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Notizbüchlein

Es wird ja alles digitalisiert und immer mehr das papierlose Büro präferiert – aber seltsamerweise gibt es nach wie vor haufenweise Papiermüll. Auch wenn man sich, wie wir, auf der Robinsonliste gegen den Werbemüll eingetragen hat und ein gut sichtbarer Aufkleber „Bitte keine Werbung“ am Briefkasten klebt: Irgendwas kommt immer.

Am einfachsten ist es, das Papier (i.d.R. handelt es sich um einseitig bedruckte A4-Seiten) auf ein handliches Format zuzuschneiden, den Stapel an einer Seite zusammenkleben und z.B. als Einkaufszettel-Block verwenden. Oder sich nebens Bett legen, für die Gedankenblitze mitten in der Nacht. :)

Schöner ist es, sich ein Notizbüchlein zu basteln. Das geht ziemlich fix und sehr einfach. Überflüssig zu sagen, dass bei der Schmierpapierverwertung natürlich darauf geachtet werden sollte, dass keinerlei persönlichen Daten drauf sind. Also Adressfeld usw. schreddern und entsorgen, der Rest der Seite kann verwendet werden. Kontoauszüge oder ähnlich sensible Daten sollte man lieber auch schreddern…

Ich mags gern handlich klein, also schneide ich ein Din-A4-Blatt zweimal durch (einmal längs, einmal quer) und erhalte so vier Blätter im Postkartenformat. (Das fertige Büchlein hat dann halbes Postkartenformat.) Das Ganze so oft wiederholen, bis man die gewünschte Menge an Blättern hat.

Jedes Blatt zur Hälfte falten, drei davon in eine Lage zusammenstecken, alle Lagen aufeinanderstapeln und zwei Blätter für den Vorsatz zur Seite legen. Dort, wo die Falze aufeinander liegen, mit einem scharfen Messer vier Kerben einritzen. Damit wird das anschließende Zusammennähen der Lagen erleichtert:

Dafür reichen Zwirnsfaden und eine ganz normale Nähnadel. Die erste Lage hernehmen, von außen nach innen in die Mitte stechen, beim nächsten Loch wieder nach außen, drittes Loch nach innen, dann wieder nach außen. Zweite Lage drauflegen, von außen nach innen wieder nach unten nähen, dabei in der Mitte den Faden mit der vorigen Lage verkreuzen, das gibt ein bisschen mehr Zusammenhalt. Die Enden schön fest verknoten. Auf die Art alle Lagen miteinander vernähen.

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So sieht das dann in etwa aus. Kann man jetzt so lassen, mir wars jedoch beim letzten Büchlein ein bisschen zu instabil. Deshalb hab ich den Rücken mit einer Mischung aus Kleister und Weißleim bepinselt, dabei die beiden Blätter für vorne und hinten gleich mit angeklebt. Den gesamten Buchblock zwischen Zeitungspapier legen, mit Büchern o.ä. beschweren und am besten über Nacht trocknen lassen. Wenn möglich, zwischendurch die Zeitungslagen mal auswechseln, die saugen nämlich ganz schön Feuchtigkeit auf.

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Der Umschlag kommt als nächstes dran. Dazu Karton (z.B. von einer Verpackung) etwas größer zuschneiden, als der Buchblock misst und mit Papier (oder Stoff) nach Wunsch bekleben. Wenn man kleine Größen bevorzugt, ist das eine gute Möglichkeit, Reste von Geschenkpapier zu verwenden. Auch hier zwischen Zeitungen legen, über Nacht beschweren und wenn möglich, zwischendurch mal die Zeitungslagen auswechseln.

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Als nächstes werden die beiden Teile – Block und Umschlag – zusammengeklebt. Das geht denkbar einfach: Den Umschlag einmal grob rumfalten, damit er etwas vorgeformt ist. Die eine Seite des Vorsatzblattes mit Kleber einstreichen, Umschlag draufkleben. Umdrehen und die andere Seite ebenso festkleben. Ich leg dann immer nochmal Zeitung in die Vorsatzblätter, um Zusammenkleben dort zu vermeiden, wo es eben nicht kleben soll. Wieder Zeitung drauf und drunter, über Nacht beschweren, wenn möglich, die Zeitungsschichten zwischendurch auswechseln.

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Und so sieht es aus, wenn es fertig ist. Natürlich ist immer eine Seite bereits bedruckt, weil ja Schmierpapier verwendet wurde. Aber dann wird halt auf der nächsten Seite weitergeschrieben.

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Hier ist gut zu sehen, dass es alles andere als genau gearbeitet ist. War auch gar nicht die Absicht, etwas besonders schön zu machen, sondern einfach nur ein Schmierzettel-Büchlein zu gestalten, das besser hält als nur ein Stapel zusammengeleimter Zettel.

Ich hab mir noch einen Gummiring um die vordere Umschlagseite gespannt. Dort werden nun die beschriebenen bzw. erledigten/abgearbeiteten Seiten druntergespannt, so dass ich beim Aufschlagen sofort auf der aktuellen Seite bin und nicht lange rumblättern muss. Wenn das ganze Büchlein voll ist, kann es komplett entsorgt werden. Auf den Datenschutz will ich an dieser Stelle nochmal hinweisen. In meinem Fall kann ich die allerdings wirklich bedenkenlos wegwerfen, weil ich erstens keine intimen Geheimnisse da reinschreib und zweitens meine Sauklaue besser als jede Verschlüsselungstechnik ist. ;)

Natürlich kann man solche Büchlein auch aus „frischem“ Papier und sehr sorgfältig in schön arbeiten und hat somit ein ganz persönliches Geschenk für einen lieben Menschen. Meine Intension war hier in erster Linie, einen Schmierzettelblock zum Einstecken zu haben, der nicht nach zweimal aufschlagen auseinander fällt.

Kamm repariert

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Fällt euch irgendwas an dem Kamm auf? Außer, dass er aus Holz und natürlich total schön ist, klar :) Bis vor kurzem sah er noch so aus:

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Das vorderste Stück war mir schon länger mal abgebrochen. Ich habs geklebt, zwischenzeitlich ist es mir zweimal wieder kaputt gegangen und ich habs wieder geklebt. Nun ist der Zahn direkt daneben ebenfalls abgeknackst und mein Liebster hatte die geniale Reparatur-Idee: Abschneiden!

Mit einer kleinen Handsäge (die mit dem schmalen Sägeblättchen, das in einem Bügel eingespannt ist), ging das sehr fix. Die Kante mit Schmirgelpapier geglättet, ein paar raue Stellen habe ich kurzerhand mit der Nagelfeile geglättet – und schon ist der neue alte Kamm wieder voll einsatzbereit!

Zugegeben, diese Art der Reparatur lässt sich nicht endlos wiederholen. Aber erst einmal ist alles wieder top in Ordnung!

Mein Vorrats-ABC

Ich habe gerne fertig gemahlene Kerne, Saaten und Getreide griffbereit. Da ich meine Vorräte aber in einer (großen) Schublade habe, nutzt es wenig, die Behältnisse direkt zu beschriften. Ich brauchte also etwas, das ich von oben beschriften konnte.

Hin und wieder trinke ich Bröselkaffee und meine bevorzugte Marke kommt löblicherweise im Glas, aber leider mit Plastikdeckel. Zur weiteren Verwendung z.B. zum Einkochen also unbrauchbar. Wegwerfen will ich die Gläser aber auch nicht. Wer weiß, wozu ich die vielleicht doch noch verwenden kann?

Tja, gesucht und gefunden: Die Plastikdeckel haben nämlich eine leicht raue Oberfläche, die sich prima mit einem stinknormalen Buntstift beschriften lassen. Und obwohl der Inhalt des Glases meist deutlich zu identifizieren ist, beschrifte ich das Glas sicherheitshalber auch immer nochmal. Dazu nehme ich einen wasserfesten Filzstift, der sich mit einem Edelstahl“Schwamm“ leicht entfernen lässt. So kann ich sicherstellen, dass wirklich auf jedem Glas der richtige Deckel landet.

Und so sieht meine Vorratsschublade nun von oben aus:

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So sehe ich auf einen Blick, wo die Kürbiskerne, Hirse, Hafer (oder was auch immer ich gerade benötige) sich befinden. Wenn ein Glas leer ist, kommt es in die Spülmaschine – ich habe mittlerweile genügend davon, dass ich ein anderes befüllen und neu beschriften kann.

Ein ganz simpler Trick – muss man nur drauf kommen. Und die Gläser dürfen mitsamt ihren Plastikdeckeln noch lange weiterleben. Für diese trockenen Inhalte sind sie nämlich sehr gut geeignet.

Es ist übrigens wirklich eine große Schublade; unter der Schachtel, in der die Gläser stehen, befindet sich ein Karton mit den ungemahlenen Kernen, Körnern und Saaten. So hab ich alles zusammen und mit einem Handgriff (Karton zur Seite nehmen) steht mir der Nachschub zum Vermahlen zur Verfügung.

Was habt ihr für Tricks und Hacks in eurer Küche? Oder im Badezimmer? Ich bin neugierig!

ReRecycling: Wischmop

Wie hier schon angemerkt, wurde es durch den neuen Bodenbelag in unserem Wohnzimmer notwendig, ein Reinigungsgerät zu erfinden, das schnell und einfach sauber macht. Eine komplette Neuerfindung war nicht nötig – einen Wischer mit Gelenk hatte ich. Nur der zugehörige Mop hat nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe – zumindest nicht auf dem Trocknen. Ein einfacher Besen wirbelt mehr Staub auf, als dass er ihn zusammenkehrt, der kam von Anfang an nicht infrage.

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Die Lösung ist nun eine Fläche, gehäkelt aus Tshirt-Garn. Hierfür habe ich Reste verwendet, weil für einen Wischmop die Farbgestaltung keine Priorität hat. Die Enden habe ich ganz bewusst nicht mit verhäkelt, weil es sollen ja sowieso Fransen dran. Da dürfen es also gerne ein paar mehr werden.

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In diese Fläche aus halben Stäbchen habe ich ganz ganz dünn geschnittenes Tshirt-Garn eingeknüpft. Das stammt aus meinen ersten Versuchen mit diesem supergenialen Recycling-Material. Damals habe ich ein bisschen zu dünn geschnitten, so dass die daraus entstandenen Vorleger nun die ersten Löcher aufweisen. Aber genau diese dünnen Spaghetti kann ich jetzt gut brauchen!

Im Foto ist – hoffe ich – gut zu sehen, dass ich den Faden mehrfach genommen habe. Die Schlaufen blieben Schlaufen. Und ich habe nicht in jede Masche Fransen geknüpft, damit es nicht „hubbelig“ wird:

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Das Einknüpfen hat einige Zeit gedauert, meditative Arbeit, in der ich mir so meine Gedanken ums Rumwerkeln gemacht habe. Abschließend noch die beiden „Schuhe“ für den Wischer häkeln und fertig ist das High-Tech-Teil:

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In der Mitte hab ichs einfach nochmal festgebunden, damit der Wischer nicht durchhängt. Vielleicht beim nächsten ein bisschen mehr auf Spannung achten. Andererseits dehnt sich das Gehäkelte sowieso noch, da ist festbinden die einfachste Lösung.

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Und so sieht mein neuer Besenwischer/Wischerbesen von der Gebrauchsseite aus. Mittlerweile war er schon viele viele Male im Einsatz und das Ding funktioniert perfekt! Sämtlicher Staub und Dreck wird zusammengekehrt und gehalten, bis ich den Wischer hochnehme und kurz schüttle. Damit fallen Staub und Flusen raus und ich muss an dieser Stelle alles nur noch mit dem Kehrbeselchen aufnehmen – fertig.

Falls ihr auf der Suche nach einem Zwischending zwischen Besen und Wischmop seit, mit dem ihr einfach nur Parkett (Laminat, Fliesen) schnell und einfach rauskehren könnt, probiert das aus! Die dünnen Tshirt-Fäden sind perfekt geeignet und waschbar ist der Mop natürlich auch.

Das Gestänge ist von der Firma, die so ähnlich wie Gummibärchen heißt, gibts aber in vergleichbarer Ausführung in jedem Wohn- oder Baumarkt zu kaufen, falls ihr so etwas nicht sowieso schon besitzt. Nur den zugehörigen Wischer könnt ihr euch sparen, den macht ihr besser – auf jeden Fall besser – selber! :)

Mondkissen

Irgendwie bin ich auf den Gedanken gekommen, ob man Glückskekse häkeln kann. Ausprobiert und festgestellt: Babyeinfach! Es wird praktisch ein Kreis gehäkelt, aber nicht an acht, sondern zwölf Stellen gleichmäßig pro Runde zugenommen. Das ist das ganze Geheimnis.

Dabei ist mir aufgefallen, dass so ein Glückskeks auch was mondförmiges hat und wenn man den groß genug macht und befüllt, hat man ein wunderbares Nackenkissen!

Ein schönes Projekt auch für Wollreste. Ich hab eine 4er Häkelnadel genommen – notfalls die Wolle doppelt nehmen. Außerdem brauchts noch Füllwatte o.ä. – Vliesreste können hier ebenfalls gut verwendet werden.

Damits der Hals bequem hat, wird die Mitte zunächst gerade gehäkelt, bevor die Rundungen anfangen. Es beginnt mit einem Luftmaschenring, in den acht feste Maschen gehäkelt werden. Runde mit einer Kettmasche schließen (gilt für alle Runden).  Ab jetzt weiter mit halben Stäbchen:

2. Runde:  2hSt. in jede fM.
3. Runde: * 2hSt., hSt.* – wiederholen
4. Runde: * 2hSt., hSt., hSt * – wiederholen

Somit wird in jeder Runde gleichmäßig an acht Stellen zugenommen und es ergibt sich ein flacher Kreis bzw. Achteck. Weitermachen, bis 48 Maschen erreicht sind. Dies ist der Mittelteil, wo der Kopf sich später schön reinschmiegen kann.

Ab jetzt werden zwölf Maschen je Reihe zugenommen:
* 2hSt., hSt., hSt., hSt. * – wiederholen. usw. Wie vorher auch, nur dass es zwölf Zunahmen sind – daraus ergibt sich die Wölbung.

Nach ein paar Reihen guggen: Das Gebilde auf Hälfte legen und schauen, wie viel von dem Mond schon erkennbar ist. Sobald die Kissengröße ausreichend ist – bei mir waren das von der Mitte aus gemessen gute 20 cm –  kann mit zusammenhäkeln begonnen werden. Ich hab das mit festen Maschen gemacht.

Wenn ca. zwei Drittel zusammengehäkelt sind, mit Befüllen beginnen. Es muss gar nicht soo festgestopft werden, trotzdem geht einiges rein. Weiter zusammenhäkeln, befüllen, schließen. Nochmal probeliegen, dass auch genug/nicht zu viel Füllung vorhanden ist. Faden abschneiden und verstechen.

Und so siehts dann aus:

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Mir gefällt es richtig gut, trotzdem hätte ich gerne noch einen Bezug dafür. Der lässt sich halt leichter mal waschen und trocknen als ein ganzes Kissen…

Übrigens – auf zauberweib.de könnt ihr sehen, was ich im Sommer sonst noch so gewerkelt habe.

Kumihimo – ich hab den Dreh raus

Bunte Bänder auf der Scheibe knüpfen – das ist Kumihimo. Zeichnungen und Beschreibungen, die zunächst sehr verwirrend aussehen, sind eigentlich ganz einfach – wenn man das Prinzip kapiert hat. Ich erklär in diesem Beitrag:

Die Scheibe

Zuerst brauchst du eine Scheibe, die du ganz einfach selber machen kannst. Nimm dicke Pappe und schneide einen Kreis aus (meine hat einen Durchmesser von zehn Zentimeter). Rundrum brauchst du nun gleichmäßig verteilt 32 Einkerbungen. Das kannst du mühselig 11,25-Grad-weise mit dem Geodreieck abmessen, oder du machst es dir etwas leichter: Einmal horizontal und vertikal eine Linie durchziehen (90 Grad), dann nochmal bei 45 Grad. Beides geht mit dem Geodreieck sehr einfach – auf hundertprozentige Genauigkeit kommt es nicht an!

Nun solltest du acht „Tortenstücke“ auf der Scheibe eingezeichnet haben. Diese halbierst du = 16 Teile/Striche. Jetzt nochmal eine Markierung jeweils in der Hälfte und schon hast du 32 Einteilungen. Diese nun mit der Schere oder einem scharfen Messer ca. ein bis zwei Zentimeter vom Rand einschneiden.  Jetzt fehlt noch das Loch in der Mitte – eineinhalb Zentimeter Durchmesser sind völlig ausreichend.

Ich habe meine Pappscheibe noch zweimal mit Potch überzogen, damit die Einkerbungen nicht so schnell ausleiern.

2017_07kumihimoscheibe

So sollte die Scheibe nun aussehen. Im Bild ist zu sehen, dass ich an den Einkerbungen jeweils ein kleines Eckchen rausgeschnitten habe – das macht das Einhaken der Fäden leichter. Was du außerdem gut brauchen kannst, ist ein Gewicht. Aus Beilagscheiben oder dicken Muttern ist das schnell gebastelt: Auf eine Kordel fädeln, verknoten, fertig.

Das Auffädeln

Die meisten Kumihimo-Muster benötigen 16 Fäden. Diese sind paarweise und meistens durchgehend angeordnet,  deshalb kannst du i.d.R. acht lange Stränge schneiden, die du auf halber Länge verknotest. Den Knoten schiebst du durch das Loch der Scheibe und verteilst nun die einzelnen Fäden nach der Mustervorgabe, z.B.:

2017_07kumihimo_inarbeit

In die Schlinge vom Knotenende fädelst du das Gewicht ein (im Bild links zu sehen) und dann gehts schon los!

Das Knüpfen

Drehe die Scheibe so, dass ein Fadenpaar oben-unten ausgerichtet ist. Nimm den rechten oberen Faden und spanne ihn in die Einkerbung rechts vor dem unteren Fadenpaar. Als nächstes nimmst du den linken unteren Faden und spannst ihn oben in die Einkerbung links vor dem dort verbliebenen Faden. Nun sollte sich oben und unten wieder jeweils ein Fadenpaar befinden.

Drehe die Scheibe im Uhrzeigersinn (also nach rechts), bis das nächste Fadenpaar oben ist. Wiederhole den Vorgang: o-re nach u-re, u-li nach o-li. Weiterdrehen. usw.

Bei dem hier aufgespannten Muster erhälst du folgendes Ergebnis:

2017_07kumihimo_komplett

Kumihimo ist wirklich eine sehr einfache Technik, wenn man den Dreh mal raus hat. Ein Unterbrechen bzw. Wiederaufnehmen der Arbeit ist problemlos, da die Fäden eingespannt sind und nichts verrutschen kann. Der obenliegene Faden ist der, der zuletzt bearbeitet wurde, ab hier wird weitergemacht.

Es empfiehlt sich, hin und wieder die Fäden nach dem Umlegen „auszuziehen“, um einem Verheddern entgegen zu wirken. Wenn das fertige Band so weit runterhängt, dass es beim Arbeiten stört, einfach einen lockeren Knoten schlingen und ggf. das Gewicht ebenfalls mit durchfädeln.

Wenn alles verknüpft ist, die Fäden aus den Einkerbungen lösen und miteinander verknoten.  Soll es für ein Armband oder eine Kette sein, kann ein Quetschverschluss angebracht werden.

Ich bin momentan richtig süchtig nach Kumihimo und Schuld daran ist – wie könnte es auch anders sein – das Internet. Genauer gesagt: Pinterest. Suche dort nach Kumihimo und du wirst schier erschlagen von Beispielen, Vorlagen, Mustern und und und (meine Kumihimo-Sammlung). Das funktioniert natürlich auch über jede normale Suchmaschine.

Einziger Wermutstropfen bei dieser Technik: Es wird viel Garn gebraucht! Aus einer Fadenlänge von ca. 80 cm (Stranglänge ca. 160 cm) kannst du knapp 30 cm fertiges Band erknüpfen (zuzüglich der Längen für die Anfangs- und Endverknotungen). Wenn du also ein Band von einem Meter Länge haben möchtest, musst du gut drei Meter je Faden = sechs Meter je Strang bemessen. Hier empfielt es sich dringend, die Fadenenden auf Pappkärtchen aufzuwickeln, sonst gibt es Wollkotze! ;)

Ich wünsch euch viel Spaß beim Knüpfen und freu mich über Bilder und Links – gerne auch via Pinterest.

P.S.: Kumihimo ist eine wunderbare Gelegenheit, um Podcast zu hören. Wenn du an einem ebenso eindringlichen wie unterhaltsamen Plädoyer fürs Meditieren interessiert bist, lege ich dir Ivanas Podcast ans Herz!

Frisch verlinkt

Ich habe wieder ein paar Links für euch zusammengetragen.

Bei Nymphenkuss gibt es einen guten Beitrag über Altäre – in den verschiedenen Tradtionen und Praxistipps und Anregungen für den eigenen Altar.

Dem Thema Resteküche widmet sich Maria von Widerstandistzweckmäßig in einer neuen Reihe. Unbedingt reinlesen! Und ich bleib auch gleich hier, denn Resteverwertung gehört ja praktisch zum nachhaltigen Konsum. Was sonst noch alles dazu gehört, hat Maria wunderbar zusammengefasst.

Wenns mal ein bisschen mehr zu lesen sein darf, lege ich euch den Artikel über Wäschepflege ans Herz. Maria erklärt u.a., wie das mit dem Sauberwerden der Wäsche überhaupt funktioniert, dass Fleckenbehandlung sinnvoll ist und einfach mal durchlüften (die Klamotten) einen Waschgang durchaus einspart.

Bei GehäkeltesHerz erfahrt ihr,  dass Häkeln nicht nur Spaß macht, sondern auch noch gesund ist. Übrigens ist Handarbeiten auch eine gute Hilfe für alle, die sich das Rauchen abgewöhnen wollen – die Hände sind zu beschäftigt, um sich eine Zigarette nach der anderen anzuzünden. :)

Kreidefarbe selber machen? Kein Problem – VonKarin erzählt, wie es geht. In einem anderen Beitrag beschreibt sie, wie sich Snappap-Label einfach herstellen lassen.  Kleiner Aufwand – große Wirkung!

Künstlerisch bleibts auch bei Lilamalerie: Eine schöne Idee für Kaffeetassenbemalung – das ideale Geschenk für Coffeinjunkies :)

Und damit habe ich meinen Beitrag zum Sommerloch geleistet. Genießt das traumhafte Wetter – am besten auf der Terrasse, mit einem Eis oder beim Sonntagsbrunch. Einfach mal die Seele baumeln lassen!

kleines Frühlingsupdate

Es gibt nicht wirklich viel Neues von meiner Seite zu berichten. Ich bin nach wie vor am Räumen und Sortieren. Die Faltmethode nach Marie Kondo hat sich für meinen Kleiderschrank bewährt, so dass ich den Karton-„Schubladen“ inzwischen ein schönes Kleid gegönnt habe. Dafür kam ein altes Button-Poster aus meiner Jugend zu neuen Ehren:

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Für die oberen „Schubläden“ habe ich festeres Geschenkpapier genommen. Übrigens habe ich gemogelt und nicht die kompletten Kartons bezogen sondern nur ca. das erste Drittel – das ist völlig ausreichend. Die dicken Packen in der Mitte sind Bettwäsche-Sets: komplett mit mehreren Kopfkissen und Bettlaken im Paket, so dass auf einen Griff alles zur Hand ist. Auch das hat sich bereits bewährt.

In diesem Stil geht es bei mir weiter, Zeit für Hobbys um des Hobbys willen (und nicht zum reinen Zweck) habe ich kaum. Dafür konnte ich gestern Nachmittag den Frühling ein bisschen genießen; eine Stunde auf der Terrasse mit einem Krimi – auch etwas, das ich seit Monaten nicht gemacht habe: Einfach mal nur lesen und nix tun!

Dabei habe ich bei Ivana eine wundervolle Wachstums-Meditation gesehen, die ich unbedingt noch durchführen will – wenn ich es denn mal schaffe, ein bisschen runterzukommen.

Eine Idee für Wollreste habe ich bei Wenigreichtauch gefunden: eine Strickjacke im Perlmuster. Gefällt mir sehr gut – vor allem auch in diesem Muster und bunt ist ja sowieso immer richtig. :)

Skurriles Recycling gibts bei Howtorecycle: alte Spielsachen werden hier zu Köpfen zusammengesetzt. Wirkt zum Teil echt gruselig (vielleicht als Halloween-Deko?), aber vor allem faszinierend-inspirierend: Was man alles machen kann…

Einen Lichtblick im Plastikrecycling gibts bei scinexx – Mottenlarven fressen sich durch! Klingt vielversprechend.

Als letztes habe ich noch Karins Bärlauchsalz für euch. Das klingt sehr lecker und ist sicher eine gute Alternative für Menschen mit niedrigem Blutdruck, denen der Genuss von Bärlauch-Pesto und Co. schon mal den Boden unter den Füßen wegziehen kann, buchstäblich.

Habt eine schöne Zeit und lasst es euch gut gehen!

Zwischenbericht

Es gäbe so viel zu erzählen, was mich bewegt. Da ist natürlich das Ausräumen der Wohnung meiner Mutter – eine Reise in die Vergangenheit, das Hervorholen von so vielen schönen Erinnerungen.

Und da ist der Ärger darüber, dass Smartphones nach drei Jahren einfach Schrott sind. Selbst wenn die Hardware hält: Wenn jedes Jahr eine neue OS-Version herausgeklotzt wird, müssen die App-Hersteller irgendwann einen Schnitt nach unten machen. Klar. Und das k*** mich so dermaßen an. Welche Unmengen an Sondermüll auf die Art tagtäglich produziert werden. In welchem Ausmaß unser Planet – unsere Lebensgrundlage! – dafür tagtäglich ausgebeutet und zerstört wird. Und offenbar störts niemanden, denn die Dinger werden verkauft wie blöd. Obwohl die ja ein bisschen mehr als nur zwo Mark fuchzich kosten. Sowas bringt mich echt zum Verzweifeln :( [Nachtrag: Dieser Beitrag von deutschemuslimadotcom passt da genau dazu!]

Bei so viel Frust hilft nur – erst recht! – der Blick auf die schönen, guten Dinge im www…

… Und auch in dir drin! Die Januar-Neumondmeditation vom Nymphenkuss fand ich sehr anregend-inspirierend – unbedingt reinschauen :)

Ich mach weiter mit einem Rezept für Zahncreme von einfachnachhaltigbesserleben.de. Wenn dich das näher interessiert: unbedingt mal ne Suchmaschine befragen. Es gibt soo viele Rezepte dafür!

Nochmal selbstgemacht von tuedelkram.ch – auch wenn Valentinstag schon vorbei ist, aber diese wundervollen Kissen sind mit so viel Liebe und Hingabe gemacht, dass ich sie euch nicht vorenthalten kann. Die Idee an sich ist simpel und lässt sich vielfältig abwandeln. Es muss auch gar nicht unbedingt eine Liebeserklärung oder ein Heiratsantrag sein. Es kann genauso ein guter Spruch, ein Lebensmotto oder etwas anderes sein, was sich Oma aufs Kissen noch gestickt hätte :)

Auch wenn ich oben noch über Müll gejammert habe, verlinke ich dennoch den Aufruf zu 365 Tage – 730 Sachen (entsorgen) von Julena Roth. Sie und ihr Partner wollen sich täglich von etwas trennen (also einem Ding). Oder alternativ zum Ende des Monats von 31 Dingen. Und „sich trennen“ heißt ja nicht zwangsläufig auf den Müll werfen (und schon gar nicht automatisch Sondermüll). Es kann auch verschenkt, gespendet, verkauft werden. Selbst wenn es „Müll“ ist, wird der natürlich getrennt fürs Recycling.

Hier schließt sich der Kreis vom Konsumterror zum Minimalismus und da hat sich Maria von widerstandistzweckmaessig sehr schlaue Gedanken zum Konsum – wieso, weshalb, warum – gemacht. Den Artikel möchte ich euch dringend ans Herz legen. Womöglich stellt ihr dann fest, dass es das alte Smartphone vielleicht doch noch ein Jahr tut. In der Zeit lässt sich dafür auf ein nachhaltig und fair hergestelltes Teil sparen. :)

Nicht der beste Start ins Jahr

Das neue Jahr fängt für uns ziemlich besch…eiden an, zu viele Menschen aus nächster Familie sind im Krankenhaus, da haben Blogbeiträge nicht die erste Priorität. Dennoch wollte ich zumindest vermelden, dass ich im neuen Jahr angekommen bin und eine kleine Hand voll Links bringe ich auch mit:

Alessa hat eine wundervolle Idee gepostet, wie sie aus Kronkorken ganz zauberhafte Smiley-Magneten gezaubert hat – die machen sich sowohl am eigenen Kühlschrank als auch als Geschenkidee richtig gut. Und das ganze sogar noch Upcycling – besser gehts ja kaum noch!

LilaWundersterne betreibt auch Upcycling: aus Jeansresten näht sie traumhafte Patchkissen. Durch die verschiedenen Farbnuancen kommt das Muster noch besser zur Geltung. Das will ich unbedingt nachmachen.

Ninamanie hat ein wundervolles Rezept parat, in welchem die letzten Plätzchen- und Glühweinreste zu einem winterlichen Dessert verarbeitet werden.

Bei Kaufdiät gehts nicht direkt um Upcycling aber auch um Wieder- bzw. Weiterverwendung: Nutzen statt ausmisten zeigt, dass u.a. die Campingblechschüsseln weder verstauben noch entsorgt werden müssen, sondern im ganz normalen Alltag prima Dienste leisten. Man muss nur drauf kommen – sehr lesenswerter Artikel!

Was ich immerhin geschafft habe, ist die Schnurgelsgalerie auf zauberweib.de zu erneuern.

Ich hoffe, euer 2017 hat besser angefangen und wünsche euch und euren Familien Gesundheit, Glück und Liebe.