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#friday4future

Morgen ist wieder Freitag und damit #friday4future-Tag. Ich finde die Aktion großartig und dank der weltweiten Vernetzung ist es möglich, dass daraus eine globale Bewegung wird, die die PolitikerInnen weltweit dazu bringen kann, ihren glorreichen Worten endlich Taten folgen zu lassen.

Was die Aktion der SchülerInnen tatsächlich bringen wird, muss sich zeigen. Meine Erfahrungswerte machen mir zwar wenig Hoffnung, doch das kleine Mädchen aus den frühen 1980ern in mir feuert die Kids weltweit an, dran zu bleiben und die Verweise, die sie dafür kassieren, einzurahmen! ;)

Allerdings muss ein bisschen Kritik auch sein. Denn die Rettung der Zukunft fängt immer bei dir selber an. Daher von mir noch ein paar ausgewählte Stichpunkte:

  • Kaffeetasse/Thermobecher statt Coffee to go
  • Brotzeitdose statt Currywurst und Hamburger
  • Stop! Nicht gleich neu kaufen, sondern erst mal guggen, was der heimische Haushalt an Verwendbaren bereits zu bieten hat!
  • Wiederaufladbare Akkus statt Batterien verwenden (gibts auch für Knopfzellen)
  • mit dem Bus/Öffis in die Schule fahren und sich nicht von Mama mit dem SUV bringen lassen
  • sich nicht jedes Jahr das neueste Handy zum Geburtstag wünschen, sondern das vorhandene so lange wie irgend möglich nutzen

Der letzte Punkt wäre ein guter Ansatz für eure Forderungen. So sollten die Betriebssystem-Hersteller verpflichtet sein, pro Version wenigstens fünf Jahre Laufzeit zu garantieren und für jedes Gerät (Handy, Tablet, was auch immer) Upgrades auf die nächsten zwei Versionen für die jeweils komplette Laufzeit zuzusichern. Somit wäre eine Handynutzung von bis zu 15 Jahren garantiert. Das gilt natürlich auch für PC-/Notebook-Betriebssysteme, sofern diese nicht eh OpenSource sind.

In dem Zusammenhang sind ebenso die Handyhersteller (und der gesamten Unterhaltungselektronik) gefordert, ihre Auf-den-Markt-schmeiß-Mentalität grundlegend zu ändern. Analog zu den BS gibts ebenfalls nur alle fünf Jahre ein neues Gerät – und dann auch nur eins und keine fünf. Das dann aber wenigstens ausgereift ist.

Zum Thema SUV mag ich mich an dieser Stelle gar nicht weiter auslassen, weil da könnt ich nur noch … nein. SUV, Coffee-to-go im Wegwerfbecher, Kapselkaffee – das sind Dinge, die einfach nicht existieren dürften und ich staune jeden Tag aufs Neue, wie viele Menschen all das tagtäglich nutzen, obwohl sie wissen, wie sehr sie damit unseren Planeten zumüllen und vergiften…

In diesem Sinne: bleibt dran und ich würde mich freuen, wenn das Jahr 2019 als DAS Jahr der Kehrtwende in die Geschichte eingehen würde!

 

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Jedes Feuerwerk ein Fest?!

Ich hoffe, ihr seit alle gut im neuen Jahr angekommen. Wie haltet ihr es denn an Silvester? Gibts ein großes Feuerwerk? Raketen oder Böller? Oder nur Wunderkerzen? Oder seit ihr am liebsten auf der ganz großen Party mit professionellem Feuerwerk?

Seit Jahren schon machen wir selber kein Feuerwerk mehr. Allerdings gehören die bunten Raketen für mich zum Jahreswechsel dazu. Also mit „aaah“ und „ooohhh“ in den Himmel guggen machen wir nach wie vor sehr gerne. Ein paar Minuten, dann isses auch wieder gut und wir kümmern uns lieber um die Kazis, die den Lärm und die grellen Lichter, die sich leider nicht komplett ausschließen lassen (nicht vor jedem Fenster gibt es ein Rollo), ziemlich blöd finden.

Heuer waren es erfreulich wenig Böller, insgesamt ging das Geballere und Gepfeife bis ca. 0.45 Uhr und dann war ziemlich schlagartig Ruhe. Wie wenn sich das ganze Dorf abgesprochen hätte. Das war in den Jahren zuvor schon ganz anders. Da gings auch mal bis zwei oder drei Uhr. Und es gab erheblich mehr Böller-Explosionen. Das Gekrache kann man nicht anders nennen.

Dennoch: An Silvester soll und darf es Feuerwerk geben. Das gehört dazu – wenn da gar nix wäre, wärs kein Silvester, sondern eine Nacht wie jede andere. Wie viel mensch verballert,  muss jedeR für sich selber entscheiden. Wenns weniger BUMM ist, freu ich mich drüber. :)

Natürlich ist es eine gigantische Umweltverschmutzung, da muss man nix schönreden. Die Luft ist verpestet, die Straßen und Plätze sind hinterher zugemüllt und für die Tiere ist es eine extreme Stresssituation. Daher kann ich die Diskussionen, die alle Jahre wieder aufs Neue auftauchen, sachlich absolut nachvollziehen. Nur leider finden die zur falschen Zeit statt. Finde ich.

Jedes Feuerwerk ein Fest! habe ich den Beitrag hier betitelt. Der Untertitel lautet: Jedes Fest ein Feuerwerk? Dort liegt meines Erachtens das eigentliche Problem.  Wir leben hier in einer Landschaft, die sich mehr und mehr zum Touri-Magnet mausert und gerade im Sommer eine Menge an Events zu bieten hat. Und da isses inzwischen so, dass gefühlt jede Woche auch ein Feuerwerk stattfindet.

Unsere Gegend ist ländlich strukturiert, mit vielen Dörfern und jedes einzelne hat natürlich eine Kirche und die meisten haben z.B. eine Freiwillige Feuerwehr und/oder einen Sportverein. Das wiederum bedeutet, es gibt in jedem Dorf jedes Jahr eine Kirchweih und mindestens ein weiteres Fest.

Einschub: Sowohl Freiwillige Feuerwehr als auch Sport- oder sonstige Vereine halte ich für geradezu existentielle Einrichtungen, ohne die ein Dorf praktisch gar nicht leben könnte! Wer noch Kapazitäten für gute Vorsätze frei hat: Meldet euch an, macht mit, seit dabei! Engagiert euch im Verein, in der Freiwilligen Feuerwehr oder was es bei euch entsprechendes gibt. Das meine ich völlig ernst und aufrichtig! Die nachfolgende Kritik richtet sich ausschließlich gegen das Überhandnehmen der Feuerwerke zwischen Januar und Dezember!

Da natürlich alle was vom großen Tourismus-Kuchen abhaben wollen, fühlt sich mittlerweile praktisch jedes Dorf gezwungen, aus der gemütlichen „Dorfkirba“ ein „Event“ zu machen. Nun ist der Platz mit Bierzelt, Kinderkarussell und Losbude vom Roten Kreuz aber meistens voll – nicht mal Autoscooter gibt es überall. Nix mit Achterbahn oder andern tollen Fahrgeschäften. Aber irgendwas muss man ja tun, um die Touris anzulocken. Und so ein Feuerwerk macht halt immer was her.

Genau hier wäre meiner Meinung nach die Diskussion wegen Umweltverschmutzung und Lärmbelästigung von Mensch und Tier an der richtige(re)n Stelle: Muss wirklich jede Ortschaft mit drei Häusern, Wirtshaus und Kirche mit einen Feuerwerk aufwarten? Bei größeren Städten lass ichs mir ja noch eingehen, wenn es einmal im Sommer ein zusätzliches (zu Silvester) Feuerwerk gibt. Aber eben auch nur eines. Und  nicht eines jede Woche. In jedem Dorf. An jedem Strand. In jedem Wirtshaus. An jedem Anleger. In jedem Verein. Und bei der einen oder anderen Hochzeit auch noch.

Vielleicht wäre es ein Anfang, wenn man sich innerhalb eines Dorfes besser abstimmen und auf ein Feuerwerk einigen könnte. Heuer bei der Kirchweih, nächstes Jahr beim Feuerwehrfest. Die Angler, Radler, Camper und der Sportverein tun sich zusammen und schmeißen alle drei Jahre eine richtig große Party – ein Mega-Event, von dem dann alle etwas haben dürften. So wären reihum alle mal dran mit Feuerwerk und die Vereine können sich Kosten teilen. Dass diese dennoch jährlich ein kleines, traditionelles Fest veranstalten, da spricht ja nichts dagegen. Ganz im Gegenteil! So wäre die Brauchtumspflege schließlich gesichert, die bei all der Event-Heischerei  auszusterben droht.

Damit hätten am Ende alle gewonnen, allen voran die Natur, von der wir alle leben und wegen der ja auch die Touris kommen! Und wenn es in der Hochsaison gefühlt alle paar Tage ein Feuerwerk gibt, isses ja auch nix Besonderes mehr.

Vielleicht ergibt sich der eine oder andere Denkanstoß. Möglicherweise schließen sich auch ein paar benachbarte Dörfer zusammen zu einem „Event-Verbund“. Ich würde mich freuen, wenn das Feuerwerk wieder zu dem werden dürfte, was es doch eigentlich sein sollte: Etwas ganz außergewöhnliches, das es allerhöchstens (!) zweimal im Jahr zu bestaunen gibt. Inklusive Silvester.

Meine zwei Cents zum Thema. Und was meint ihr?

 

Frohe Feiertage

Ich wünsch euch allen da draußen fröhliche Feiertage im Kreis eurer Lieben. Macht euch keinen Stress, sondern genießt die Zeit, die ihr gemeinsam verbringt.

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Die Schnurgels warten nicht unbedingt aufs Christkind, aber natürlich gibts für sie an den Feiertagen ein extraleckeres Essen. Wir machen das immer so, dass es das „Festmahl“ am 24. und am 26. gibt. Zwei Tage am Stück – geschweige denn drei – würden nur dazu führen, dass sie das immer erwarten ;)

Das nächste Festmahl für die beiden gibts an Neujahr, als Entschädigung für die Ballerei in der Nacht davor. Und bevor das missverstanden wird: Wir ballern überhaupt nicht,  das Feuerwerk ringsum ist völlig ausreichend. Unser Job ist es, den Schnurgels zu versichern, dass es keinen Grund zur Sorge gibt.

Habt eine schöne Zeit zusammen und ich wünsche euch fürs neue Jahr Glück, Gesundheit, Liebe, Freude, Lachen – die wichtigen Dinge des Lebens eben ;)

Die letzten bunten Blätter

Es hat zwar etwas länger gedauert, aber ich komme noch rechtzeitig für die Herbstdekoration (für Weihnachtsdeko ist es noch etwas früh, finde ich). Bei Herbys habe ich eine wunderbare, kostenlose Häkel-Anleitung für ein Herbst-/Ahornblatt gefunden, die man einfach so runterladen kann. Wie gesagt, ist das kostenlos, aber es handelt sich bei der Site um eine gewerbliches Angebot – wollte ich hiermit drauf hingewiesen haben, falls mir das als Werbung ausgelegt wird.

Das Muster ist sehr einfach, so dass ich gleich dem Blätterrausch(en) verfallen bin. Ich hab noch ein bisschen rumprobiert, dabei ist z.B. das hier entstanden:

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Hier hab ich erst einmal ein paar Runden Stäbchen gehäkelt, damit das Blatt insgesamt etwas größer wird. Und als Abschluss habe ich einen Zackenrand zugefügt, ganz einfach: * fM, fM, 2 LM, KM in die 1. LM* Es gibt ja die unterschiedlichsten Ahornarten, aber der bei meinen Eltern im Garten hatte halt außenrum noch Zacken an den Blättern, deshalb find ich das hier auch schöner. :)

Für alle, die wie ich noch ein paar Zwetschgen eingefroren haben, habe ich bei der Giftigen Blonden ein super Rezept für eine Tarte mit Streuseln gefunden. Die wird aus einem Quarkblätterteig gemacht, der nicht nur schnell und einfach zubereitet ist, sondern auch für Süßes und Herzhaftes verwendet werden kann. Also vielseitig verwendbar und somit ein Geheimtipp für die Herbstsaison!

Wer sich für Batik – genauer: Wachsbatik – interessiert, wird bei Gabi von Made with Blümchen fündig. Sie hat in ihrem Beitrag nicht nur eine Anleitung geschrieben, sondern auch von ihren Fehlern und Fehlschlägen berichtet. Also: Lesen und gleich fehlerfrei loslegen!

Und wer jetzt noch ein bisschen Zeit und Lust hat, die Welt zu retten – da hat die Verbraucherzentrale Bayern einige nützliche Tipps und Tools zum Thema Müllvermeidung zusammengetragen – einfach mal vorbeischauen.

Ich wünsch allen ein frohes Rumwerkeln, wo wieder die „Drinnenzeit“ angebrochen ist. Machts euch gemütlich und knüschlig!

OrganspenderIn / OrganempfängerIn

Das Thema Organspende bzw. SpenderIn werden ist aktuell wieder in aller Munde und ich bin für mich immer noch auf keinen grünen Zweig gekommen. Was ich definitiv weiß: Die Sache rumzudrehen und pauschal den Mensch als „Ersatzteillager“ zu betrachten – es sei denn, er/sie widerspricht dem aktiv – geht gar nicht. Da sträubt sich in mir alles! Eine Spende ist etwas, das von sich aus und freiwillig gegeben wird und eben nicht andersrum! Niemand hat das Recht, nach meinem Ableben meinen Körper bzw. Teile davon irgendwie weiterzuverwenden, wenn ich dem nicht vorher ausdrücklich zugestimmt habe. 

Und hier beginnt mein Problem – ein beidseitiges Problem, wenn man so will. Will ich, dass Teile meines Körpers irgendwo anders weiterleben? Kann ich „in Frieden ruhen“ wenn mein Herz andernorts weiterschlägt? Und wer weiß, die Leber in einem zweiten Körper, die Netzhaut in einem dritten … – ehrlich und ernsthaft: Für mich ist das eine sehr gruselige Vorstellung. Atheisten mögen das lächerlich finden – gut so, damit seit ihr ja prädestiniert als Organspender ;-) – ich allerdings finde auf diese Frage keine Antwort.

Das gilt selbstverständlich auch für die andere Seite: Bislang wird ja offenbar davon ausgegangen, dass jedeR automatisch auch OrganempfängerIn sein will. Will ich das? Will ich mit einem Stück eines fremden Körpers in mir leben? Was macht das mit mir? Und was bedeutet „leben“ in dem Zusammenhang überhaupt? Wieviel Qualität hat das Leben dann noch? Diese Frage kann vermutlich kaum beantwortet werden, weil das auf den konkreten Einzelfall ankommt. Welches Organ – Herz bedeutet z.B. Leben oder Tod. Niere bedeutet ggf. jeden zweiten Tag mehrere Stunden Dialyse oder eben keine Dialyse. Lebenszeit, die ich besser/anders verbringen kann.

Was heißt „Leben“, wenn man ein Spenderorgan erhalten hat? – Ein „genau wie vorher, als das eigene Organ noch gesund war“ ja wohl mit Sicherheit nicht. Zumeist müssen Medikamente genommen werden, die nicht ohne sind. So muss oftmals das Immunsystem „heruntergeschraubt“ werden, damit das fremde Organ nicht abgestoßen wird. Heißt, buchstäblich überall lauert ein erhöhtes Infektionsrisiko, womit sich die Katze am Ende irgendwie selber in den Schwanz beißt – und  dabei geht es nicht um die Frage, ob man fortan vier- statt bislang zweimal im Jahr einen Schnupfen hat. Von den sonstigen Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen wie z.B. Kopfschmerzen, Übelkeit, etc. ganz zu schweigen. Wie viel Lebensqualität tauscht man ein gegen Lebensquantität? Wenn einem das Essen nicht mehr schmeckt bzw. bestimmte Lebensmittel gar nicht mehr gegessen werden dürfen?

Und wie lange „hält“ so ein Organ? Die besten Chancen hat man wohl noch beim Herzen – wenn es das erste Jahr überstanden hat, kann man optimistisch in die Zukunft blicken. Bei anderen Organen ist das zweite Leben nicht sehr dauerhaft.

Die psychischen Auswirkungen kommen noch obendrauf. Das „alte“ Leben ist definitiv Vergangenheit, wenn man durch ein Spenderorgan ein „neues“ Leben geschenkt bekommt. Ich will hier keinerlei Pro- oder Contra-Stimmung vermitteln, sondern teile meine Gedanken mit euch, eben weil ich selber nicht sagen kann, wie ich zu dem Thema stehe: Ich weiß es nicht!

Aus diesem Grund gibt es auch keine weiterführenden Links von mir, nur der Hinweis, doch mal nach „Leben mit Spenderorgan“ zu suchen und jene zu Wort kommen lassen, die wissen, was das bedeutet. Was man gewinnt, was man verliert. Trotz aller Nachteile, die das „neue“ Leben vermutlich mit sich bringt, werden die wenigsten OrganempfängerInnen diesen Schritt bereuen. Oder?

Um das Problem von Angebot und Nachfrage zu verringern, wäre es eine gute Möglichkeit, aus dem OrganSPENDEausweis einen OrganEMPFÄNGER*INausweis zu machen. Sprich: Nur wer OrganspenderIn ist, darf auch selber eins bekommen. Wer also kein fremdes Organ erhalten möchte, könnte mit dieser Regelung ganz entspannt sein. Die Wartelisten werden automatisch kürzer. Als Faustregel kann gelten, dass man mindestens ein Jahr lang gemeldet sein muss, bevor man selber EmpfängerIn werden kann – im Krankenhaus noch schnell den Antrag stellen, wäre ja witzlos. Es geht immerhin – finde ich! – ja auch darum, sich vorher mit dem Thema auseinander zu setzen, heraus zu finden, wie man dazu steht. Und dann halt auch ggf. den Ausweis zu beantragen.

Für Kinder sollten das die Eltern machen, am besten gleich im Zusammenhang mit den Nachuntersuchungen (innerhalb des ersten Lebensjahres oder so sind die, richtig?). Und/oder wenn das Kind in den Kindergarten und/oder in die Schule kommt. Es spricht ja gar nichts dagegen, wenn man immer wieder auf das Thema angesprochen wird!

Wenn das „Kind“ dann seinen eigenen Personalausweis beantragt und/oder wenn es den Führerschein macht und/oder zum 18. Geburtstag wird es selber gefragt, ob es diesen Ausweis haben will oder nicht. Spätestens mit der Volljährigkeit wird der „Kinderausweis“ ungültig und der/die junge Erwachsene muss aktiv werden, wenn er oder sie Organ-EmpfängerIn und somit auch Organ-SpenderIn werden will.

Das fände ich eine gute Lösung. Das Problem, dass jemand „versehentlich“ ein Fremdorgan erhält, der oder die das gar nicht möchte, ist eher ein theoretisches, da dies ja keine Operation ist, die „mal schnell“ in der Notaufnahme vonstatten geht. Trotzdem halte ich es für wichtig, dass jeder Mensch für sich entscheiden muss: Will ich im Fall des Falles ein Fremdorgan erhalten? Wer diese Frage mit „ja“ beantwortet, ist damit automatisch auch OrganspenderIn – fair ist fair.

Wie steht ihr zu dem Thema? Habt ihr ein Organ erhalten und wollt davon erzählen? Ich betone nochmals: Ich mache mir hier meine (wirren) Gedanken, weil ich noch immer nicht weiß, wie ich dazu stehe. Viel zu viele Faktoren spielen eine Rolle. Daher freue ich mich über jeden Kommentar. Und ich hoffe, dass ich dich – genau dich! – anstupsen konnte, dich mit dem Thema zu beschäftigten. Was es für dich bedeutet. Dann habe ich immerhin etwas erreicht! :)

Verursacht DSGVO Bloggersterben?

Wie sich inzwischen sicher herumgesprochen hat, tritt am 25. Mai 2018 die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Das bedeutet, dass auch alle Blogger/innen einen entsprechenden Hinweis auf ihrer Homepage/ihrem Blog einfügen müssen, in dem detailliert dargelegt wird, welche Daten gespeichert werden.

Bei meiner privaten Homepage ist das nicht soo schwierig; ich hatte z.B. sowieso nie  Facebook, Twitter oder andere SM-Plattformen eingebunden. Und auch sonst gibts kein Blinkiblinki – so weit so gut.

(SM – die Abkürzung passt schon recht gut, wenn ich mir überlege, welcher Ton in den „Sozialen“ Medien oft herrscht… )

Bei meinem WordPress-Blog hier sieht die Sache anders aus, zumal ich nur das Free-Angebot nutze und auf viele Dinge gar keinen Einfluss habe.  Eine wirklich gut gelungene Übersicht – wie ich finde – gibt es auf meinlesezeichenblog. Manche Probleme lassen sich durch einfaches Deaktivieren lösen, anderes kann nicht abgestellt werden und z.B. die Kommentarfunktion will auch gar nicht abgeschaltet werden, da genau dies ja einen Teil des Bloggens ausmacht!

Ich habe mich ein bisschen kundig gemacht und größtenteils lautet die „Lösung“ für Freeblogger/innen (das betrifft ja nicht nur WP) „Dann lösche ich meinen Blog halt Ende Mai!“

Das ruft einige – durchaus widersprüchliche – Gedanken und Emotionen in mir hervor. Zuerst: Durch den „blöden Bürokratiemist“ stirbt die Blogosphäre aus, das individuelle Internet wird es nicht mehr geben, hingegen Riesen wie Facebook & Co., für die Userdaten harte Währung ist, werden weiter gefestigt. Alles schön im Gleichklang, einfarbig, fad. Bäh.

Dann: Ok, auf manche Blogs lässt sich eh gut verzichten. Gerade die, denen gar nicht mehr anzusehen ist, ob ein Beitrag nun wirklich ein privater Beitrag ist oder doch einfach nur WerbungInfluenza heißt das wohl oder so… ;-)

Überhaupt: Es geht immer mehr um Suchmaschinen-Ranking, Kommentare, Likes, Followers – fast scheint der Inhalt, das Mit(einander)teilen von Gedanken und Ideen in den Hintergrund getreten zu sein. In diesem Zusammenhang möchte ich dringend auf die Folge des ZDF-Krimis „Der Alte“ In voller Absicht verweisen. Bitte unbedingt anschauen! Da geht es um eben diese Influencer, die für Klicks und Likes wirklich alles tun und gar nicht begreifen, dass es z.B. Menschen gibt, die nicht möchten, dass Bilder von ihnen im Netz auftauchen. Wirklich wirklich sehenswert!

Nun hab ich den Faden verloren. Datenschutz. Das wars. Genau. Also klar: Ich bin absolut für Datenschutz. Mich widert die überhandnehmende Kontrolle allerortens so dermaßen an. Überall gibt es Videoüberwachung – wie kann also z.B. das Recht aufs Bild überhaupt noch durchgesetzt werden, wenn ich gar nicht weiß, wo ich überall gefilmt und fotografiert werde? Tankstelle und Bank ist klar. Aber der Nachbar? Der Juwelier in der Fußgängerzone? Die Webcam eines Computerladens? Und das ist nur ein kleiner winziger Aspekt der ganzen Themenpakets…

Dennoch muss ich kleine Bloggerin nun schon fast ein Studium absolvieren, um mich durch den ganzen Gesetzes-Dschungel durchzukämpfen, um hinterher festzustellen, dass ich die Anforderungen eben nicht alle erfüllen kann (zumindest nicht hier, auf WordPress) und deshalb in einem Monat dann vermutlich auch schließen werde. Ein bisschen Zeit ist noch bis dahin, vielleicht tut sich vonseiten WP noch etwas dazu. Wäre ganz nett.

Vielleicht ist es für die aber genau die Gelegenheit, sich von uns Free-Zecken auf galante Weise zu entledigen? Wer weiß…

Wie geht ihr mit dem Thema um? Hier und andernorts? Verlinkt gerne auch eure eigenen Beiträge und Gedanken dazu in den Kommentaren – noch machen wir uns damit nicht strafbar… höhö ;-/

Nicht mehr viel da (Wurstsalat)

Der erste Wurstsalat der Saison – ein typisches Sommeressen, finden wir, mein Liebster und ich. Am Samstag zu grillen war kurz angedacht; da wir am Sonntag aber auf Konfirmation eingeladen sind und beides – grillen und Konfirmation – mit maßloser Völlerei verbunden ist, haben wir uns entschieden, eine große Schüssel Wurstsalat zu machen, die bis Samstag locker reichen würde.

Für Wurstsalat gibt es nicht wirklich ein Rezept, aber ich kann erzählen, was alles (schön kleingeschnibbelt) reinkommt:

  • Stadtwurst. Für alle Nicht-Fränkinnen (und Nicht-Franken): Das ist eine Art grobe Fleischwurst, geht so in die Richtung „Mischung zwischen Fleisch- und Weißwurst“.
  • Käse. Meistens Emmentaler.
  • Zwiebeln. Tipp gegen Unverträglichkeiten: Fertig zerkleinerte Zwiebeln für ca. 30 Sekunden in die Mikrowelle geben.
  • Essiggurken. Falls es grad die letzten aus dem Glas sind: Der Sud kann (abgeseiht) gleich prima mitverwendet werden.

Das wäre so quasi das Grundrezept. Je nach Saison bzw. was gerade da ist oder einfach weg muss, kommen noch Paprika, Peperoni, Radieschen, Schnittlauch, etc. dazu.

Für die Soße ggf. Sud von Essiggurken, eingelegten Paprika, Peperoni, o.ä. (mit-)verwenden. Ansonsten wird eine Soße aus Essig, etwas Öl, Gewürzen (Salz, Pfeffer, Paprika) und einer Prise Zucker gemixt, mit etwas Wasser aufgießen.

Davon also eine große Schüssel voll zubereitet, die sollte uns beiden wirklich reichen! Die erste Portion gab es gestern – soo legga! Ich bin nicht die große Fleisch- bzw. Wurst-Esserin, aber ganz ohne mag ich nicht sein. Und der Wurstsalat ist halt wirklich immer genial gut!

Heute Nachmittag ruft mich mein Liebster von Zuhause aus an: Möglicherweise müssten wir für morgen umdisponieren und vielleicht doch grillen ins Auge fassen. Denn von dem Wurstsalat ist nicht mehr viel da. Und dass das etwas knapp werden könnte für morgen.

Maßlos übertrieben, denke ich, der Riesenbottich voll, was das war. Aber mei, ein bisschen grillen ist ja auch nicht das Schlechteste. Als ich später Zuhause war, habe ich mich soo auf den Wurstsalat gefreut. Selbst wenn nicht mehr viel da war – ich hatte auch nicht soo großen Hunger mehr. Sollte also reichen. Dachte ich.

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Darauf war ich allerdings nicht gefasst! Am Boden hatten sich zwar noch dreivier Bröckelchen Käse versteckt, aber von der Wurst war kein einziges winziges Stückchen mehr da!

Jetzt weiß ich, was mein Liebster meint, wenn er nicht mehr viel da sagt. :) Von den Resten – Wurstsalat ohne Wurst – bin ich dennoch satt geworden. Immerhin gabs noch ne Breze dazu. Und ich glaube, „nicht mehr viel da“ hat das Zeug, zu einem geflügelten Wort zu werden. :)

Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende. Mit Wurstsalat, Gegrilltem, Eis oder was auch immer zum Genießen dazu gehört!

Gesegnete Feiertage euch allen

Ich wünsche euch allen da draußen fröhliche und gesegnete Feiertag – welches Fest auch immer ihr feiert. Letztlich geht es doch in allen Religionen, Traditionen und Glaubensgemeinschaften in der dunklen Jahreszeit darum, einander zu wärmen und zu halten. Miteinander zu teilen und zu trösten. Füreinander zu sorgen und einfach da zu sein.

Und wenn man das an den übrigen Tagen, die so ein Jahr hat, auch ab und zu schafft, wär das nicht das schlechteste…

Eine gute Zeit euch allen und ein glückliches, gesundes Jahr 2018.

Rezeptverwaltungs-Software

Seit vielen Jahren bereits nutze ich Daniel Lüdeckes Zettelkasten. Darin speichere ich alle Ideen aus allen Gewerkel-Bereichen ab: Bastel- und Dekoideen, Häkelmuster, Anleitungen für Pullis oder Tücher. Färberezepte, irgendwelche kreative Ideen, die ich irgendwo mal gesehen habe, die ich irgendwie vielleicht mal umsetzen will – alles wird in diesem Programm gesammelt. Bilder können eingefügt werden, selbstverständlich gibts die Möglichkeit, Quellen anzugeben und die umfangreiche Schlagwortverwaltung sorgt dafür, dass wirklich alles auch wiedergefunden wird. Die kostenlose Software kann noch viel mehr, als ich tatsächlich nutze – einen Blick darauf zu werfen, ist sicher lohnenswert.

Nun bilde ich mir aber unbedingt ein, dass das Layout eines Rezeptes links die Zutaten auflisten soll, rechts daneben ein Bild und darunter die Anleitung zur Zubereitung. Das mit dem „rechts daneben“ kann der Zettelkasten leider nicht. Außerdem hätte ich alles gerne in schönem html (Exportfunktion) und zum Ausdrucken.

Ich hab mich also auf die Suche gemacht und war zunächst schier erschlagen von der Fülle an Rezeptverwaltungsprogrammen, die es gibt! In die engere Auswahl kamen letztlich aber nur zwei – beide Freeware, beide auch als portable Version verfügbar.

Das kleine Rezeptbuch gibt es aktuell in der Version 3.0. Kategorien können nach eigenen Bedürfnissen angelegt, aber es kann nur eine je Rezept vergeben werden. Die Maske gibt Eingabefelder für Zutaten, Zubereitung, Quelle und Bild an, sowie div. Nährwert- und Portionsangaben und natürlich die Kategorie.

Sehr gut sind die umfangreichen Suchmöglichkeiten sowie die Option, mehrere Kochbücher anzulegen.

Es gibt diverse Exportfunktionen: Neben txt, rtf und pdf natürlich die Formate rezkonv und mcb. Außerdem odt, jpg und html. Die Formatierungen können etwas angepasst werden, mehrere Vorlagen sind vorhanden. So gefällt mir der Export als pdf hier recht gut – leider ist das generierte html dafür vorsintflutlich grottenschlecht. Sorry, kann nicht anders bezeichnet werden. Die Darstellung in Einzelseiten zum Durchblättern sieht optisch durchaus ansprechend aus. Doch der Quellcode dahinter – geht gar nicht. :(

So komme ich zu Floses Kochbuch, aktuell in der Version 2.6.8.0. Auch hier gibt es eine Eingabemöglichkeit nach Zutaten, Zubereitung, Quelle und Bild. Außerdem weitere Angaben für Zubereitungszeit, Portionsgrößen, Nährwerte, usw.

Kategorien können auch hier frei nach Belieben angelegt werden, mit einem zusätzlichen Erklärungsfeld sowie der Möglichkeit, jedem Rezept mehrere Kategorien zuzuordnen. Dafür lassen sich nicht mehrere Kochbücher anlegen.

Die Suchfunktion ist auf den ersten Blick eher unscheinbar, entpuppt sich aber als leistungsstarkes Hilfsmittel.

Die Exportmöglichkeiten sind hier nicht ganz so zahlreich, aber ausreichend: reze, rtf, zip, html, tex – und natürlich gibt es eine Druckfunktion, mittels der auch die Ausgabe als pdf ermöglicht ist.

Der Nachteil beim html-Format ist hier, dass alles in einer Datei exportiert wird – dafür aber incl. Inhaltsverzeichnis, wenn gewollt. Und es handelt sich um vorbildliches, wunderschönes html mit eigener css-Datei, die bei der Formatierung keinerlei Wünsche offen lässt. Der html-Quellcode ist mit divs und classes so gestaltet, dass mit wenigen Handgriffen praktisch jedes Layout möglich ist. Die css-Datei muss man sich dann nur noch in Reichweite sichern und kann bei jedem neuerlichen Export (z.B. getrennt nach Kategorien) im Anschluss rüberkopiert werden – fertig ist das Wunsch-Rezeptbuch!

Somit ist mein Favorit ganz klar das Kochbuch von Flose – wobei das kleine Rezeptbuch nur einen Tick andere Schwerpunkte setzt.

Wer gerade auf der Suche nach so etwas ist, sollte sich also ruhig alle drei genannten Programme etwas näher anschauen. Und auch wenn es sich dabei um Freeware handelt – bzw. genau deswegen merkt man bei solcher Software oft, dass da Herzblut drinsteckt. Daher mein Apell: Wenn ihr euer Wunschprogramm gefunden habt und zufrieden damit seit, dürft ihr gerne einen Beitrag spenden und so die Programmierer motivieren, weiter zu machen.

Und wenn ihr schon dabei seit – wir alle nutzen sie fast täglich, also darfs auch hier ein kleiner Beitrag sein: Danke, Wikipedia und alle, die dahinter stehen!

Kastanien-Waschmittel: update

Letztes Jahr habe ich von meinem Kastanien-Waschmittel-Test berichtet – heute kann ich dazu ein bisschen was ergänzen:

Ich war in diesem Jahr schlauer und habe die Kastanien sofort geschält und grob zerkleinert. Bzw. erst geviertelt, diese Stückchen von der Schale befreit und je nach Größe diese nochmals halbiert.

Die Kastanienbröckelchen wollte ich nun fein zermahlen. Dazu hab ich mir ein Herz gefasst und eine gute Hand voll in meinen Standmixer gefüllt. Was soll ich sagen? Das hat funktioniert, der Standmixer hat anstandslos getan, was er sollte, und die gesamte Prozedur ohne mucken durchgehalten. Allerdings hab ich portionsweise gearbeitet, immer wieder etwas pausiert und in einem zweiten Durchgang erst feinvermahlen. Ich hätte nicht gedacht, dass der Standmixer diese Leistung bringt – umso mehr hats mich gefreut, dass es funktioniert hat :)

Das Kastanienmehl habe ich auf einem Geschirrtuch ausgebreitet und gut – mehrere Tage – durchtrocknen lassen.

An der Anmischung hat sich im Prinzip nichts geändert: Am Vorabend einen gut gehäuften Esslöffel Kastanienmehl ins Beutelchen füllen, das stell ich in einen Kaffeebecher und gieße mit heißem Wasser auf. Durchrühren bzw. stochere ich mit einem Löffel im Beutel, damit es keine Klümpchen gibt. Über Nacht durchziehen lassen.

Am nächsten Tag den Kastanien-Sud ins Waschmittelfach geben (das Beutelchen auch gut ausdrücken) und die 60-Grad-Wäsche damit waschen. Den Inhalt des Beutelchens zum Trocknen ausbreiten. Das Kastanienmehl kann nämlich ein zweites Mal verwendet werden, allerdings nehme ich dann etwas mehr – also ca. zwei Esslöffel voll.

Was ich inzwischen auch ausprobiert habe: Die Verwendung von kochendem Wasser zum Aufgießen muss nicht sein. Das Ergebnis ist dadurch nicht besser als bei der Verwendung von heißem Wasser aus dem Hahn. Außerdem klumpt das Mehl weniger und lässt sich hinterher auch besser trocknen. Daher einfach nur heißes Wasser aufgießen.

Ich bin mit dem Waschergebnis super zufrieden und dank meiner lieben Kollegin habe ich einen Vorrat, der vermutlich das ganze Jahr reichen wird!

P.S.: WordPress teilt mir gerade mit, dass das mein 100. Beitrag ist :)