Monatsarchiv: November 2015

Gewürz-Tee ala Zaubsie

Ich hab schon verschiedene Chai-Tees durchprobiert, sogar die Teebeutel-Variante. So ganz richtig vom Hocker gerissen hat mich bislang noch keine. Deshalb hab ich meine eigene Version erfunden.

Ich mag Gewürz-/Chai-Tee eigentlich nur, wenns draußen kalt ist. Ein Sommertee ist das nach meinem Empfinden nicht. Deshalb sind die weihnachtlichen Zutaten sicher nicht weiter verwunderlich:

  • 4 Löffel schwarzen Tee, gerne auch aromatisiert (Karamell, Mandel, Vanille)
  • 1 Msp. Zimt
  • 1 Msp. Lebkuchengewürz
  • 1 Msp. Vanille
  • etwas Nelkenpulver
  • 1/2 TL Honig (oder mehr, wers  süßer mag)

Mit ca. 1,5 l kochendem Wasser aufgießen, 7 Minuten ziehen lassen (wegen der Gewürze darf der gerne etwas länger ziehen, habe ich festgstellt).

In die Teekanne schon mal einen Schwubbs (Soja-)Milch füllen. Den gezogenen Tee durch ein Sieb in die Kanne gießen. Fertig.

Wie komm ich jetzt auf die Idee, euch mein Teerezept zu posten? Ganz einfach, weil ich den Fehler gemacht habe, bei Fräulein Ella vorbeizuschauen. Ich würde sie als Tortenzauberin bezeichnen. Da klingt ein Rezept besser als das nächste (bzw. vorige. Egal). Jedenfalls war eben obenauf die Chai-Spekulatius-Torte und so kam mein Mitteilungsbedürfnis zustande. 🙂

Tja also: Tee trinken und keinesfalls bei Fräulein Ella reinklicken. Erst recht nicht, wenn ihr Torteninspirationen sucht. Schon gar nicht passend zur Weihnachtszeit.

Echt, ich meins ernst: Es ist ja nicht so, dass sie einfach nur Rezepte postet. Näh, es ist viel schlimmer. Sie fotografiert auch noch. Und das macht sie richtig gut. Ich finde Rezepteblogs, die mit Fotostrecken überfrachtet sind, ehrlich gesagt, einfach nur doof. Vor allem, wenn die Fotos dann auch noch riesig sind und nur die Ansicht verkleinert ist. Geht gar nicht – egal, was Facebook dazu sagt: 300 kb sind die Obergrenze für Web-Fotos. (kb – nicht MB!) Alles andere ist freundlich ausgedrückt: unhöflich.

Fräulein Ella hat ihre Fotos äußerst löblich auf mundgerechte Größe angepasst: Groß genug, dass der Sabber beim Betrachten in die Tastatur läuft. Das reicht voll und ganz.

Das sind wieder so Momente, wo ich mir wünsche, dass das mit den Backup-Dateien wörtlich zu nehmen wäre und sich Tortenstücke via Mailanhang verschicken lassen ließen… 😉

Habt ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Backen!

Advertisements

Baggwahn 2015

Habt ihr schon angefangen, Plätzchen zu backen? Zugegeben, das Wetter lässt ja eher an Obstkuchen mit Schlagsahne denken, aber Mitte November ist die traditionelle Backwoche. Zumindest bei mir. 🙂 Deshalb sah es in den letzten Tagen in unserer Küche so aus:

Baggwahn 2015

Eine schöne Übersicht zu all meinen diesjährigen Backwerken gibts auf zauberweib.de. Hier will ich etwas mehr ins Detail gehen und das Rezept für  Haselnusswürfel posten.

Da ich keinen Backrahmen habe, hab ich einfach eine große (runde) Kuchenbackform genommen (27 cm), das hat gut gepasst. Es ist ein bisschen zeitaufwändig, da zunächst der Teig für den Boden 30 Minuten im Kühlschrank ruhen muss und nach dem Backen (während des Abkühlens) die Füllung 40 Minuten leise köcheln soll.

Für den Teig:

  • 125 g Mehl
  • 1 Eigelb
  • 50 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 100 g weiche Butter

Alles zu einem Teig verkneten, zu einer Kugel formen und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Backofen auf 180 Grad (Umluft 160) vorheizen. Teig 5 mm dick ausrollen und entweder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit Backrahmen um die Hälfte verkleinern, oder eine Kuchenbackform einfetten und die hernehmen. Da die Füllung anfangs noch etwas zähflüssig ist, ist der Rand nicht unpraktisch.

Auf mittlerer Schiene ca. 10 Minuten goldbraun backen. Bei mir hats ca. 15 Minuten gedauert.  In der Form/auf dem Blech abkühlen lassen.

Für die Karamell-Füllung:

  • 500 ml Sahne
  • 300 g zerstoßenen Kandis
  • 50 g Butter
  • 5-6 EL Baileys (hab ich ersatzlos gestrichen)
  • 200 g gehackte Haselnüsse

Alles in einem Topf unter ständigem Rühren bei kleiner Flamme ca. 40 Minuten einkochen, bis die Masse schön dickflüssig ist. Bei mir hat sichs etwa um 25-30 Prozenz reduziert. Nach den 40 Minuten hab ich dem Ganzen nicht so recht getraut und deshalb etwas gemahlene Haselnüsse zur weiteren Verdickung untergerührt. Daher darf wohl gern etwas länger als die angegebenen 40 Minuten gerührt werden.

Die Masse auf den Teigboden schütten/streichen und vollständig auskühlen lassen. Erst dann aus der Form lösen und in Würfel schneiden.

Es ist, wie gesagt, etwas aufwändig. Aber das schmeckt so … saugeil! Und wenn ich schon mit Plätzchenbildern komm, muss wenigstens auch ein Rezept mit rüberwachsen 🙂

Und eure Lieblingsrezepte? Im Bild links oben sind übrigens Nussecken, eins meiner ältesten Rezepte:

Nussecken-Rezept

Verlinktes

Kreuz und quer gehts heute bei meinen Links.  Schon etwas älter (Anfang Oktober) ist KarmindrasWild Woman Fullmoon Retreat„-Bericht. Liest sich total schön und macht Lust auf einfach mal fallen-lassen. Einzwei Tage raus aus dem Alltag.

Und nochmal Karmindra: Ausreden, warum es gerade heute wieder nicht mit dem Meditieren geklappt hat, gibt es nicht mehr, wenn du diesen Beitrag gelesen hast! 🙂

Spirituell gehts auch bei der Wilden Weiblichkeit zu in dem Beitrag über Schamanische Lichtarbeit – Heilung für Mutter Erde. Hier gehts u.a. um die Arbeit mit Kristallen. Zugegeben, von dem verlinkten Video hab ich nicht viel verstanden, die Anregung fand ich trotzdem erwähnenswert. 🙂

Die Brücke zwischen Spiritualität und Kunst schlägt keine so wundervoll wie Cambra Skade. Diese Frau ist für mich so dermaßen inspirierend. Diesmal gehts um Selbst-Wahrnehmung – darf jede gern selber ausprobieren!

Eine einfach-gut-Anregung für ein kleines Täschchen/Geldbörse hat Rarinäht gebloggt. Dem dort verwendeten Material steh ich zwar etwas skeptisch gegenüber, aber das kann auch auch mit Stoff, Wachstuch oder Tetrapack umgesetzt werden 🙂

Ein Sprung zur Religion (is schon richtig, dass das hier getrennt vo der Spiritualität steht): Da gibts auf scinexx einen Bericht über Studienergebnisse, die zeigen, dass Atheisten die besseren Menschen sind – mal ganz salopp ausgedrückt. Wundert mich nicht weiter, ehrlich gesagt, da vor allem die Buchreligionen sich ja dadurch definieren, besser zu sein als alle anderen – bzw. sogar das einzig Richtige, Wahre, Gute zu sein. Und von sowas kommt dann sowas. Wär schön, wenn das vielen zu denken geben würde…

Und um mich der Flüchtlingsthematik hier auch nicht ganz zu verschließen – da hats der Lupe-Satireblog doch mal schön auf den Punkt gebracht, wie das mit dem Im- und Export-Geschäft so läuft.

Wir können die, die vor der Tür stehen, nicht einfach abweisen. Wir können allerdings auch nicht ewig so weitermachen. Was mir aber wirklich Angst macht, sind so Reaktionen, dass Schulleiter zum Impfen aufrufen. Oder junge Frauen davor gewarnt werden, mit den Flüchtlingen Sex zu haben. Da frag ich mich dann schon, obs damals, in der braunen Vorzeit, auch so anscheinend harmlos-besorgt-unschuldig angefangt hat? Und genau DAS macht mir Angst. Also: richtig Angst! 😦