Monatsarchiv: Oktober 2014

Technik oder nicht-Technik – das ist hier die Dienstagsfrage

Nutzt Du auf Deinem Smartphone oder Tablet Strick-Apps?
Wenn ja, welche und warum, welchen Nutzen haben sie für Dich?

Die Dienstagsfrage der Woche.  Eigentlich wollte ich nur kurz in den Kommentaren antworten, aber nun ist mir doch ein bisschen mehr dazu eingefallen:

Ich hab weder Smartphone noch Tablet und somit auch keine Apps. Stricken ist Handwerk und da gehören für mich auch handschriftliche Notizen, Zeichnungen und Berechnungen dazu (ok, Taschenrechner is schon erlaubt *g*) Ich brauch einfach ne „handfeste“ Vorlage – ein Tablet würde vielleicht von der Größe her passen (Smartphone finde ich definitiv zu klein), aber da es da meines Wissens keins mit entspiegelter Oberfläche gibt, nicht praktikabel (zumal ich da nicht einfach so reinmalen kann… 🙂

Ich mag das ganze Computerzeuch, hab mir da über die Jahrzehnte auch einiges an Wissen und Handwerk angeeignet. Aber ich bin aus dem Alter raus, wo ich jeden Hype mitmachen muss. Ich mag Technik, die Sinn macht. Z.B. ein Handy, um sich im Notfall bemerkbar machen zu können (oder erreichbar zu sein). Praktisch auch, wenn da ne Kamera dabei ist – z.B. wenns einen Unfall gegeben hat, um den Blechschaden zu dokumentieren. (Gut, wenn man sowas hat, besser, wenn mans nicht braucht!) Ne eierlegende Wollmilchsau muss ein Handy für mich aber nicht sein. Ich hab noch so ein „altes“ Klapphandy – das ist soo alt, das hat sogar noch Tasten! 🙂

Smartphone brauch ich also nicht und der Sinn eines Tablets erschließt sich mir schon gar nicht. Wir haben ein Notebook, das praktisch in Reichweite im Wohnzimmer liegt und mit dem wir alles machen können. Bildbearbeitung, Schreiben, Email, Internet, mal ne CD brennen oder ein Video abspielen – alles drin, alles dran, was das Herz begehrt. So muss Technik! 😉

Die verstrickte Dienstagsfrage 42/2014

Hallo Liebes Wollschaf,

Ich hätte folgende Frage für dich:

Derzeit erweitere ich immer wieder meine Büchersammlung zum Thema Stricken. Daher interessiert es mich, was eure Bibliothek bisher so beinhaltet.

[…]

Habt ihr Zeitschriften-Abos zum Thema Stricken? Sind dies Offline- oder Online-Abos? Oder kauft ihr regelmäßig Strickzeitschriften? Welche Zeitschriften habt ihr? Gibt es welche, die euch enttäuscht haben?

Vielen Dank an Jana für die heutige Frage!

Ich mach mal wieder mit – und war so frei, den doch recht langen Fragetext ein bisschen zu kürzen. Im Original beim Wollschaf nachzulesen.

Ich hab recht wenig Handarbeitsbücher. Darunter zweidrei Strickbücher. Und dann hab ich noch einen kleinen Stapel Handarbeitszeitschriften, über die Jahre gewachsen, darin auch etliches zum Stricken.

Abonniert habe ich nichts – wenn dann kauf ich mir mal spontan ein Heft oder Sonderheft, das mich „anspringt“ oder über einen Blog empfohlen wurde.

Erst neulich hab ich mir wieder eins gekauft, bin dem Heft regelrecht hinterher gehechtet, weil bei uns aufm Land die nicht an jeder Ecke zu haben sind. Als ich es endlich in Händen hielt, war ich genervt, weil es in Plastik verpackt war, nur damit – wiederum in Plastik verpackt – Maschenmarker, ebenfalls aus Plastik, als Gimmick mitverkauft werden konnten. 😦

Hätt ich nicht so lang hinterher gejagt, hätt ichs nicht gekauft. Und beim nächsten Mal werd ich sone Mogelpackung auch liegen lassen.

E-Books kommen für mich nicht infrage. Ich kann mit sowas nicht arbeiten 🙂

Obwohl ich kaum Strick- (Handarbeits-)Bücher mein Eigen nenne, habe ich quasi jederzeit Zugriff auf eine ganze Bibliothek voll. Nämlich genau dort – in der örtlichen Bücherei. Da gibts ein sehr gutes Angebot, für Anfänger, Fortgeschrittene, für Accessoires, Deko, Klamotten, Schals, und und und. Musterbücher nicht zu vergessen. Alles da, was das Herz begehrt. Inclusive Zeitsschriften, natürlich!

Grundsätzlich dienen mir Bücher und Zeitschriften eh immer mehr als Inspiration. Entweder mir gefällt das Muster oder mir gefällt die Wolle. Bei den Stücken, die ich bisher „nach Anleitung“ gestrickt habe, musste ich immer umrechnen (Lace-Tücher ausgenommen, logo. Die Anleitungen hatt ich allerdings auch ausm Netz. Überwiegend Ravelry. Ausgedruckt.).

Also strick ich meine Pullis, Socken, Mützen, etc. gleich nach Maß. Und wenn ich mal keine Lust auf Stricken hab, blätter ich in den wunderschönen „Bilderbüchern“ aus der Bücherei. 🙂

EVA-Projekt

Auf zauberweib.de habe ich eben eine ausführliche Rezension zu dem Kartenset

EVA-Projekt : Meine vielen Gesichter – Entdecke und lebe deine Vielfalt!

von Marlies & Klaus Holitzka veröffentlicht.  Falls eine noch ein etwas anderes „Orakelset“ für Samhain sucht – das wäre vielleicht was.

Es wird Herbst

In den letzten Wochen sind wir vom Wetter geradezu verwöhnt worden. Die Sonne hat tagsüber Tshirt-Temperaturen gezaubert, selbst der eine oder andere laue Abend war noch dabei. Heute ist nun so richtig Herbst. Es ist kalt, es ist grau. Nur die bunten Blätter sorgen für ein bisschen Farbe.

Was gibt es an so einem Tag schöneres, als es sich auf der Couch mit einem Cappucchino gemütlich zu machen (sofern die Katzentiere ein bisschen Platz machen) und einen kleinen Blogbeitrag zu schreiben?

Neulich habe ich von meinem Wunsch ans Universum berichtet.  Ich habe inzwischen genau einen Wecker gefunden, der meine Anforderungen zu erfüllen scheint. Und ihn ganz mutig bestellt. Ich werde weiter berichten, wenn es mehr zu erzählen gibt.

Herbst ist auch die Jahreszeit, die klar und deutlich macht, dass der eiskalte Winter vor der Tür steht. Wer noch einen dicken Mantel braucht, ist also gut beraten, sich zügig darum zu kümmern. Das muss kein gekaufter sein, das kann auch ein selbstgenähter werden. Dafür gibt es bei Kirsten Brodde eine Liste mit „grünen“ Stoffen und Garnen als pdf zum Runterladen.

Für die gute Sonntagslektüre empfehle ich den Artikel Wie erklärt man anderen Minimalismus? von schwingelschwingeldingdong.com (auch ein schöner Blogname! *g*) Selber habe ich auch keine griffige Definition gefunden – was vielleicht mit daran liegt, dass ich mich nicht unbedingt als „Minimalistin“ bezeichnen würde. Wenn ich feststelle, dass ich etwas brauche, gugge ich zunächst, ob ich aus dem, was bereits vorhanden ist, etwas machen kann, dass den gewünschten Zweck erfüllt. Das ist meistens der Fall.

Der andere Fall – dass ich etwas sehe und mich das Gefühl überkommt, dass ich das jetzt unbedingt und dringend brauche – tritt bei mir sehr selten auf. Und falls doch, reicht ein ganz einfaches: „Wirklich?“ Und damit ist in 99% der eh so seltenen Fällen derselbe erledigt. 🙂

Ich kann den Artikel nur wärmstens empfehlen – vor allem auch die Kommentare dazu und die weiteren Links.

Ein bisschen Philosophie gibts bei zwei.drni.deMein Facebook ist kaputt. Ich hab den Hype eh nie verstanden, verfolge kritische Beiträge dazu vermutlich doppelt interessiert. Auf geistungegenwart.de wird z.B. die Frage gestellt: Was macht Facebook mit uns? Was bedeutet es, dass man etwas liken aber nichts unliken kann? (Es fehlt der „find ich doof“-Button).  Und ist wirklich immer alles so super und toll und klasse, wie es dort dargestellt wird? Doch eher auch nicht, oder? Sehr lesenswert, dieser Artikel!

Nun aber auch noch ein bisschen etwas Gewerkeliges! Auf dehaakzolder.blogspot.nl habe ich ein wunderschönes, buntes Häkeltuch gefunden. Und eine vom Muster recht ähnliche Decke auf happyinred.blogspot.de – trotz „de“ ist diese Seite auf niederländisch und englisch. Hier wird aber alles sehr schön mit Schritt-für-Schritt-Fotos gezeigt – also auf jeden Fall zu kapieren.

Nun könnt ihr euch aussuchen, ob ihr lieber lest oder häkelt – oder wie verbringt ihr eure Sonntag am liebsten? Ich freu mich über eure Kommentare! 🙂