Marshmallows

Marshmallows gehören nicht unbedingt zu meinen Lieblingsnaschereien. Ja, ich nasche gern, Schokoloade am liebsten. Außerdem backe ich sehr gerne Kekse und Kuchen. Wobei ich da auf Dinkelvollkornmehl und wenig Zucker setze bzw. diesen auch mal durch Honig & Co. ersetze. Dass ich jetzt ausgerechnet auf die Idee komme, Marshmallows zu machen – hätt ich selber nicht gedacht! 🙂

Dank Youtube und Chefkoch (bei letzterem hab ich sogar meinen Adblocker deaktiviert, weil ich das nur als fair empfinde) ist ein passendes Rezept schnell gefunden. Ich hab jedoch nur die halbe Menge gemacht, weil ichs ja nur mal ausprobieren wollte:

  • 150 g Puderzucker (bzw. normaler Zucker selbstgemahlen)
  • 1 Pck. Gelatinepulver
  • 90 ml Wasser
  • Vanillezucker, Salz

Gelatine in Wasser auflösen, etwas quellen lassen, dann kurz aufkochen. Wer Sofort-Gelatine benutzt (wäre entsprechend 1/2 Pck. = 15 g), kann sich das Aufkochen sparen.

Puderzucker in eine große Schüssel geben, Vanillezucker und Prise Salz dazu. Gelatinemasse dazu und – losrühren! Wer eine Küchenmaschine hat, sollte die benutzen, ansonsten ist der Handmixer gefragt und ein bisschen Geduld. Unter fünf Minuten wirds selbst bei der Turbostufe nichts, realistisch sind gut zehn Minuten Rührzeit einzuplanen. Bis  eine deutlich an Volumen zugenommene, schaumig-cremige Masse entstanden ist. Ca. doppelt bis dreifach sollte die Menge werden.

Eine Form dünn mit Öl ausstreichen und mit einem Puderzucker-Stärke-Gemisch (1:1) ausstäuben. Nun kann die ganze Masse dort hineingegeben und glattgestrichen werden.

Ich wollte noch ein bisschen experimentieren, also habe ich nur einen Teil rein. Ein Drittel habe ich in eine andere Schüssel und mit Marmelade eingfärbt. Nicht nachmachen! Oder nur eine ganz geringe Menge nehmen. Dieses Drittel wurde bei mir jedenfalls nicht fest, das behielt die Konsistenz von Dessert. (Geschmeckt hat es trotzdem 🙂 ) Färben also besser mit Lebensmittelfarbe. Alternative wäre vielleicht, kleine bunte Zuckerkügelchen einzustreuen? Kann ich mir gut vorstellen.

Das letzte Drittel habe ich mit

  • einer kleinen Hand voll grob gehackter gebrannter Mandeln
  • einem EL  Sonnenblumenkernen
  • ca. 1 TL gemahlene Mandeln und
  • 1 TL Kakaopulver vermischt

(was halt grad so da war). Ebenfalls in die Form damit:

Marshmallow-Masse

Links die Original-Masse (mit den restlichen Klecksen Schoggi-Nuss), in der Mitte die missglückte Marmeladenfärbung und rechts die Schoggi-Nuss-Variante.

Das darf nun einige Stunden trocknen – nicht im Kühlschrank. Über Nacht schadet auch nicht. Dann mit Puderzucker-Stärke-Mischung bestäuben und aus der Form stürzen. Die jetzt schön fluffig-feste Masse (Also, bis auf das in der Mitte *g*) in mundgerechte Stücke schneiden oder mit Plätzchenformen ausstechen. Messer ab und zu mit Öl „säubern“, dann gehts leichter.

Sämtliche Schnittkanten in der Puderzucker-Stärke-Mischung wenden. Ich hab ein bisschen was davon in die Aufbewahrungsdose mit rein und abschließend nochmal alles vorsichtig durchgeschüttelt. So verklebt nix und lässt sich gut essen.

Zwei von drei - Experiment geglückt, würde ich sagen :)

Zwei von drei – Experiment geglückt, würde ich sagen 🙂

Im Bild sieht man ein bisschen rosa, wo die mittlere Masse angegrenzt ist. Das stört aber nicht weiter. Wie gesagt: Ich bin eigentlich kein Fan von Marshmallows. Aber ich schwöre, dass die selbstgemachten hier richtig richtig extrem lecker sind (da ist das Schüssel-ausschlecken schon eine wahre Freude!) – obwohls ja praktisch nur Zucker ist.

Mit der Nuss-Schoggi-Variante eröffnen sich eine Vielzahl an Möglichkeiten und ich werde das Experiment auf jeden Fall wiederholen. (Dann aber ohne Marmeladen-Variante).

Halloween naht ja schon langsam; wer ein Fest plant, sollte dieses Jahr die Marshmallows ruhig mal selber machen. Mit Totenkopf-Ausstechformen o.ä. kommt das sicher gut rum. Grob gehackte Nüsse, vielleicht noch ein bisschen kleingehackte kandierte Früchte (oder Gummibärchen) dazu, schon hat man wunderbar „geronnene Kotze“ – ekliger gehts doch nicht mehr oder? 🙂

Viel Spaß beim Nachmachen! Und auch an alle, die gerne und überwiegend gesund leben – ab und zu mal sündigen ist erlaubt! 🙂

Ich habe außerdem noch Gummibärchen selbst gemacht. Die sind geschmacklich richtig gut geworden (mit Glühwein). Aber die Konsistenz … zwar fest, trotzdem glibberig. Nee, das hat mir nicht gefallen, daher gibts da auch kein Rezept dafür.  🙂

 

Von Tüten, Recycling, Vorbildern und EIS!

Schimmelpilze als Batterie-Recycler?  Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Lt scinexx.de sollen dabei bis zu 85 % des Lithiums gebrauchter Batterien extrahiert werden können. Spannend!

Sallys Welt ist euch ein Begriff? Die hat ein supertolles Video online gestellt, in welchem sie erklärt, dass und warum sie wieder als Lehrerin arbeiten will und daher ihre Youtube-Tätigkeiten etwas zurückschrauben wird.  Klipp und klar sagt sie auch, dass sie es zwar schön findet, wenn sie von anderen als Vorbild gesehen wird – aber bitte nicht in ihrer Eigenschaft als Youtuberin! Das ist kein Beruf und man möge doch bitte „was Anständiges“ lernen.  🙂 Vorbild als Köchin und Bäckerin, als Mutter und Lehrerin ist sie gerne. Aber halt nicht als Youtuberin! – Mit solch einer Aussage ist sie in meinen Augen ein sehr gutes Vorbild! 😉

Ein echtes Schlüsselerlebnis hatte ich auf how-to-recycle – da sind richtige Kunstwerke darunter! Selber Ort, Plastikrecycling. Eine Badetasche aus „Knistertüten“ hab ich selber schon mal gehäkelt. Ist eine Sauarbeit, aber schaut schön aus!

Statt Plastik lieber ein wolliges Einkaufsnetz? Da gibts die Anleitung bei Grimmskram dazu.

Gedanken zu Plastik oder Glas oder Mehrweg und Einweg macht sich der Herbstwald. Lesenswert!

Das Beste zum Schluss: Ein wunderbares Eis-Rezept von Lilamalerie. Just heute hab ichs nachgemacht. Naja, nicht ganz, ich habs ein bisschen abgewandelt. Statt gezuckerter Kondensmilch hab ich normale genommen. Nicht, weil es im Laden keine gegeben hätte, sondern weil ich in erster Linie die frischen Früchte durch Marmelade ersetzen wollte. Und da brauchts nicht noch extra Zucker in der Milch, wenn ich den in dem Fall in den Früchten schon drin hab.

Mein Fazit: Wirklich wunderbar cremig (auch wenn die Butter doch ein bisschen gebazzelt hat. Ich bin mit dem Pürierstab nochmal drüber. Beim nächsten Mal vielleicht besser mit einem Teil der Milch erwärmen/schmelzen…?). Es wurde übrigens Zwetschgen-Eis. Soo legga (leider kein Foto). Und ich hab tausend Ideen für weitere Variationen. Ein super Rezept. Schade, dass mir das nicht schon ein bisschen eher über den Weg gehüpft ist.

Ich hoff, es ist die eine oder andere Inspiration für euch dabei – und das Eis kann ich wirklich wirklich sehr empfehlen! 🙂

was ich mit euch teilen will

Es wird allerhöchste Zeit, mal wieder meine Links mit euch zu teilen! Ich fang auch gleich mit dem Freebie von pattydoo für eine flexible Buchhülle an – die will ich unbedingt noch nähen!

Ebenfalls schon etwas älter ist der folgende Link. Allerdings find ich die Umweltverschmutzung durch „togo“-Wegwerfbecher so furchtbar, dass ich überall, wo ich auf wirklich gute Alternativen stoße, dies unbedingt weiterverlinken will. Auch wenns mal länger dauert. Hier also via GrimmskramCoffee to go – umweltfreundlich.

Nochmal was „altes“ – bei makeitsmall ist der Name Programm: Die Mini-Patchworkes müsst ihr euch einfach ansehen, das ist soo bezaubernd!

Was ich inzwischen ausprobiert habe: Zeitungsgarn herstellen. In der Handmade war das vorgestellt: Zeitung in Streifen schneiden, diese verzwirbeln, aneinanderfügen, verzwirbeln… Die Finger werden dabei schwarz und tun auch irgendwann ziemlich weh, aber irgendwie cool ist das Ergebnis dann doch.

Auf gruenerwirdsnimmer ein sehr nachdenklicher Beitrag Zwischen Bangen und Hoffen – Umweltverschmutzung und -Zerstörung einerseits, Erfolge und Hoffnungen andererseits. Das was die Einzelne von uns tun (bzw. lassen) kann, ist meist nicht weniger als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Allerdings können viele Tröpfchen auch ne Menge bewirken…

… Und dass man niemals zu alt ist, umzudenken und vor allem umzuhandeln, zeigt der Beitrag von alternulltiv – alles ist möglich! 🙂

Auch bei quarkimpfandglas wird nach Verbesserungen gesucht bzw. gefunden: plastikfreie Alternativen zu Textmarkern.

(Boah, dieser blöde Mini-Link-Einfüg-Dialog nervt echt. Warum geht beim Beitrag-Erstellen nicht gleich des normale Fenster auf wie bisher? Gehts euch auch so? Dass zu viele „Verbesserungen“ eigentlich immer nur von etwas, das gut war, wegführen? Aber das grad nur so nebenbei…)

Was hier themenmäßig fast offtopic ist: chakren.net – eine sehr informative Seite zu den Chakren. Mit allen Infos, mit Meditationsvorschlägen. Gefällt mir sehr gut.

Nosi spricht mir oft aus der Seele – da wirds wirklich Zeit, dass ich den hier auch mal mit verlinke. Diesmal gehts um die Informationsflut gerade bei Katastrophenfällen, wie wir sie in jüngster Zeit ja mehr als genug hatten. Wozu bitte eine Sondersendung, ein Brennpunkt nach dem anderen zu einem Zeitpunkt, an dem noch niemand weiß, wissen kann, was überhaupt genau geschehen ist? Aber nein, man muss ja zeigen, dass man am Puls des Geschehens ist, dass man schnell ist und mithalten kann. Aber muss man wirklich immer vornedran sein? An den schönen Spruch von „Keine Information ist besser als falsche Information“ kann sich im sogenannten Informationszeitalter wohl niemand mehr erinnern. Und so wird weiter Panik verbreitet, Angst geschürt. Anstatt dass die „richtige“ Presse die Panikmache der sogenannten „Sozialen Medien“ entlarven und runterbremsen würde, bläst sie noch ins selbe Horn. Aber lest lieber selber beim Nosi – der hat das viel besser formuliert!

Dann hab ich noch einen Link in eigener Sache: Ich hab meinen „Hauptwohnsitz“ zauberweib.de nun endlich renoviert. Vielleicht ist ja der Link oben „Frame nachladen“ schon aufgefallen – der führt jetzt zu meiner neuen Dachseite, unter der all meine Seiten vereint sind.

Wie am Schnürchen

In letzter Zeit brauche ich viele Schnüre – um die Behältnisse in unserem Gefrierschrank zu beschriften, bzw. die Beschriftung (kleine Kärtchen) zu befestigen. Eine feste Schnur lässt sich relativ einfach auf unterschiedliche Weise herstellen:

Die Luftschlangen-Schnur:

Luftschlangenschnur

Für eine schöne feste Schnur die dünnstmögliche Häkelnadel für das Garn wählen und nach jeder Masche straffziehen.

Die Kordel:

Kordel 1

Feine Schnüre ergeben sich, wenn ein Faden einfach in sich gedreht wird. Dazu an einem Ende einen Knoten machen, damit es sich befestigen lässt. Ich mach das immer mit einer Stecknadel auf der Sofalehne.

In das andere Ende eine Schlinge legen, Stift oder Stricknadel durchschieben und dann drehen, drehen, drehen – bis sich das Garn beim leichten Ent-Spannen zu kringeln beginnt.

Auf Hälfte legen, das Ende mit den beiden Enden verknoten, sich verdrehen lassen. Fertig. Im Bild ist unter der fertigen Kordel eine Luftmaschenschnur zu sehen:

Kordel und Luftmaschenschnur

Wer längere Schnüre braucht und ein Spinnrad oder Spindel sein eigen nennt, kann natürlich auch damit in die Kordelproduktion gehen. Schließlich ist Wolle-spinnen im Grunde nichts anders als Kordel-drehen 🙂

Für kurze Schnüre können auch sehr gut Wollreste verdreht werden.

flechten 1

Flechtschnur:

Als Alternative – die allerdings bereits etwas aufwändiger ist – möchte ich noch kurz das Flechten vorstellen:

Hierzu drei Schnüre an einem Ende zusammenknoten und dann immer den äußeren Faden nach innen legen: rechts – links – rechts – links… Ergibt einen schönen kleinen Zopf:

Flechtschnur

Daraus ergeben sich auf recht einfache Art feste Schnüre, die gefriergeeignet sind und auch gut aus Resten gearbeitet werden können.

Wer schönere Schnüre – z.B. für Armbänder o.ä. – herstellen möchte, wird ganz sicher auf Youtube fündig zu den unterschiedlichsten Flecht- und Knüpftechniken.

Hier stand der schnell-&-einfach-Aspekt im Vordergrund: kleine Kärtchen lochen, beschriften mit Inhalt und Datum, Schnur durchziehen, festbinden. Einfrieren.

Außerdem habe ich auf dem Gefrierschrank eine Liste liegen, in die ich alles eintrage, was ich einfriere. So sehe ich, was drin ist, ohne lang bei geöffneter Tür suchen zu müssen (ist der Auflauf noch drin oder haben wir den doch schon gegessen?)

Durchstreichen nicht vergessen, wenn etwas entnommen wird! 🙂

Flaschenschutz

Wenn ich Saft kaufe, nervt mich das Geklappere der Glasflaschen schon ziemlich. Deshalb habe ich mir aus Wollresten einen Flaschenschutz gehäkelt:

2016_05flaschenschutz

Ich kaufe immer drei Flaschen, deshalb auch ein Dreier-Flaschenschoner.

Zunächst werden die Böden gehäkelt. Also drei runde Deckchen (bzw. Achtecke) in Größe der Flaschenböden. Dazu drei LM zum Kreis schließen, 8 fM reinhäkeln, mit einer KM+LM die Runde schließen. Ab jetzt alles weiter in halben Stäbchen:

In jede Masche 2 hSt  häkeln = 16 M.
*2 hSt, 1 hSt* – wdh. = 24 M.
*2 hSt, 1 hSt, 1 hSt* – wdh. = 32 M.
usw., bis die benötigte Größe erreicht ist.

Das ganze dreimal – oder eben so oft, wie du es benötigst. Beim dritten Boden den Faden nicht abschneiden, wir häkeln gleich weiter.

Tipp: Wenn du auch so seltsame Wolle hast, wie ich hier, die es unmöglich macht, Vorder- und Rückseite auseinander zu halten, markier dir die drei Innenseiten mit je einer Sicherheitsnadel o.ä.

Es werden nämlich alle drei Teile zusammen – also in einem Stück – nach oben gehäkelt. Von vorne nach hinten nach vorne nach hinten… Ohne Punkt und Komma, es werden keine Reihen geschlossen, es geht einfach immer weiter:

flaschenschutz

Du beginnst beim gelben Punkt (linker Boden), einmal komplett rum. Dann häkelst du direkt am mittleren Boden weiter (der grüne Bogen) – die Hälfte. Und weiter gehts mit dem letzen Boden, hier komplett rum, alle Maschen häkeln.

Jetzt „hüpfst“ du zu der bisher noch nicht gehäkelten Hälfte des mittleren Bodens (hier braun) – einfach mit der nächsten Masche weiterhäkeln, die Runde vollenden.

Nun stehst du fast wieder am (gelben) Ausgangspunkt. Wieder über die Kreuzung „hüpfen“ und mit der nächsten Masche weiterhäkeln.

So geht die Achterbahnfahrt immer weiter. Gerade am Anfang ist es hilfreich, die Maschen zu zählen. Und stur drauf achten, dass die Innenseite innen bleibt. Auch das ist am Anfang etwas verwirrend, weil sich die Häkelrichtung ja immer wieder ändert: Bei den beiden äußeren Ringen häkelst du von außen, beim mittleren von innen.

Einfach unbeirrbar weiterhäkeln, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. An einem Kreuzungspunkt enden. Faden vernähen. Fertig.

Der Flaschenschoner kommt in eine Baumwolltragetasche und sorgt dafür, dass nichts mehr klirrt und klappert oder gar zu Bruch geht! Bei mir sind die Flaschentaschen groß genug, dass die Flaschen leicht rein- und rausgenommen werden können.

Wenn du statt Saftflaschen Joghurtgläser zu transportieren hast, passt du die Größe entsprechend an. Eine ungerade Anzahl (z.B. fünf oder sieben) kannst du auch im Kreis anordnen.

 

Seifenreste? Resteseife!

Natürlich sammle ich Seifenreste und vor drei Monaten ungefähr hatte ich genügend zusammen, um daraus Resteseife zu machen. Nichts einfacher als das:

Seifenreste zerkleinern – entweder in ein Tuch schlagen und drauftreten oder mit einer Raspel reiben oder mit einem Messer schneiden/hacken – irgendwie halt klein bekommen 🙂

In der Zwischenzeit schon mal den Wasserkocher einschalten. Auf 50 g Seifenreste kommen 50 ml kochendes Wasser. Lässt sich leicht merken.

Tja, und das wars dann eigentlich auch schon. Umrühren, fertig. Natürlich kann man das Gemisch auch in einen Topf geben und so lange erwärmen und rühren, bis sich alles gelöst hat. Bei der schnell-&-einfach-Methode hier ist es aber so, dass es etliche feinere Krümel gibt, die sich schön brav auflösen und somit genügend Flutschigkeit vorhanden ist, um auch die größeren Bröckchen, die sich nicht auflösen, mit zu verbinden.

Wer mag, kann das Rezept noch verfeinern; z.B. mit etwas Olivenöl und/oder Lavendel-/Orangen-/wasauchimmer-Öl. Letzteres würde ich ich lassen, wenn es sich um unterschiedliche Seifen-Reste handelt. Da sollten genügend Duftstoffe drin sein 🙂

Ganz fertig isses natürlich noch nicht, es muss noch in eine Form rein. Die gute Nachricht: Es muss nix eingefettet werden. 😉 Wer keine Förmchen hat (oder das Muffins-Blech nicht für die nächsten Wochen besetzt haben möchte), nimmt einfach eine Kaffeetasse (notfalls leere Joghurt-Becher) – es muss halt nach oben hin weiter werden, logo.

Die Masse zieht sich ein bisschen zusammen über die Reifezeit, aber nicht sehr. Also Kaffeetasse höchstens zu einem Drittel befüllen.

Die schlechte Nachricht: Es dauert jetzt wirklich ca. ein Vierteljahr, bis die Masse aus- und durchgetrocknet ist. Da ist Geduld gefragt.

Meine Empfehlungen:

  1.  Die Förmchen am besten irgendwo außer Sichtweite (und trocken natürlich!) lagern, dann ist die Versuchung nicht so groß, mal nachzusehen.
  2. Egal wie groß die Neugier und die Ungeduld sind: Mindestens (!) zwei Wochen warten, bis man die Teile aus den Formen nimmt. Man kann sie natürlich in der Form drin lassen. Wenn das Muffins-Blech aber gebraucht wird – trotzdem zwei Wochen warten!
  3. Wer Punkt zwei ignoriert hat und jetzt vor Seifenbrösel steht: Auch kein Problem, nochmal mit etwas (max. zu 1/3) kochendem Wasser aufgießen, durchrühren und ab ins Förmchen. Diesmal aber wirklich zwei Wochen warten!

Und so siehts dann aus:

2016_06resteseife02

(Nein, das ist nicht die gesamte Ausbeute, nur das schönste Exemplar 🙂 )

Seife aus Resten herstellen ist wirklich total einfach. Zum Sammeln der Reste nehme ich eine Seifenschachtel. Wenn die voll ist, gibts wieder Nachschub.

Probierts einfach aus, und erzählt/verlinkts mir in den Kommentaren – ich freu mich auf eure Fotos!

Sommer(Wasser-)Loch

Tja, also ob des mit dem Sommer heuer noch was wird? Ich erinnere mich an früher, da wurde in den Sommermonaten (Mehrzahl! Meist so von Mai bis September-Oktober) die Heizung komplett abgeschaltet. In diesem Jahr freuen wir uns schon, wenn wir mal einen Tag lang die Heizkörper nicht aufdrehen müssen… 😦

Nachdem es also nichts mit draußen ist, habe ich mich mit einem neuen alten Projekt befasst: früher oder später wird Thingamablog wohl nicht mehr laufen und dann brauchts einen Plan B fürs Zauberweib. Und den hab ich mir zusammengebastelt, bzw. bin noch dabei.

Ein paar Links hab ich aber trotzdem noch für euch:

Deo selbstgemacht gibts bei langsamerleben – allerdings ein Rezept mit Alkohol; falls da wer empfindlich drauf reagiert.

Grenzen setzen – darüber schreibt die Bergzauberin und bringt gleich noch gute Tipps und Übungen dazu mit.

Eine wundervolle Hymne an die Göttliche Mutter findest du in diesem Beitrag von trans-information.net. Nimm dir die Zeit, diese Zeilen in Ruhe und Bewusstheit durchzulesen.

VonKarin gibt es viele tolle Ideen: Fußball-Upcycling, coole Lesezeichen, ebenfalls upgecycelt 🙂 Oder die Eiche im Wohnzimmer.

Schon etwas älter (in Internet-Zeitrechnung) ist diese Transformation von Marabunte. Mutig oder irre? Dachte ich noch bei den ersten Fotos 🙂 Aber das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen.

Nochmal up-/recycling-basteln für alle: Geldbörsen aus Tetrapak – die genaue Anleitung gibts auf smarticular.net.

Besser als Verpackungsrecycling ist Verpackungvermeidung. Deshalb gibts hier noch eine 5-Minuten-Terrine selbstgemacht, natürlich im Glas. Damit bin ich wieder bei langsamerleben und der Kreis ist geschlossen 🙂

Ich hoffe und wünsche, dass der Sommer doch noch vorbeikommt und ein Weilchen bleibt… so bis Ende September wäre nett. Gern auch Oktober.

So oder so: habt eine schöne Zeit und macht einfach das beste draus! 🙂

Zahnbürste ins Haar

Ich brauche etwas, um meine Haare hochstecken zu können. Und ich habe jede Menge alter Zahnbürsten. Also: Kopf abbeißen, anspitzen, ggf. drüberlackieren, fertig.

Und hier nochmal in Ruhe zum Mitschreiben:

Zahnbürste köpfen

1. Die Zahnbürste köpfen. Das geht z.B. mit einer Zwickzange. Oder mit einem Küchenmesser rundum einritzen und dann solange hin- und herwackeln, bis der Kopf ab ist. Die Bürste kommt in den Müll (wie man sieht, hat die bereits ein zweites Leben als Reinigungsbürste hinter sich), der Stiel wird weiterverarbeitet.

Zahnbürste anspitzen

2. Wie spitzt man am einfachsten einen Plastikstab an? Mit einem Spitzer! 🙂 Das geht wirklich super, nur aufpassen, dass die Spitze nicht bleistiftspitz wird. Das mögen weder die Haare noch die Kopfhaut.

3. Schmirgeln. Sämtliche Grate säuberlich abschmirgeln und vor allem die Spitze schön abrunden. Dazu sehr feines Schmirgelpapier verwenden; eine ausgediente Nagelfeile tuts notfalls auch.

4. Spätestens jetzt wäre ein guter Moment, den Haarstab ordentlich zu säubern. Geht auch in der Spülmaschine.

5. Manche Zahnbürsten sind (teilweise) gummiert, um die Griffigkeit zu verbessern. Was für einen Haarstab sehr ungeeignet ist. Da lässt sich leicht Abhilfe schaffen durch Überlackieren.

Mein erster Versuch mit Potch schlug fehl. Merke: Lack auf Wasserbasis und Plastik gehen keine dauerhafte Verbindung ein. Plan B: (farbloser) Nagellack. Klappt super, auch den Nasstest hat der Haarstab schon bestanden.

Haarstab ins Haar stecken

6. So siehts dann fertig aus. 🙂 Und ez hat sich gezeigt, dass die gebogene Form auch in der Verwendung als Haarstab ergonomische Vorteile bietet (z.B. gegenüber der Verwendung eines Bleistifts o.ä.)

Mit einem Haarstab lassen sich natürlich viel schönere Frisuren zaubern. Mir gehts in erster Linie um eine Möglichkeit, schnell und einfach meine Haare hochzustecken – z.B. beim Zähneputzen 🙂

Neue Seiten aufgezogen

Eine sehr interessante Seite, die mir kürzlich über den Weg gelaufen ist, ist die lebenskonzepte.org. Dort werden Menschen vorgestellt – bzw. stellen diese sich selber vor – die eben ein etwas anderes Lebenskonzept haben als der Durchschnitt. Manches davon ist einfach nur faszinierend zu lesen, aber bei fast allen gibt es etwas zu entdecken, etwas, was in einer selber anklingt – auf jeden Fall eine Bereicherung darstellt.

Für alle, die nach wie vor beim Minimalisieren sind oder gerade damit anfangen wollen und nicht so recht wissen, wie und wo und was und überhaupt, denen mag ich die minimalistenfreun.de empfehlen. Damit klappts bestimmt!

Alternativen zu Plastik stellt langsamerleben sehr umfassend vor. Dazu passend auch der Beitrag Nachhaltiges Plastik aus CO2 und Pflanzenabfällen – auf scinexx.de.

Eine sehr gute Übersicht, wie sich in den Bereichen Strom/Energie, Müll und  Lebensmittel etwas einsparen bzw. verändern lässt, gibt es bei thegreentransistion.de.

Dazu passend die geniale Serie Schatzsuche im Vorratsschrank von magentratzerl.net. Die hab ich tatsächlich erst in der aktuellen siebten Runde kennengelernt, aber gibts ja alles zum Nachlesen. Immer wieder neue Inspirationen verschiedenster Art, wie mit fast vergessenen Lebensmitteln aus Schrank und Truhe die unterschiedlichsten Leckereien gezaubert werden. Wow!

Nochn Rezept: Auch wenn die Kaoshexe für die beerigen Pralinen Tiefkühl-Erdbeeren angegeben hat, kann mans mal im Hinterkopf behalten – die Erdbeersaison steht ja schon praktisch vor der Tür! (Und bitte lasst die Finger von den riesenhaften, knallrot-glänzenden, wie Plastik-Erdbeeren ausehenden… „Dingern“ aus Spanien, die derzeit im Supermarkt angeboten werden. Igittigittigittigitt!) Also: Geduldet euch noch ein klein wenig und genießt dann das wundervolle Rezept mit richtigen Erdbeeren! 🙂

Fräulein Ella mal wieder – wenn sie ein „All in“-Rezept hat, dann meint sie damit dass da wirklich alles mögliche drin ist. Klingt soo lecker! (Von den Bildern mal ganz zu schweigen…)

Richtig gut gemausert hat sich inzwischen die DIY-Ideenbox. Ganz spielerisch lässt sich aussuchen, was eine jetzt machen möchte – zu welchem Anlass, welches Material und welcher Schwierigkeitsgrad. Da gibts keine Ausreden mehr und man kann sofort loslegen. Manches mag dabei bekannt vorkommen, weil viele namhafte Blogs dabei sind.

Und zu guter Letzt hab ich auf zauberweib.de einen Artikel zur Arbeit mit dem Medizinrad veröffentlicht, weil ich da inzwischen so oft gefragt wurde, dass das hiermit nun auch hoffentlich beantwortet ist. 🙂

 

Tanzen wie verrückt

Eigentlich wollte ich der lieben Fjonka nur einen Kommentar hinterlassen, aber meine Gedanken sind jetzt doch ziemlich ausufernd, so dass ich lieber einen eigenen Beitrag zu ihrem Balter-Beitrag verfasse:

Das erste, was mir dazu eingfallen ist, war die Erinnerung an ein Mobbedtreffen. Musik aus der Dose, die Tanzfläche ein Stück Wiese, auf der eben das Festzelt aufgebaut war. Richtig megageile Rockmusik, standesgemäß, wie sich das gehört. Und ich hab abgehottet wie blöd – und vermutlich noch blöder dabei gegrinst. Warum?

Weil eine Hand voll Teenies (der Nachwuchs) auch beim Tanzen waren, aber doch eher zurückhaltend, sehr darauf bedacht, auch gut auszusehen, cool rüberzukommen – was halt so wichtig ist in dem Alter. Ich hatte da bereits die dreißig hinter mir gelassen und es war mir sowas von sch***egal, ob ich jetzt cool aussehe oder wie auch immer. Ich hab einfach nur die Musik auf mich wirken lassen und getanzt. Wild und ausgelassen, einfach nur mit Spaß und Freude.

Und da war eben dieser Augenblick, dieses Bewusstwerden … naja, dass ich mich mit Ü30 einfach freier bewegen kann als mit sechzehn.  Freiheit fühlt sich sooo guut an! 🙂

Tja, wenn ich mir überlege, dass das nun auch schon wieder ein klitzekleines Bisschen her ist,  wirds höchste Zeit, sowas ruhig mal öfter zu machen. Was die Gelegenheiten angeht, mag ich Fjonka widersprechen. Das eigene Wohnzimmer reicht völlig aus! Die einzige Hürde, die es zu überwinden gibt: Man muss es nur tun 🙂

Wenn es nicht ganz so wild, aber dennoch intensiv sein soll, mag ich noch auf Butoh-Tanz aufmerksam machen. Da ist „Tanz“ vielleicht nicht so ganz der richtige Begriff, „Bewegung“ triffts vielleicht besser. Freies Bewegen, einfach ausprobieren, was geht, was sich wie anfühlt und wer mag, darf sich zur Anregung ein Thema aussuchen: Wie bewegt sich ein Baum? Was erlebt der Wind auf seiner Reise übers Land, übers Meer…? Das alles hat mit Rockmusik wiederum herzlich wenig zu tun, kann aber dafür eine sehr ähnlich befreiende Wirkung haben.

Einfach mal ausprobieren! Und vielen Dank an Fjonka, fürs Erinnern! 🙂