Archiv der Kategorie: nähen

Abdeckhaube nähen

Nicht für jede Schüssel hat man den passenden Deckel und einen Teller o.ä. drauflegen ist vielleicht nicht immer die beste Wahl, z.B. wenn der Nudelsalat zur Grillparty transportiert werden soll. Frischhaltefolie? Nö, geht gar nicht! Besser: Ein Abdeckhäubchen nähen.

Dazu werden zwei Stücke Stoff – am besten Baumwolle, weil die auch mal bei 60 Grad gewaschen werden kann – benötigt, etwas größer als der Schüsselrand. Außerdem noch Kordel oder Gummiband.

Auf einem der beiden Stoffteile einen Kreis anzeichnen, ca. zwei bis drei Zentimeter größerer Durchmesser als die Schüssel. Die Stoffe rechts auf rechts zusammenstecken und an der Linie entlang zusammennähen, dabei eine Wendeöffnung lassen!

Die Überstände etwas zurückschneiden, an der Wendeöffnung beide Stoffteile einzeln verzackeln, der Rest kann rundum zusammen verzackelt werden (muss aber nicht). Kreis wenden und die Naht schön ausformen.

Anschließend ziemlich knapp am Rand einmal rumsteppen, dabei die Wendeöffnung auf ein bis zwei Zentimeter verkleinern.

Ca. zwei Zentimeter weiter innen eine weitere Naht absteppen, diesmal aber rundrum. Die Markierung auf der Nähplatte dabei zu Hilfe nehmen.

Eine Kordel einziehen – lang genug, dass eine Schleife gebunden werden kann – oder ein Gummiband. Letzteres hat den Vorteil, dass sich die Haube damit leichter überstülpen lässt, erstere macht die Haube passend für mehrere Größen. Mein Tipp: Probierts aus, was euch am besten taugt.

So siehts dann aus – hier habe ich bemerkt, dass zwei Zentimeter größer möglicherweise ein bisschen knapp sind, daher schreibe ich oben lieber zwei bis drei Zentimeter.

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Tux-Tux

Neulich beim Ausmisten blätter ich innem alten Handarbeitsbuch – und da is eine Anleitung für einen Pinguin drin. Als Sitzsack gedacht (daher der riesige Bauch), aber die Vorlage kann ja auch weniger stark vergrößert werden :)

Nach kleineren Schwierigkeiten (Teile falsch ausgeschnitten) schließlich doch noch der Geistesblitz, wie alles zusammengehört und dann wars ziemlich schnell fertig.

Weil: Wer Linux hat, braucht natürlich einen Pinguin. Völlig klar! Hat auch mein Liebster eingesehen :)

Falls ich nochmal einen machen sollte, wird der Bauch ein bisschen kleiner und der Kopf etwas flacher. Der hier hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Homer Simpson :) Achso, der Bauch ist logischerweise grün, weil wegen Linux Mint. Eh klar :)

 

 

 

 

Nähgewichte? Nähgewichte!

Kennt ihr das, wenn man einfach auf der Leitung steht? So gings mir mit Nähgewichten. Vor vielleicht zwei Jahren begann der Begriff mich zu verfolgen. Plötzlich wurden überall Nähgewichte gebastelt, gehäkelt, gestrickt – und natürlich auch genäht. Es ist mir bis heute schleierhaft, warum auf einmal überall Beiträge dazu auftauchten. Auf Blogs, YouTube, Pinterest – egal, wo im Netz ich mich gerade bewegte, haben die Dinger mich verfolgt.

Das Seltsame an der Sache: Ich habe mich immer gefragt, wozu zur Hel man sowas braucht? War das wieder so ein „Musste-unbedingt-haben-wennste-in-sein-willst“-Ding? Ich habs nicht kapiert. Und irgendwann ließ die Nähgewichte-Schwemme wieder nach und ich habs völlig vergessen.

Monate später war ich wieder mal am Nähen. Wie das so ist, beginnt das mit Bügeln des zuzuschneidenden Stoffes, auf diesen wird der Schnitt aufgelegt und übertragen. Ich leg mir dazu immer ein paar Bücher auf den Schnitt, damit beim Anzeichnen nichts verrutscht. Das funktioniert prima, nur diesmal wars ein bisschen fummliger, da waren die Bücher fast ein bisschen unhandlich. Da müsste man mal irgendwas erfinden… – und in dem Moment hats endlich „klick“ gemacht! *gg*

Nun wusste ich endlich, wozu Nähgewichte – aka Schnittbeschwerer, Zuschneidegewichte, Fixiergewichte – gut sind. Wobei ich Schnittbeschwerer – analog zu „Briefbeschwerer“ – passender als „Nähgewichte“ finde. Weil zum Nähen brauch ich das Gewicht ja nicht!

Jedenfalls hat mich nun die Schnittbeschwerer/Nähgewichte-Herstellungs-Muse geküsst und ich hab einfach mal frei Schnauze losgelegt:

2019_01naehgewichte02kl

Die dreieckigen gefallen mir am Besten und sind einfach herzustellen:

  • Ein rechteckiges Stück Stoffrest auf die Hälfte legen (schöne Seite nach innen), so dass ungefähr ein Quadrat entsteht.
  • Zwei Seiten absteppen.
  • Bei der noch offenen Seite die Kanten aufeinander legen, so dass diese nun in der Mitte liegen. Etwa zur Hälfte absteppen.
  • Wenden und durch die Öffnung (mit einem Trichter) befüllen. Kleine Dekosteine (ggf. vorher waschen und trocknen lassen) eignen sich gut als Füllmaterial – s. auch unten.
  • Nicht ganz randvoll machen, in die Öffnung ein Band (Schlaufe) legen, feststecken und verschließen. Die Schlaufe kann auch weggelassen werden.

Erinnert dich an Osterhühner? Stimmt – das ist genau dieselbe Vorgehensweise, nur eben ohne Schnabel, Kamm und Füße. Falls du eine ausführlichere und bebilderte Anleitung haben möchtest, findest du z.B. bei Olivia Twist eine solche, sogar mit Video.

Für die flachen Fixiergewichte einfach zwei Stoffreste aufeinander legen (schöne Seite nach innen), bis auf eine Wendeöffnung absteppen. Wenden. Befüllen. Öffnung schließen (ggf. mit Bändel).

Ist eine gute Stoffreste-Verwertungsmöglichkeit und wenn du ein bisschen auf die Suche gehst, findest du bestimmt auch geeignetes Füllmaterial, das auf diese Weise recycelt werden kann. Hier sind Nicht-Lebensmittel meiner Meinung nach vorzuziehen. Zumal Reis z.B. anfällig für Feuchtigkeit ist, also schon deshalb nicht unbedingt empfehlenswert. Getreidekörner o.ä. wären da schon eher geeignet und finden sich vielleicht in einem ausgedienten Dinkel- oder Kirschkernkissen? Am besten sind die Dinge, die man irgendwo rumliegen hat und nicht mehr braucht, die klein und schwer genug sind für ein zweites Leben als Nähgewichte-Füllmaterial.

Größenangaben für Schnittbeschwerer gibt es (zumindest bei mir) nicht, da einfach locker drauflos nähen, verschiedene Größen probieren und wenn du irgendwann zu viel von den Dingern gemacht hast, lautet dein nächstes Vorhaben eben: Tasche für Schnittbeschwerer nähen. :)

Vielleicht hab ich dir Lust aufs Nachmachen gemacht, zumal es ein schönes Schnell-&-einfach-Projekt ist. Oder du hast dir längst deine Nähgewichte gemacht? Dann würd ich mich sehr über einen Kommentar – gerne mit Link – freuen, um meine Neugier zu stillen :)

Mondkissen-Bezug

Für das Mondkissen wollte ich noch einen Bezug nähen. Baumwolle am liebsten, weil die gut gewaschen werden kann. Was brauche ich alles?

Der Schnitt

Für die Schnitterstellung nehme ich immer Zeitungen. Die gibts frei Haus, haben bereits ein großes Format und lassen sich notfalls gut zusammenkleben zum Vergrößern.

Ich hab das Kissen auf die Zeitung gelegt, einmal rundum gefahren. Sicherheitshalber den Umfang an der dicksten Stelle gemessen – der Mond-Zuschnitt sollte an der breitesten Stelle die Hälfte davon haben. Wenn der Bezug nicht ganz engangliegend sein soll, darfs auch ein halber Zentimeter mehr sein. Hier habe ich die Rundung noch etwas angepasst. Ausgeschnitten.

Da ich es gerne symmetrisch mag, hab ich den Zuschnitt probehalber auf Hälfte zusammengelegt, hier und da ein bisschen nachgeschnibbelt. Außerdem hab ich die Mitte oben und unten markiert. Diese Markierung wird auf den Stoff übertragen, das erleichtert das Zusammenstecken später zusätzlich.

Der Stoff

Ein gutes Recycling-Projekt nicht nur für das Kissen-Innenleben,  sondern auch für die Hülle. Ich hatte einen ausgedienten Pyjama, dessen Oberteil genau richtig war dafür. Angedacht war ein Hotelverschluss, aber ich konnte eine passende Stelle finden, die es mir erlaubte, die Knöpfung als Verschluss gleich mit einzuarbeiten. Das nenn ich Upcycling total :)

2017_08mondkissenbezug02

Bügeleisen und Stecknadeln

Diese Werkzeuge nenn ich extra, weil eine gute Vorbereitung erstens das Nähen selber sehr erleichtert und zweitens ein gutes Endergebnis ermöglicht.

Zuerst wird der Stoff also gebügelt – dabei lässt sich nochmal ein scharfer Blick auf etwaige Löcher oder sonstige Problemstellen werfen, die ggf. vorher noch in Ordnung gebracht werden müssen. Hier war das die Knopfleiste bzw. der Besatz nach innen. Den habe ich jeweils festgesteppt, so dass hier nix verrutschen kann.

Nun das Schnittmuster auf der linken Seite übertragen – incl. der Markierungen. Mit Nahtzugabe jeweils ausschneiden. Zweimal brauchts das. Rechts auf rechts aufeinanderlegen und mit vielen Stecknadeln (oder Klammern) ordentlich zusammenstecken. Darauf achten, dass kein Knopf auf der Naht zu liegen kommt, den notfalls vorher entfernen :)

Zusammennähen

Nun kanns losgehen: Einmal rundum nähen. Wenden und den Bezug schon mal aufziehen: passt alles? Nichts zu eng oder zu weit? Bezug wieder abziehen und auf links wenden. Wenn alles gepasst hat, die Nahtzugaben ggf. noch etwas zurückschneiden, verzackeln. Und jetzt ist es fertig!

Ein kleines Zwischendurch-Projekt, das sich auch gut als Mitbringsel macht oder – wie hier – dem ehemaligen Lieblingsschlafanzug ein zweites Leben verschafft:

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Dieser Beitrag ist meinem fünften wp-Bloggeburtstag gewidmet. :)

Zafu – selber machen

Ein Zafu ist ein Meditationskissen oder anders gesagt: ein rundes Bodenkissen. Außerdem ist es eine hervorragende Möglichkeit, Stoffschnippsel unterzubringen. Vor neun Jahren habe ich mein erstes Zafu gemacht, völlig frei Schnauze: Kreis, Kreis, dazwischen ein eingekräuselter Rand mit überlappenden Enden (Hotelverschluss), so dass immer wieder Stoffrestchen nachgefüllt werden können.

Es kam, wie es kommen musste: Inzwischen ist mein Zafu kurz vom Platzen:

2017_07pfuki_altohne

Höchste Zeit, ein neues, etwas größeres zu nähen und da ich im Internet nur wenige, sehr unterschiedliche und fast ausnahmslos englischsprachige Anleitungen gefunden habe, werd ich hier ein bisschen ausführlicher.

Der (Zu-)Schnitt

Wie schon erwähnt, besteht (m)ein Zafu aus zwei Kreisen (Durchmesser je 40 cm) und einem Rand drumrum (Höhe: 34 cm). Der Clou bei dem Rand ist jedoch die Faltung; die ermöglicht das Mitwachsen des Kissens – also geradezu prädestiniert für eine Füllung aus Stoffitzelchen, Wollresten, u.ä.

Die Größenangaben sind natürlich nicht in Stein gemeißelt. Wenn du lieber ein kleineres Kissen anfertigen willst, kannst du die Maße entsprechend anpassen. Genau deshalb gibts weiter unten auch einen Abschnitt „Mathematik“.

Die beiden Kreise mit Nahtzugabe ausschneiden. Für den Rand brauchts einen Streifen von 34 cm Höhe zzgl. Nahtzugabe. Die Länge hängt u.a. von der Faltung ab. Ich habe mich für die 6:4-Variante entschieden:

2017_07pfuki_faltschema

Das bedeutet, Stofflänge zehn Zentimeter ergibt eine fertige Länge von sechs Zentimetern.

2017_07pfuki_faltung

Ein bisschen Mathematik

Kreisumfang = 2 * pi * r. Bei einem Durchmesser von 40 cm entspricht der Radius 20 cm -> 2 * 3,14 * 20 = 125,6 cm – so lang muss der fertig gefaltete Streifen also sein, damit er einmal um den Kreis passt.

Für sechs Zentimeter fertige Länge werden durch die Faltung zehn Zentimeter Stofflänge verbraucht, das bedeutet:

     6,0 = 10
125,6 = ?

125,6 * 10 = 1256 : 6 = 210 cm Stoffverbrauch für die Faltung. Jetzt brauchts noch eine Überlappung für den Hotelverschluss von ca. 20 cm:

210 cm + 20 cm = 230 cm muss der Randstreifen lang sein. Bei einer Höhe von 34 cm zzgl. Nahtzugabe. (Auf eine Nahtzugabe für die Versäuberung der beiden kurzen Seiten kann verzichtet werden, da die erste und letzte Falte jeweils weggelassen werden).

Nähen – Teil I

Zunächst eine kurze Seite des Randstreifens schön versäumen. Das ist das Ende, das später sichtbar sein wird. Ich habs zweimal nach innen umgeklappt und zweimal drübergesteppt.

Das andere Ende habe ich nur einmal nach innen geklappt und bin mit dem Zickzick-Zackzack-Stich drüber. Das ist später innenliegend, unsichtbar, soll einfach nur versäubert sein und gut is. :)

Messen & Stecken

Jetzt kommt der langwierige Teil, das Abmessen und Feststecken der Falten. Fang an der schön versäumten Kante an und messe zehn Zentimeter ab – das wird die erste Markierung. Nach sechs Zentimetern die nächste, dann wieder nach vier Zentimetern. 6 cm – 4 cm – 6 cm – 4 cm usw. immer im Wechsel. Dies auf der anderen Kante genau so wiederholen – die Falten sollen in einer Senkrechten liegen.

Die Falte wird jeweils aus dem Vier-Zentimeter-Stück gebildet. Dazu – wie im Bild weiter oben ersichtlich – die Markierung nach den sechs Zentimetern auf die Markierung nach den vier Zentimetern legen, feststecken. Für alle Falten auf beiden Kantenseiten wiederholen. Ist ein bisschen langwierige Fleißarbeit, die sich aber lohnt. Die letzte Falte am „unschönen“ Ende kann weggelassen werden, das ist später der innenliegende Teil.

(Falls du dein Zafu kleiner machen willst, kannst du eine durchgehende Falte legen bzw. bügeln – aber bitte trotzdem auch feststecken!)

Nun die eine Längsseite mit einem Kreis zusammenstecken. Rechte Seite jeweils nach innen, beginnend am schönen Ende. Lieber ein bisschen mehr Nadeln nehmen, umso gerader wird hinterher die Naht.  Das Ende überlappt den Anfang, so soll es sein, das ist das Prinzip des Hotelverschlusses.

Jetzt darfst du dir einen Cappuccino oder Tee gönnen und dann gehts weiter mit dem zweiten Kreis und der anderen Seite, die genauso zusammengesteckt werden.

Nähen – Teil II

Wenn du alles ordentlich fest- und zusammengesteckt hast, nähst du nun einmal rundum den Kreis mit der Längsseite zusammen. Und wiederholst das mit dem anderen Kreis auf der anderen Kantenseite. Anschließend die Nähte ggf. etwas zurückschneiden und verzackeln. Auch hier verwende ich den Zickzick-Zackzack-Stich, weil der nochmal zusätzlichen Halt gibt.

Die Wende & das Ende

Alle Nadeln entfernt? Keine vergessen? Auch bei der Überlappung nicht? Prima, dann einmal das Innerste nach außen drehen und fertig ist das Zafu:

2017_07pfuki_leer

Naja, noch nicht ganz, das ist ja jetzt nur die Hülle. Klassisch wird ein Zafu mit Kapok befüllt, das sind fluffige Pflanzenfasern. Es gibt auch die Varianten mit Spreu/Spelzen – oder eben mit Stofffitzelchen, die zu klein zur Weiterverarbeitung sind, aber halt doch immer wieder anfallen. Zum Beispiel beim Versäubern von Nähten. Oder Wollrestchen, die sind genauso geeignet.

2017_07pfuki_fuellung

Nach dem „Umzug“ meiner bereits gesammelten Fitzelchen vom alten ins neue Zafu sieht es so aus:

2017_07pfuki_neuohne

Damit wäre eigentlich alles fertig. Aber natürlich kann gerne noch ein Bezug gehäkelt werden – einfach weil der dann waschbar ist. Und auch mal gewechselt werden kann.  Hierzu einen Kreis (spirialig oder achteckig) häkeln, allerdings größer als vierzig Zentimeter. Einen zweiten Kreis in der gleichen Größe häkeln, anschließend weiter in Reihen für die Höhe. Diese aber nicht ganz schließen, sondern eine Öffnung lassen. (Darf ruhig ein Viertel des Umfangs sein). Wenn die gewünschte Höhe erreicht ist, mit dem anderen Kreis zusammennähen oder -häkeln. Ggf. in der Mitte der Öffnung Bänder anbringen zum Zubinden.

2017_07pfuki_neuhuelle

Das ist aber vermutlich eher eine Beschäftigung für hoffentlich noch in weiter Ferne liegenden kalten Winterabende. Ich wünsche euch viel Spaß beim Nähen und wer Spaß an Fummelarbeit hat, kann auch ein Mini-Zafu als Nadelkissen anfertigen.

Wenn ihr Fragen habt oder etwas unklar ist, bitte sagt mir Bescheid, dass ich die Anleitung ändern kann.

Upcycling im Haushalt

Marias Spüllappen wollte ich längst ausprobieren und im Zuge meiner andauernden Räumaktion bin ich unter anderem auch dazu endlich gekommen:

spuellappen

Vorher hatte ich ein kleineres Format genäht, das war mir zu unhandlich. Die hier haben genau die richtige Größe für mich: Ein altes Geschirrtuch wird zu zwei Spültüchern.

Das Geschirrtuch halbieren, auf die Hälfte zusammenlegen (schöne Seite nach innen) und zusammennähen. Ich habe dabei eine Ecke offen gelassen – das geht leichter zum Wenden als eine gerade Kante und ich nähe an dieser Stelle anschließend den Aufhänger dran. Megastylish! *gg*

Vorm Wenden die gesäumten Kanten abschneiden. Daraus wird der Aufhänger gefertigt. Bei der nächsten Upcycling-Aktion werde ich die verzackeln, das habe ich mir hier gespart und fängt natürlich schon zum Ausfransen an. Zum Verzackeln nehme ich statt des einfachen Zick-Zack-Stiches lieber den ZickZick-ZackZack-Stich, der hält besser.

Wenn alles  gewendet und gebügelt ist, wird der Aufhänger im Eck festgesteckt und noch einmal  komplett nah am Rand drübergesteppt, dann sieht das ordentlich aus und hält auch gut.

Maria hats viel besser und ausführlicher beschrieben, guggt euch das bei ihr nochmal an. Es ist eine einfache und sinnvolle Upcycling-Idee; ich habe die Spüllappen inzwischen ausgiebig in Gebrauch und bin total begeistert – bitte nachmachen! :)

Da ich viel am Rumräumen bin, habe ich weder Zeit noch Nerven, mich (auch noch) um Dinge zu kümmern, die nicht damit im Zusammenhang stehen. So trenne ich Pullis auf, anstatt welche zu stricken (ich lese im Internet fast überall „aufribbeln“ – bei uns heißt das „auftrennen“), ich häkle Glaskleidchen für meine Kochlöffel und bastel mir Schubladen aus alten Kartons. Dazu habe auf zauberweib.de schon etwas geschrieben.

Ein Utensilo für meine ebenfalls angewachsene Sammlung an Stricknadeln*) habe ich noch genäht. Ebenfalls Upcycling, funktionell und sieht schön aus. Mit Stefanies Nadelrollen-Variante von gehtnichtgibtsnicht kann meins aber nicht anstinken – das ist wirklich das Modell DeLuxe!

Jedenfalls ist die Räumerei der Grund, warum es hier selbst für meine Verhältnisse sehr ruhig ist. Bei euch lese ich ziemlich regelmäßig mit und so weiß ich, dass ich nicht die einzige bin, die derzeit arg im echten Leben aktiv ist und somit weniger Zeit fürs virtuelle bleibt.

Ich wünsche euch allen einen wundervollen Frühling, habt Spaß am Frühjahrsputz oder womit auch immer ihr beschäftigt seit. Allen Bikerinnen und Bikern wünsche ich eine unfall- und blitzfreie Saison: Kommt gut an und gut wieder heim.

—-
*) Ich habe einen ganzen Abend lang nur Stricknadeln sortiert. Verbogene, unvollständige oder sonst nicht mehr funktionelle Sets und Nadeln habe ich aussortiert. Doppelte, bzw. dreivierfünffache Sorten habe ich gespendet. Alles zusammen gefühlte fünf Kilo, die das Haus wieder verlassen haben. Und trotzdem ist meine Sammlung sehr deutlich gewachsen. Ich glaube nicht, dass ich in diesem Leben nochmal Strick- oder Häkelnadeln kaufen werden muss.

Alles selbst gemacht

Heute gibts lauter Inspirations-Links. Lasst euch einfach anstecken :)

Absolut süße Schmusekätzchen samt Schnittmuster und Anleitung gibts auf gkkreativ.

Knete selbermachen ohne Alaun; die Zutaten dürfte jedeR zuhause haben. Maimucks verrät das Rezept.

Trinkflaschen aus Glas brauchen fast zwingend eine schützende Hülle, wenn sie unterwegs zum Einsatz kommen sollen. Eine ganze Menge Vorschläge mit Anleitungen gibts bei smarticular.

Wie man für Stofftaschentücher eine Umhüllung – ähnlich der Papiertaschentücherverpackung  – näht, zeigen die Gruene(n)zwerge.

Schöne MappenKarin zeigt, wies geht! Und noch ganz frisch: Ein einfaches „Schlampermäppchen“ – für Wortverspielte geradezu ein Gedicht :)

JudysDiesundDas hat ein sehr pfiffiges Stiftemäppchen gepostet – samt Anleitung und Schnittmuster. Mal ganz anders.

Soweit mal wieder von mir – viel Spaß beim Selber machen!

Noch einen Nachtrag: aufm Zauberweib gibts auch mal wieder was Neues zu lesen und zu sehen.

Schnellupdate

Endlich mal wieder Neues gibts beim Zauberweib. Das war mehr als überfällig! Danken möchte ich an dieser Stelle ins Unbekannte: Zum Einen für meinen neuen Bügelbrettbezug. Das stand schon lange an, bis ich irgendwo in den Tiefen des WWW auf die geniale Idee gestoßen bin, den Stoff auf den Boden zu legen, Bügelbrett umgedreht draufstellen und dann einfach nur drumrum schneiden. Stecken, heften, nähen. Bändel einziehen, fertig.

Mir gings echt immer ums Ausmessen, das gerade hinzubekommen. In meinem Perfektionswahn bin ich auf die einfachste und nahe-liegendste Idee nicht gekommen. *aufdiesirnhau* Danke für diese Erleuchtung, liebes Bloggerwesen! Wenn du dich hier angesprochen fühlst bzw. jemand weiß, welchen Beitrag ich meine, bitte Bescheid sagen, damit ich einen Link einfügen kann.

Das gilt auch für die nächste Idee – nämlich Möhrenpesto! Ich liebe Gelbe Rüben! Neulich hab ich wo gelesen, dass sich aus dem Möhrenkraut auch prima Pesto machen lässt. Das musste ich natürlich ausprobieren. Radiesli-Pesto kenn ich bereits; das schmeckt zwar ein bisschen nach Chlorophyll, passt aber hervorragend zu Gegrilltem.

Also hab ich aus dem Handgelenk Pesto mit Möhrengrün gezaubert: Grünzeug, Sonnenblumenkerne (die mag ich am liebsten), ein bisschen Salz, etwas Öl, alles pürieren. Am Schluss noch frisch geriebenen Parmesan dazu. Boah, totales Geschmackserlebnis! Vielen Dank für diese Idee, bin megabegeistert!

Schönen Sonntag euch allen!

 

Gewerkelige Links

Mal wieder ein paar schöne Links – diesmal gehts hauptsächlich rund ums Gewerkeln:

Frolein K. hat eine wunderschöne Lace-Kette gehäkelt. Ein traumhaft schönes Lace-Tuch (gestrickt) gibts auf dem Feinmotorik-Blog. Bei Leckeremasche wurde ein superschöner Mandala-Teppich gehäkelt. Ich geh mal davon aus, dass der Rohstoff (Stoffgarn) dafür selbstverständlich aus alten Tshirts gefertigt und nicht fertig gekauft wurde. Weil das geht ja wohl gar nicht! ;) Auf CherryM. ein supersüßes Einhorn – gehäkelt. *schmacht*

Auch wenn grad eher kein Grill-Wetter ist – ein Mayonnaise-Rezept kann frau immer gebrauchen. Natürlich ohne Ei! Frisch von der Trüffelsau.

Wenn ihr mal ein wirklich oberhammer-megageiles, voll durchdachtes, einfach nur genial-schönes Nähzimmer sehen wollt, dann guggt mal bei Rebecca vorbei. Viele Fotos mit vielen Details, die zum Nachmachen inspirieren. Aber vorsicht: Dort ist alles so schön aufgeräumt, da bleibt der Neid fast nicht aus. Es ist sooo schööön! Echt! Anschaun! Schwelgen! :)

Noch zur Sommersonnwende/Litha ein paar Gedanken und Inspirationen hält die Wilde Wölfin bereit. Dort ist übrigens auch ein sehr schönes, zum Fest passendes, Ojo de Dios zu sehen. Und ich bleib gleich noch mal bei ihr – ein sehr schöner spiritueller Blog mit immer wieder neuen Anregungen! Passend zur Urlaubszeit ein Beitrag zum Thema Reisealtar. Sehr gelungen!

Meine absolute Lieblings-Spiri-Seite ist nach wie vor die von Cambra Skade. Hier z.B. ein sehr schöner Beitrag zur Null. Es ist so genial, wie diese Frau die Dinge verrückt und somit richtig stellt. Hach, traumhaft! :)

Und bevor hier noch Klagen wegen fehlendem Cat-Content kommen – den gibts frisch auf zauberweib.de :)

Ich wünsch euch allen eine gute Woche und hoffe, dass der Sommer sich wieder bei uns meldet und bis Mabon erhalten bleibt!

Alles schön und gut :)

Jaja, ich weiß, Überschriften sind soo wichtig fürs Pageranking und für die Hits und die Statistik und die Klicks und und und und. Ich will aber einfach nur ein paar schöne Links mit euch teilen :)

So hat Nunu Kaller in ihrem Blog einen Beitrag über eine Designerin geschrieben, bei der eine ihre Kleider selber designen kann. Macht keinen Sinn, der Satz? Einfach mal hinklicken ;)

Tina zeigt auf ihrem Blog 17 kreative Ideen, um Wollvorräte zu präsentieren. Mein persönlicher Favorit ist ja der Woll-Baum, bzw. -Bäume. Allerdings in einem Katzenhaushalt eine utopische Vorstellung… :)

Womit ich direkt zum nächsten Link übergeleitet habe: Wenn Tiere beim Yoga stören. Den Video-Beitrag hab ich auf dem Lebeblog gefunden. (Nein, Tiere stören nicht beim Yoga. Das ist totaler Blödsinn. Sie machen mit uns Yoga. Aber sie stören nicht! Nur damit das klar ist! *gg*)

Ich bleib gleich mal dort und hab noch ein Video gefunden: Mr. Ramesh über den Umgang mit Angst. Unbedingt anschauen!

Internetadressen auf Autos zu veröffentlichen bringt wirklich was. Auf jeden Fall, wenn das Auto auch noch eine total schön-bunte Türbemalung hat. Da muss die BunteSchwester einfach hinklicken. Hinter jackyart.nl verbirgt sich eine Niederländische Künstlerin (ok, das war jetzt fast zu erraten *g*), die u.a. wunderschöne bunte Figuren erschafft. Ein bisschen erinnern sie mich an Niki de Saint Phalles Nanas, dennoch sind sie ganz klar eigen-artig. Also kein „billiger Abklatsch“ – höchstens inspiriert von. Und sowas darf man ruhig sehen, finde ich. Als Kunstbanausin, die schön findet, was ihr gefällt. Einfach so. :)

Karin schaffts immer wieder, mich zu begeistern, ich kann nix dafür :) Aber die Idee mit den belampenschirmten Weingläsern als Teelichtleuchten muss ich einfach verbreiten. Einfach. Genial. So was mag ich! :)

Apropos einfach genial und man muss nur drauf kommen…. die neuesten Forschungsergebnisse gehen ja in die Richtung, dass die Menschheitsentwicklung – Kulturbildung durch eine Änderung im Hormonhaushalt hervorgerufen wurde. Bzw. damit einhergeht. Nämlich: Weniger Testosteron – mehr Kultur. Nachzulesen im scinexx-Magazin.

Dazu passend der Erzählmirnix-Blog. Da gibts Comics, Katzenzeug, Psychozeug, Mann-Frau-Kram … ich hab gestern den halben Abend damit verbracht, mich dort durchs Archiv zu lachen!

Das Beste zum Abschluss, so heißt auch mein neuer zauberweib-Beitrag, bei dem ich mein neuestes Upcycling-Projekt vorstelle und ein Langzeit-Projekt abgeschlossen habe.

Und was gefällt euch an Kunst? Oder anders gefragt: Wie oder was muss Kunst für euch sein, damit ihr es schön findet? Farben? Linien? Töne/Musik? Sprache? Gesprochen oder geschrieben? Düfte oder Geschmack? Gefühle, die hervorgerufen werden? Ganz was anderes?