben wollen

Ursula Ortmann hat auf ihrem Blog eine sehr schöne Liste zu Themen für die Europawahl zusammengestellt; hauptsächlich geht es dabei um das Freihandelsabkommen mit den USA und was das für uns bedeutet. Bitte unbedingt lesen!

Ich möchte nicht in einer großeuropäischen kapitalistischen Marktwirtschaft leben müssen, nach amerikanischem Vorbild.  Und dass der Trend wieder zu einer Sinn-vollen Lebensgestaltung geht, zeigen z.B. die Dorfläden, die bei uns in der Gegend derzeit schon fast wie die Pilze aus dem Boden sprießen. Wo man – vor allen Dingen regional – einkaufen, Pakete aufgeben und auch abholen und sich natürlich auch auf ein Pläuschchen treffen kann.

Es muss doch auch ein Leben ohne Monsanto & Co machbar sein…

Bitte geht wählen am 25. Mai. Nichtwählen ist gleichbedeutend mit „Wir schreiben in den Koalitionsvertrag, dass wir keine Gentechnik haben wollen, aber wenns zur alles entscheidenen Abstimmung kommt, sagen wir mal lieber nix, um uns mit den großen Konzernbossen keinen Ärger einzuhandeln“

Sagt, was ihr wollt!