Monatsarchiv: März 2019

Verkaufsoffener Sonntag?!

In meiner Kindheit war in der nächstgrößeren Stadt zweimal im Jahr an einem Sonntag Markt. Da hatten auch ein paar normale Ladengeschäfte geöffnet. Marktsonntag war etwas ganz besonderes, weil es dort Sachen gab, die es sonst nirgends gab. Von dem riesigen Süßigkeitenstand mal ganz abgesehen :)

Heute ist das ganz anders. Gefühlt würde ich sagen, ist mindestens alle zwei Monate ein verkaufsoffener Sonntag. Entweder, weil die Stadt einen besonderen „Event“ hat. Oder einzelne Geschäfte haben verkaufsoffen weil… gerade Firmenjubiläum ist. Oder die hundertste Filiale eröffnet wurde, oder was auch immer.

Geht es euch auch so? Dass – gefühlt zumindest – irgendwie ständig irgendwo verkaufsoffener Sonntag ist? Ich find das furchtbar. Muss am Sonntag auch noch konsumiert werden? Muss man den Menschen, die im Einzelhandel eh schon familienfeindliche Arbeitszeiten haben, auch noch den Sonntag nehmen?

Im Sommer bekommen wir das gut mit, wenn gerade mal wieder verkaufsoffener Sonntag ist, wie die Menschen in die benachbarten Geschäfte stürmen. Gerade so, als wenn es in den letzten drei Wochen nirgends irgendwas zu kaufen gegeben hätte. Dabei sind die Geschäfte mittlerweile sogar samstags bis zum Abend geöffnet. Und dann muss man am Sonntag schon wieder einkaufen? Einfach, weil offen ist? Ich verstehs nicht, wirklich nicht!

Es ist egal, ob die Menschen den Sonntag nutzen möchten, um in die Kirche zu gehen oder in die Moschee. Ob sie Verwandte besuchen oder einen Ausflug mit der Familie machen wollen. Zuhause die Fenster putzen oder sich einfach mit einem Buch in den Liegestuhl legen wollen. Das wichtigste am Sonntag ist: Dass es einzige Tag in der Woche ist, der fürs Privatleben zur Verfügung steht. Naja: stehen sollte! Weil für viele ist es eben längst nicht mehr der Fall.

Klar betrifft das die Gastronomie, Krankenhäuser, Pflegedienste usw. schon immer, dass da auch der Sonntag ein Dienst-Tag ist. Dafür hat man aber an anderen Tagen frei. Im normalen Einzelhandel sollte aber der Sonntag frei sein und auch bleiben. Und wer unbedingt meint, am Sonntag auch noch shoppen zu müssen, solls halt dann von der Couch aus machen. Aber mal einen Tag in der Woche nix kaufen soll ja den Charakter bilden.

Was haltet ihr vom Einkaufen am Sonntag? Muss das wirklich sein, dass auch am Sonntag frische Semmeln verkauft werden? Sollte man  ausgerechnet in einem Laden kaufen, der seinen Angestellten auch noch den Sonntag klaut? Oder seit ihr gerade vielleicht sowieso gerade beim Fasten – was Einkaufen mit einschließt?

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Der Pinguin ist gelandet

Ich liebäugle schon sehr sehr lange mit Linux, konnte bislang meinen Liebsten aber nie davon überzeugen – is ja alles so umständlich und alles ganz anders und überhaupt. Letzteres trifft inzwischen aber eher auf Win10 zu und zusammen mit dessen Schnüffelverhalten wars dann doch klar, dass das nächste Laptop unter Linux laufen wird.

Die Odyssee, bis das Gerät da war, erspar ich uns allen an dieser Stelle. Endlich also ein Gerät „ohne“ Betriebssystem. Dafür mit gefühlten tausend Partitionen?! Die Erstinstallation hat das nicht vereinfacht!

Mein Tipp #1 an dieser Stelle: Wenn bei der Installation irgendwie gar nichts mehr geht, wähle die „Hau alles wech und mach Linux drauf“-Option (davon ausgehend, dass am Ende sowieso nur Linux auf der Platte drauf sein soll; ein evtl. bereits vorhandenes Windows also entfernt werden darf!) Wenn dann alles soweit läuft, kann über Gparted (ggf. nachinstallieren) die eine vorhandene Partition verkleinert und so Platz für zusätzliche Wunschpartitionen freigeschaufelt werden.

Somit habe ich nun ein erstes „Testlinux“ (LinuxMint 19 Mate) in der All-in-Version. Auf einer weiteren Partition wohnt LinuxMint 19.1 mit home-Verzeichnis auf einer eigenen Partition plus noch eine Partition für die Timeshift-Sicherungen, sowie eine Swap-Partition.

So weit, so gut. Nur dass der Rechner beim Runterfahren immer so lang gebraucht hat und dann auch nicht ganz ausgeschaltet, war nervig. Außerdem ist mir das Gerät immer mal wieder eingefroren. Das bringt mich zu Tipp #2: Wenn in der Treiberverwaltung ein Treiber, der nicht der aktuell ausgewählte ist, „empfohlen“ wird, dann nutze den! Alle Probleme beseitigt, wow!

Nun hab ich also den Rest des Wochenendes – Tage und Nächte – damit zugebracht, mich weiter vertraut zu machen, Programme auzusuchen, zu testen – die meisten hatte ich bislang eh schon genutzt, wie z.B. Gimp, Firefox, Thunderbird. Der Unterschied von OpenOffice zu LibreOffice ist auch nicht soo groß. Aber für einige Programme/Anforderungen brauch(t)e ich Alternativen. Dazu werde ich sicher noch den einen oder anderen Beitrag schreiben in der nächsten Zeit.

Hier gehts mir mehr darum, dass ich lange Zeit an der Kiste verbracht habe. Und da mag ich allen unbedingt als Tipp #3 Redshift dringend ans Herz legen – um nicht zu sagen aufs Auge zu drücken :) Das nette Tool (erkennbar an der Glühbirne im Tray-Bereich) sorgt für abendliches Abdunkeln. Dabei wird nicht nur die Bildschirmhelligkeit reduziert, sondern der Blau-Anteil rausgefiltert bzw. Rot erhöht. Und das tut den Augen wirklich gut! Gönnt euch das – evtl. gibts ein vergleichbares Tool ja auch für Windows.

Soweit mal an dieser Stelle. Traut euch, den Umstieg zu wagen. Hilfe findet ihr z.B. bei linuxmintusers.de, einem Forum mit kompetenten Menschen. Und schaut auch bei wiki.ubuntuusers.de vorbei – da LinuxMint auf Ubuntu basiert, können die Einträge dort meistens 1:1 übernommen werden.

Überhaupt mein Tipp (der Extra-Tipp): Vorab informieren. Einfach mal einen LifeStick erstellen und ausprobieren (und nicht abschrecken lassen, dass der natürlich grottenlangsam läuft!) und dann bei nächster Gelegenheit loslegen!

Wer von euch ist denn schon unter Linux unterwegs? Welches? Seit wann? Wart ihr vorher auf Windows? Warum der Umstieg? Würde mich alles interessieren! Entweder als Kommentar oder ihr schreibt einen eigenen Beitrag dazu und verlinkt den in den Kommentaren, damit ich vorbeischauen kann!

Straßenverkehr – Stress oder die Ruhe weg?

Bei uns auf dem Land ist es meist ziemlich schwierig, wenn man überholen möchte. Entweder ist der Straßenverlauf kurvig und unübersichtlich – oder man hat Gegenverkehr. Früher hat es mich schier wahnsinnig gemacht, wenn ich hinter einem LKW herzuckeln musste. Inzwischen hab ich da die Ruhe weg.

Über die Jahre habe ich festgestellt, dass es zeitlich kaum einen Unterschied macht, ob ich mit 80 oder 100 Stundenkilometern unterwegs bin. Dazu ist die Strecke – bzw. der Streckenabschnitt Landstraße – zu kurz. Also wozu sich aufregen?

Es hat gedauert, bis ich das begriffen habe, muss ich leider zugeben. Dabei ist das Fahren so viel entspannter, wenn ich mich nicht aufrege! Und wenn wieder mal ein ganz wichtiger SUV wild hupend von hinten rauszieht, kostet mich das ein müdes Lächeln. Wenns schee macht.

Mein Motto ist: Lieber fünf Minuten später ankommen, als eine halbe Stunde später im Krankenhaus liegen. Und damit fahr ich ganz gut. Wörtlich sogar :)  Wie ist das bei dir im Straßenverkehr? Hast du die Ruhe weg oder gehörst du eher zu denen, die sich schnell aufregen? Schimpfst du dann vor dich hin oder äußert sich das auch im riskanten Fahrstil?

Wobei das vermutlich blöde Fragen sind – wer würde das schon zugeben? Außer das Vor-sich-hinschimpfen vielleicht. Und das passiert mir auch ab und zu. Das ist auch völlig ok, wenn z.B. mal wieder ein Schulbus (!) genau vor meiner Nase auf die Hauptstraße einbiegt. Da frag ich mich schon: Sollten nicht gerade Schulbusse durch eine eher vorsichtig-defensive Fahrweise auffallen?

Wenn meine Grummelei im Straßenverkehr allerdings öfter vorkommt, dann ist das für mich mittlerweile ein Grund innezuhalten: Wo hakts denn? Gibts irgendwo Ärger? Stress? Liegt irgendwo etwas im Argen? Meistens komm ich recht schnell der eigentlichen Ursache auf die Spur. Und kann somit deren Bereinigung angehen. So gesehen ist mir vermehrtes Schimpfen im Straßenverkehr inzwischen ein guter Anzeiger geworden, wenn meine innere Balance gestört ist.

Vielleicht ist das bei dir ja ähnlich? Schon mal darauf aufgepasst? Oder hast du deine eigenen „Anzeiger“, die dich auf mangelndes Gleichgewicht aufmerksam machen?

Ich bin neugierig, welche „Alarmglocken“ bei euch installiert sind und freu mich über Kommentare!