Archiv der Kategorie: Küche

Gewerkelungen 2019

Was bei meiner Neustrukturierung ein bisschen untergegangen ist, sind meine Gewerkelungen. Hier hab ich zwar das eine oder andere Projekt vorgestellt, aber so ein Rundumschlag, den gabs bislang noch nicht. Das will ich hiermit nachholen.

Ich beginne mit den „Baddschgerli“ – Häkelsöckchen, die in der feinen Baumwollausführung sehr gute Dienste leisten bei Riemchensandalen. Da hatte ich mir nämlich beidseitig heftige Blasen gelaufen, weil die Riemen auf der Haut gescheuert hatten. Die Baddschgerli haben Abhilfe geschafft. Und in der Variante aus dicker Wolle gehen sie sehr gut als Haussocken durch. Eine Anleitung (pdf, 2,1 MB) dafür hab ich vor Jahren schon mal geschrieben.

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Ich bleib beim Häkeln, und zwar hab ich nochmal „Becherschühchen“ für die Katzenbecherchen gemacht, damit die nicht davonrutschen. Daneben ein Kleidchen für das Glas mit dem Waschpulver, ein Zwickersäckle, schöne Untersetzer und ganz außen ein Häkelmandala. Da hab ich eine Zeit dafür gebraucht, bis das fertig war, aber das Ergebnis war alle Mühe wert!

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Was natürlich dieses Jahr auch nicht fehlen durfte, war meine Einkoch-Saison. Wie immer gab es Erdbeermarmelade ausm Garten, außerdem Heidelbeere (von meinem Liebsten selbstgezupft), Stachelbeer-Apfel-Honigmelone und – noch ganz frisch – Hagebutte-Kürbis. In der mittleren Reihe Kirsche, Brombeer und Himbeere (die beiden letzteren ausm Garten). Unten das obligatorische Zucchini-Relish, außerdem die eingelegte Variante zusammen mit Paprika und Zwiebeln (seeehr legga!). Als letztes Schoggipudding, über den ich bereits berichtet habe.

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Ich bleib in der Küche: Da gabs einen Rosenkuchen, in dem neben Nüssen auch alle möglichen Lebkuchenreste verschwanden. Daneben Kekse, die back ich regelmäßig. Es folgt ein Kürbis-Schoggi-Kuchen zu meinem Geburtstag und ganz außen der Plätzchenteller meines diesjährigen Baggwahns.

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Abdeckhäubchen hab ich ohne Ende genäht heuer, die gehen ja immer mal fix zwischendurch. Außerdem noch zwei Innenkleidchen für die große Keksdose:

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Ebenfalls inflationär hab ich Nähgewichte und Gemüsesäckchen angefertig. Dazwischen ein paar Bodentücher aus einem alten Handtuch und ein Kästchen hat ein Patchwork-Kleid bekommen. In der unteren Reihe ist die Laptop-Tasche zu sehen, eine Buch-Tasche, mein Pinguin, eine Hülle für einen USB-Stick und eine Kissenhülle.

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Einige kurze Höschen gabs noch, eine enger genähte Jeans, ein Sommerkleid und bei einer Strickjacke hab ich neue Ärmel drangestrickt. Die originalen waren zu eng und zu lang (hatte ich gekauft-geschenkt bekommen). Jetzt passt alles und sie ist so schön flauschig-warm.  Daneben ein gepimptes Shirt. Da hats mich genervt, dass der Ärmelausschnitt so weit war, dass ich kurzerhand ein bisschen Spitze reingenäht habe. Es folgt noch eine Schlafanzughose und eine Schürze aus einer Tischdecke. – In dieser Reihe war alles komplett upgecycelt bzw. repariert.

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Und natürlich hab ich wieder jede Menge Socken gestrickt, hier eine kleine Auswahl:

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Ebenfalls gestrickt ist die Decke links und der Schal rechts – auffallend ähnliches Design :) In der Mitte meine Auswahl an Kerzen, die ich aus den gesammelten Resten gegossen habe. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, das Herstellungsdatum einzuritzen (Monat und Jahr), weil sie tatsächlich besser brennen, wenn sie mindestens ein halbes, besser ein ganzes Jahr ruhen durften.

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Somit ist heuer doch einiges zusammengekommen. Dabei war hier aber längst noch nicht alles dabei. Ich bin schon drauf gespannt, was mir das neue Jahr alles an Ideen und Projekte bringen wird!

Baggwahn 2019

Fleißige LeserInnen meiner zauberweib.de-Seite wissen, dass jedes Jahr Ende November bei mir Ausnahmezustand herrscht: Ich hab eine Woche Urlaub und die verbringe ich im Baggwahn. Heuer war es ganz schlimm, bin gar nicht mehr rausgekommen aus dem Flow. Aber mal ehrlich: Genau so solls ja auch sein! Blezzlibaggn (Also: Plätzchen backen) soll Spaß machen und darf keinesfalls eine lästige Pflicht sein!

Wie immer gibt es einige Klassiker, ein paar alte Bekannte, die ich nicht zwingend jedes Jahr backe und natürlich auch immer etwas Neues:

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Ich fang mal links auf neun Uhr an, die zusammengeklebten mit der Walnuss drauf sind Walnuss-Taler mit Walnuss-Nougat-Füllung, die gabs schon öfter. Neu sind die Wiener Schoggi-Herzen dahinter. Das sollte laut Rezept eigentlich Spritzgebäck sein, aber der Teig war etwas fest und da dacht ich mir: Herzen mit Himbeermarmeladen-Füllung sind doch auch sehr schön!

Daneben der marmorierte Würfel ist ein Schoggi-Karamello – zählt inzwischen zu den Klassikern. Heuer abgewandelt mit ein paar grob zerkleinerten Walnüssen in der Karamellschicht. Seeehr legga! Dahinter meine Lieblings-Nougatbissen und das kleine Kügelchen daneben ist eine Eierlikör-Praline. Die gabs heuer zum ersten und ganz sicher nicht zum letzten Mal!

Gleich daneben mit Puderzucker sind meine Spitzbuben – eigentlich laut Rezept „Nusssterne“ – aber erstens hab ich keine Sterne ausgestochen, sondern Plätzchen gepresst und zweitens schmecken die original wie die Spitzbuben von meiner Mama. Sind mit Himbeer-Pflaumenmarmelade gefüllt.

Direkt darunter – neben dem Schoggi-Karamello-Würfel – ein Cashew-Törtchen. Das gabs auch schön öfter; ist zwar eine äußerst klebrige Angelegenheit, die Füllung herzustellen (gemahlene Cashews mit Honig und Zimt), aber sooo legga!

Es folgen die Ur-Klassiker Nussecke und Vanillekipferl, darunter wieder ein neues Rezept: Walnuss-Schoggi-Taler. Schauen recht unspektakulär aus, schmecken aber richtig gut!

Von ca. drei bis sechs Uhr folgen die 1-2-3-Variationen. Die mach ich immer am Schluss, weil da wird alles mit verarbeitet, was noch offen ist, Reste die weg müssen, wo ich frei improvisiere. Als Basis dient ein 1-2-3-Teig (100g Zucker, 200g Butter, 300g Mehl). Der wird gedrittelt und dann abgewandelt: Gleich auf drei Uhr Walnussplätzchen mit Hagebutten-Füllung, darunter die Tannenbäumchen haben eine Brombeer-Pflaumenfüllung und die Zebraplätzchen auf sechs Uhr wollte ich schon immer mal machen: Dazu wird eine Hälfte des Teiges mit Kakao eingefärbt, beides zu Platten ausgewellt. Ein paar zerbröselte/gehackte Nüsse (was zur Hand ist) auf die eine Platte, die andere drüberlegen. Halbieren, auf die eine Hälfte Nüsse streuen, andere Hälfte drauflegen (etwas andrücken). Nochmals der Länge nach halbieren, das Spielchen wiederholen, bis ein „Zebrastreifen“ übrig ist, von dem mit einem scharfen Messer die Plätzchen abgeschnitten werden (ggf. nochmal kurz kühl stellen).

Über dem Zebraplätzchen die Schoggi-Rest-Haffli in weiß und in dunkel: da werden die Reste vom Schokoladisieren mit Bruchstücken und/oder Nüssen vermischt und zu Haffli verarbeitet. Meine Lieblings-Resteverwertung :)

Auf sieben Uhr nochmal Walnuss (gabs heuer sehr viele, die Kollegin war dankbar, dass ich ihr welche abgenommen habe): Eigentlich Kokosplätzchen, auch ein neues Rezept, das mit ganz kurzfristig noch über den Weg gehüpft ist. Gefüllt sind sie mit weißer Schoggi und Kokosraspel, ein bisschen Orange noch dazu. Und weil ich von der Füllung viel zu viel angemischt hatte, hab ich noch jeweils eine Walnuss draufgeklebt :)

Schließlich noch vollschokoladisierte Dattellebkuchen. Eine äußerst klebrige Angelegenheit, die ich nur empfehlen kann, wenn eine leistungsfähige Küchenmaschine vorhanden ist. Aber sind einfach nur gut! Als letztes die Nougatstangen, dunkler Teig mit Nougat-Nuss-Füllung und weißer Schoggi drauf. Die Lieblingsplätzchen der Walnuss-Kollegin ;)

Einen Stollen hab ich natürlich auch gebacken, aber der darf noch nicht angeschnitten werden, der muss noch ein bisschen ruhen…

Gemäß der alten Tradition, dass ich nicht nur beschreibe, was ich so gebacken habe, habe ich das eine oder andere Rezept direkt verlinkt – viel Spaß beim Nachbacken! Und ich freu mich über  Links in den Kommentaren zu euren Baggwahn-Berichten und/oder Lieblingsplätzchen!

Mein Vorrats-ABC

Ich habe gerne fertig gemahlene Kerne, Saaten und Getreide griffbereit. Da ich meine Vorräte aber in einer (großen) Schublade habe, nutzt es wenig, die Behältnisse direkt zu beschriften. Ich brauchte also etwas, das ich von oben beschriften konnte.

Hin und wieder trinke ich Bröselkaffee und meine bevorzugte Marke kommt löblicherweise im Glas, aber leider mit Plastikdeckel. Zur weiteren Verwendung z.B. zum Einkochen also unbrauchbar. Wegwerfen will ich die Gläser aber auch nicht. Wer weiß, wozu ich die vielleicht doch noch verwenden kann?

Tja, gesucht und gefunden: Die Plastikdeckel haben nämlich eine leicht raue Oberfläche, die sich prima mit einem stinknormalen Buntstift beschriften lassen. Und obwohl der Inhalt des Glases meist deutlich zu identifizieren ist, beschrifte ich das Glas sicherheitshalber auch immer nochmal. Dazu nehme ich einen wasserfesten Filzstift, der sich mit einem Edelstahl“Schwamm“ leicht entfernen lässt. So kann ich sicherstellen, dass wirklich auf jedem Glas der richtige Deckel landet.

Und so sieht meine Vorratsschublade nun von oben aus:

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So sehe ich auf einen Blick, wo die Kürbiskerne, Hirse, Hafer (oder was auch immer ich gerade benötige) sich befinden. Wenn ein Glas leer ist, kommt es in die Spülmaschine – ich habe mittlerweile genügend davon, dass ich ein anderes befüllen und neu beschriften kann.

Ein ganz simpler Trick – muss man nur drauf kommen. Und die Gläser dürfen mitsamt ihren Plastikdeckeln noch lange weiterleben. Für diese trockenen Inhalte sind sie nämlich sehr gut geeignet.

Es ist übrigens wirklich eine große Schublade; unter der Schachtel, in der die Gläser stehen, befindet sich ein Karton mit den ungemahlenen Kernen, Körnern und Saaten. So hab ich alles zusammen und mit einem Handgriff (Karton zur Seite nehmen) steht mir der Nachschub zum Vermahlen zur Verfügung.

Was habt ihr für Tricks und Hacks in eurer Küche? Oder im Badezimmer? Ich bin neugierig!

Das Ding: Trommelreibe

Aus meiner Reihe Dinge, die den Alltag leichter machen will ich diesmal die Trommelreibe vorstellen. Lange bin ich um die Anschaffung herumgeschlichen – wieder ein Ding mehr, das rumsteht…? Irgendwann hat aber meine Vierkantreibe ihren Geist aufgegeben und ich hab mich entschieden, in eine anständige Trommelreibe zu investieren.

Sehr gute Dienste hat sie bereits beim Plätzchenbacken geleistet – genauer: beim Raspeln von Schoggi, Nüssen, Orangeat, Zitronat… was eben so anfällt. Ein Traum! Die Reibe hat dank Saugfuß einen festen Stand (eine Schraubzwinge ist bei den meisten auch noch im Lieferumfang dabei) und das Handkurbeln geht sowas von leicht und einfach. Blockschokolade ist mit der Vierkantreibe eine gleichermaßen abendfüllende und schweißtreibende Angelegenheit. Mit der Trommelreibe geht das buchstäblich im Handumdrehen.

Inzwischen sind wir mitten in der Zucchini-Saison. Und was soll ich sagen: Kein Muskelkater mehr! Und die Fingernägel sind auch nicht mehr in Gefahr, abgehobelt zu werden. Sogar die Zwiebeln werden bei mir durchgekurbelt. Vor den Zucchini, damit den Zwiebelgeruch gleich wieder neutralisiert ist.

Gereinigt ist so eine Trommelreibe ebenfalls schnell und einfach, wobei ich die Reibetrommeln (also die Einsätze) nicht in die Spülmaschine gebe, sondern lieber per Hand spüle.

Meistens gibt es ein Fleischwolf-Zubehör (zum Nachkaufen), nur zur Info. Lustig finde ich daran, dass ausgerechnet beim Fleischwolf noch der Aufsatz für Spritzgebäck dabei ist. Was irgendwie gar nicht zusammenpasst. Meine Mam hatte einen Fleischwolf noch aus Gusseisen (oder so etwas ähnlichem), sehr massiv und schwer. Irgendwann in den frühen 1960ern angeschafft. Und damals war ebenfalls dieser Spritzgebäck-Aufsatz dabei, mit exakt den selben Mustern wie heute. :)

Wichtig ist, bei der Auswahl auf die Qualität zu achten. Ohne Plastik geht heutzutage ja leider nicht mehr, doch es gibt erhebliche Unterschiede in der Festigkeit. Ebenso bei den Reibetrommeln – da sollte die Schärfe doch erheblich über der einer Fünf-Euro-Käsereibe aus dem nächsten Supermarkt liegen!

Ich habe mich im Vorfeld sehr lange und umfassend informiert und es ist leider viel Schrott auf dem Markt. Deshalb mein dringender Rat: Finger weg von vermeintlichen „Schnäppchen“ – die sind in nullkommanix unbrauchbar, Müll und rausgeworfenes Geld. Faustregel: Alles, was unter 50,- angeboten wird, schon mal pauschal links liegen lassen. Eine konkrete Empfehlung will ich nicht aussprechen, obwohl ich eine sehr gute Trommelreibe gefunden haben. Wers ganz genau wissen will, darf gern pM bei mir nachfragen (s. Impressum).

Größere Mengen Käse z.B. für einen Auflauf reiben – ratzfatz erledigt. Und die Zucchini – kein Vergleich zu früher mit der Vierkantreibe. Die Investition hat sich sowas von gelohnt.

Das Sahnehäubchen war das Durchkurbeln der Zutaten für den Quarkstollen letztes Jahr. Nicht nur, dass ich alles der Reihe nach verarbeiten konnte – ich war plötzlich wieder zehn Jahr alt und mit meiner Mam in der „Weihnachtsküche“. Dass es damals der bereits genannte Fleischwolf war, durch den die Zutaten gedreht und am Ende Hefe- statt Quarkstollen gebacken wurden, sind in dem Zusammenhang unwesentliche Details am Rande. Das Durchdrehen hat mir als Kind schon Riesenspaß gemacht. Und das ist noch immer so. Auch wenn es noch ein bisschen dauert, freu ich mich schon wieder auf diesjährigen den Baggwahn :)

Falls ihr öfter was zum Zerkleinern habt und bereits darüber nachdenkt, ob sich eine  Investition in eine gute (!) Trommelreibe lohnt, kann ich nur sagen: Ja. Lohnt sich definitiv! Es geht um so vieles leichter und schneller als mit der der Vierkantreibe. Aber unbedingt auf Qualität achten und keinen Billigschrott kaufen. Damit tut ihr euch echt keinen Gefallen.

Nachteile sind mir bislang keine aufgefallen. Außer vielleicht, dass es sich für eine kleine Menge Käse zu reiben nicht wirklich lohnt, dafür hinterher alles reinigen zu müssen (auch wenn das wirklich einfach und unkompliziert geht). Für ein bisschen Streuselkäse aufs Brot nehm ich also nach wie vor die alte ausgediente Vierkantreibe, die taugt dafür noch allemal und ist schneller gereinigt als die Trommelreibe zerlegt. Also kein wirklicher Nachteil.

Was habt ihr für unersetzliche, lieb gewordene Dinge, die euch den Alltag erleichtern? Hinterlasst mir einen Kommentar oder greift meine Reihe auf und schreibt einen eigenen Blogbeitrag, den ihr gerne bei mir verlinken dürft.

Ich bin neugierig!

Schoggipudding ganz vegan

Zu meinem siebenjährigen Blogjubiläum*) gibts ein Rezept für einen mega-leckeren Schoggipudding. Ursprünglich wollte ich einen Schoggi-Aufstrich machen, musste aber feststellen, dass der Geschmack eindeutig „Pudding“ ist und daher hab ich die Konsistenz angepasst.

Als Basis diente mir eine selbstgemachte Cashew-Kokos-Creme: Cashews über Nacht einweichen, am nächsten Tag abgießen und abspülen. Zusammen mit Kokosflocken und einem ordentlichen Schluck Rapsöl im Mixer zu einer feinen Creme verarbeiten. Ein genaues Rezept hierfür kann ich leider nicht bieten, weil es eine Resteverwertungsaktion war. Ich mag Rapsöl sehr gerne, wer lieber anderes mag, nimmt anderes :)

Es kann natürlich jede/s Nusscreme/-mus verwendet werden, selbst die gekaufte Variante. ;)

Das Rezept für den Schoggipudding reicht für eine große oder zwei kleine Portionen – nicht von der Menge täuschen lassen, weil es ziemlich mächtig ist und daher gut satt macht:

  • 100 ml abgekochtes Wasser
  • 3 TL Kakaopulver
  • 1-2 TL Eiweißpulver
  • 3 TL Erythrit/Süßungsmittel
  • 1 TL Johannisbrotkernmehl
  • 80 g Cashew-Kokos-Creme/Nussmus

Wenn ich bei Rezepten Wasser brauche, nehm ich immer abgekochtes, weil das Endergebnis etwas länger haltbar ist  (bilde ich mir zumindest ein). Im warmen Wasser lösen sich die Zutaten besser auf als im kalten, zu heiß sollte es allerdings nicht mehr sein.

Kakao, Eiweißpulver und Erythrit mit dem Wasser verrühren, dann erst das Johannisbrotkernmehl zufügen. Mit dem Schneebesen cremig glattrühren. Zuletzt die Cashew-Kokos-Creme (oder beliebiges Nussmus) unterrühren. Fertig.

Kann praktisch sofort gegessen werden, allerdings schmeckts sogar noch besser, wenn man dem fertigen Pudding eine Nacht im Kühlschrank zum Durchziehen gönnt.

Ich verwende Erbsenprotein und hatte zunächst die Befürchtung, dass der erbsige Geschmack durchschlägt, das ist jedoch absolut nicht der Fall. Kann natürlich durch jedes andere Protein- oder Milchpulver ersetzt werden – was ihr halt zuhause habt.

Als Süßungsmittel nehm ich bevorzugt Erythrit, auch hier kann nach den eigenen Vorlieben ersetzt werden: Von Ahornsirup bis Xylit sollte alles möglich sein. Die Menge kann ebenfalls angepasst werden, wenn es süßer sein darf.

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Viel Spaß beim Schlemmen!

*) Heute vor sieben Jahren habe ich den ersten Beitrag auf diesem Blog geschrieben. Tatsächlich blogge ich schon wesentlich länger und meine erste selbstgebastelte Homepage hatte ich bereits im vorigen Jahrtausend – damals auf Tripod gehostet, wer sich noch daran erinnern mag.

Abdeckhaube nähen

Nicht für jede Schüssel hat man den passenden Deckel und einen Teller o.ä. drauflegen ist vielleicht nicht immer die beste Wahl, z.B. wenn der Nudelsalat zur Grillparty transportiert werden soll. Frischhaltefolie? Nö, geht gar nicht! Besser: Ein Abdeckhäubchen nähen.

Dazu werden zwei Stücke Stoff – am besten Baumwolle, weil die auch mal bei 60 Grad gewaschen werden kann – benötigt, etwas größer als der Schüsselrand. Außerdem noch Kordel oder Gummiband.

Auf einem der beiden Stoffteile einen Kreis anzeichnen, ca. zwei bis drei Zentimeter größerer Durchmesser als die Schüssel. Die Stoffe rechts auf rechts zusammenstecken und an der Linie entlang zusammennähen, dabei eine Wendeöffnung lassen!

Die Überstände etwas zurückschneiden, an der Wendeöffnung beide Stoffteile einzeln verzackeln, der Rest kann rundum zusammen verzackelt werden (muss aber nicht). Kreis wenden und die Naht schön ausformen.

Anschließend ziemlich knapp am Rand einmal rumsteppen, dabei die Wendeöffnung auf ein bis zwei Zentimeter verkleinern.

Ca. zwei Zentimeter weiter innen eine weitere Naht absteppen, diesmal aber rundrum. Die Markierung auf der Nähplatte dabei zu Hilfe nehmen.

Eine Kordel einziehen – lang genug, dass eine Schleife gebunden werden kann – oder ein Gummiband. Letzteres hat den Vorteil, dass sich die Haube damit leichter überstülpen lässt, erstere macht die Haube passend für mehrere Größen. Mein Tipp: Probierts aus, was euch am besten taugt.

So siehts dann aus – hier habe ich bemerkt, dass zwei Zentimeter größer möglicherweise ein bisschen knapp sind, daher schreibe ich oben lieber zwei bis drei Zentimeter.

Gebäckresteverwertung

Wie siehts bei euch aus? Alle Plätzchen aufgegessen, oder gibt es noch ein paar wenige, die gar nicht weg wollen? Und die letzten Lebkuchen schmecken auch nicht mehr wirklich? Oder ist einfach Kuchen übrig, der trocken geworden ist?

Nicht wegwerfen! Sondern zu superlegga Pralines verarbeiten!

Alles, was sich so an trockenen Gebäckresten findet, in den Mixer werfen und schön fein mahlen.  Nach Wunsch und Geschmack können noch Nüsse, Kerne, etc. dazu.

Jetzt braucht es noch eine feuchte Komponente, da gibt es mehrere Variationen zur Auswahl:

  • Marmelade oder
  • Likör oder
  • Frischkäse oder
  • Nussnougatcreme oder
  • geschmolzene Kuvertüre oder Nougat

Eine davon aussuchen und nur Löffel- bzw. Schluckweise den Bröseln zufügen, mit dem Handrührgerät vermengen. Die Masse sollte dabei gerade so pappig werden, also keinesfalls zu feucht! Notfalls noch etwas gemahlene Nüsse, Hirse-, Haferflocken oder Gries zufügen, ggf. für eine halbe Stunde ziehen lassen.

Mit den Händen aus der Masse kleine Kugeln drehen. Wenn die Hände zu klebrig werden, mit einem Löffel o.ä. „abschaben“, dann kann die Dreherei weitergehen. Kugeln für ca. eine Stunde im Kühlschrank parken, damit sie schön fest werden.

Kuvertüre nach Wunsch schmelzen (wenn die Mischung recht süß geworden ist, macht sich Zartbitter besonders gut, finde ich). Die Kugeln damit umhüllen und auf einem Kuchengitter festwerden/trocknen  lassen. Ich lagere sie anschließend im Kühlschrank – wo sie aber nicht wirklich lange verweilen :)

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Probierts aus, es ist eine sehr leckere und edle Möglichkeit der Resteverwertung – eigentlich schon „upcycling“ ;)

Wers weniger edel, genauso lecker aber dafür noch einfacher haben will, macht Scheiterhäufchen:

Dazu die Reste nicht zermahlen, sondern nur ganz grob zerkrümeln. Gehackte Nüsse/Kerne,  Müslireste passen da gut mit rein.

Kuvertüre und/oder Schoggireste schmelzen, mit den Krümeln vermengen (geht mit einem Löffel sehr gut) und kleine Häufchen auf eine Dauerbackfolie/Backpapier setzen. Trocknen lassen. Genießen.

Diese Methode der Resteverwertung funktioniert vor allem auch umgekehrt: Wenn geschmolzene Kuvertüre übrig ist, einfach reinschmeißen, was an Nüssen, Kernen, Haferflocken, Müsli, etc. vorhanden ist und Häufchen machen ;)

Sowohl die Pralines- als auch die Häufchen-Methode hat ihre Vorteile: Mit selbstgemachten Pralinen kann man schon mal angeben.  Die Häufchen sind dafür wirklich superschnell und supersimpelst hergestellt. Richtig lecker sind beide. Die Qual der Wahl liegt also ganz bei euch – viel Spaß beim Ausprobieren!

 

 

Winter-Marmelade: Glühzwetschge

Was tun, wenn man Zwetschgen eingefroren hat und außerdem noch Glühwein da ist? Richtig, man bringt beides zusammen und macht prima Winter-Marmelade daraus. Die schmeckt aufs Brot (wahlweise mit Butter oder Frischkäse/Ricotta), zwischen zwei Plätzchen „geklemmt“, auf einen Tortenboden gestrichen und/oder in der Tortenfüllung – oder wo und wie auch immer ihr Marmelade mögt. Aber Achtung: Die hier ist „mit Schuss“.

Ich hab erst ein bisschen rumexperimentiert, bis das Rezept perfekt war. Das richtige Verhältnis Zwetschgen : Glühwein sollte 3:2 sein. Normalerweise verwende ich beim Gelierzucker 2:1 – hier hatte ich besonders süße Zwetschgen, da ist Gelierzucker 3:1 besser. Alternativ weniger Zucker und dafür noch etwas AgarAgar nehmen. Und dann noch die Gewürze dazu:

Wintermarmelade

600 g Zwetschgen
400 ml Glühwein
1 gestr. TL Spekulatius-Gewürz
1-2 TL Zimt
340 g Gelierzucker 1:3

Die entsteinten Zwetschgen im Mixer zerkleinern, zusammen mit allen anderen Zutaten in einen großen Topf geben und fünf Minuten kochen lassen. Unbedingt dabei bleiben und immer wieder rühren.

Anschließend in sterilisierte Schraubgläser füllen (ich übergieße die vorher immer mit kochendem Wasser) und fest verschließen.

Lasst euch die Wintermarmelade schmecken! Und wer keinen Alkohol mag, nimmt Kinderpunsch oder Orangensaft oder Birnensaft.

Ach, und was die Plätzchen angeht – da lohnt sich vielleicht ein Blick aufs zauberweib.de :)

 

Die letzten bunten Blätter

Es hat zwar etwas länger gedauert, aber ich komme noch rechtzeitig für die Herbstdekoration (für Weihnachtsdeko ist es noch etwas früh, finde ich). Bei Herbys habe ich eine wunderbare, kostenlose Häkel-Anleitung für ein Herbst-/Ahornblatt gefunden, die man einfach so runterladen kann. Wie gesagt, ist das kostenlos, aber es handelt sich bei der Site um eine gewerbliches Angebot – wollte ich hiermit drauf hingewiesen haben, falls mir das als Werbung ausgelegt wird.

Das Muster ist sehr einfach, so dass ich gleich dem Blätterrausch(en) verfallen bin. Ich hab noch ein bisschen rumprobiert, dabei ist z.B. das hier entstanden:

2018_10herbstblatt02mit

Hier hab ich erst einmal ein paar Runden Stäbchen gehäkelt, damit das Blatt insgesamt etwas größer wird. Und als Abschluss habe ich einen Zackenrand zugefügt, ganz einfach: * fM, fM, 2 LM, KM in die 1. LM* Es gibt ja die unterschiedlichsten Ahornarten, aber der bei meinen Eltern im Garten hatte halt außenrum noch Zacken an den Blättern, deshalb find ich das hier auch schöner. :)

Für alle, die wie ich noch ein paar Zwetschgen eingefroren haben, habe ich bei der Giftigen Blonden ein super Rezept für eine Tarte mit Streuseln gefunden. Die wird aus einem Quarkblätterteig gemacht, der nicht nur schnell und einfach zubereitet ist, sondern auch für Süßes und Herzhaftes verwendet werden kann. Also vielseitig verwendbar und somit ein Geheimtipp für die Herbstsaison!

Wer sich für Batik – genauer: Wachsbatik – interessiert, wird bei Gabi von Made with Blümchen fündig. Sie hat in ihrem Beitrag nicht nur eine Anleitung geschrieben, sondern auch von ihren Fehlern und Fehlschlägen berichtet. Also: Lesen und gleich fehlerfrei loslegen!

Und wer jetzt noch ein bisschen Zeit und Lust hat, die Welt zu retten – da hat die Verbraucherzentrale Bayern einige nützliche Tipps und Tools zum Thema Müllvermeidung zusammengetragen – einfach mal vorbeischauen.

Ich wünsch allen ein frohes Rumwerkeln, wo wieder die „Drinnenzeit“ angebrochen ist. Machts euch gemütlich und knüschlig!

Dattel-Schoggi-Aufstrich

Manchmal springt mich ein Rezept regelrecht an, so dass ich es unbedingt sofort nachmachen muss. Die „vegane Nutella“ von kraft-futter.de war so eins. Allerdings hab ich es ein bisschen modifizert und auch nur die halbe Menge gemacht, wie immer, wenn ich ein neues Rezept ausprobiere.

Boah ich sags euch: Das müsst ihr auch testen! Sowas von megahammerlegga! Zum Reinlegen, wirklich! Ich schreib hier mal meine Rezept-Variante:

  • 40g Margarine
  • 20g Schokolade nach Geschmack (das entspricht 4 Schogetten oder 1 Rippe)
  • 125g Datteln (soft, entsteint – spart das Einweichen)
  • 25g Kakaopulver
  • ca. 1-2 TL Vanilleextrakt
  • 50ml Wasser (oder Pflanzenmilch)
  • 2 TL Erythrit, gemahlen (oder anderes Süßungsmittel)
  • 2 TL Kürbiskerne, gemahlen (oder Sonnenblumenkerne, Nüsse, Mandeln, …)

Vorab die Margarine mit der Schoggi schmelzen (40 Sek. in der Mikrowelle), gut verrühren und wieder abkühlen lassen. Soll aber flüssig bleiben. (Ab und zu umrühren)

Schoggi-Margarine, Datteln, Kakaopulver, Vanille und die Hälfte des Wassers im Multimixer auf niedriger Stufe (oder mit dem Pürierstab) gut zermixern. Dann die restlichen Zutaten dazu, weiter vermixen (ggf. hochschalten), bis eine homogene Masse ensteht. In ein Schraubglas umfüllen, anschließend die Reste aus dem Mixer mit Genuss auskratzen und direkt vernaschen. :)

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Was mich am meisten überrascht hat (außer dem phänomenalen Geschmack), ist die Konsistenz. Obwohl die Masse Wasser und Fett enthält, hat sich eine perfekte Emulsion ergeben – ein Traum!

Im Original wird Öl statt Margarine verwendet – ist also noch schneller und einfacher zubereitet. Das mit der Schokolade war so eine spontane Idee von mir für die individuelle Note – hier war es „Latte Macchiato“-Geschmack. Die Extra-Süße ist ebenfalls meine Modifikation. Die Nüsse bzw. Nussmus ist im Original als Option mit angegeben – bei mir warns halt Kürbiskerne.

Falls ichs noch nicht gesagt habe: Probiert das unbedingt aus. Ihr mögt keine Datteln? Egal – das hier werdet ihr lieben! Ich schwör!