Blogrunde

Es ist mal wieder Zeit für eine Blogrunde – genauer gesagt: Meine Funde dabei zu teilen 🙂

Im Scinexx-Magazin wird von dem neuen Fairphone berichtet. Damit ist bewiesen, dass eine anständige Produktion von Dingen möglich ist. Also: jetzt schon. Es muss einfach nur getan werden.

In dem Zusammenhang fällt mir manomama wieder ein. Deren Gründerin Sina Marie Trinkwalder auf Produktion in Deutschland (Augsburg) setzt, die von vorneherein Langzeitarbeitslose einstellt und vor allem: den erzielten Gewinn – den sie tatsächlich erwirtschaften, obwohl sie ihren Leuten anständigen Lohn zahlt – in neue, weitere Arbeitsplätze investiert.

Auch sie zeigt damit, dass es geht, dass man eine erfolgreiche Manufaktur in Deutschland führen kann – selbst wenn am Jahresende keine Millionen in der eigenen Tasche hängen bleiben. Es ist halt eben nicht immer nur das Geld, das zählt! Vielen Dank für diesen Mut, für dieses „einfach mal machen“!

Das hat sich auch Boyan Slat gedacht – einfach mal machen – und den Plan gefasst, die Ozeane vom Müll zu befreien. Sein Konzept scheint auf guten Füßen zu stehen, also realisierbar zu sein. Was jetzt noch fehlt, ist natürlich die Kohle. Deshalb darf dieses Projekt gern von allen gefördert werden – das Müllproblem haben wir schließlich auch alle gemeinsam erschaffen. Also isses nur fair, wenn wir alle mithelfen, es zu lösen, das Problem. Ich halte ihm – uns allen, eigentlich – die Daumen, dass er das Geld zusammen bekommt und seine Aktion erfolgreich ist!

Um das Gegenteil von Erfolg, nämlich um kollektives Versagen, geht es in dem Beitrag von Annelie Wendeberg auf Scilogs.  Konkret geht es um die dringend notwendige Reduzierung des CO2-Fußabdrucks auf max. 2,5 Tonnen pro Person und Jahr. Und dass nicht mal sie – als Expertin auf diesem Gebiet – in der Lage ist, das hinzukriegen. Leider zeigt sich von den Experten-KollegInnen niemand so recht interessiert an einer Lösung des Problems. Obwohl es ein sehr dringliches ist. Es geht schließlich darum, dass uns nicht irgendwann bald die Luft ausgeht.

Ich hab den verlinkten CO2-Messer ausprobiert (bin zwar weit unterm bundesdeutschen Durchschnitt, aber noch weiter über den vertretbaren 2,5 t) und hab dabei festgestellt, dass die „öffentliche Emission“ schon bei 2,16 t liegt. Die einem also pauschal sowieso schon mal draufgeschlagen werden. Wie sollen da die 2,5 t je erreichbar werden können?

Hier sind vor allem auch die Regierungen (nicht nur die Deutsche) gefordert. Die Reform des EEG-Gesetzes ging leider in die falsche Richtung: Stromfressende Betriebe dürfen dafür doch nicht auch noch belohnt werden! Und wie kann es angehen, dass z.B. Mastbetriebe mit zigtausenden von Tieren in einer gigantischen Lagerhalle existieren dürfen? Können? Müssen! 😦 Dass so etwas rechtens ist?

Ich glaub ja immer noch, dass in einer Demokratie eine Regierung vom Volk für das Volk gewählt wird. Und nicht für die Wirtschaft und einige wenige, die sich die vollen Taschen immer noch voller stopfen wollen. Schon aufgrund der statistischen Wahrscheinlichkeit muss doch irgendwann mal jemand ans Pult kommen, der/die sowohl mit gesundem Menschenverstand als auch genügend Arsch bzw. Eiern in der Hose gesegnet ist, um das Not-wendige zu erkennen, zu fordern und auch durchzusetzen.

Dass es überhaupt (noch) Menschen gibt, die mit diesen Eingenschaften ausgestattet sind, zeigt meine heutige Blogrunde auf. Die wirklichen HeldInnen der Gegenwart.

Wir werden niemals wissen, zu was wir alles fähig sind, wenn wir nicht einfach aufstehen und es wenigstens einmal versuchen.

Mein Lieblings-Filmzitat (Dave).

Und was trägst du zur Rettung unseres Planeten bei? Spendest du für Umwelt-Projekte/-Organisationen? Bist sogar aktiv dabei? Verzichtest du der Umwelt zuliebe auf bestimmte Produkte/Materialien? Ist die Umweltfreundlich-/-feindlichkeit ein Auswahlkriterium bei Neuanschaffungen? Ich bin neugierig…

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