Archiv der Kategorie: Küche

Winter-Marmelade: Glühzwetschge

Was tun, wenn man Zwetschgen eingefroren hat und außerdem noch Glühwein da ist? Richtig, man bringt beides zusammen und macht prima Winter-Marmelade daraus. Die schmeckt aufs Brot (wahlweise mit Butter oder Frischkäse/Ricotta), zwischen zwei Plätzchen „geklemmt“, auf einen Tortenboden gestrichen und/oder in der Tortenfüllung – oder wo und wie auch immer ihr Marmelade mögt. Aber Achtung: Die hier ist „mit Schuss“.

Ich hab erst ein bisschen rumexperimentiert, bis das Rezept perfekt war. Das richtige Verhältnis Zwetschgen : Glühwein sollte 3:2 sein. Normalerweise verwende ich beim Gelierzucker 2:1 – hier hatte ich besonders süße Zwetschgen, da ist Gelierzucker 3:1 besser. Alternativ weniger Zucker und dafür noch etwas AgarAgar nehmen. Und dann noch die Gewürze dazu:

Wintermarmelade

600 g Zwetschgen
400 ml Glühwein
1 gestr. TL Spekulatius-Gewürz
1-2 TL Zimt
340 g Gelierzucker 1:3

Die entsteinten Zwetschgen im Mixer zerkleinern, zusammen mit allen anderen Zutaten in einen großen Topf geben und fünf Minuten kochen lassen. Unbedingt dabei bleiben und immer wieder rühren.

Anschließend in sterilisierte Schraubgläser füllen (ich übergieße die vorher immer mit kochendem Wasser) und fest verschließen.

Lasst euch die Wintermarmelade schmecken! Und wer keinen Alkohol mag, nimmt Kinderpunsch oder Orangensaft oder Birnensaft.

Ach, und was die Plätzchen angeht – da lohnt sich vielleicht ein Blick aufs zauberweib.de :)

 

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Die letzten bunten Blätter

Es hat zwar etwas länger gedauert, aber ich komme noch rechtzeitig für die Herbstdekoration (für Weihnachtsdeko ist es noch etwas früh, finde ich). Bei Herbys habe ich eine wunderbare, kostenlose Häkel-Anleitung für ein Herbst-/Ahornblatt gefunden, die man einfach so runterladen kann. Wie gesagt, ist das kostenlos, aber es handelt sich bei der Site um eine gewerbliches Angebot – wollte ich hiermit drauf hingewiesen haben, falls mir das als Werbung ausgelegt wird.

Das Muster ist sehr einfach, so dass ich gleich dem Blätterrausch(en) verfallen bin. Ich hab noch ein bisschen rumprobiert, dabei ist z.B. das hier entstanden:

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Hier hab ich erst einmal ein paar Runden Stäbchen gehäkelt, damit das Blatt insgesamt etwas größer wird. Und als Abschluss habe ich einen Zackenrand zugefügt, ganz einfach: * fM, fM, 2 LM, KM in die 1. LM* Es gibt ja die unterschiedlichsten Ahornarten, aber der bei meinen Eltern im Garten hatte halt außenrum noch Zacken an den Blättern, deshalb find ich das hier auch schöner. :)

Für alle, die wie ich noch ein paar Zwetschgen eingefroren haben, habe ich bei der Giftigen Blonden ein super Rezept für eine Tarte mit Streuseln gefunden. Die wird aus einem Quarkblätterteig gemacht, der nicht nur schnell und einfach zubereitet ist, sondern auch für Süßes und Herzhaftes verwendet werden kann. Also vielseitig verwendbar und somit ein Geheimtipp für die Herbstsaison!

Wer sich für Batik – genauer: Wachsbatik – interessiert, wird bei Gabi von Made with Blümchen fündig. Sie hat in ihrem Beitrag nicht nur eine Anleitung geschrieben, sondern auch von ihren Fehlern und Fehlschlägen berichtet. Also: Lesen und gleich fehlerfrei loslegen!

Und wer jetzt noch ein bisschen Zeit und Lust hat, die Welt zu retten – da hat die Verbraucherzentrale Bayern einige nützliche Tipps und Tools zum Thema Müllvermeidung zusammengetragen – einfach mal vorbeischauen.

Ich wünsch allen ein frohes Rumwerkeln, wo wieder die „Drinnenzeit“ angebrochen ist. Machts euch gemütlich und knüschlig!

Dattel-Schoggi-Aufstrich

Manchmal springt mich ein Rezept regelrecht an, so dass ich es unbedingt sofort nachmachen muss. Die „vegane Nutella“ von kraft-futter.de war so eins. Allerdings hab ich es ein bisschen modifizert und auch nur die halbe Menge gemacht, wie immer, wenn ich ein neues Rezept ausprobiere.

Boah ich sags euch: Das müsst ihr auch testen! Sowas von megahammerlegga! Zum Reinlegen, wirklich! Ich schreib hier mal meine Rezept-Variante:

  • 40g Margarine
  • 20g Schokolade nach Geschmack (das entspricht 4 Schogetten oder 1 Rippe)
  • 125g Datteln (soft, entsteint – spart das Einweichen)
  • 25g Kakaopulver
  • ca. 1-2 TL Vanilleextrakt
  • 50ml Wasser (oder Pflanzenmilch)
  • 2 TL Erythrit, gemahlen (oder anderes Süßungsmittel)
  • 2 TL Kürbiskerne, gemahlen (oder Sonnenblumenkerne, Nüsse, Mandeln, …)

Vorab die Margarine mit der Schoggi schmelzen (40 Sek. in der Mikrowelle), gut verrühren und wieder abkühlen lassen. Soll aber flüssig bleiben. (Ab und zu umrühren)

Schoggi-Margarine, Datteln, Kakaopulver, Vanille und die Hälfte des Wassers im Multimixer auf niedriger Stufe (oder mit dem Pürierstab) gut zermixern. Dann die restlichen Zutaten dazu, weiter vermixen (ggf. hochschalten), bis eine homogene Masse ensteht. In ein Schraubglas umfüllen, anschließend die Reste aus dem Mixer mit Genuss auskratzen und direkt vernaschen. :)

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Was mich am meisten überrascht hat (außer dem phänomenalen Geschmack), ist die Konsistenz. Obwohl die Masse Wasser und Fett enthält, hat sich eine perfekte Emulsion ergeben – ein Traum!

Im Original wird Öl statt Margarine verwendet – ist also noch schneller und einfacher zubereitet. Das mit der Schokolade war so eine spontane Idee von mir für die individuelle Note – hier war es „Latte Macchiato“-Geschmack. Die Extra-Süße ist ebenfalls meine Modifikation. Die Nüsse bzw. Nussmus ist im Original als Option mit angegeben – bei mir warns halt Kürbiskerne.

Falls ichs noch nicht gesagt habe: Probiert das unbedingt aus. Ihr mögt keine Datteln? Egal – das hier werdet ihr lieben! Ich schwör!

Cashew-Joghurt

Lust auf Joghurt ohne Milch? Und ohne Soja? Geht mit Cashews ganz einfach. Im Originalrezept wird dazu Brottrunk verwendet. Ich hab mir überlegt, dass das mit Hefewasser doch eigentlich auch funktionieren müsste – und das tut es! Hier also mein Rezept:

100 g Cashews
100 ml Hefewasser
50 ml Wasser

Die Zubereitung ist denkbar einfach, benötigt nur ein wenig Zeit:

  1. Cashews für vier Stunden (oder über Nacht) in Wasser einweichen.
  2. Cashews  abgießen, dann zusammen mit den anderen Zutaten in den Mixer geben und ordentlich Stoff geben.
  3. Die cremige Masse in ein Schraubglas füllen und für ein bis maximal zwei Tage bei Zimmertemperatur reifen lassen.

Anschließend ist es im Kühlschrank für ca. eine Woche haltbar. Schmeckt pur oder mit Marmelade. Wer es ein bisschen milder im Geschmack mag, nimmt 75 ml Hefewasser und 75 ml Wasser.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, habe ich die Cashews mit kochendem Wasser zum Einweichen übergossen, den Rest des Wassers in eine Flasche gefüllt und verschlossen. Davon habe ich die benötigten 50 ml genommen. Und das Schraubglas samt Deckel habe ich vor der Verwendung natürlich ebenfalls ausgekocht.

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Wie man vielleicht erkennen kann, ist mir gerade noch rechtzeitig eingefallen, dass ich eigentlich ein Foto machen wollte… :)

Probierts einfach mal aus – es ist eine gute Gelegenheit, das im Kühlschrank schlummernde Hefewasser zu „wecken“. Bzw. falls ihr Brottrunk im Haus habt, könnt ihr natürlich auch den verwenden.

Nicht mehr viel da (Wurstsalat)

Der erste Wurstsalat der Saison – ein typisches Sommeressen, finden wir, mein Liebster und ich. Am Samstag zu grillen war kurz angedacht; da wir am Sonntag aber auf Konfirmation eingeladen sind und beides – grillen und Konfirmation – mit maßloser Völlerei verbunden ist, haben wir uns entschieden, eine große Schüssel Wurstsalat zu machen, die bis Samstag locker reichen würde.

Für Wurstsalat gibt es nicht wirklich ein Rezept, aber ich kann erzählen, was alles (schön kleingeschnibbelt) reinkommt:

  • Stadtwurst. Für alle Nicht-Fränkinnen (und Nicht-Franken): Das ist eine Art grobe Fleischwurst, geht so in die Richtung „Mischung zwischen Fleisch- und Weißwurst“.
  • Käse. Meistens Emmentaler.
  • Zwiebeln. Tipp gegen Unverträglichkeiten: Fertig zerkleinerte Zwiebeln für ca. 30 Sekunden in die Mikrowelle geben.
  • Essiggurken. Falls es grad die letzten aus dem Glas sind: Der Sud kann (abgeseiht) gleich prima mitverwendet werden.

Das wäre so quasi das Grundrezept. Je nach Saison bzw. was gerade da ist oder einfach weg muss, kommen noch Paprika, Peperoni, Radieschen, Schnittlauch, etc. dazu.

Für die Soße ggf. Sud von Essiggurken, eingelegten Paprika, Peperoni, o.ä. (mit-)verwenden. Ansonsten wird eine Soße aus Essig, etwas Öl, Gewürzen (Salz, Pfeffer, Paprika) und einer Prise Zucker gemixt, mit etwas Wasser aufgießen.

Davon also eine große Schüssel voll zubereitet, die sollte uns beiden wirklich reichen! Die erste Portion gab es gestern – soo legga! Ich bin nicht die große Fleisch- bzw. Wurst-Esserin, aber ganz ohne mag ich nicht sein. Und der Wurstsalat ist halt wirklich immer genial gut!

Heute Nachmittag ruft mich mein Liebster von Zuhause aus an: Möglicherweise müssten wir für morgen umdisponieren und vielleicht doch grillen ins Auge fassen. Denn von dem Wurstsalat ist nicht mehr viel da. Und dass das etwas knapp werden könnte für morgen.

Maßlos übertrieben, denke ich, der Riesenbottich voll, was das war. Aber mei, ein bisschen grillen ist ja auch nicht das Schlechteste. Als ich später Zuhause war, habe ich mich soo auf den Wurstsalat gefreut. Selbst wenn nicht mehr viel da war – ich hatte auch nicht soo großen Hunger mehr. Sollte also reichen. Dachte ich.

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Darauf war ich allerdings nicht gefasst! Am Boden hatten sich zwar noch dreivier Bröckelchen Käse versteckt, aber von der Wurst war kein einziges winziges Stückchen mehr da!

Jetzt weiß ich, was mein Liebster meint, wenn er nicht mehr viel da sagt. :) Von den Resten – Wurstsalat ohne Wurst – bin ich dennoch satt geworden. Immerhin gabs noch ne Breze dazu. Und ich glaube, „nicht mehr viel da“ hat das Zeug, zu einem geflügelten Wort zu werden. :)

Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende. Mit Wurstsalat, Gegrilltem, Eis oder was auch immer zum Genießen dazu gehört!

Ruck-Zuck-Brotaufstrich – (k)ein Rezept

Du brauchst einen Brotaufstrich und hast nichts im Kühlschrank außer eingemachtem Gemüse (Senfgurken, Mixed Pickles, Zucchini süß-sauer, …)? Prima, dann hast du alles, was du brauchst.

Naja, fast. Aber Sonnenblumenkerne (oder Cashews oder Mandeln) gehen schließlich niemals aus, oder? :)

Zubereitung:

Den Sud des eingemachten Gemüses in ein Glas abgießen. Das Gemüse in den Mixer geben, etwa dieselbe Menge Sonnenblumenkerne zufügen. Ordentlich zermixern. Pürierstab tuts natürlich auch. Falls die Masse zu pampig wird, ein bisschen von dem Sud dazu.

Und das war eigentlich schon alles. Je nach Geschmack noch etwas Süßungsmittel und/oder Gewürze zufügen. Als Aufstrich waren mir die Zucchini süß-saußer doch ein bisschen zu sauer, daher habe ich ein bisschen Erythrit und Curry zugefügt. Letzterer rundet den Geschmack immer gut ab, finde ich.

In ein Schraubglas o.ä. abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren. Der Aufstrich ist zum Einsatz bereit – ein bisschen durchziehen lassen schadet allerdings nie.

Wenn du – wie ich – Sonnenblumenkerne verwendest, kannst du tatsächlich auf vorheriges Einweichen verzichten. Bei Cashews oder Mandeln ist Einweichen sinnvoll – auch dazu kannst du ruhig den Sud verwenden (das Gemüse dann solange nochmal zurück in den Kühlschrank stellen).

Ein Foto gibts leider nicht – der Aufstrich ist schneller weg, als man fotografieren kann. Allerdings ist das „Rezept“ so simpel, dass du sofort selber loslegen und dir dein eigenes Bild machen kannst. :)

Übrigens: Je nach Ausgangsprodukt ist der Aufstrich nicht nur vegetarisch sondern sogar vegan. Und sowas von legga! Nachmachen und genießen. :)

Mal wieder ein paar Links

Diese Staubsauger-Story von kaufdiät ist zwar schon ein bisschen älter, aber ich finde sie nach wie vor erzählens- und vor allem auch nachahmenswert. Auch ein „altes“ Haushaltsgerät kann durchaus sinnvoll repariert werden. Wobei ich sechs Jahre für einen Staubsauger nicht „alt“ nennen möchte.

Bei mir selber bahnt sich eine Neuanschaffung an; mein Handmixgerät schafft keinen Hefeteig mehr und lässt in seiner Leistung merklich nach. Da sag ich aber: Nach 25 Jahren darfs auch mal ein neues Gerät sein.

Maria von widerstandistzweckmäßig hat immer wieder super Artikel zum Thema Müll vermeiden, Re- bzw. Upcycling. In diesem Beitrag werden u.a. Edelstahlschwämme erwähnt. Also nicht diese Stahlwolle-Klumpen, sondern Spiral“nester“, die wohl ein adäquater Ersatz für die Kunststoff-Schwämme sein sollen. Edelstahl ist zwar recyclebar, verbraucht aber bei der Herstellung bereits enorm viel Energie. Trotzdem ist es wohl dem Kunststoff vorzuziehen – es kommt allerdings noch drauf an, wie lang diese Nester ihren Dienst tun.

Warum ich das schreibe, ist etwas, das bisher noch nichts zustande gebracht hat: Kein Material, kein Reiniger – weder Chemie noch Bio – hat es bislang geschafft, meine Teetassen von dem hässlichen braunen Belag zu befreien. Die Spiralnester bekommen das hin, sogar noch ohne großartigen Kraftaufwand! Das hat mich megaverblüfft und schon alleine wegen dieser Leistung wird die Anschaffung der Nester nicht vergebens gewesen sein. Wer schwarzen Tee trinkt, sollte diese Dinger ausprobieren!

Auf Scinexx wird darüber berichtet,wie man aus Joghurtresten Kraftstoff gewinnen kann. Bleibt die Frage, wie rentabel das sein wird – allerdings macht Kleinvieh bekanntlich ja auch Mist :)

Zum Schluss noch gerade rechtzeitig der Hinweis auf die Anti-Zucker-Challenge von healthyhabits – wer mitmachen will, einfach einsteigen!  Oder notfalls noch die Faschingskrapfen-Zeit abwarten und von Mitte Februar bis Mitte März dabei sein. Das zählt auch :)

Rezeptverwaltungs-Software

Seit vielen Jahren bereits nutze ich Daniel Lüdeckes Zettelkasten. Darin speichere ich alle Ideen aus allen Gewerkel-Bereichen ab: Bastel- und Dekoideen, Häkelmuster, Anleitungen für Pullis oder Tücher. Färberezepte, irgendwelche kreative Ideen, die ich irgendwo mal gesehen habe, die ich irgendwie vielleicht mal umsetzen will – alles wird in diesem Programm gesammelt. Bilder können eingefügt werden, selbstverständlich gibts die Möglichkeit, Quellen anzugeben und die umfangreiche Schlagwortverwaltung sorgt dafür, dass wirklich alles auch wiedergefunden wird. Die kostenlose Software kann noch viel mehr, als ich tatsächlich nutze – einen Blick darauf zu werfen, ist sicher lohnenswert.

Nun bilde ich mir aber unbedingt ein, dass das Layout eines Rezeptes links die Zutaten auflisten soll, rechts daneben ein Bild und darunter die Anleitung zur Zubereitung. Das mit dem „rechts daneben“ kann der Zettelkasten leider nicht. Außerdem hätte ich alles gerne in schönem html (Exportfunktion) und zum Ausdrucken.

Ich hab mich also auf die Suche gemacht und war zunächst schier erschlagen von der Fülle an Rezeptverwaltungsprogrammen, die es gibt! In die engere Auswahl kamen letztlich aber nur zwei – beide Freeware, beide auch als portable Version verfügbar.

Das kleine Rezeptbuch gibt es aktuell in der Version 3.0. Kategorien können nach eigenen Bedürfnissen angelegt, aber es kann nur eine je Rezept vergeben werden. Die Maske gibt Eingabefelder für Zutaten, Zubereitung, Quelle und Bild an, sowie div. Nährwert- und Portionsangaben und natürlich die Kategorie.

Sehr gut sind die umfangreichen Suchmöglichkeiten sowie die Option, mehrere Kochbücher anzulegen.

Es gibt diverse Exportfunktionen: Neben txt, rtf und pdf natürlich die Formate rezkonv und mcb. Außerdem odt, jpg und html. Die Formatierungen können etwas angepasst werden, mehrere Vorlagen sind vorhanden. So gefällt mir der Export als pdf hier recht gut – leider ist das generierte html dafür vorsintflutlich grottenschlecht. Sorry, kann nicht anders bezeichnet werden. Die Darstellung in Einzelseiten zum Durchblättern sieht optisch durchaus ansprechend aus. Doch der Quellcode dahinter – geht gar nicht. :(

So komme ich zu Floses Kochbuch, aktuell in der Version 2.6.8.0. Auch hier gibt es eine Eingabemöglichkeit nach Zutaten, Zubereitung, Quelle und Bild. Außerdem weitere Angaben für Zubereitungszeit, Portionsgrößen, Nährwerte, usw.

Kategorien können auch hier frei nach Belieben angelegt werden, mit einem zusätzlichen Erklärungsfeld sowie der Möglichkeit, jedem Rezept mehrere Kategorien zuzuordnen. Dafür lassen sich nicht mehrere Kochbücher anlegen.

Die Suchfunktion ist auf den ersten Blick eher unscheinbar, entpuppt sich aber als leistungsstarkes Hilfsmittel.

Die Exportmöglichkeiten sind hier nicht ganz so zahlreich, aber ausreichend: reze, rtf, zip, html, tex – und natürlich gibt es eine Druckfunktion, mittels der auch die Ausgabe als pdf ermöglicht ist.

Der Nachteil beim html-Format ist hier, dass alles in einer Datei exportiert wird – dafür aber incl. Inhaltsverzeichnis, wenn gewollt. Und es handelt sich um vorbildliches, wunderschönes html mit eigener css-Datei, die bei der Formatierung keinerlei Wünsche offen lässt. Der html-Quellcode ist mit divs und classes so gestaltet, dass mit wenigen Handgriffen praktisch jedes Layout möglich ist. Die css-Datei muss man sich dann nur noch in Reichweite sichern und kann bei jedem neuerlichen Export (z.B. getrennt nach Kategorien) im Anschluss rüberkopiert werden – fertig ist das Wunsch-Rezeptbuch!

Somit ist mein Favorit ganz klar das Kochbuch von Flose – wobei das kleine Rezeptbuch nur einen Tick andere Schwerpunkte setzt.

Wer gerade auf der Suche nach so etwas ist, sollte sich also ruhig alle drei genannten Programme etwas näher anschauen. Und auch wenn es sich dabei um Freeware handelt – bzw. genau deswegen merkt man bei solcher Software oft, dass da Herzblut drinsteckt. Daher mein Apell: Wenn ihr euer Wunschprogramm gefunden habt und zufrieden damit seit, dürft ihr gerne einen Beitrag spenden und so die Programmierer motivieren, weiter zu machen.

Und wenn ihr schon dabei seit – wir alle nutzen sie fast täglich, also darfs auch hier ein kleiner Beitrag sein: Danke, Wikipedia und alle, die dahinter stehen!

Brot backen mit Hefewasser

Vor einiger Zeit bin ich über den Begriff „Hefewasser“ gestolpert. Zufällig hat meine Lieblings-Youtuberin Sally ebenfalls ein Video dazu hochgeladen, gefolgt von Videos zum Brotbacken mit Hefewasser. Da wars dann um mich geschehen: Ich musste das ausprobieren!

Brot selber backen – klingt aufwändig. Wenn man rein die Zeitspanne betrachtet, ist es das auch. Der Vorgang bzw. die jeweiligen Schritte sind allerdings wirklich kinderleicht und dauern immer nur wenige Minuten. Tatsächlich benötigt man nur ein bisschen Geduld, wenn man superleckeres Brot haben will!

Der Erstansatz des Hefewassers braucht ca. acht Tage, bis es einsatzbereit ist. Dazu einfach zwei Datteln (oder ein gut gehäufter EL Rosinen) mit 50 g Zucker (oder Honig) und einen Liter lauwarmen Wasser in eine Glasflasche mit Schraubverschluss füllen, gut durchschütteln, bis sich alles aufgelöst hat und dann stehen lassen (nicht im Kühlschrank!). Morgens und abends kurz schütteln und die Luft rauslassen: Nach dreivier Tagen fängt der Inhalt nämlich an zu gären, wodurch sich Druck aufbaut, der regelmäßig entweichen muss.

Nach ca. acht Tagen die Flüssigkeit durchsieben, benötigte Menge abmessen; der Rest kann in einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wenn das Hefewasser kaltgestellt ist, kann nichts passieren. Für den nächsten Einsatz einfach wieder ins Warme stellen, Wasser und Zucker nachfüllen und wieder einige Tage Geduld haben – diesmal gehts auch ein bisschen schneller.

Ich habe als erstes das Roggen-Dinkel-Vollkornbrot ausprobiert, allerdings mit fertig gekauftem Vollkornmehl, nicht frisch gemahlen. Lest euch das Rezept genau durch – auch hier müsst ihr zweidrei Tage einplanen, bis das Brot endlich fertig ist. Und guggt euch auch das Video dazu an – da seht ihr am besten, welche Konsistenz die beiden Teige haben sollen. Das hatte mich nämlich etwas verunsichert, dass die so flüssig/weich waren. Aber: muss so :)

Das einzige, was bei mir nicht so geklappt hat, war das Brot aus der (Kasten-)Form rauszubringen. Beim nächsten Mal werde ich sie nach dem Einfetten noch mit Bröseln/gemahlenen Kernen o.ä. einstauben. Und vielleicht eine Springform nehmen – da bekomme ich das Brot sicher wieder raus.

Probiert es unbedingt aus – es ist schon ein kleines Wunder, dem Hefewasser beim Werden zuzusehen und wie das Brot im Ofen aufgegangen ist: Wahnsinn! Ich hab selber noch einige Ideen im Hinterkopf, was ich alles experimentieren will.

Die Ausrede, dass das alles so zeitintensiv ist,  kann ich auch nicht wirklich gelten lassen. Der konkrete Arbeitsaufwand beträgt jeweils maximal zehn Minuten, der Rest ist immer nur abwarten – und genau diese Zeit, die dem Teig zum Werden gewährt wird, ist es, die das fertige Brot so locker und lecker werden lässt!

Und wenn ihr zum Brotback-Fan geworden seit, macht ihr beim nächsten Mal einfach die doppelte Menge, dafür kleinere Brote backen (bzw. die fertigen halbieren) und einfrieren. So habt ihr immer wieder frisches Brot parat und spätestens, wenn die letzte Reserve zum Auftauen bereit liegt, wirds Zeit, das Hefewasser zu „reanimieren“.

Oder habt ihr schon mit Hefewasser gebacken? Experimentiert? Erzählt doch mal, ich bin neugierig!

Frisch verlinkt

Ich habe wieder ein paar Links für euch zusammengetragen.

Bei Nymphenkuss gibt es einen guten Beitrag über Altäre – in den verschiedenen Tradtionen und Praxistipps und Anregungen für den eigenen Altar.

Dem Thema Resteküche widmet sich Maria von Widerstandistzweckmäßig in einer neuen Reihe. Unbedingt reinlesen! Und ich bleib auch gleich hier, denn Resteverwertung gehört ja praktisch zum nachhaltigen Konsum. Was sonst noch alles dazu gehört, hat Maria wunderbar zusammengefasst.

Wenns mal ein bisschen mehr zu lesen sein darf, lege ich euch den Artikel über Wäschepflege ans Herz. Maria erklärt u.a., wie das mit dem Sauberwerden der Wäsche überhaupt funktioniert, dass Fleckenbehandlung sinnvoll ist und einfach mal durchlüften (die Klamotten) einen Waschgang durchaus einspart.

Bei GehäkeltesHerz erfahrt ihr,  dass Häkeln nicht nur Spaß macht, sondern auch noch gesund ist. Übrigens ist Handarbeiten auch eine gute Hilfe für alle, die sich das Rauchen abgewöhnen wollen – die Hände sind zu beschäftigt, um sich eine Zigarette nach der anderen anzuzünden. :)

Kreidefarbe selber machen? Kein Problem – VonKarin erzählt, wie es geht. In einem anderen Beitrag beschreibt sie, wie sich Snappap-Label einfach herstellen lassen.  Kleiner Aufwand – große Wirkung!

Künstlerisch bleibts auch bei Lilamalerie: Eine schöne Idee für Kaffeetassenbemalung – das ideale Geschenk für Coffeinjunkies :)

Und damit habe ich meinen Beitrag zum Sommerloch geleistet. Genießt das traumhafte Wetter – am besten auf der Terrasse, mit einem Eis oder beim Sonntagsbrunch. Einfach mal die Seele baumeln lassen!