Meine Vorsätze

Boah, echt, in jedem zweiten Blog lese ich von den guten Vorsätzen und Plänen fürs neue Jahr. Ehrlich, bei einigen bin ich schon erschlagen, wenn ich nur die laaaaaaaaaangen Listen seh. Und das wollt ihr durchhalten? Ernsthaft??

Kleiner Tipp von mir: Wenn es darum geht, neue Gewohnheiten zu etablieren (z.B. mehr Sport), dann fangt langsam an: Jeden Mittwoch wird eine halbe Stunde Sport gemacht. Wenn sich das so gut eingeschliffen hat, dass ihr gar nicht mehr auf die Idee kommt, diesen Termin sausen zu lassen, könnt ihr erhöhen: Mittwoch und Samstag. Oder ihr macht aus der halben eine ganze Stunde. usw. Wichtig ist, laaaaaangsam und in Ruhe anzufangen. Nichts überstürzen, nicht gleich täglichen Sport vornehmen. Wenn das nämlich mal eine Woche nicht geklappt hat, legt ihr diesen Punkt ad acta. Wenn ihr es langsam angehn lasst, habt ihr eine wesentlich größere Chance, dass da auch was daraus wird. Bei mir hat das jedenfalls gut geholfen.

Was die guten Vorsätze zum neuen Jahr angeht – mach ich keine. Hab ich keine. Weil: Wird ja doch nix draus. Ich mach sowas lieber immer nach Bedarf, wenn es mir halt gerade danach ist, etwas zu ändern. Und dann – genau: langsam angehen, die Sache. Und so geht das ganz gut.

Anstelle eines Vorsatzes habe ich mir aber ein Jahresprojekt für 2015 auserkoren. Weil: Projekt ist ja gaaaaanz was anderes als so ein blöder Vorsatz… 🙂

Mein Projekt für 2015 heißt: ausmisten! In Sachen nichtkonsumieren bin ich wirklich gut – ich kaufe nichts, was ich nicht wirklich brauche. Und auch das erst nach reiflicher Überlegung und umfassender Information. (Gut, den einen oder anderen „Belohnungskauf“ gibt es bei mir auch. Aber das kann ich an einer Hand abzählen, übers Jahr. Das ist genehmigt)

Wir sind vor acht Jahren in unser Häuschen eingezogen. Bei dem damaligen Umzug hab ich natürlich die Gunst der Stunde genutzt und etliches entsorgt. Aber Konsumverweigerung hin oder her: Es sammelt sich doch immer was an (warum eigentlich???).

Und deshalb ist es jetzt einfach an der Zeit, systematisch durch jedes Zimmer zu gehen und auszusortieren. Den Keller nicht zu vergessen! Ich habe mir dafür das ganze Jahr über Zeit eingeräumt; wenigstens wöchentlich will ich etwas ausräumen. Je nach Lust und Laune einen ganzen Schrank, ein Kommodentürchen oder auch nur eine Schublade. Hauptsache: Ich mach was.

Ich denke, das sollte innerhalb eines Jahres zu schaffen sein. Natürlich darf ich mehr/öfter was machen, wenn ich will. Aber ich muss nicht. So kann ich das Projekt recht entspannt angehen und bin zuversichtlich, dass ich das schaffen werde.

Ehrlich gesagt, bin ich selber gespannt, was alles den Weg zur Entsorgung gehen wird. Und von was ich mich wieder nicht trennen kann. z.B. meine Schlumpf-Sammlung. Ich kann mir nicht vorstellen, mich von der zu verabschieden. Auch wenn ich sie wirklich nicht direkt brauche. 🙂

Wie is das bei euch? Habt ihr auch so bestimmte Dinge/Sammlungen, von denen ihr euch nicht trennen mögt – egal wie nutz- und sinnlos sie in irgendeinem Eck vor sich hinstauben?

Ich wünsche jedenfalls allen viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer Vorsätze.

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7 Antworten zu “Meine Vorsätze

  1. Ich habe mir ebenfalls Ausmisten vorgenommen – in ähnlicher Struktur wie du. Das muss doch zu machen sein. 🙂 Viel Erfolg dabei.

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  2. Ein hehrer Vorsatz, auszumisten, ich mache das auch jährlich. Allerdings kommt nicht viel zusammen, weil wir dem Konsum auch die kalte Schulter zeigen. Wir hatten seit Jahren nicht einmal genug für eine Sperrmüllsammlung.
    Den Hauptbatzen habe ich vor Jahren ausgesondert: verschenkt, verkauft, weggeworfen, geholfen hat mir dabei das Buch von Karen Kingston. Nach dem Entrümpeln konnte ich zwei Schränke weggeben.
    Wenn jetzt was anfällt, stelle ich oft einen Karton mit der Aufschrift „zu verschenken“ vor die Tür, und der meiste Inhalt ist im Nu weg.
    Von meiner Strick- und Kunstbüchersammlung könnte ich mich nicht trennen, und von meinen Strumpfstrickmaschinen, die ich selbst restauriert habe, auch ungern.

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  3. Karen Kingston und ähnliche habe ich ebenfalls verinnerlicht. Nur eben am „jetzt aber“ hats bislang gehapert. Es hat immer nur zu einem „könntmer mal, müsstmer mal“ gereicht. Aber sobald ein Anfang geschafft ist, gehts auch weiter.
    Strumpfstrickmaschinen??? Hast du darüber gebloggt? Gibts da Fotos? Filme? Das macht mich ja neugierig…

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  4. Ich habe keine Vorsätze, spätestens am 02.01. würde ich sie eh über Bord werfen. Was ich gerne mal ausprobieren möchte ist Scrapbooking und hier spezieel das Projekt Life. Ob das in diesem Jahr klappt mal sehen.
    Liebe Grüße
    die Sammlerin

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    • Scrapbooking gehört zu den Dingen, die mich einerseits faszinieren, deren Sinn ich andererseits nicht erfassen kann *gg* Jedenfalls freu ich mich schon mal drauf, mehr davon/dazu bei dir zu lesen und vor allem hoffentlich auch zu sehen!

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  5. ach ja, dsa Ausmisten, das läuft hier immer nebenbei und ich bin da bei einigen Bereichen absolut streng, aber dann schauen mich Dinge so treuherzig an… Insgesamt ists nötig, weil wir ja drei Hausstände zusammengeschmissen haben o_O
    Ausprobieren würde ich gerne mal Art journaling (life book), auch wenn mich die Werke vieler etwas abschrecken, weil die so unglaublich zuckersüß und määädchenmäßig sind, so herzig und goldig.

    Alels Liebe

    irka

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