Der Pinguin ist gelandet

Ich liebäugle schon sehr sehr lange mit Linux, konnte bislang meinen Liebsten aber nie davon überzeugen – is ja alles so umständlich und alles ganz anders und überhaupt. Letzteres trifft inzwischen aber eher auf Win10 zu und zusammen mit dessen Schnüffelverhalten wars dann doch klar, dass das nächste Laptop unter Linux laufen wird.

Die Odyssee, bis das Gerät da war, erspar ich uns allen an dieser Stelle. Endlich also ein Gerät „ohne“ Betriebssystem. Dafür mit gefühlten tausend Partitionen?! Die Erstinstallation hat das nicht vereinfacht!

Mein Tipp #1 an dieser Stelle: Wenn bei der Installation irgendwie gar nichts mehr geht, wähle die „Hau alles wech und mach Linux drauf“-Option (davon ausgehend, dass am Ende sowieso nur Linux auf der Platte drauf sein soll; ein evtl. bereits vorhandenes Windows also entfernt werden darf!) Wenn dann alles soweit läuft, kann über Gparted (ggf. nachinstallieren) die eine vorhandene Partition verkleinert und so Platz für zusätzliche Wunschpartitionen freigeschaufelt werden.

Somit habe ich nun ein erstes „Testlinux“ (LinuxMint 19 Mate) in der All-in-Version. Auf einer weiteren Partition wohnt LinuxMint 19.1 mit home-Verzeichnis auf einer eigenen Partition plus noch eine Partition für die Timeshift-Sicherungen, sowie eine Swap-Partition.

So weit, so gut. Nur dass der Rechner beim Runterfahren immer so lang gebraucht hat und dann auch nicht ganz ausgeschaltet, war nervig. Außerdem ist mir das Gerät immer mal wieder eingefroren. Das bringt mich zu Tipp #2: Wenn in der Treiberverwaltung ein Treiber, der nicht der aktuell ausgewählte ist, „empfohlen“ wird, dann nutze den! Alle Probleme beseitigt, wow!

Nun hab ich also den Rest des Wochenendes – Tage und Nächte – damit zugebracht, mich weiter vertraut zu machen, Programme auzusuchen, zu testen – die meisten hatte ich bislang eh schon genutzt, wie z.B. Gimp, Firefox, Thunderbird. Der Unterschied von OpenOffice zu LibreOffice ist auch nicht soo groß. Aber für einige Programme/Anforderungen brauch(t)e ich Alternativen. Dazu werde ich sicher noch den einen oder anderen Beitrag schreiben in der nächsten Zeit.

Hier gehts mir mehr darum, dass ich lange Zeit an der Kiste verbracht habe. Und da mag ich allen unbedingt als Tipp #3 Redshift dringend ans Herz legen – um nicht zu sagen aufs Auge zu drücken :) Das nette Tool (erkennbar an der Glühbirne im Tray-Bereich) sorgt für abendliches Abdunkeln. Dabei wird nicht nur die Bildschirmhelligkeit reduziert, sondern der Blau-Anteil rausgefiltert bzw. Rot erhöht. Und das tut den Augen wirklich gut! Gönnt euch das – evtl. gibts ein vergleichbares Tool ja auch für Windows.

Soweit mal an dieser Stelle. Traut euch, den Umstieg zu wagen. Hilfe findet ihr z.B. bei linuxmintusers.de, einem Forum mit kompetenten Menschen. Und schaut auch bei wiki.ubuntuusers.de vorbei – da LinuxMint auf Ubuntu basiert, können die Einträge dort meistens 1:1 übernommen werden.

Überhaupt mein Tipp (der Extra-Tipp): Vorab informieren. Einfach mal einen LifeStick erstellen und ausprobieren (und nicht abschrecken lassen, dass der natürlich grottenlangsam läuft!) und dann bei nächster Gelegenheit loslegen!

Wer von euch ist denn schon unter Linux unterwegs? Welches? Seit wann? Wart ihr vorher auf Windows? Warum der Umstieg? Würde mich alles interessieren! Entweder als Kommentar oder ihr schreibt einen eigenen Beitrag dazu und verlinkt den in den Kommentaren, damit ich vorbeischauen kann!

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2 Antworten zu “Der Pinguin ist gelandet

  1. Huhu Zaubsi,

    ich nutze schon recht lange Linux (Ubuntu), anfangs vor allem auf einem kleinen alten Notebook, das von Windows überfordert war – Linux ist ja lange nicht so voluminös wie Windows.

    Ich hatte das letzte Mal 2012 noch Windows auf einem Rechner, weil ich das damals noch für ein Buchhaltungsprogramm brauchte, das nicht unter Linux lief. Dass manche Programme nicht oder nur mit größerem Act unter Linux laufen, ist in meinen Augen das einzige Manko. Aber ich brauche weder Spiele noch Spezialsoftware, daher ist es egal.

    Ich finde Ubuntu komfortabel; ich habe alle Programm kostenfrei dabei, die ich brauche, ob nun LibreOffice (für mich auch übersichtlicher als die neuen Windows-Varianten), Thunderbird, Firefox, Gimp (beste Freeware-Bildbearbeitung in meinen Augen! 2.10 legte da auch noch mal ne Schippe drauf…).

    Mein werter Gatte benutzt aus beruflichen Gründen auch Windows, und ich werde schon gaga, wenn ich da unübersichtliche Layout sehe :-D.

    Und das Schöne an Linux ist – wenn Leute wieder von Virenbefall erzählen, lächel ich nur milde…

    Aber: einen Rechner ohne Betriebssystem kaufen ist schwierig. Daher hatte ich halt ein Sonderangebot mit Windows drauf gekauft und das dann runtergeschmissen.

    LG
    Bodecea

    PS: Hat meinen Kommentar irgendwie nicht angezeigt – wenn er jetzt doppelt drin ist, lösch es bitte… :-)

    Gefällt 1 Person

  2. Huhu Herbstige :) Ja ich muss jetzt auch immer bisschen umdenken, auf Arbeit Windows, zuhause Linux. Einen gebrauchten mit Windows is ne gute Option, vor allem, wenn man vielleicht noch nicht ganz so sicher ist, ob man auf Dauer umsteigen will. (quasi als Einstiegsdroge. chchchch). Einen _neuen_ mit Windows wollte ich aber keinesfalls, weil das verfälscht ja nur die Statistik: soundsoviel verkaufte Rechner mit Windows. tsh ;) Aber ein guter gebrauchter is wirklich ne gute Idee für UmsteigerInnen!

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