Das Ding: Rollschneider

In meiner losen Serie „das Ding“ stelle ich Sachen vor, die ich für sehr nützlich und praktisch erachte, die mir das Leben erleichtern. Ich bekomme dafür weder Geld noch sonstige Zuwendungen sondern erzähle einfach nur, was ich gut finde. 

Da ich mir irgendwann mal eine wirklich sehr gute Schneiderschere geleistet hatte, die nach wie vor ausgezeichnete Dienste tut, war es für mich klar, dass ich keinen Rollschneider brauche. Überhaupt mein Tipp an der Stelle: Niemals beim Werkzeug sparen! Lieber ein bisschen mehr Geld in „was Gscheits“ investieren, als Billigschrott kaufen, der nach einem halben Jahr auf dem Müll landet! Vorher informieren, sich selber Gedanken machen, was wichtig ist, welche Prioritäten man selber hat. Und dann das Richtige kaufen.

Jedenfalls hab ich über die Jahre immer wieder mal gedacht, hier und da wär ein Rollschneider schon praktischer als eine Schere. Vor einiger Zeit hat sichs ergeben, dass ich mir nun doch einen zugelegt habe. Samt Schneidematte dazu. Die Unterlage muss unbedingt sein; zum Einen, um den Tisch/die Arbeitsfläche/den Fußboden nicht zu zerstören :) Zum Anderen hält die Klinge dadurch länger. Achso: Ersatzklingen am Besten auch gleich mitbestellen, dann sind welche zur Hand, wenn sie gebraucht werden.

Ebenfalls wichtig: Die Schneidematte nicht zu klein nehmen. Für den Anfang wäre 90x60cm eine gute Größe, meint Anna von Einfach nähen und da hat sie recht. Keinesfalls kleiner, es soll ja ein Schnittteil gut drauf Platz haben. In dem verlinkten Video zeigt Anna, wie das mit dem Zuschneiden mit dem Rollschneider geht, ist an sich eh selbsterklärend, für mich war dieses Video jedenfalls der letzte Schubbs, der mich zur Anschaffung bewogen hat. (Wobei ich nicht genau diese Produkte/Marke gekauft habe, die sie dort verwendet – mir gehts hier um das Ding, nicht um die Marke)

Einen Warnhinweis muss ich noch anbringen: Die Schneidematte hat anfangs ziemlich fiese Ausdünstungen, die so drei-vier Wochen andauern! Also keinesfalls im Schlafzimmer aufbewahren. Nach dieser Zeit ist aber alles gut und riecht nix mehr. Ich hab mich dazu ein bisschen umgehört, das Problem scheint herstellerunabhängig zu sein. Wenn möglich, diese Investition also eher im Sommer tätigen, dann könnt ihr gut durchlüften!

Tatsache ist: Ich will meinen Rollschneider nicht mehr missen! Ein großes (Patch-)Lineal hatte ich bereits (so eins zu haben empfiehlt sich natürlich sehr in dem Zusammenhang!) und konnte also loslegen. Es muss nix mehr extra angezeichnet werden; die Schneidematte hilft zusätzlich durch den Bemaßungsaufdruck. Man hat eine gerade Kante, an der entlang genäht werden kann, kein späteres Zurückschneiden der Nahtzugabe – es spart so viel Zeit und gibt somit viel mehr Raum für die Freude und den Spaß am Nähen.

Also falls ihr euch überlegt, ob sich so eine Anschaffung lohnt: Ja, tut sie! Natürlich nutze ich auch die Schere noch, aber für große und/oder gerade Schnittteile ist ein Rollschneider unübertrefflich. Ich will meinen nicht mehr missen!

 

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