Archiv der Kategorie: Wolliges

Wie am Schnürchen

In letzter Zeit brauche ich viele Schnüre – um die Behältnisse in unserem Gefrierschrank zu beschriften, bzw. die Beschriftung (kleine Kärtchen) zu befestigen. Eine feste Schnur lässt sich relativ einfach auf unterschiedliche Weise herstellen:

Die Luftschlangen-Schnur:

Luftschlangenschnur

Für eine schöne feste Schnur die dünnstmögliche Häkelnadel für das Garn wählen und nach jeder Masche straffziehen.

Die Kordel:

Kordel 1

Feine Schnüre ergeben sich, wenn ein Faden einfach in sich gedreht wird. Dazu an einem Ende einen Knoten machen, damit es sich befestigen lässt. Ich mach das immer mit einer Stecknadel auf der Sofalehne.

In das andere Ende eine Schlinge legen, Stift oder Stricknadel durchschieben und dann drehen, drehen, drehen – bis sich das Garn beim leichten Ent-Spannen zu kringeln beginnt.

Auf Hälfte legen, das Ende mit den beiden Enden verknoten, sich verdrehen lassen. Fertig. Im Bild ist unter der fertigen Kordel eine Luftmaschenschnur zu sehen:

Kordel und Luftmaschenschnur

Wer längere Schnüre braucht und ein Spinnrad oder Spindel sein eigen nennt, kann natürlich auch damit in die Kordelproduktion gehen. Schließlich ist Wolle-spinnen im Grunde nichts anders als Kordel-drehen 🙂

Für kurze Schnüre können auch sehr gut Wollreste verdreht werden.

flechten 1

Flechtschnur:

Als Alternative – die allerdings bereits etwas aufwändiger ist – möchte ich noch kurz das Flechten vorstellen:

Hierzu drei Schnüre an einem Ende zusammenknoten und dann immer den äußeren Faden nach innen legen: rechts – links – rechts – links… Ergibt einen schönen kleinen Zopf:

Flechtschnur

Daraus ergeben sich auf recht einfache Art feste Schnüre, die gefriergeeignet sind und auch gut aus Resten gearbeitet werden können.

Wer schönere Schnüre – z.B. für Armbänder o.ä. – herstellen möchte, wird ganz sicher auf Youtube fündig zu den unterschiedlichsten Flecht- und Knüpftechniken.

Hier stand der schnell-&-einfach-Aspekt im Vordergrund: kleine Kärtchen lochen, beschriften mit Inhalt und Datum, Schnur durchziehen, festbinden. Einfrieren.

Außerdem habe ich auf dem Gefrierschrank eine Liste liegen, in die ich alles eintrage, was ich einfriere. So sehe ich, was drin ist, ohne lang bei geöffneter Tür suchen zu müssen (ist der Auflauf noch drin oder haben wir den doch schon gegessen?)

Durchstreichen nicht vergessen, wenn etwas entnommen wird! 🙂

Flaschenschutz

Wenn ich Saft kaufe, nervt mich das Geklappere der Glasflaschen schon ziemlich. Deshalb habe ich mir aus Wollresten einen Flaschenschutz gehäkelt:

2016_05flaschenschutz

Ich kaufe immer drei Flaschen, deshalb auch ein Dreier-Flaschenschoner.

Zunächst werden die Böden gehäkelt. Also drei runde Deckchen (bzw. Achtecke) in Größe der Flaschenböden. Dazu drei LM zum Kreis schließen, 8 fM reinhäkeln, mit einer KM+LM die Runde schließen. Ab jetzt alles weiter in halben Stäbchen:

In jede Masche 2 hSt  häkeln = 16 M.
*2 hSt, 1 hSt* – wdh. = 24 M.
*2 hSt, 1 hSt, 1 hSt* – wdh. = 32 M.
usw., bis die benötigte Größe erreicht ist.

Das ganze dreimal – oder eben so oft, wie du es benötigst. Beim dritten Boden den Faden nicht abschneiden, wir häkeln gleich weiter.

Tipp: Wenn du auch so seltsame Wolle hast, wie ich hier, die es unmöglich macht, Vorder- und Rückseite auseinander zu halten, markier dir die drei Innenseiten mit je einer Sicherheitsnadel o.ä.

Es werden nämlich alle drei Teile zusammen – also in einem Stück – nach oben gehäkelt. Von vorne nach hinten nach vorne nach hinten… Ohne Punkt und Komma, es werden keine Reihen geschlossen, es geht einfach immer weiter:

flaschenschutz

Du beginnst beim gelben Punkt (linker Boden), einmal komplett rum. Dann häkelst du direkt am mittleren Boden weiter (der grüne Bogen) – die Hälfte. Und weiter gehts mit dem letzen Boden, hier komplett rum, alle Maschen häkeln.

Jetzt „hüpfst“ du zu der bisher noch nicht gehäkelten Hälfte des mittleren Bodens (hier braun) – einfach mit der nächsten Masche weiterhäkeln, die Runde vollenden.

Nun stehst du fast wieder am (gelben) Ausgangspunkt. Wieder über die Kreuzung „hüpfen“ und mit der nächsten Masche weiterhäkeln.

So geht die Achterbahnfahrt immer weiter. Gerade am Anfang ist es hilfreich, die Maschen zu zählen. Und stur drauf achten, dass die Innenseite innen bleibt. Auch das ist am Anfang etwas verwirrend, weil sich die Häkelrichtung ja immer wieder ändert: Bei den beiden äußeren Ringen häkelst du von außen, beim mittleren von innen.

Einfach unbeirrbar weiterhäkeln, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. An einem Kreuzungspunkt enden. Faden vernähen. Fertig.

Der Flaschenschoner kommt in eine Baumwolltragetasche und sorgt dafür, dass nichts mehr klirrt und klappert oder gar zu Bruch geht! Bei mir sind die Flaschentaschen groß genug, dass die Flaschen leicht rein- und rausgenommen werden können.

Wenn du statt Saftflaschen Joghurtgläser zu transportieren hast, passt du die Größe entsprechend an. Eine ungerade Anzahl (z.B. fünf oder sieben) kannst du auch im Kreis anordnen.

 

Gewerkelige Links

Mal wieder ein paar schöne Links – diesmal gehts hauptsächlich rund ums Gewerkeln:

Frolein K. hat eine wunderschöne Lace-Kette gehäkelt. Ein traumhaft schönes Lace-Tuch (gestrickt) gibts auf dem Feinmotorik-Blog. Bei Leckeremasche wurde ein superschöner Mandala-Teppich gehäkelt. Ich geh mal davon aus, dass der Rohstoff (Stoffgarn) dafür selbstverständlich aus alten Tshirts gefertigt und nicht fertig gekauft wurde. Weil das geht ja wohl gar nicht! 😉 Auf CherryM. ein supersüßes Einhorn – gehäkelt. *schmacht*

Auch wenn grad eher kein Grill-Wetter ist – ein Mayonnaise-Rezept kann frau immer gebrauchen. Natürlich ohne Ei! Frisch von der Trüffelsau.

Wenn ihr mal ein wirklich oberhammer-megageiles, voll durchdachtes, einfach nur genial-schönes Nähzimmer sehen wollt, dann guggt mal bei Rebecca vorbei. Viele Fotos mit vielen Details, die zum Nachmachen inspirieren. Aber vorsicht: Dort ist alles so schön aufgeräumt, da bleibt der Neid fast nicht aus. Es ist sooo schööön! Echt! Anschaun! Schwelgen! 🙂

Noch zur Sommersonnwende/Litha ein paar Gedanken und Inspirationen hält die Wilde Wölfin bereit. Dort ist übrigens auch ein sehr schönes, zum Fest passendes, Ojo de Dios zu sehen. Und ich bleib gleich noch mal bei ihr – ein sehr schöner spiritueller Blog mit immer wieder neuen Anregungen! Passend zur Urlaubszeit ein Beitrag zum Thema Reisealtar. Sehr gelungen!

Meine absolute Lieblings-Spiri-Seite ist nach wie vor die von Cambra Skade. Hier z.B. ein sehr schöner Beitrag zur Null. Es ist so genial, wie diese Frau die Dinge verrückt und somit richtig stellt. Hach, traumhaft! 🙂

Und bevor hier noch Klagen wegen fehlendem Cat-Content kommen – den gibts frisch auf zauberweib.de 🙂

Ich wünsch euch allen eine gute Woche und hoffe, dass der Sommer sich wieder bei uns meldet und bis Mabon erhalten bleibt!

Dienstagsfrage: geschrieben oder gezeichnet?

Das ist doch mal wieder ne Dienstagsfrage für mich:

Strickschrift oder das Muster reihenweise in Worten beschrieben – was ist Dir lieber und warum?
Gibt es ggf. bestimmte Arten von Strickschriften, die Du bevorzugst?
Was machst Du, wenn Dein Wunschmodell keine Strickschrift bzw. keine Beschreibung in Worten hat? Durchkämpfen, umändern oder ganz verzichten?

Mein erster Impuls war: Blöde Frage – natürlich gemalt! Bis ich die Antwort von wollstash gelesen und begriffen habe, dass es da natürlich unterschiedliche Auffassungen gibt. 🙂

Klar kann ich auch mit „2re u 2rz“ was anfangen – wesentlich übersichtlicher finde ich aber „..o/“ – was in dem Fall die „Übersetzung“ wäre. Die gemalte Strick“schrift“ finde ich auch deshalb besser, weil sie international ist. Inzwischen kann ich mit „yo“ und „ssk“ etwas anfangen, aber das musste ich halt erst lernen. Hingegen ob das Symbol für einen Umschlag im Einzelfall nun ein „o“, ein „U“ oder was auch immer ist, lässt sich i.A. recht schnell rausfinden.

Die meisten Strick“schriften“ finde ich selbsterklärend – so viele Möglichkeiten gibt es erst einmal ja nicht: rechte Masche, linke Masche. Nach rechts zusammenstricken, nach links zusammenstricken. Drei Maschen zusammenstricken. Umschlag. Und dann kommen schon fast die „Sonderzeichen“ – Verdrehungen für Zöpfe, Masche zunehmen, – auf die Schnelle fällt mir mehr gar nicht ein.

Aber es stimmt auch: Ich bin definitiv ein Symbol-Mensch. Symbole sagen mir generell mehr als es ganze Aufsätze tun würden. 🙂

Achso, wegen dem „international“ – damit wollte ich nicht sagen, dass es eine „Standardschrift“ bzw. „Zeichensetzung“ gäbe. Die gibt es meines Wissens nicht. Aber wegen der Überschaubarkeit der Zeichen erklärt sich das Abgebildete  recht schnell von selbst. Ich male mir meine Muster ebenfalls immer auf, bin daher sozusagen „drin“ – is wohl wie mit Steno… wer das täglich nutzt, kanns auch.

Bei einfachen Mustern hab ich aber auch kein Problem mit „re *3li 2re*“ – gerade bei langen Maschenreihen geht der Mustersatz ja eh immer im Kopf mit. Ob das nun vom Gemalten oder Geschriebenen abgeschaut ist. 🙂

So, und nun bin ich gespannt, die anderen Antworten alle noch zu lesen. 🙂

Verstrickte Dienstagsfrage 18/2015

Endlich auch mal wieder bei der Dienstagsfrage dabei:

Von allen Jahreszeitenheften scheinen die Modelle in Sommerstrickheften stets die geringste Begeisterung hervorzurufen.
Woran liegt es? Strickt Ihr allgemein weniger/keine Kleidungsstücke für den Sommer? Oder liegt es an den Modellen selbst?
Tragt Ihr bei sommerlichen Temperaturen überhaupt Selbstgestricktes? Wenn ja, was und aus welchen Materialien?

Vielen Dank an Tichiro für die heutige Frage!

Na, das is doch mal eine Frage für mich! Weil: Sommer+Pullover geht gar nicht. Sag ich jetzt mal so als die absolut verfrorene Frostbeule. Sommer, das ist Tshirt, Kleidchen, sowas alles. Aber ein Wollpulli – egal ob kurz- oder langärmlig – nee, also das geht ganet. Ich hab das früher bei meiner Mam schon nicht verstanden, wenn sie sich wieder einen kurzärmeligen oder gar ärmellosen Sommerpulli gestrickt hat. Und wenn die Wolle noch so dünn ist: Pulli bleibt Pulli. Lochmuster ist da auch nicht wirklich eine Option, weil dann muss ich ja doch wieder ein Tshirt o.ä. drunter anziehen (nur BH schaut ja auch doof aus, wenns durchguggt). Da kann ich den Drüberpulli gleich weglassen. Gerade im Sommer.

Selbes Problem hab ich auch bei Sommerkleidchen. Es gibt echt so wunderwunderschöne Modelle und Muster, gestrickt und gehäkelt. Traumhaft anzusehen. Aber mE halt eben genau das: Anzusehen. Aber nicht wirklich tragbar. Ein Strickrock für den Herbst, das geht zusammen. Aber Sommer + Strickkleidung das geht gar nicht zusammen. Und ich wunder mich jedes Mal von neuem, wenn wieder und wieder die neue Sommermode, das neue Sommerextraheft, die neuen Supersommersonderseiten herausgebracht werden und diese offenbar tatsächlich auch gekauft werden.

Es ist mir ein Rätsel. Lacetuch oder eine Decke fürs Picknick – das geht. Keine Frage. Aber Sommer-Pulli?! Nee. Das ist ein Widerspruch in sich.

So, und jetzt werd ich mal nachlesen, wie das die anderen so sehen… 🙂

Damit ist übrigens keinesfalls gesagt, dass ich im Sommer weniger stricke oder häkle. Das geht ja nu mal wirklich ganzjährig 🙂 Nur stricke ich halt keine Sommermodelle, einfach weil ich die nicht anziehe.

Seifenschale, gehäkelt

Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen 😉 hier zwei Seifenschalen aus Paketschnur gehäkelt: rechteckige Seifenschale, gehäkelt aus Paketschnur Einer der ersten Versuche, einfach rechteckig gehäkelt, feste Maschen. Die letzte Runde einmal rum, damit es einen schönen Abschluss bekommt. War leicht zu häkeln, allerdings rollt sich das Teil an zwei schräg gegenüberliegenden Ecken etwas ein. Das stört mich ein bisschen. Außerdem find ich rund bzw. oval eh viel schöner.  Auf dem Bild ist übrigens eine noch fast nagelneue Seife – so als Größenvergleich. ovale Seifenschale, gehäkelt aus Paketschnur Das war einer der späteren Versuche – die Schale ist ungefähr so groß wie die rechteckige – nur das Seifenstück drauf ist wesentlich kleiner 🙂 Auch hier wieder feste Maschen. Die Luftmaschenkette am Anfang (waren so 6-7 Maschen, genau weiß ich es nicht mehr) wird rundum behäkelt. Und dann geht es spiralig weiter. Das ganze Teil hat eh nur ein paar Runden, da geht das spiralig viel einfacher und stressfreier als in richtigen Runden. Eine genaue Anleitung kann ich nicht liefern, aber ich habe eine grobe Schemazeichnung entworfen: Zunehmschema für ovale Seifenschale, gehäkelt (Ok, „Schemazeichnung“ und „entworfen“ ist ein bisschen hochgegriffen *g*). Also in der Mitte bis zum ersten grünen Punkt ist die Luftmaschenkette, dann gehts erstmal ganz normal feste Maschen drüber. Am Ende – zweiter grüner Punkt – mit drei fM in eine M ums Eck häkeln und dann fangen schon die Rundenzunahmen an. Jeweils bei den roten Punkten zwei fM in eine fM häkeln. Bei den oberen und unteren geht sich das gut aus, immer die doppelten der Vorrunde zu nehmen, die seitlichen habe ich ausgemittelt, hat sich also ggf. mal um eine Masche nach vorne oder hinten verschoben. Beendet hab ich das Ganze an einer langen Seite kurz vor der Kurve mit einer Kettmasche. Fadenende vernähen, fertig. Falls die Schnur für die Stopfnadel zu dick ist, einfach das Ende ein bisschen aufdröseln und fächern, dann geht das schon. Die Paketschnur ist natürlich aus Hanf und nicht aus so blödem Plastikzeuch.

Dienstagsfrage: Don’t CAL me :)

KALs/CAls (knit-along/crochet-along) erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Insbesondere für Designer sind solche Aktionen ein probates Mittel, um sich und ihre Anleitungen publik zu machen.

Hast Du schon mal an einem oder auch mehreren KALs oder CALs teilgenommen?

Wenn ja, welche Gründe haben Dich dazu bewogen?
Wer hat den KAL/CAL initiiert?
Worin siehst Du für Dich persönlich den Nutzen, ein Modell gleichzeitig mit anderen Menschen zu stricken/häkeln?
Hast Du eventuell auch schon einmal negative Erfahrungen bei einem KAL/CAL gemacht?

Falls Du noch an keinem KAL/CAL teilgemommen hast: Warum nicht?

Mal wieder eine Dienstagsfrage für mich – die Antwort hab ich im Titel ja schon vorweg genommen.

Nee, das ist nicht meins. Natürlich laufen mir immer wieder mal KALs über den Weg bzw. wird dabei ja fleißig gebloggt. Das verfolge ich ab und zu als „Zaunguggerin“, um zu sehen, was am Ende dann rauskommt.

Bei vielen KALs habe ich den Eindruck, dass die von Shopbetreiberinnen gemacht werden, damit sie ihre Wolle verkaufen. Wogegen ja grundsätzlich nix zu sagen ist *g* – aber das hat dann nichts mehr von „lasst uns mal gemeinsam was stricken“. Finde ich.

Auf Ravelry bin ich zwar angemeldet, schau aber da nur sehr selten vorbei (das is irgendwie doch nicht so mein Ding dort) – von daher kann ich zu den KALs, die dort laufen, gar nichts sagen.

Die Anleitungen, die ich bisher so mitbekommen habe, waren oft… naja… unausgereift vielleicht? Manches durchaus bemüht. Aber im Ergebnis halt nicht wirklich gut.

Und was für mich so ganz und gar überhaupt nix ist, an irgendwas mitzumachen, wo ich so gar nicht weiß, was am Ende dabei rauskommt. Nee. echt nicht. 🙂

Ich gugg gern beim RUMS-Tag u.ä. vorbei. Da sehe ich nicht nur viele Ergebnisse von diversen KALs, sondern auch von viele anderen Anleitungen, die gerade nen Hype haben. Ich finde es sehr inspirierend und vor allem schön anzusehen, wie unterschiedlich die immer gleiche Anleitung je nach Material/Farbe/Details wirkt. (Da ist auch viel Nähkram dabei, also nicht nur Stricken/Häkeln).

Und das ist manchmal dann doch ansteckend. So musste ich mir z.B. unbedingt einen Leseknochen nähen und auch die Origami-Tasche hat mich so lange verfolgt, bis ich mir endlich eine genäht habe. Der Gruppenzwang halt.. 🙂

Aber so wochenweise (oder noch länger) scheibchenweise Anleitung zu erhalten, ohne das Ganze im Blick zu haben – das ist für mich auch noch ein wichtiger Punkt – nee, is nix für mich.

Eigentlich wollt ich ja nur kurz kommentieren, aber nun ist doch wieder ein ganzer Beitrag draus geworden. 🙂

Technik oder nicht-Technik – das ist hier die Dienstagsfrage

Nutzt Du auf Deinem Smartphone oder Tablet Strick-Apps?
Wenn ja, welche und warum, welchen Nutzen haben sie für Dich?

Die Dienstagsfrage der Woche.  Eigentlich wollte ich nur kurz in den Kommentaren antworten, aber nun ist mir doch ein bisschen mehr dazu eingefallen:

Ich hab weder Smartphone noch Tablet und somit auch keine Apps. Stricken ist Handwerk und da gehören für mich auch handschriftliche Notizen, Zeichnungen und Berechnungen dazu (ok, Taschenrechner is schon erlaubt *g*) Ich brauch einfach ne „handfeste“ Vorlage – ein Tablet würde vielleicht von der Größe her passen (Smartphone finde ich definitiv zu klein), aber da es da meines Wissens keins mit entspiegelter Oberfläche gibt, nicht praktikabel (zumal ich da nicht einfach so reinmalen kann… 🙂

Ich mag das ganze Computerzeuch, hab mir da über die Jahrzehnte auch einiges an Wissen und Handwerk angeeignet. Aber ich bin aus dem Alter raus, wo ich jeden Hype mitmachen muss. Ich mag Technik, die Sinn macht. Z.B. ein Handy, um sich im Notfall bemerkbar machen zu können (oder erreichbar zu sein). Praktisch auch, wenn da ne Kamera dabei ist – z.B. wenns einen Unfall gegeben hat, um den Blechschaden zu dokumentieren. (Gut, wenn man sowas hat, besser, wenn mans nicht braucht!) Ne eierlegende Wollmilchsau muss ein Handy für mich aber nicht sein. Ich hab noch so ein „altes“ Klapphandy – das ist soo alt, das hat sogar noch Tasten! 🙂

Smartphone brauch ich also nicht und der Sinn eines Tablets erschließt sich mir schon gar nicht. Wir haben ein Notebook, das praktisch in Reichweite im Wohnzimmer liegt und mit dem wir alles machen können. Bildbearbeitung, Schreiben, Email, Internet, mal ne CD brennen oder ein Video abspielen – alles drin, alles dran, was das Herz begehrt. So muss Technik! 😉

Die verstrickte Dienstagsfrage 42/2014

Hallo Liebes Wollschaf,

Ich hätte folgende Frage für dich:

Derzeit erweitere ich immer wieder meine Büchersammlung zum Thema Stricken. Daher interessiert es mich, was eure Bibliothek bisher so beinhaltet.

[…]

Habt ihr Zeitschriften-Abos zum Thema Stricken? Sind dies Offline- oder Online-Abos? Oder kauft ihr regelmäßig Strickzeitschriften? Welche Zeitschriften habt ihr? Gibt es welche, die euch enttäuscht haben?

Vielen Dank an Jana für die heutige Frage!

Ich mach mal wieder mit – und war so frei, den doch recht langen Fragetext ein bisschen zu kürzen. Im Original beim Wollschaf nachzulesen.

Ich hab recht wenig Handarbeitsbücher. Darunter zweidrei Strickbücher. Und dann hab ich noch einen kleinen Stapel Handarbeitszeitschriften, über die Jahre gewachsen, darin auch etliches zum Stricken.

Abonniert habe ich nichts – wenn dann kauf ich mir mal spontan ein Heft oder Sonderheft, das mich „anspringt“ oder über einen Blog empfohlen wurde.

Erst neulich hab ich mir wieder eins gekauft, bin dem Heft regelrecht hinterher gehechtet, weil bei uns aufm Land die nicht an jeder Ecke zu haben sind. Als ich es endlich in Händen hielt, war ich genervt, weil es in Plastik verpackt war, nur damit – wiederum in Plastik verpackt – Maschenmarker, ebenfalls aus Plastik, als Gimmick mitverkauft werden konnten. 😦

Hätt ich nicht so lang hinterher gejagt, hätt ichs nicht gekauft. Und beim nächsten Mal werd ich sone Mogelpackung auch liegen lassen.

E-Books kommen für mich nicht infrage. Ich kann mit sowas nicht arbeiten 🙂

Obwohl ich kaum Strick- (Handarbeits-)Bücher mein Eigen nenne, habe ich quasi jederzeit Zugriff auf eine ganze Bibliothek voll. Nämlich genau dort – in der örtlichen Bücherei. Da gibts ein sehr gutes Angebot, für Anfänger, Fortgeschrittene, für Accessoires, Deko, Klamotten, Schals, und und und. Musterbücher nicht zu vergessen. Alles da, was das Herz begehrt. Inclusive Zeitsschriften, natürlich!

Grundsätzlich dienen mir Bücher und Zeitschriften eh immer mehr als Inspiration. Entweder mir gefällt das Muster oder mir gefällt die Wolle. Bei den Stücken, die ich bisher „nach Anleitung“ gestrickt habe, musste ich immer umrechnen (Lace-Tücher ausgenommen, logo. Die Anleitungen hatt ich allerdings auch ausm Netz. Überwiegend Ravelry. Ausgedruckt.).

Also strick ich meine Pullis, Socken, Mützen, etc. gleich nach Maß. Und wenn ich mal keine Lust auf Stricken hab, blätter ich in den wunderschönen „Bilderbüchern“ aus der Bücherei. 🙂

Es wird Herbst

In den letzten Wochen sind wir vom Wetter geradezu verwöhnt worden. Die Sonne hat tagsüber Tshirt-Temperaturen gezaubert, selbst der eine oder andere laue Abend war noch dabei. Heute ist nun so richtig Herbst. Es ist kalt, es ist grau. Nur die bunten Blätter sorgen für ein bisschen Farbe.

Was gibt es an so einem Tag schöneres, als es sich auf der Couch mit einem Cappucchino gemütlich zu machen (sofern die Katzentiere ein bisschen Platz machen) und einen kleinen Blogbeitrag zu schreiben?

Neulich habe ich von meinem Wunsch ans Universum berichtet.  Ich habe inzwischen genau einen Wecker gefunden, der meine Anforderungen zu erfüllen scheint. Und ihn ganz mutig bestellt. Ich werde weiter berichten, wenn es mehr zu erzählen gibt.

Herbst ist auch die Jahreszeit, die klar und deutlich macht, dass der eiskalte Winter vor der Tür steht. Wer noch einen dicken Mantel braucht, ist also gut beraten, sich zügig darum zu kümmern. Das muss kein gekaufter sein, das kann auch ein selbstgenähter werden. Dafür gibt es bei Kirsten Brodde eine Liste mit „grünen“ Stoffen und Garnen als pdf zum Runterladen.

Für die gute Sonntagslektüre empfehle ich den Artikel Wie erklärt man anderen Minimalismus? von schwingelschwingeldingdong.com (auch ein schöner Blogname! *g*) Selber habe ich auch keine griffige Definition gefunden – was vielleicht mit daran liegt, dass ich mich nicht unbedingt als „Minimalistin“ bezeichnen würde. Wenn ich feststelle, dass ich etwas brauche, gugge ich zunächst, ob ich aus dem, was bereits vorhanden ist, etwas machen kann, dass den gewünschten Zweck erfüllt. Das ist meistens der Fall.

Der andere Fall – dass ich etwas sehe und mich das Gefühl überkommt, dass ich das jetzt unbedingt und dringend brauche – tritt bei mir sehr selten auf. Und falls doch, reicht ein ganz einfaches: „Wirklich?“ Und damit ist in 99% der eh so seltenen Fällen derselbe erledigt. 🙂

Ich kann den Artikel nur wärmstens empfehlen – vor allem auch die Kommentare dazu und die weiteren Links.

Ein bisschen Philosophie gibts bei zwei.drni.deMein Facebook ist kaputt. Ich hab den Hype eh nie verstanden, verfolge kritische Beiträge dazu vermutlich doppelt interessiert. Auf geistungegenwart.de wird z.B. die Frage gestellt: Was macht Facebook mit uns? Was bedeutet es, dass man etwas liken aber nichts unliken kann? (Es fehlt der „find ich doof“-Button).  Und ist wirklich immer alles so super und toll und klasse, wie es dort dargestellt wird? Doch eher auch nicht, oder? Sehr lesenswert, dieser Artikel!

Nun aber auch noch ein bisschen etwas Gewerkeliges! Auf dehaakzolder.blogspot.nl habe ich ein wunderschönes, buntes Häkeltuch gefunden. Und eine vom Muster recht ähnliche Decke auf happyinred.blogspot.de – trotz „de“ ist diese Seite auf niederländisch und englisch. Hier wird aber alles sehr schön mit Schritt-für-Schritt-Fotos gezeigt – also auf jeden Fall zu kapieren.

Nun könnt ihr euch aussuchen, ob ihr lieber lest oder häkelt – oder wie verbringt ihr eure Sonntag am liebsten? Ich freu mich über eure Kommentare! 🙂