Monatsarchiv: März 2016

Tanzen wie verrückt

Eigentlich wollte ich der lieben Fjonka nur einen Kommentar hinterlassen, aber meine Gedanken sind jetzt doch ziemlich ausufernd, so dass ich lieber einen eigenen Beitrag zu ihrem Balter-Beitrag verfasse:

Das erste, was mir dazu eingfallen ist, war die Erinnerung an ein Mobbedtreffen. Musik aus der Dose, die Tanzfläche ein Stück Wiese, auf der eben das Festzelt aufgebaut war. Richtig megageile Rockmusik, standesgemäß, wie sich das gehört. Und ich hab abgehottet wie blöd – und vermutlich noch blöder dabei gegrinst. Warum?

Weil eine Hand voll Teenies (der Nachwuchs) auch beim Tanzen waren, aber doch eher zurückhaltend, sehr darauf bedacht, auch gut auszusehen, cool rüberzukommen – was halt so wichtig ist in dem Alter. Ich hatte da bereits die dreißig hinter mir gelassen und es war mir sowas von sch***egal, ob ich jetzt cool aussehe oder wie auch immer. Ich hab einfach nur die Musik auf mich wirken lassen und getanzt. Wild und ausgelassen, einfach nur mit Spaß und Freude.

Und da war eben dieser Augenblick, dieses Bewusstwerden … naja, dass ich mich mit Ü30 einfach freier bewegen kann als mit sechzehn.  Freiheit fühlt sich sooo guut an! 🙂

Tja, wenn ich mir überlege, dass das nun auch schon wieder ein klitzekleines Bisschen her ist,  wirds höchste Zeit, sowas ruhig mal öfter zu machen. Was die Gelegenheiten angeht, mag ich Fjonka widersprechen. Das eigene Wohnzimmer reicht völlig aus! Die einzige Hürde, die es zu überwinden gibt: Man muss es nur tun 🙂

Wenn es nicht ganz so wild, aber dennoch intensiv sein soll, mag ich noch auf Butoh-Tanz aufmerksam machen. Da ist „Tanz“ vielleicht nicht so ganz der richtige Begriff, „Bewegung“ triffts vielleicht besser. Freies Bewegen, einfach ausprobieren, was geht, was sich wie anfühlt und wer mag, darf sich zur Anregung ein Thema aussuchen: Wie bewegt sich ein Baum? Was erlebt der Wind auf seiner Reise übers Land, übers Meer…? Das alles hat mit Rockmusik wiederum herzlich wenig zu tun, kann aber dafür eine sehr ähnlich befreiende Wirkung haben.

Einfach mal ausprobieren! Und vielen Dank an Fjonka, fürs Erinnern! 🙂

Was zum Basteln und so…

Es wird mal wieder Zeit für ein paar Links. Hauptsächlich gehts diesmal ums Basteln und da fang ich gleich mit Recycling– bzw. Upcycling-Basteln an:

Noch ist die Zeit für die lauen Sommernächte nicht gekommen – genau das gibt aber die Gelegenheit, noch ein paar Windlichter zu basteln. smarticular.net zeigt, wie es geht.

Immer wieder gute Ideen und Inspirationen gibt es auf how-to-recycle.blogspot.de:

Fabol backt wunderbunte Glückskekse. Klingt lecker und ist vielleicht eine vegane Alternative zu den bemalten Ostereiern? 🙂

Gebacken wird auch bei der Kaoshex. Arme-Ritter-Kuchen zur Resteverwertung – da schmecken schon die Fotos und es ist eine gute Erinnerung daran, dass Weiterverarbeiten sogar im Wortsinn viel besser ist als einfach nur wegwerfen. 🙂

Noch ist Fastenzeit – passend dazu gibt es ein paar Tipps zum Plastikfasten bei Gruenerwirdsnimmer.

Und dann hab ich da neulich Cole und Marmalade entdeckt – wollt ihr wissen, was die machen, wenn niemand zu Hause ist? Hier gehts zum Video.

Was sind eure Pläne fürs Wochenende? Basteln? Backen? Handarbeiten? Irgendwelche Experimente? Oder einfach mal ein schönes Buch lesen?

Was auch immer: lasst es euch gut gehen! 🙂

Bitte geht wählen!

Letzten Sonntag waren Wahlen in Hessen. Dass die AfD dabei so gut abgeschnitten hat, liegt unter anderem auch an der megamiesen Wahlbeteilung.

48 % Wahlbeteilung. Achtundvierzig! Das geht gar nicht! (Kann man da überhaupt noch von Wahlbeteiligung sprechen?) Über die Hälfte der hessischen Wahlberechtigten haben von diesem Recht keinen Gebrauch gemacht.

Geht gar nicht! Echt jetzt!

Ok, ich kann die Wahlmüdigkeit nachvollziehen. – Pest oder Cholera? Es ist doch eh alles dieselbe Suppe, die uns eingebrockt wird. Egal, welche Farbe das Tellerchen hat. Und unterm Strich isses eh längst die Wirtschaft, die uns regiert, die uns unsere Gesetze diktiert. – So fühlt es sich mehr und mehr an, auch wenn da auf Länderebene vielleicht noch ein bisschen mehr „Substanz“ vorhanden ist als in Berlin oder Brüssel.

Ich begreif z.B. den ganzen TTIP-Bohei nicht. Wenn irgendwelche Firmen aus Land A ihre Produkte in Land B verkaufen wollen, spricht doch absolut nix dagegen. Selbstverständlich müssen sie sich dabei an sämtliche Gesetze, Richtlinien und Grenzwerte, die in Land B gelten, halten. So wie das jede Firma in Land B ja auch machen muss. Punkt.

Unser Markt, unsere Regeln. Und wem die nicht passen, baut hier keinen Stand auf. Fertig. TTIP abgehakt. Kann sich die Politik wieder den wichtigen Dingen zuwenden.

So. Was ich hier aber eigentlich loswerden will:

Liebe Baden-WürttembergerInnen,
liebe Rheinland-PfälzerInnen,
liebe Sachsen-AnhalterInnen!

Bitte geht am Sonntag wählen! Bitte macht von eurem Wahlrecht Gebrauch!

Ich geh mal davon aus, dass auch bei euch die Wahlzettel wesentlich mehr als fünfsechs Parteien aufweisen – das is ja sogar in Bayern schon lange so! 😉 Also findet ganz sicher jede und jeder irgendwas zum Ankreuzen. Fangt halt einfach mal von hinten bzw. unten an zu lesen und macht euer Kreuzchen lieber irgendwo im letzten Drittel als pauschal gar keins!

Das Vertrauen in die Berufsgruppe „PolitikerInnen“ steht momentan in der Gegend um null, hab ich die Tage erst im Radio gehört. Das zeigt sich u.a. in der geringen Wahlbeteilung.

Trotzdem bitte ich euch: Gönnt euch den kleinen Spaziergang am Sonntag zum nächsten Wahllokal. Wenn ihr eh wisst, wen ihr wählen wollt, dann tuts bitte auch! Und wenn ihr euch unschlüssig seit – Selbst „Ene mene muh“ ist besser als gar nicht zu wählen.

Ich erwarte am Sonntag eine Wahlbeteilung von jeweils (jeweils, nicht insgesamt!) allermindestens 75 Prozent, in Baden-Württemberg, in Rheinland-Pfalz und in Sachsen-Anhalt.

Bitte enttäuscht mich nicht! Es ist immer leicht zu motzen und zu meckern, wenn „die da oben wieder Mist machen“. Aber dann versucht doch zumindest, „da oben“ die Leute zu postieren, denen ihr den Job noch am ehesten zutraut!

Wer nicht wählen geht, hat auch nicht das Recht, sich über eine schlechte Regierung aufzuregen. 🙂