Archiv der Kategorie: Allgemein

Altes Handy weiterverwenden

Ich hab noch immer mein „altes“ Smartphone rumliegen: 4,5 Zoll, Android 4 – zu alt für die meisten Apps. Der Speicher hat Platz für drei-vier Apps – das hätte mir an sich gereicht, nur ist eben leider das Betriebssystem „veraltet“ :(

Trotzdem darf das Gerät bei uns weiterleben – als Radio! Seit die Kabelanbieter die analoge Übertragung eingestellt haben, hört man bei unserer Stereoanlage (über dreißig Jahre alte Einzelmodule) nur noch Rauschen. Aber das Handy lässt sich anschließen. Sowohl WLAN als auch Browser funktionieren nach wie vor, somit lässt sich damit prima Radio hören.

Nun habe ich noch eine alte SD-Karte gefunden und ins Handy gebastelt. Im Zuge dessen gabs noch ein Großreinemachen: Ich hab alles runtergeschmissen, was nicht tatsächlich dringend benötigt wird. Somit habe ich weiteren Platz geschaffen für Musik. Dateien vom Laptop rüberkopiert. Und man soll es nicht glauben: Obwohl die Stereoanlage aus einer Zeit stammt, in der mp3 noch gar nicht erfunden war (!), klappt auch das einwandfrei! Chillige Musik zum Yoga? Kein Problem – läuft! Und dank mp3 und der zusätzlichen SD-Karte passt einiges drauf. Notfalls kann ich ja jederzeit Titel austauschen. Zugegeben, mein mp3-Player ist vielleicht ein bisschen unhandlich, wenn ich mir die ganze Stereoanlage so anschaue *g* – aber dafür ist er auch Prä-mp3 :)

Der CD-Player der Anlage kann mit mp3-CDs natürlich nichts anfangen, aber übers Handy fungiert sie ja nur als (Verstärker und) Lautsprecher – praktisch nichts anderes, als wenn ich Kopfhörer ans Handy anstöpseln würde. Und das läuft.

Eine weitere Funktion hat es außerdem, mein „Alt“-Gerät – hauptsächlich zur Einkoch- und zur Baggwahn-Zeit: Als Küchenuhr! Ich hab nämlich leider ein sehr seltsames Talent dafür, herkömmliche Eieruhren nach weniger als einem Jahr kaputt zu bekommen. Zum Glück gibts für so etwas aber auch eine App. :) Im Alltag zum Teekochen nehm ich mein normales Handy, aber für Großaktionen und/oder solche Angelegenheiten, wo doch gern mal die Finger schmutzig sind, nehm ich lieber das Alt-Handy. Da ist es nicht so tragisch, wenn das Display mal verschmiert ist – es wird hinterher natürlich auch wieder saubergemacht!

Außerdem ist das „alte“ Gerät robuster, das ist mir bei größeren Küchen-Sessions angenehmer als das filigrane Smartphone, das ich im normalen Gebrauch habe. Und die Eieruhr-App läuft ohne Probleme auch auf Android 4 :)

Vielleicht kannst du deinem „alten“ Handy auf diese oder ähnliche Art ebenfalls noch ein Weiterleben ermöglichen. Ich finde vier-fünf Jahre Lebensdauer nämlich absolut inakzeptabel. Oder hast du noch eine ganz andere Verwendung für solche „Alt“-Geräte? Ich freu mich auf weitere Ideen in den Kommentaren!

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Das Ding: Fensterabzieher

Ich hab mir eine neue Beitragsreihe überlegt: Sachen, die den Alltag leichter machen. In loser Folge berichte ich von den Dingen, die mich bei jeder Benutzung immer wieder aufs Neue begeistern!

Den Anfang macht ein Ding, das vermutlich die meisten von euch kennen (und lieben) und das für wenig Geld viel Erleichterung verschafft. Die Rede ist von einem Fensterabzieher. So eine „Gummilippe mit Griff“ habe ich mir vor knapp einem Jahr zugelegt. Ursprünglich war sie nur für die Duschtür gedacht: Nach dem Duschen die Türinnenseite damit abziehen und der Kalk lagert sich erheblich langsamer ab, was wiederum die Reinigung deutlich vereinfacht.

Meinen Mann konnte ich bislang noch nicht dazu überreden, das Ding zu benutzen und ich vergess es – ehrlich gesagt – auch ab und zu. Trotzdem sieht unsere Duschtür jetzt um Längen besser aus als vorher.

Inzwischen bin ich auf die geniale Idee gekommen, das Ding vielleicht auch beim Fensterputzen zu benutzen. :) Dazu muss man sagen, dass ich „streifenfrei“ praktisch nie hinbekomme und diese Tätigkeit nun wirklich nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählt. Aber es muss halt auch ab und zu mal sein und dann sollte es zumindest einen erkennbaren Vorher-Nachher-Effekt geben.

Was soll ich sagen: Der Fensterabzieher ist schon fast eine Offenbarung für mich. Jahrzehnte hab ich mich beim Fensterputzen abgeplagt, um zumindest ein einigermaßen akzeptables Ergebnis zu erzielen. Und jetzt? Fenster reinigen, mit dem Abzieher drüber, die letzten Reste mit einem trockenen Tuch aufnehmen – fertig! Ohne Streifen! Einfach so! Ruckzuck-Ratzfatz! Der Wahnsinn!

Die Version, die ich mir geleistet habe, ist die allereinfachste, völlig frei von jeglichem Schnickschnack und die erfüllt sowas von ihren Zweck! Falls ihr also noch regelmäßig beim Fensterputzen flucht und verzweifelt, möchte ich euch dringend raten, in einen Fensterabzieher zu investieren, wobei „investieren“ hier das falsche Wort ist, weil die günstigste Variante echt ausreicht.

Wenn ihr dann noch ab und zu dran denkt, das Ding nach dem Duschen auch für die Duschtür zu nutzen, spart ihr gleich nochmal Zeit und Nerven, weil eine weniger verkalkte Tür deutlich leichter zu reinigen ist.

Seit ich das Ding habe und nutze, könnte ich mich glatt in den Hintern beißen, dass ich mir so etwas nicht schon viel viel eher zugelegt habe. Aber lieber spät als nie!

Das ist natürlich meine ganz private subjektive Meinung und Feststellung; ich bekomme von niemanden Geld oder sonstige Zuwendungen für diesen Beitrag sondern will hier nur zum Ausdruck bringen, dass das Produkt „Fensterabzieher“ für mich eine megageniale Erfindung ist. Spart Zeit und Nerven und macht schöne saubere Fenster.

Was ist mit euch? Habt ihr auch so einen Abzieher in Gebrauch? Und seit ebenso begeistert wie ich? Oder vielleicht gar nicht begeistert? (Was ich mir allerdings absolut nicht vorstellen kann!)

Welches „Ding“ hat dich begeistert oder begeistert dich bei jeder Nutzung aufs Neue? Ich bin neugierig, davon zu lesen: Schreib oder verlink in den Kommentaren, ich freu mich drauf!

C02 und Klimawandel

Habt ihr diese Woche auch von der Studie gehört, die ganz erstaunliche Ergebnisse zutage gefördert hat? Bäume pflanzen hilft gegen die Klimakrise! Ganz nebenbei wird noch erwähnt, dass – so quasi als Nebenwirkung – Bäume auch ganz gut darin sind, Sauerstoff zu produzieren.

Äh… ja… tolle Studie. Supi. Wenn die Kohle, die die Studie gekostet hat, einfach gleich dafür verwendet worden wäre, Bäume zu pflanzen, wär das Geld viel sinnvoller angelegt gewesen.

Von Felix Finkbeiner gibt es ein Buch über die „Wunderpflanze gegen die Klimakrise“ – das zu lesen lohnt sicher. Es kann auch einfach gleich gepflanzt werden. Oder ihr schließt euch entsprechenden Organisationen wie z.B. der Plant-for-the-Planet an. Oder nutzt wenigstens die baumpflanzende Suchmaschine Ecosia – z.B. um noch weitere Organisationen zu finden, die Pflanzprojekte unterstützen. :)

Vor ein paar Jahren stand die Idee im Raum, man könne C02 auch im Boden „einlagern“ – also reinpressen. Dass man davon seitdem nichts mehr gehört hat, liegt hoffentlich daran, dass die Schnapsidee fallen gelassen wurde. Jedenfalls hatte ich damals auch schon so eine gewisse Idee, wie sich das mit dem Kohlendioxid vielleicht auf relativ einfache Art lösen lässt.

Wir alle können mithelfen, indem wir Bäume pflanzen. Doch auch die Regierungen sind gefragt, weltweit die Zerstörung der Wälder – insbesondere der Regenwälder – schnellstmöglich zu stoppen. Wirtschaftliche Interessen dürfen hierbei keine Rolle spielen. Schließlich geht es hier um das Überleben von allem Leben: Die Regenwälder sind die Lungen unseres Planeten, die uns allen Atemluft verschaffen. Und zumindest was mich an geht, wäre ich gern bereit, z.B. an südamerikanische Länder eine Art „Regenwald-Abgabe“ zu bezahlen, die gewährleistet, dass eben kein Wald mehr zerstört wird.

Aus all diesen Gründen hoffe und wünsche ich mir auch, dass die Waldbrände in Brandenburg (und überall sonst auf unserem Planeten) schnellstmöglich gelöscht werden und eine Wiederaufforstung erfolgen kann.

Auf unserer Prioritätenliste muss die Gesundung von Mutter Erde an erster Stelle stehen. Es ist unser Job, uns um den Planeten und das Leben darauf zu kümmern – das in der Bibel ist ein verheerender Druckfehler. Dort muss es heißen „… macht euch der Erde untertan!“ Wir sind hier die Hausmeister*innen, dazu waren und sind wir auserkoren. Und dabei schaffen wir es nicht mal, unseren Müll anständig zu entsorgen…

Aber ich bin mir sicher, wenn wir alle zusammen anpacken, und alle ihr bestes geben – inklusive der Regierungen und Konzerne weltweit – können wir das Ruder noch rumreißen!

1500 km mal 1500 km

Das ergibt 2.250.000 Quadratkilometer. Eine Fläche in dieser Größe wäre nötig, um die gesamte Bevölkerung per Windenergie mit Strom zu versorgen. Das entspricht ungefähr sechseinhalbmal der Fläche Deutschlands. Also schon viel. Klar.

Aber.

Wenn man das mal in Relation setzt und z.B. die Weltkarte auf Postkartengröße darstellt (ca. Din A6), dann entsprechen die 1500×1500 km etwa der Fläche eines 10-Cent-Stücks. Das ist verdammt wenig. Und wir bekommens nicht gebacken.

Seit Rio 1992 (Neunzehnhundertzweiundneunzig!) wurde viel versprochen und wenig umgesetzt. Wir fliegen zum Mond, erforschen den Mars, mittlerweile sogar den Jupiter. Das ist alles sooooo wichtig. Genauso wie noch schnellerereres Internet und noch besserererere Handys – alles furchtbar wichtig.

Jap.

Und wir schaffens nicht, eine vernünftige (!) Stromversorgung auf die Beine zu stellen? Echt jetzt? Probierts mal aus, nehmt eine Weltkarte in Postkartengröße (auf dem Bildschirm reicht ja) und haltet eine 10-Cent-Münze drauf. Und das bekommen wir nicht geregelt. Schön bescheuert, wir Menschen. … ;(

Die Zahl hab ich übrigens aus dem Buch „100 Karten, die deine Sicht auf die Welt verändern“ – wie immer an dieser Stelle keine Werbung, außer für die nächstgelegene Stadtbücherei, die dir das Buch bestimmt borgen wird :) Es enthält ein buntes Sammelsurium an Karten, allerlei Wissenswertes und Kurioses: Die seltsamsten Ortsnamen in Deutschland. Eine Karte nur mit Straßen. Nur mit Flüssen. Nur mit Städten. Nur mit Grenzen. Und vieles andere mehr. Schön zum immer wieder drin Schmökern und Neues zu entdecken.

Tja und was die Stromversorgung angeht… Vielleicht sollten wir uns alle zu Greta stellen…

Es geht auch langsam

Eine kleine Unachtsamkeit und schon war ich für Wochen ausgeknockt. Alleine das war schon Grund genug, mich auch innerlich zu resetten – zumal ich eh nichts anderes tun konnte. Bewegung war nicht drin. Zumindest nichts, was weiter als bis zur Toilette oder Kühlschrank war. So schnell kann es gehen – dass plötzlich gar nichts mehr geht. Ein guter Zeitpunkt, dankbar zu sein, für das, was ist.

In den nächsten Tagen und Wochen hat mir mein Körper ganz genau gesagt, was geht und was nicht. Was er braucht und was ich unterlassen soll. Wieder einmal habe ich gestaunt, mit welcher Klarheit mein Körper mit mir kommuniziert – wenn ich nur genau zuhöre!

Was er am dringendsten brauchte, waren Ruhe (im Sinne von nicht anstrengen, nicht bewegen) und Zeit. Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Und auch das Muskelwachstum lässt sich nicht beschleunigen. Obwohl, eigentlich doch: Indem man dem Muskel eben die Zeit gibt, die er braucht.

Irgendwann war ich soweit wiederhergestellt, dass ich mir einen normalen Arbeitsalltag wieder zugetraut habe. Und ich habe festgestellt, dass es ein Riesenunterschied ist, ob ich mich vom Klo auf die Couch in die Küche und zurück bewege, oder meiner normalen Arbeit nachgehe. Vor einiger Zeit hatte ich mir mal interessehalber eine Schrittzähler-App installiert und dadurch festgestellt, dass ich problemlos die berühmten 10.000 Schritte im Durchschnitt zusammenbringe. Woran jetzt erst einmal nicht zu denken war.

Das Wichtigste: langsam gehen! An sich einfach, weil die Wade mir ihren Rhythmus vorgibt. Trotzdem fühlt es sich ungut an, wenn ich mit Kundschaft im Schneckentempo unterwegs bin. Ich habe das Gefühl, mich erklären, rechtfertigen zu müssen. Kein Problem, von alle Seiten gibt es Verständnis und ich frage mich: Warum glaube ich, mich für die Langsamkeit entschuldigen zu müssen?

Wer sich nicht schnellschnell bewegt, fällt auf: Was ist denn mit der los? Da stimmt doch was nicht. Einerseits ist die Aufmerksamkeit erfreulich, dass die Menschen aufeinander achten und nachfragen, wenn etwas nicht so läuft wie sonst. Andererseits erschreckend: Wer nicht im Gleichschritt mitmarschiert, ist nicht normal, funktioniert nicht richtig. Niemand kommt auf die Idee, dass man „einfach so“ einen Gang runterschaltet, freiwillig langsam macht. Macht doch kein normaler Mensch. Oder?

Dass alles langsam geht, betrifft nicht nur die Fortbewegung an sich. Ich überlege bei allem, was ich tun möchte, ob das jetzt tatsächlich nötig ist, ob es eine Alternative gibt, ob ich den notwendigen Gang mit anderen Tätigkeiten verbinden kann, um mir unnötige Extraschritte sparen zu können.

Und natürlich habe und bemerke ich die Langsamkeit nach wie vor beim Yoga. Zunächst ging fast gar nichts mehr, doch Stück für Stück konnte ich mir meine Übungen wieder „zurückerobern“. Aber immer nur sehr sehr langsam und sehr sehr vorsichtig. Hier habe ich viel gewonnen, sehr viel mehr, als mir die Verletzung zwischenzeitlich genommen hatte. Mein Yoga ist jetzt (wieder) wesentlich achtsamer, bewusster, ruhiger als vorher. Ich hoffe und wünsche mir, dass ich mir das lange bewahren kann: Dieses Gefühl, in mir zu ruhen. Unbeschreiblich.

Ein kleiner Spaziergang in der Mittagspause fühlt sich momentan wie eine halbe Weltreise an. Auch hier muss ich modifizieren, andere Wege wählen, kürzer treten. Und habe viel mehr Zeit, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Ich sehe die Blüten in den Gärten, das satte Grün an den Bäumen. Höre die Vögel zwitschern, rieche den Flieder – für mich der Geruch des Frühlings. Alles wie jedes Jahr, alles wie immer. Und doch nehme ich es stärker, klarer, bewusster wahr. Aus dem einfachen Grund, dass alles ein bisschen langsamer geht und ich deshalb länger im Augenblick verweile. Eigentlich ganz logisch und ich stelle fest, dass ich langsam genauso ans Ziel komme. Die zurückgelegte Strecke ist dabei vielleicht kürzer. Das dabei Erlebte, Wahrgenomme dafür umso intensiver.

Mir fallen die Schlagworte ein: „Entdeckung der Langsamkeit“, „Hashtag: Entschleunigung“ – reden ja alle davon, schreiben darüber. Nichts liegt mir ferner, als auf diesen Zug aufzuspringen. Ich mache derzeit wahrlich keine großen Sprünge. Nicht mal kleine. Dennoch kann ich es euch nur empfehlen, das mit der Langsamkeit auszuprobieren. Schaltet einen Gang runter. Setzt euren Focus nicht darauf, wie ihr noch schneller weiter kommt. Sondern gönnt euch mal eine Stunde der Langsamkeit: Wie langsam kann ich eine Runde um den Block laufen? Einmal die Woche, jeden zweiten Tag für ein paar Wochen jeweils eine Stunde Zeit lassen. Ihr werdet staunen, welche Wunder ihr dabei entdeckt. Um euch herum und in euch drin. Lasst euch drauf ein!

Ich freu mich über eure Kommentare dazu!

P.S. für weiterführende Lektüre kann ich euch das Heft 2018/61 der Geo Wissen ans Herz legen: Zeit für die Seele. Dort gibt es vielfältige Artikel zum Seele-baumeln-lassen.

P.P.S. falls die weiterführende Lektüre bereits als Werbung ausgelegt wird, will ich die Gelegenheit gleich nutzen, um Werbung für die Bibliotheken/Büchereien zu machen: Dort gibt es solche Hefte und natürlich auch Bücher zum Thema. Bei sehr vielen inzwischen sogar online. Schaut ruhig mal wieder rein!

Korrigier mich bitte!

So viele Texte schreien mir das förmlich entgegen!

Kann heute wirklich niemand mehr korrektes Deutsch schreiben? Das lernt man in der Schule – und man hört doch nicht einfach auf, richtig zu schreiben, nur weil man einen Abschluss in der Tasche hat, oder?

Wenn es reine Faulheit ist – dann bemüht doch zumindest die Rechtschreibprüfung des Textverarbeitungsprogramms. Damit sind wenigstens die gröbsten Schnitzer abgefangen. Selbst hier im WordPress-Editor werden Tippfehler rot unterringelt. (Lustigerweise wird „WordPress“ auch rot unterringelt. *g*) Ok, was dieses Tool hier nicht kann, ist das Erkennen von fehlenden Bindestrichen. Leider. Gerade die sind im Internetzeitalter total am Aussterben. :-(

Es heißt aber nun mal „Brotbackbuch“, notfalls „Brot-Backbuch“ aber keinesfalls „Brot Back Buch“. Nichts verzerrt den Sinn eines Satzes mehr als fehlende Bindestriche! 

Ob in der TV-Zeitschrift, im Blättchen der Marktgemeinde oder dem Stadtanzeiger – Rechtschreibung hat offenbar keinen hohen Stellenwert. Dass in einem Internetforum nicht immer alles superkorrekt geschrieben ist, darüber lässt sich hinwegsehen. Aber wenn man einen Blogbeitrag schreibt, über den eine sich ja auch Gedanken macht, mit dem man sich auseinandersetzt, dann will man doch selber, dass das Ergebnis gut ist, dass alles passt und alles stimmt. Eben auch die Rechtschreibung!

Das gilt für mich als Privatperson; mehr noch sollte es für all jene gelten, die damit Geld verdienen – nicht zuletzt für die Geldgeber sollte es (auch) von Interesse sein, wer da für sie Werbung macht. „Ich finde das das schampoo von der Firma XYZ fiel besser ist als alle die wo ich probiert habe weil, nur bei dem, sind meine Haare so richtig, schön, glänzig, geworden.“ – Sowas macht nicht gerade den besten Eindruck, finde ich. Also, auf so eine Empfehlung würde ich Shampoo XYZ mit Sicherheit nicht kaufen!

Noch viel schlimmer fällt es mir bei Youtubern auf. Ok, wenn man schlecht in Deutsch ist, einfach Filmchen drehen, dann spart man sich die Rechtschreibung. Nur dann sollte man es auch unterlassen, kurz nach Erscheinen des neuen Videos einen extra Hinweis zu posten, dass das neue Video erschienen ist (ach nee…) und da dann noch acht Schreibfehler in drei Sätzen einbauen. Wer mit Schokosahnetorte Geld verdient, sollte das auch schreiben können. Oder zumindest in der Kompromissform „Schoko-Sahne-Torte“ mit Bindestrichen. Keine Gedankenstriche, sondern Bindestriche: keine Leerzeichen vor oder nach dem Strich.

  • Bitte: Lest eure Texte vorm Veröffentlichen durch! 
  • Bitte: Nutzt Rechtschreibprogramme, wenn ihr euch nicht ganz sicher seit. duden.de ist auch immer eine gute Anlaufstelle!
  • Apostrophe lieber weglassen – da seit ihr auf der sicheren Seite.
  • Fragt jemanden, der oder die textsicher(er) ist, eure Texte gegenzulesen und zu korrigieren. Das gilt vor allem dann, wenn ihr mit euren Texten Geld verdient – notfalls bezahlt jemanden dafür, der eure Texte in vernünftiges, lesbares Deutsch bringt!
  • Wenn ihr irgendwo arbeitet, wo ihr analoge Texte veröffentlicht (egal ob Briefe, Anzeigen, Untertitel – was auch immer): Bitte lest eure Texte durch, lasst die Rechtschreibprüfung drüberlaufen.

Gerade beim letzten Punkt komm ich aus dem Kopfschütteln manchmal nicht mehr heraus. Es muss doch im ureigensten Interesse jeden Arbeitgebers und jeder Arbeitgeberin sein, dass sämtliche Veröffentlichungen frei von Tippfehlern sind.

Möglich, dass ich mich mit diesem Beitrag hier sehr unbeliebt mache. Ebenso möglich, dass sich irgendwo ein Tippfehler eingeschlichen hat, der mir in den Kommentaren unter die Nase gerieben werden wird. :) Aber wenn ich nur eine oder einen von euch dazu bewegen kann, künftig (mehr) auf korrektes Deutsch zu achten, wär ich schon überglücklich!

Schönes smartes Haus?

Mein Lieblingsradiosender bindet momentan massiv einen „Hausspionierer“ in die Interaktionsspiele mit den ZuhörerInnen ein. Offenbar wollen die Spionierdienste mit aller Gewalt in unsere Häuser eindringen. Ich nenn sie mal „Andrea“ oder „Miri“ – passend wäre auch der Name „Swala“ für „spioniert wirklich alle Lebensbereiche aus“.

Klar, auf der Voyager ist das schon irgendwie praktisch, wenn Captain Janeway einfach nur „Computer“ sagen und eine Frage stellen muss. Genau das machen ja die Swalas auch. Aber ernsthaft: Wer stellt sich freiwillig einen Spion ins Wohnzimmer?

Alles wird mitgehört

Es wird zwar behauptet, dass Swala nur mithört, wenn sie direkt angesprochen wird. (Irgendwie klingt das so nach „Ja, aber ich hab nicht inhaliert!“) Wie soll sie hören, ob sie angesprochen wird, wenn sie nicht mithört? Und sie hört ja wirklich alles, also nicht nur Unterhaltungen, sondern auch, welche Musik läuft, welche TV-Programme gesehen werden, wie oft die Toilettenspülung benutzt oder geduscht wird. Und es macht mir niemand weis, dass all diese Daten nicht gespeichert werden! Die Meldungen in dieser Woche dazu haben mich nicht überrascht.

Wirklich nützlich?

Ich frage mich, welchen Sinn das SmartHome überhaupt hat. Zunächst mag es ganz praktisch klingen, wenn ich die Heizung tagsüber absenken und so einstellen kann, dass sie rechtzeitig wieder hochfährt, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Für den Fall, dass ich früher Feierabend habe, kann ich via App meiner Heizung mitteilen, sie möchte doch bitte gleich einschüren, weil ich bereits auf dem Heimweg bin.

Nun, das mit dem Programmieren kann unsere ganz normale Heizung auch – vielleicht nicht ganz so ausgefeilt und detailliert, aber für uns absolut ausreichend. Und wenns tatsächlich mal passiert, dass mein Liebster oder ich schon mittags nach Hause kommen, wird halt die Heizung hochgedreht und dann ist es auch schnell warm.

Dafür muss unsere Heizung nicht ständig online sein, sprich: Wenn niemand Zuhause ist, ist unser Router ausgeschaltet; er verbraucht also in dieser Zeit weder Strom noch werden Strahlen produziert.

Strahlende Zukunft?

Das ist nämlich das nächste Problem – nicht nur der erhöhte Strombedarf, wenn ständig alles mit allem vernetzt sein muss – sondern auch das Kommunizieren aller möglichen Geräte untereinander. Diese unsichtbaren Datennetze werden somit immer dichter und komplexer. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das sonderlich gesund ist. Da sollte es uns doch ein Anliegen sein, zumindest die eigenen vier Wände einigermaßen strahlungsarm zu halten.

„Ich weiß (besser), was du willst“

Mich nervt das schon beim Textverarbeitungsprogramm, wenn es ungefragt korrigiert. Manchmal zurecht, aber oft halt auch nicht. Hard- und Software sollte uns unterstützen, aber nicht bevormunden. Auch Suchmaschinen sollten das nicht tun („Meinten Sie…?“).

Wenn aber mein Haus so „schlau“ ist, dass es morgens automatisch die Rollläden hochfährt, sobald ich das Wohnzimmer betrete – sorry, aber das ist wirklich eine Horrorvorstellung! Und den Sinn dahinter verstehe ich auch nicht wirklich. Die Vorstellung, dass mein Haus ständig „mitdenkt“, mir bestenfalls Vorschläge unterbreitet, schlimmstenfalls einfach macht, von dem es „denkt“, dass ich es will, ist einfach nur gruselig! Ich möchte auch nicht von meinem Kühlschrank angerufen und gefragt werden, ob ich Milch mitbringe, oder ob er welche online bestellen soll.

Orientierungslos

Hinter unserem Haus befindet sich eine Sackgasse, die inzwischen ziemlich stark befahren ist. Auf irgendeiner „Map“ ist da nämlich mal ein Fehler unterlaufen und offenbar haben alle möglichen Navis von dieser Karte abgekupfert, die unsere Sackgasse als Durchgangsstraße eingezeichnet hat. Befremdlich finde ich, dass sich niemand an der Beschilderung „Sackgasse“ stört: Wenn das Navi sagt, ich muss da abbiegen, dann bieg ich da ab. Echt jetzt: Wir vertrauen irgendwelchen Computerstimmen und -Anzeigen mehr als unseren eigenen fünf Sinnen und wachem Verstand?

Ich habe keinen sonderlich guten Orientierungssinn und genau deshalb plane ich eine Reise sehr sorgfältig. Ich präge mir die Reiseroute auf der Straßenkarte (so richtig aus Papier!) genaue ein, notiere mir die Auf- und Abfahrten, wann ich wo abbiegen muss usw. Außerdem werfe ich einen Blick auf die nächsten größeren Ortschaften, schaue also auch, in welcher Umgebung ich mich bewege. Das hat den Vorteil, wenn ich mich irgendwo verfahre, bin ich nicht gleich völlig verloren. Weil mir das nächste Hinweisschild Orientierung bietet: Aha, wenn es da nach X-Stadt geht, muss ich mich links halten, damit ich wieder in die richtige Richtung komme. Würde mich ein Navi in die Irre führen, wäre ich wirklich hoffnungslos verirrt!

Nein danke!

Ok, ich bin ziemlich begeistert davon, dass ich die Waschmaschine über Nacht programmieren kann: „Starte in vier Stunden“. Bei einer Waschdauer von drei Stunden schaff ich es auf die Art, notfalls mal zwei Ladungen voll an einem Tag laufen zu lassen. Dass unser Drucker ein Netzwerkdrucker ist, der sich auch mal übers Handy ansteuern lässt (sofern er eingeschaltet ist), ist ebenfalls nicht unpraktisch. Aber darüber hinaus sehe ich im SmartHome keinen echten Nutzen. Dafür viele Nachteile:

  • Wer hört (und sieht?) mit? Welche Daten werden wo wie lange gespeichert und an wen verkauft?
  • Zusätzliche Strahlungsbelastung durch die Kommunikation der verschiedenen Geräte untereinander
  • erhöhter Stromverbrauch, weil alle Geräte ständig zumindest im Standby-Modus laufen müssen
  • Gefahren für Tiere durch „freilaufende“ Mähroboter (siehe z.B. in der FAZ)

Ein computergesteuerter Haus-„Schlüssel“ ist für mich alles andere als vertrauenserweckend und auch die Möglichkeit, via Smartphone im Vorbeilaufen zu bezahlen, ruft in mir keinerlei Begeisterungsstürme hervor – ganz im Gegenteil.

Ich halte es für sehr bedenklich, was alles in unserem Privatleben Einzug hält oder nach dem Willen der Wirtschaft Einzug halten soll. Mein Tipp: Überlegt euch gut, ob das neueste schicke Gadget wirklich Sinn macht und ob dieser Sinn die massiven Einschnitte und Nachteile rechtfertigt. Je mehr wir smarte Tools unser Leben regeln lassen, umso weniger kümmern wir uns selber darum. Und ich bin der Meinung, dass selber denken doch eigentlich das ist, was den Menschen ausmacht. Oder wie seht ihr das?

Hier noch ein paar Links zum Weiterlesen: 

Gerne noch selber die Suchmaschine eures Vertrauens bemühen und z.B. nach „smart home datenschutz“ suchen.

Rasierhobel: Langzeitbericht („Werbung“)

Seit vier Jahren nutze ich einen Rasierhobel – für die Beine, Achseln und auch im Intimbereich. Im August 2015 habe über die Vor- und Nachteile einen  Beitrag  verfasst – nicht, dass es wirklich Nachteile geben würde!

Ich komme noch immer mit den mitgelieferten Rasierklingen aus; eine reicht mehr als ein Jahr. Nach wie vor schreibe ich die lange Lebensdauer auch der sehr guten Reinigungsmöglichkeit zu: Rasierer aufschrauben, Einzelteile abspülen, trocknen lassen und vor Gebrauch wieder zusammenschrauben. Er sieht noch immer wie neu aus – ein Plastikrasierer würde inzwischen schon sehr versifft aussehen!

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Längst geht das Rasieren ratzfatz wie eh und je, etwaige Verletzungen sind im Vergleich zu Hinter-Gitter-Plastik-Klingen nicht mehr geworden  – ehrlich gesagt, sogar weniger. Einfach, weil ich halt doch ein bisschen vorsichtiger bin. Bei einer frisch eingesetzten Klinge gibts vielleicht mal den einen oder anderen Kratzer – aber auch das ist völlig normal. ;)

Nach wie vor nutze ich normale Seife, schön aufgeschäumt und noch immer brauche ich keinerlei „Wässerchen“ hinterher. Ich creme mich wie sonst auch nach dem Duschen ein und gut ist. Keine Hautirritatitionen, nichts.

Meine Empfehlung gilt also nach wie vor: Wenn du gerade einen neuen Rasierer brauchst – kauf bitte kein Plastikzeug mit (sauteuren) Plastikklingen in der XXXL-Plastikverpackung sondern nehm einen Rasierhobel mit einfachen Rasierklingen, beides völlig plastikfrei und in der Verpackung zumindest plastikarm. Achja, so nebenbei schont diese Anschaffung auch noch den Geldbeutel.

Ich bekomme weder Geld noch sonstige Zuwendungen von Hobel- oder Klingenhersteller und mich hat niemand beauftragt, diesen Beitrag (oder den vor vier Jahren) zu veröffentlichen. Ich mach das einfach nur, weil ich von meinem Rasierhobel nach wie vor begeistert bin und es mich immer wieder fassungslos macht, wenn ich im Drogeriemarkt vor den langen Regalreihen stehe voller „unterschiedlichster“ Plastikrasierern für Männlein und Weiblein nebst jeweils inkompatibler Extra-Wechselklingen, ebenfalls mit ganz viel Plastik. :(

Es geht auch ohne Plastik und das mindestens genauso gut. Also falls ihr gerade auf der Suche nach einem neuen Rasierer seit: Ein stinkeinfacher Rasierhobel sollte eure erste Wahl sein – meine uneingeschränkte Empfehlung gilt nach wie vor!

Verkaufsoffener Sonntag?!

In meiner Kindheit war in der nächstgrößeren Stadt zweimal im Jahr an einem Sonntag Markt. Da hatten auch ein paar normale Ladengeschäfte geöffnet. Marktsonntag war etwas ganz besonderes, weil es dort Sachen gab, die es sonst nirgends gab. Von dem riesigen Süßigkeitenstand mal ganz abgesehen :)

Heute ist das ganz anders. Gefühlt würde ich sagen, ist mindestens alle zwei Monate ein verkaufsoffener Sonntag. Entweder, weil die Stadt einen besonderen „Event“ hat. Oder einzelne Geschäfte haben verkaufsoffen weil… gerade Firmenjubiläum ist. Oder die hundertste Filiale eröffnet wurde, oder was auch immer.

Geht es euch auch so? Dass – gefühlt zumindest – irgendwie ständig irgendwo verkaufsoffener Sonntag ist? Ich find das furchtbar. Muss am Sonntag auch noch konsumiert werden? Muss man den Menschen, die im Einzelhandel eh schon familienfeindliche Arbeitszeiten haben, auch noch den Sonntag nehmen?

Im Sommer bekommen wir das gut mit, wenn gerade mal wieder verkaufsoffener Sonntag ist, wie die Menschen in die benachbarten Geschäfte stürmen. Gerade so, als wenn es in den letzten drei Wochen nirgends irgendwas zu kaufen gegeben hätte. Dabei sind die Geschäfte mittlerweile sogar samstags bis zum Abend geöffnet. Und dann muss man am Sonntag schon wieder einkaufen? Einfach, weil offen ist? Ich verstehs nicht, wirklich nicht!

Es ist egal, ob die Menschen den Sonntag nutzen möchten, um in die Kirche zu gehen oder in die Moschee. Ob sie Verwandte besuchen oder einen Ausflug mit der Familie machen wollen. Zuhause die Fenster putzen oder sich einfach mit einem Buch in den Liegestuhl legen wollen. Das wichtigste am Sonntag ist: Dass es einzige Tag in der Woche ist, der fürs Privatleben zur Verfügung steht. Naja: stehen sollte! Weil für viele ist es eben längst nicht mehr der Fall.

Klar betrifft das die Gastronomie, Krankenhäuser, Pflegedienste usw. schon immer, dass da auch der Sonntag ein Dienst-Tag ist. Dafür hat man aber an anderen Tagen frei. Im normalen Einzelhandel sollte aber der Sonntag frei sein und auch bleiben. Und wer unbedingt meint, am Sonntag auch noch shoppen zu müssen, solls halt dann von der Couch aus machen. Aber mal einen Tag in der Woche nix kaufen soll ja den Charakter bilden.

Was haltet ihr vom Einkaufen am Sonntag? Muss das wirklich sein, dass auch am Sonntag frische Semmeln verkauft werden? Sollte man  ausgerechnet in einem Laden kaufen, der seinen Angestellten auch noch den Sonntag klaut? Oder seit ihr gerade vielleicht sowieso gerade beim Fasten – was Einkaufen mit einschließt?

Straßenverkehr – Stress oder die Ruhe weg?

Bei uns auf dem Land ist es meist ziemlich schwierig, wenn man überholen möchte. Entweder ist der Straßenverlauf kurvig und unübersichtlich – oder man hat Gegenverkehr. Früher hat es mich schier wahnsinnig gemacht, wenn ich hinter einem LKW herzuckeln musste. Inzwischen hab ich da die Ruhe weg.

Über die Jahre habe ich festgestellt, dass es zeitlich kaum einen Unterschied macht, ob ich mit 80 oder 100 Stundenkilometern unterwegs bin. Dazu ist die Strecke – bzw. der Streckenabschnitt Landstraße – zu kurz. Also wozu sich aufregen?

Es hat gedauert, bis ich das begriffen habe, muss ich leider zugeben. Dabei ist das Fahren so viel entspannter, wenn ich mich nicht aufrege! Und wenn wieder mal ein ganz wichtiger SUV wild hupend von hinten rauszieht, kostet mich das ein müdes Lächeln. Wenns schee macht.

Mein Motto ist: Lieber fünf Minuten später ankommen, als eine halbe Stunde später im Krankenhaus liegen. Und damit fahr ich ganz gut. Wörtlich sogar :)  Wie ist das bei dir im Straßenverkehr? Hast du die Ruhe weg oder gehörst du eher zu denen, die sich schnell aufregen? Schimpfst du dann vor dich hin oder äußert sich das auch im riskanten Fahrstil?

Wobei das vermutlich blöde Fragen sind – wer würde das schon zugeben? Außer das Vor-sich-hinschimpfen vielleicht. Und das passiert mir auch ab und zu. Das ist auch völlig ok, wenn z.B. mal wieder ein Schulbus (!) genau vor meiner Nase auf die Hauptstraße einbiegt. Da frag ich mich schon: Sollten nicht gerade Schulbusse durch eine eher vorsichtig-defensive Fahrweise auffallen?

Wenn meine Grummelei im Straßenverkehr allerdings öfter vorkommt, dann ist das für mich mittlerweile ein Grund innezuhalten: Wo hakts denn? Gibts irgendwo Ärger? Stress? Liegt irgendwo etwas im Argen? Meistens komm ich recht schnell der eigentlichen Ursache auf die Spur. Und kann somit deren Bereinigung angehen. So gesehen ist mir vermehrtes Schimpfen im Straßenverkehr inzwischen ein guter Anzeiger geworden, wenn meine innere Balance gestört ist.

Vielleicht ist das bei dir ja ähnlich? Schon mal darauf aufgepasst? Oder hast du deine eigenen „Anzeiger“, die dich auf mangelndes Gleichgewicht aufmerksam machen?

Ich bin neugierig, welche „Alarmglocken“ bei euch installiert sind und freu mich über Kommentare!