Monatsarchiv: April 2018

Verursacht DSGVO Bloggersterben?

Wie sich inzwischen sicher herumgesprochen hat, tritt am 25. Mai 2018 die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Das bedeutet, dass auch alle Blogger/innen einen entsprechenden Hinweis auf ihrer Homepage/ihrem Blog einfügen müssen, in dem detailliert dargelegt wird, welche Daten gespeichert werden.

Bei meiner privaten Homepage ist das nicht soo schwierig; ich hatte z.B. sowieso nie  Facebook, Twitter oder andere SM-Plattformen eingebunden. Und auch sonst gibts kein Blinkiblinki – so weit so gut.

(SM – die Abkürzung passt schon recht gut, wenn ich mir überlege, welcher Ton in den „Sozialen“ Medien oft herrscht… )

Bei meinem WordPress-Blog hier sieht die Sache anders aus, zumal ich nur das Free-Angebot nutze und auf viele Dinge gar keinen Einfluss habe.  Eine wirklich gut gelungene Übersicht – wie ich finde – gibt es auf meinlesezeichenblog. Manche Probleme lassen sich durch einfaches Deaktivieren lösen, anderes kann nicht abgestellt werden und z.B. die Kommentarfunktion will auch gar nicht abgeschaltet werden, da genau dies ja einen Teil des Bloggens ausmacht!

Ich habe mich ein bisschen kundig gemacht und größtenteils lautet die „Lösung“ für Freeblogger/innen (das betrifft ja nicht nur WP) „Dann lösche ich meinen Blog halt Ende Mai!“

Das ruft einige – durchaus widersprüchliche – Gedanken und Emotionen in mir hervor. Zuerst: Durch den „blöden Bürokratiemist“ stirbt die Blogosphäre aus, das individuelle Internet wird es nicht mehr geben, hingegen Riesen wie Facebook & Co., für die Userdaten harte Währung ist, werden weiter gefestigt. Alles schön im Gleichklang, einfarbig, fad. Bäh.

Dann: Ok, auf manche Blogs lässt sich eh gut verzichten. Gerade die, denen gar nicht mehr anzusehen ist, ob ein Beitrag nun wirklich ein privater Beitrag ist oder doch einfach nur WerbungInfluenza heißt das wohl oder so… ;-)

Überhaupt: Es geht immer mehr um Suchmaschinen-Ranking, Kommentare, Likes, Followers – fast scheint der Inhalt, das Mit(einander)teilen von Gedanken und Ideen in den Hintergrund getreten zu sein. In diesem Zusammenhang möchte ich dringend auf die Folge des ZDF-Krimis „Der Alte“ In voller Absicht verweisen. Bitte unbedingt anschauen! Da geht es um eben diese Influencer, die für Klicks und Likes wirklich alles tun und gar nicht begreifen, dass es z.B. Menschen gibt, die nicht möchten, dass Bilder von ihnen im Netz auftauchen. Wirklich wirklich sehenswert!

Nun hab ich den Faden verloren. Datenschutz. Das wars. Genau. Also klar: Ich bin absolut für Datenschutz. Mich widert die überhandnehmende Kontrolle allerortens so dermaßen an. Überall gibt es Videoüberwachung – wie kann also z.B. das Recht aufs Bild überhaupt noch durchgesetzt werden, wenn ich gar nicht weiß, wo ich überall gefilmt und fotografiert werde? Tankstelle und Bank ist klar. Aber der Nachbar? Der Juwelier in der Fußgängerzone? Die Webcam eines Computerladens? Und das ist nur ein kleiner winziger Aspekt der ganzen Themenpakets…

Dennoch muss ich kleine Bloggerin nun schon fast ein Studium absolvieren, um mich durch den ganzen Gesetzes-Dschungel durchzukämpfen, um hinterher festzustellen, dass ich die Anforderungen eben nicht alle erfüllen kann (zumindest nicht hier, auf WordPress) und deshalb in einem Monat dann vermutlich auch schließen werde. Ein bisschen Zeit ist noch bis dahin, vielleicht tut sich vonseiten WP noch etwas dazu. Wäre ganz nett.

Vielleicht ist es für die aber genau die Gelegenheit, sich von uns Free-Zecken auf galante Weise zu entledigen? Wer weiß…

Wie geht ihr mit dem Thema um? Hier und andernorts? Verlinkt gerne auch eure eigenen Beiträge und Gedanken dazu in den Kommentaren – noch machen wir uns damit nicht strafbar… höhö ;-/

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Nicht mehr viel da (Wurstsalat)

Der erste Wurstsalat der Saison – ein typisches Sommeressen, finden wir, mein Liebster und ich. Am Samstag zu grillen war kurz angedacht; da wir am Sonntag aber auf Konfirmation eingeladen sind und beides – grillen und Konfirmation – mit maßloser Völlerei verbunden ist, haben wir uns entschieden, eine große Schüssel Wurstsalat zu machen, die bis Samstag locker reichen würde.

Für Wurstsalat gibt es nicht wirklich ein Rezept, aber ich kann erzählen, was alles (schön kleingeschnibbelt) reinkommt:

  • Stadtwurst. Für alle Nicht-Fränkinnen (und Nicht-Franken): Das ist eine Art grobe Fleischwurst, geht so in die Richtung „Mischung zwischen Fleisch- und Weißwurst“.
  • Käse. Meistens Emmentaler.
  • Zwiebeln. Tipp gegen Unverträglichkeiten: Fertig zerkleinerte Zwiebeln für ca. 30 Sekunden in die Mikrowelle geben.
  • Essiggurken. Falls es grad die letzten aus dem Glas sind: Der Sud kann (abgeseiht) gleich prima mitverwendet werden.

Das wäre so quasi das Grundrezept. Je nach Saison bzw. was gerade da ist oder einfach weg muss, kommen noch Paprika, Peperoni, Radieschen, Schnittlauch, etc. dazu.

Für die Soße ggf. Sud von Essiggurken, eingelegten Paprika, Peperoni, o.ä. (mit-)verwenden. Ansonsten wird eine Soße aus Essig, etwas Öl, Gewürzen (Salz, Pfeffer, Paprika) und einer Prise Zucker gemixt, mit etwas Wasser aufgießen.

Davon also eine große Schüssel voll zubereitet, die sollte uns beiden wirklich reichen! Die erste Portion gab es gestern – soo legga! Ich bin nicht die große Fleisch- bzw. Wurst-Esserin, aber ganz ohne mag ich nicht sein. Und der Wurstsalat ist halt wirklich immer genial gut!

Heute Nachmittag ruft mich mein Liebster von Zuhause aus an: Möglicherweise müssten wir für morgen umdisponieren und vielleicht doch grillen ins Auge fassen. Denn von dem Wurstsalat ist nicht mehr viel da. Und dass das etwas knapp werden könnte für morgen.

Maßlos übertrieben, denke ich, der Riesenbottich voll, was das war. Aber mei, ein bisschen grillen ist ja auch nicht das Schlechteste. Als ich später Zuhause war, habe ich mich soo auf den Wurstsalat gefreut. Selbst wenn nicht mehr viel da war – ich hatte auch nicht soo großen Hunger mehr. Sollte also reichen. Dachte ich.

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Darauf war ich allerdings nicht gefasst! Am Boden hatten sich zwar noch dreivier Bröckelchen Käse versteckt, aber von der Wurst war kein einziges winziges Stückchen mehr da!

Jetzt weiß ich, was mein Liebster meint, wenn er nicht mehr viel da sagt. :) Von den Resten – Wurstsalat ohne Wurst – bin ich dennoch satt geworden. Immerhin gabs noch ne Breze dazu. Und ich glaube, „nicht mehr viel da“ hat das Zeug, zu einem geflügelten Wort zu werden. :)

Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende. Mit Wurstsalat, Gegrilltem, Eis oder was auch immer zum Genießen dazu gehört!