Archiv der Kategorie: Küche

Frisch verlinkt

Ich habe wieder ein paar Links für euch zusammengetragen.

Bei Nymphenkuss gibt es einen guten Beitrag über Altäre – in den verschiedenen Tradtionen und Praxistipps und Anregungen für den eigenen Altar.

Dem Thema Resteküche widmet sich Maria von Widerstandistzweckmäßig in einer neuen Reihe. Unbedingt reinlesen! Und ich bleib auch gleich hier, denn Resteverwertung gehört ja praktisch zum nachhaltigen Konsum. Was sonst noch alles dazu gehört, hat Maria wunderbar zusammengefasst.

Wenns mal ein bisschen mehr zu lesen sein darf, lege ich euch den Artikel über Wäschepflege ans Herz. Maria erklärt u.a., wie das mit dem Sauberwerden der Wäsche überhaupt funktioniert, dass Fleckenbehandlung sinnvoll ist und einfach mal durchlüften (die Klamotten) einen Waschgang durchaus einspart.

Bei GehäkeltesHerz erfahrt ihr,  dass Häkeln nicht nur Spaß macht, sondern auch noch gesund ist. Übrigens ist Handarbeiten auch eine gute Hilfe für alle, die sich das Rauchen abgewöhnen wollen – die Hände sind zu beschäftigt, um sich eine Zigarette nach der anderen anzuzünden. 🙂

Kreidefarbe selber machen? Kein Problem – VonKarin erzählt, wie es geht. In einem anderen Beitrag beschreibt sie, wie sich Snappap-Label einfach herstellen lassen.  Kleiner Aufwand – große Wirkung!

Künstlerisch bleibts auch bei Lilamalerie: Eine schöne Idee für Kaffeetassenbemalung – das ideale Geschenk für Coffeinjunkies 🙂

Und damit habe ich meinen Beitrag zum Sommerloch geleistet. Genießt das traumhafte Wetter – am besten auf der Terrasse, mit einem Eis oder beim Sonntagsbrunch. Einfach mal die Seele baumeln lassen!

kleines Frühlingsupdate

Es gibt nicht wirklich viel Neues von meiner Seite zu berichten. Ich bin nach wie vor am Räumen und Sortieren. Die Faltmethode nach Marie Kondo hat sich für meinen Kleiderschrank bewährt, so dass ich den Karton-„Schubladen“ inzwischen ein schönes Kleid gegönnt habe. Dafür kam ein altes Button-Poster aus meiner Jugend zu neuen Ehren:

2017_04schrank

Für die oberen „Schubläden“ habe ich festeres Geschenkpapier genommen. Übrigens habe ich gemogelt und nicht die kompletten Kartons bezogen sondern nur ca. das erste Drittel – das ist völlig ausreichend. Die dicken Packen in der Mitte sind Bettwäsche-Sets: komplett mit mehreren Kopfkissen und Bettlaken im Paket, so dass auf einen Griff alles zur Hand ist. Auch das hat sich bereits bewährt.

In diesem Stil geht es bei mir weiter, Zeit für Hobbys um des Hobbys willen (und nicht zum reinen Zweck) habe ich kaum. Dafür konnte ich gestern Nachmittag den Frühling ein bisschen genießen; eine Stunde auf der Terrasse mit einem Krimi – auch etwas, das ich seit Monaten nicht gemacht habe: Einfach mal nur lesen und nix tun!

Dabei habe ich bei Ivana eine wundervolle Wachstums-Meditation gesehen, die ich unbedingt noch durchführen will – wenn ich es denn mal schaffe, ein bisschen runterzukommen.

Eine Idee für Wollreste habe ich bei Wenigreichtauch gefunden: eine Strickjacke im Perlmuster. Gefällt mir sehr gut – vor allem auch in diesem Muster und bunt ist ja sowieso immer richtig. 🙂

Skurriles Recycling gibts bei Howtorecycle: alte Spielsachen werden hier zu Köpfen zusammengesetzt. Wirkt zum Teil echt gruselig (vielleicht als Halloween-Deko?), aber vor allem faszinierend-inspirierend: Was man alles machen kann…

Einen Lichtblick im Plastikrecycling gibts bei scinexx – Mottenlarven fressen sich durch! Klingt vielversprechend.

Als letztes habe ich noch Karins Bärlauchsalz für euch. Das klingt sehr lecker und ist sicher eine gute Alternative für Menschen mit niedrigem Blutdruck, denen der Genuss von Bärlauch-Pesto und Co. schon mal den Boden unter den Füßen wegziehen kann, buchstäblich.

Habt eine schöne Zeit und lasst es euch gut gehen!

Upcycling im Haushalt

Marias Spüllappen wollte ich längst ausprobieren und im Zuge meiner andauernden Räumaktion bin ich unter anderem auch dazu endlich gekommen:

spuellappen

Vorher hatte ich ein kleineres Format genäht, das war mir zu unhandlich. Die hier haben genau die richtige Größe für mich: Ein altes Geschirrtuch wird zu zwei Spültüchern.

Das Geschirrtuch halbieren, auf die Hälfte zusammenlegen (schöne Seite nach innen) und zusammennähen. Ich habe dabei eine Ecke offen gelassen – das geht leichter zum Wenden als eine gerade Kante und ich nähe an dieser Stelle anschließend den Aufhänger dran. Megastylish! *gg*

Vorm Wenden die gesäumten Kanten abschneiden. Daraus wird der Aufhänger gefertigt. Bei der nächsten Upcycling-Aktion werde ich die verzackeln, das habe ich mir hier gespart und fängt natürlich schon zum Ausfransen an. Zum Verzackeln nehme ich statt des einfachen Zick-Zack-Stiches lieber den ZickZick-ZackZack-Stich, der hält besser.

Wenn alles  gewendet und gebügelt ist, wird der Aufhänger im Eck festgesteckt und noch einmal  komplett nah am Rand drübergesteppt, dann sieht das ordentlich aus und hält auch gut.

Maria hats viel besser und ausführlicher beschrieben, guggt euch das bei ihr nochmal an. Es ist eine einfache und sinnvolle Upcycling-Idee; ich habe die Spüllappen inzwischen ausgiebig in Gebrauch und bin total begeistert – bitte nachmachen! 🙂

Da ich viel am Rumräumen bin, habe ich weder Zeit noch Nerven, mich (auch noch) um Dinge zu kümmern, die nicht damit im Zusammenhang stehen. So trenne ich Pullis auf, anstatt welche zu stricken (ich lese im Internet fast überall „aufribbeln“ – bei uns heißt das „auftrennen“), ich häkle Glaskleidchen für meine Kochlöffel und bastel mir Schubladen aus alten Kartons. Dazu habe auf zauberweib.de schon etwas geschrieben.

Ein Utensilo für meine ebenfalls angewachsene Sammlung an Stricknadeln*) habe ich noch genäht. Ebenfalls Upcycling, funktionell und sieht schön aus. Mit Stefanies Nadelrollen-Variante von gehtnichtgibtsnicht kann meins aber nicht anstinken – das ist wirklich das Modell DeLuxe!

Jedenfalls ist die Räumerei der Grund, warum es hier selbst für meine Verhältnisse sehr ruhig ist. Bei euch lese ich ziemlich regelmäßig mit und so weiß ich, dass ich nicht die einzige bin, die derzeit arg im echten Leben aktiv ist und somit weniger Zeit fürs virtuelle bleibt.

Ich wünsche euch allen einen wundervollen Frühling, habt Spaß am Frühjahrsputz oder womit auch immer ihr beschäftigt seit. Allen Bikerinnen und Bikern wünsche ich eine unfall- und blitzfreie Saison: Kommt gut an und gut wieder heim.

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*) Ich habe einen ganzen Abend lang nur Stricknadeln sortiert. Verbogene, unvollständige oder sonst nicht mehr funktionelle Sets und Nadeln habe ich aussortiert. Doppelte, bzw. dreivierfünffache Sorten habe ich gespendet. Alles zusammen gefühlte fünf Kilo, die das Haus wieder verlassen haben. Und trotzdem ist meine Sammlung sehr deutlich gewachsen. Ich glaube nicht, dass ich in diesem Leben nochmal Strick- oder Häkelnadeln kaufen werden muss.

Noch ein paar Links

Ich hatte ne dicke fette Erkältung – irgendwie werden die Viren echt aggressiver. Zum Glück hab ich ein recht gutes Immunsystem. Aber wenns mich erwischt, ziehts mir regelrecht den Boden unter den Füßen weg.  😦

Inzwischen bin ich wieder ziemlich auf den Beinen und hab noch ein paar Links zum Teilen – hey, das reimt sich ja sogar.  🙂

Bei Grünerwirdsnimmer hab ich einen schönen Beitrag gefunden über den Einstieg in den Ausstieg – aus dem Plastik. Gute Tipps, knackig geschrieben – wunderbar zu lesen.

Die Geschwisterkeks haben ein wunderbares 1-2-3-Kuchenrezept gebloggt. Ich mag einfache Rezepte ohne endlose Zutatenliste, ohne irgendwelchen exotischen Schnickschnack. Ok, um diese Jahreszeit darfs schon mal ein bisschen mehr sein, geb ich ja zu. Aber so grundsätzlich und überhaupt ist das hier ein Rezept, das ganzjährig geht und mit verschiedenen Marmeladen ganz fix abgewandelt ist.

Mal ganz was anderes auf lastjunkiesonearth: Da hat ein Fotograf seine Bilder nach vierzig Jahren nochmal geschossen. Teilweise echt beeindruckend, wie sich die Menschen verändert bzw. eben gerade auch nicht verändert haben!

Ihr braucht noch ein schnelles,  günstiges Geschenk? Da gibts beim Julesmoody eine klasse Katzentasse zum Selbermalen. Einfach und effektvoll – volle Punktzahl gibts dafür von mir!

Nochmal für KatzenlieberhaberInnen bei Fjonka eine Bilderstrecke als Antwort auf die Frage: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Dazu passend das Video Guide to Winter von Simons Cat.  🙂

Zum Thema Schenken und Müllvermeidung ein Beitrag von Maria auf widerstandistzweckmäßig.Dort gibts noch viele weitere Links rund ums Thema mit Alternativen, Upcyclings, Geschenketipps und und und. Sehr inspirierend!

Damit bin ich für diesmal auch schon wieder am Ende. Dass ich meinen eigenen diesjährigen Baggwahn längst hinter mir habe (und die Hälfte der Plätzchen schon wieder weg sind) habe ich schon erzählt, oder?

Euch allen schon mal gesegnete Feiertage, viele Geschenke (und wenig Müll!) und vor allem eine gute Zeit mit euren Lieben. Denn darum gehts ja eigentlich.

 

Kastanien? Bin ich auch dabei!

Nachdem ich so viel über Kastanien als Waschmittel gelesen habe und mir zufällig auch grad welche über die Füße gefallen sind (Naja, um die Jahreszeit wohl eher weniger zufällig *g*), musste ich das auch ausprobieren.

Meine Idee, dass die grob zerkleinerten Kastanien beim Trocknen „von selber“ aus der Schale fallen, hat sich eher als Schnapsidee erwiesen. Funktioniert leider nicht.

Ich merke mir also fürs nächste Mal: Kastanien sofort nach der Ernte schälen, grob zerkleinern und fein mahlen. Das so entstandene Kastanienmehl trocknen.

Der erste Versuch in diesem Jahr also grob zerkleinert und größtenteils mit Schale. Da ich keine reinweiße Wäsche habe, ist das aber kein Problem. Ein Säckchen aus einem Rest Vorhangstoff war auch schnell genäht:

Kastanien

Das „Rezept“ ist denkbar einfach:

Ich fülle 2-3 EL Kastanien in den Beutel, den ich wiederum (geöffnet) in einen Kaffeebecher setze. Mit heißem Wasser übergießen und über Nacht ziehen lassen. Vorteil dieser Methode: Es muss nix extra abgeseiht werden.

Am nächsten Tag ziehe ich das Säckchen zu und lege es in die Trommel zur Wäsche, der Sud aus der Tasse kommt ins Waschmittelfach.

Mein Fazit: 60-Grad-Wäsche wird supersauber, bei 40-Grad-Wäsche ist das Ergebnis gut, sofern der Verschmutzungsgrad nicht allzu hoch war. Hier denke ich aber, dass die Verwendung von Kastanienmehl zu einem noch besseren Ergebnis führen wird.

Nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall auf große Kastaniensammelrunde gehen und diese sofort schälen & weiterverarbeiten.

Durch die Verwendung der getrockneten Kastanien kann der Sud nach Bedarf jeweils frisch angsetzt werden. Sind die Kastanien fein gemahlen, sollten 1-2 EL ausreichend sein.

Super Alternative zu Waschmittel. Regional. Bio. Und kostengünstig obendrein. Nur bitte auch hier wie bei jeder Ernte in der freien Natur darauf achten, nicht komplett alles abzugrasen. Sofern es nicht der eigene Baum ist.  🙂

Die verwendeten Kastanien habe ich wieder getrocknet. Ich will ausprobieren, ob das nicht z.B. als Putzmittel noch etwas hergibt. Dieser Test steht allerdings noch aus.

Marshmallows

Marshmallows gehören nicht unbedingt zu meinen Lieblingsnaschereien. Ja, ich nasche gern, Schokoloade am liebsten. Außerdem backe ich sehr gerne Kekse und Kuchen. Wobei ich da auf Dinkelvollkornmehl und wenig Zucker setze bzw. diesen auch mal durch Honig & Co. ersetze. Dass ich jetzt ausgerechnet auf die Idee komme, Marshmallows zu machen – hätt ich selber nicht gedacht! 🙂

Dank Youtube und Chefkoch (bei letzterem hab ich sogar meinen Adblocker deaktiviert, weil ich das nur als fair empfinde) ist ein passendes Rezept schnell gefunden. Ich hab jedoch nur die halbe Menge gemacht, weil ichs ja nur mal ausprobieren wollte:

  • 150 g Puderzucker (bzw. normaler Zucker selbstgemahlen)
  • 1 Pck. Gelatinepulver
  • 90 ml Wasser
  • Vanillezucker, Salz

Gelatine in Wasser auflösen, etwas quellen lassen, dann kurz aufkochen. Wer Sofort-Gelatine benutzt (wäre entsprechend 1/2 Pck. = 15 g), kann sich das Aufkochen sparen.

Puderzucker in eine große Schüssel geben, Vanillezucker und Prise Salz dazu. Gelatinemasse dazu und – losrühren! Wer eine Küchenmaschine hat, sollte die benutzen, ansonsten ist der Handmixer gefragt und ein bisschen Geduld. Unter fünf Minuten wirds selbst bei der Turbostufe nichts, realistisch sind gut zehn Minuten Rührzeit einzuplanen. Bis  eine deutlich an Volumen zugenommene, schaumig-cremige Masse entstanden ist. Ca. doppelt bis dreifach sollte die Menge werden.

Eine Form dünn mit Öl ausstreichen und mit einem Puderzucker-Stärke-Gemisch (1:1) ausstäuben. Nun kann die ganze Masse dort hineingegeben und glattgestrichen werden.

Ich wollte noch ein bisschen experimentieren, also habe ich nur einen Teil rein. Ein Drittel habe ich in eine andere Schüssel und mit Marmelade eingfärbt. Nicht nachmachen! Oder nur eine ganz geringe Menge nehmen. Dieses Drittel wurde bei mir jedenfalls nicht fest, das behielt die Konsistenz von Dessert. (Geschmeckt hat es trotzdem 🙂 ) Färben also besser mit Lebensmittelfarbe. Alternative wäre vielleicht, kleine bunte Zuckerkügelchen einzustreuen? Kann ich mir gut vorstellen.

Das letzte Drittel habe ich mit

  • einer kleinen Hand voll grob gehackter gebrannter Mandeln
  • einem EL  Sonnenblumenkernen
  • ca. 1 TL gemahlene Mandeln und
  • 1 TL Kakaopulver vermischt

(was halt grad so da war). Ebenfalls in die Form damit:

Marshmallow-Masse

Links die Original-Masse (mit den restlichen Klecksen Schoggi-Nuss), in der Mitte die missglückte Marmeladenfärbung und rechts die Schoggi-Nuss-Variante.

Das darf nun einige Stunden trocknen – nicht im Kühlschrank. Über Nacht schadet auch nicht. Dann mit Puderzucker-Stärke-Mischung bestäuben und aus der Form stürzen. Die jetzt schön fluffig-feste Masse (Also, bis auf das in der Mitte *g*) in mundgerechte Stücke schneiden oder mit Plätzchenformen ausstechen. Messer ab und zu mit Öl „säubern“, dann gehts leichter.

Sämtliche Schnittkanten in der Puderzucker-Stärke-Mischung wenden. Ich hab ein bisschen was davon in die Aufbewahrungsdose mit rein und abschließend nochmal alles vorsichtig durchgeschüttelt. So verklebt nix und lässt sich gut essen.

Zwei von drei - Experiment geglückt, würde ich sagen :)

Zwei von drei – Experiment geglückt, würde ich sagen 🙂

Im Bild sieht man ein bisschen rosa, wo die mittlere Masse angegrenzt ist. Das stört aber nicht weiter. Wie gesagt: Ich bin eigentlich kein Fan von Marshmallows. Aber ich schwöre, dass die selbstgemachten hier richtig richtig extrem lecker sind (da ist das Schüssel-ausschlecken schon eine wahre Freude!) – obwohls ja praktisch nur Zucker ist.

Mit der Nuss-Schoggi-Variante eröffnen sich eine Vielzahl an Möglichkeiten und ich werde das Experiment auf jeden Fall wiederholen. (Dann aber ohne Marmeladen-Variante).

Halloween naht ja schon langsam; wer ein Fest plant, sollte dieses Jahr die Marshmallows ruhig mal selber machen. Mit Totenkopf-Ausstechformen o.ä. kommt das sicher gut rum. Grob gehackte Nüsse, vielleicht noch ein bisschen kleingehackte kandierte Früchte (oder Gummibärchen) dazu, schon hat man wunderbar „geronnene Kotze“ – ekliger gehts doch nicht mehr oder? 🙂

Viel Spaß beim Nachmachen! Und auch an alle, die gerne und überwiegend gesund leben – ab und zu mal sündigen ist erlaubt! 🙂

Ich habe außerdem noch Gummibärchen selbst gemacht. Die sind geschmacklich richtig gut geworden (mit Glühwein). Aber die Konsistenz … zwar fest, trotzdem glibberig. Nee, das hat mir nicht gefallen, daher gibts da auch kein Rezept dafür.  🙂