Monatsarchiv: Juni 2014

Blogrunde

Es ist mal wieder Zeit für eine Blogrunde – genauer gesagt: Meine Funde dabei zu teilen 🙂

Im Scinexx-Magazin wird von dem neuen Fairphone berichtet. Damit ist bewiesen, dass eine anständige Produktion von Dingen möglich ist. Also: jetzt schon. Es muss einfach nur getan werden.

In dem Zusammenhang fällt mir manomama wieder ein. Deren Gründerin Sina Marie Trinkwalder auf Produktion in Deutschland (Augsburg) setzt, die von vorneherein Langzeitarbeitslose einstellt und vor allem: den erzielten Gewinn – den sie tatsächlich erwirtschaften, obwohl sie ihren Leuten anständigen Lohn zahlt – in neue, weitere Arbeitsplätze investiert.

Auch sie zeigt damit, dass es geht, dass man eine erfolgreiche Manufaktur in Deutschland führen kann – selbst wenn am Jahresende keine Millionen in der eigenen Tasche hängen bleiben. Es ist halt eben nicht immer nur das Geld, das zählt! Vielen Dank für diesen Mut, für dieses „einfach mal machen“!

Das hat sich auch Boyan Slat gedacht – einfach mal machen – und den Plan gefasst, die Ozeane vom Müll zu befreien. Sein Konzept scheint auf guten Füßen zu stehen, also realisierbar zu sein. Was jetzt noch fehlt, ist natürlich die Kohle. Deshalb darf dieses Projekt gern von allen gefördert werden – das Müllproblem haben wir schließlich auch alle gemeinsam erschaffen. Also isses nur fair, wenn wir alle mithelfen, es zu lösen, das Problem. Ich halte ihm – uns allen, eigentlich – die Daumen, dass er das Geld zusammen bekommt und seine Aktion erfolgreich ist!

Um das Gegenteil von Erfolg, nämlich um kollektives Versagen, geht es in dem Beitrag von Annelie Wendeberg auf Scilogs.  Konkret geht es um die dringend notwendige Reduzierung des CO2-Fußabdrucks auf max. 2,5 Tonnen pro Person und Jahr. Und dass nicht mal sie – als Expertin auf diesem Gebiet – in der Lage ist, das hinzukriegen. Leider zeigt sich von den Experten-KollegInnen niemand so recht interessiert an einer Lösung des Problems. Obwohl es ein sehr dringliches ist. Es geht schließlich darum, dass uns nicht irgendwann bald die Luft ausgeht.

Ich hab den verlinkten CO2-Messer ausprobiert (bin zwar weit unterm bundesdeutschen Durchschnitt, aber noch weiter über den vertretbaren 2,5 t) und hab dabei festgestellt, dass die „öffentliche Emission“ schon bei 2,16 t liegt. Die einem also pauschal sowieso schon mal draufgeschlagen werden. Wie sollen da die 2,5 t je erreichbar werden können?

Hier sind vor allem auch die Regierungen (nicht nur die Deutsche) gefordert. Die Reform des EEG-Gesetzes ging leider in die falsche Richtung: Stromfressende Betriebe dürfen dafür doch nicht auch noch belohnt werden! Und wie kann es angehen, dass z.B. Mastbetriebe mit zigtausenden von Tieren in einer gigantischen Lagerhalle existieren dürfen? Können? Müssen! 😦 Dass so etwas rechtens ist?

Ich glaub ja immer noch, dass in einer Demokratie eine Regierung vom Volk für das Volk gewählt wird. Und nicht für die Wirtschaft und einige wenige, die sich die vollen Taschen immer noch voller stopfen wollen. Schon aufgrund der statistischen Wahrscheinlichkeit muss doch irgendwann mal jemand ans Pult kommen, der/die sowohl mit gesundem Menschenverstand als auch genügend Arsch bzw. Eiern in der Hose gesegnet ist, um das Not-wendige zu erkennen, zu fordern und auch durchzusetzen.

Dass es überhaupt (noch) Menschen gibt, die mit diesen Eingenschaften ausgestattet sind, zeigt meine heutige Blogrunde auf. Die wirklichen HeldInnen der Gegenwart.

Wir werden niemals wissen, zu was wir alles fähig sind, wenn wir nicht einfach aufstehen und es wenigstens einmal versuchen.

Mein Lieblings-Filmzitat (Dave).

Und was trägst du zur Rettung unseres Planeten bei? Spendest du für Umwelt-Projekte/-Organisationen? Bist sogar aktiv dabei? Verzichtest du der Umwelt zuliebe auf bestimmte Produkte/Materialien? Ist die Umweltfreundlich-/-feindlichkeit ein Auswahlkriterium bei Neuanschaffungen? Ich bin neugierig…

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Neues Sommerkleid

Naja, so wirklich neu isses eigentlich ja nicht. Ich hab ein altes Kleid zerlegt und ein neues draus gemacht. Erzählt hab ich davon auf zauberweib.de

Foul-Spiel: Gabriel will Fracking während WM Weg ebnen

Folgende Mail landete heute von Campact in meinem Postfach:

während viele am Fernseher Tore bejubeln, droht abseits der Kameras ein  dreistes Foul-Spiel: Nach Medienberichten könnte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel schon am kommenden Mittwoch ein Gesetz ins Kabinett einbringen, das Fracking ermöglicht – auf über 80 Prozent des Bundesgebiets. Beim Fracking sprengen Exxon und Co. mit Hochdruck Gestein tief in der Erde auf, um an das darin enthaltene Erdgas zu gelangen. Es entsteht ein giftiger Abwassercocktail – der unser Trinkwasser bedroht.

Im Windschatten der WM-Begeisterung schnell und heimlich ein Fracking-Gesetz durchbringen – das dürfen wir nicht zulassen! Mit einer Welle der Empörung wollen wir Gabriel einen Strich durch die Rechnung machen – und sein Gesetzesvorhaben stoppen. Stattdessen braucht es ein klares Verbot der Hochrisikotechnologie. Helfen Sie mit, dass wir bis Mittwoch mindestens 200.000 Unterzeichner/innen werden! Direkt vor der Kabinettssitzung wollen wir die Unterschriften Gabriel überreichen – und ihm die Rote Karte für sein Foul-Spiel zeigen.

Unterzeichnen Sie jetzt unseren Eil-Appell!

Chemikalien belasten das Trinkwasser, ganze Landstriche werden zerstört: Wie gefährlich Fracking ist, zeigen Erfahrungen aus den USA, wo Konzerne die Technologie großflächig einsetzen. Nach Medienberichten erwägt Gabriel zwar, das Beimischen „umwelttoxischer“ Substanzen zu verbieten. Doch was darunter fällt, ist rechtlich unklar – im schlimmsten Fall nur ein grünes Feigenblatt für eine unbeherrschbare Technologie.

Denn auch beim Aufbrechen des Gesteins mit reinem Wasser werden giftige Chemikalien, radioaktive Substanzen und Schwermetalle aus dem Untergrund an die Oberfläche geschwemmt. Die Entsorgung dieses Giftcocktails gefährdet in jedem Fall das Grundwasser – und damit unser aller Trinkwasser.

Das von Gabriel geplante Gesetz verbietet zwar Fracking in Trinkwasser-Schutzgebieten – aber Grundwasserströme machen an deren Grenzen nicht halt. Mineralwasserbrunnen, Bierbrauereien, Gärtnereien und viele Hobbygärtner/innen entnehmen zudem Grundwasser vor allem außerhalb der Schutzgebiete. Genau dort und damit auf weit über 80 Prozent der Landesfläche wird nach Gabriels Plänen die Risikotechnologie eingesetzt werden dürfen. Dafür reicht eine einfache Umweltverträglichkeitsprüfung: ein zahnloser Tiger, solange Studien zu den Langzeitfolgen von Fracking fehlen.

Im letzten Jahr ist das Fracking-Gesetz der schwarz-gelben Koalition bereits am breiten Protest der Bevölkerung gescheitert. Jetzt haben wir wieder Chancen, Gabriels Gesetzentwurf zu stoppen – und für ein Verbot aller Formen des Fracking zu sorgen: Umweltministerin Barbara Hendricks hält Fracking für „die falsche Antwort auf die Energiefrage“. Auch unter den Abgeordneten der Koalition gibt es viele Skeptiker.  

Bis Mittwoch wollen wir Gabriels Foul-Spiel auskontern. Zusammen mit unseren Kooperationspartnern BUND, dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz und der Korbacher Resolution wollen wir jetzt eine breite Protestwelle lostreten – dann wird Gabriel das Gesetz im Schnellverfahren kaum durchbringen können. Dafür brauchen wir Sie!

Unterzeichnen Sie unseren Eil-Appell!

Mehr Infos zum Fracking im 5-Minuten-Info…

Herzliche Grüße
Chris Methmann, Campaigner

PS Der Energieriese Exxon betont unablässig Fracking sei völlig ungefährlich – und verdient damit Milliarden. Doch ausgerechnet Konzernchef Rex Tillerson protestiert gegen ein Fracking-Projekt nahe seiner Pferderanch in Texas. Unterstützen Sie Tillerson im Kampf gegen seine eigene Firma.

Faulheit will Weile haben

Sicher kennt ihr alle das Sprichwort. Nicht? Und das hier:

Taten sagen die Wahrheit.

Oder wie wärs mit:

Vorsicht wird alt.

Auch schön ist:

Die Frau macht den Meister.

Wie, da stimmt was nicht? Nein, ich hab die nicht erfunden! 🙂 Die sind allesamt ganz original vom Sprichwortgenerator. Ein Zufallsgenerator, der Sprichworte durcheinander würfelt. Und manchmal kommen da richtige Weisheiten dabei hervor 🙂

Eine nette Spielerei, die ich euch nicht vorenthalten wollte. 🙂

Vegetarier vs. Fleischesser

Sicher werden einige die ZDF-Sendung diese Woche gesehen haben. Arg informativ war es zwar nicht, aber die Resultate der beiden Test-Gruppen waren doch sehr aussagekräftig!

Ich gebe zu, ich esse gern Fleisch. Grad jetzt zur Grillsaison! Allerdings brauche ich wirklich nicht jeden Tag Fleisch und ich liebe Gemüse und Salate aller Art.

Was mich ärgert, dass man selbst bei Bio-Erzeugnissen nicht sicher sein kann, dass wirklich alle Auflagen erfüllt worden sind. Zu groß der Preisdruck. Und das verstehe ich nicht. Bio-Fleisch ist natürlich teurer – aus dem einfachen Grund, dass Fleisch aus Massentierhaltung unzumutbar billig ist. *)

Hinzu kommt, dass selbst wenn alle Auflagen eingehalten werden – also das absolute Mininum – noch immer keine anständige Tierhaltung gegeben ist. Ich schreibe bewusst „anständig“ – was wir den Tieren antun, ist unanständig! Wie kann es sein, dass riesige Lagerstätten mit zigtausend Tieren (!) überhaupt rechtens sind? Mir fehlen dazu die Worte… zumindest die anständigen…

Passend zum Thema Massentierhaltung gibt es jetzt eine Online-Petition vom Deutschen Bundestag. Diese Petition gab es letztes Jahr bereits von der Albert-Schweitzer-Stiftung; leider wurden die gesammelten Stimmen nicht anerkannt. Nun also auf der offiziellen Plattform – zum Unterschreiben gehts da lang!

*) Es ist doch so einfach: Wenns teurer ist, wird weniger gekauft, es muss also weniger „produziert“ werden und somit lässt sich mit halb so viel Tieren derselbe Gewinn erwirtschaften. Also win-win-win. Weil weniger weggeworfen wird dadurch natürlich auch! Mag nach Milchmädchenrechnung klingen, aber warum nicht einfach mal probieren? 🙂 Wir werden nie erfahren, zu was wir alles fähig sind, wenn wir nicht aufstehen und es einfach versuchen! -Dave- 🙂

Blogrunde

Es ist mal wieder Zeit für eine Blogrunde. Auf dem Minimalismusblog wird eine Zwischenbilanz gezogen nach drei Jahren Ausmisten. Ich finde es sehr erstaunlich, was dabei alles zutage tritt. Dass Entrümpeln in der Wohnung auch ein solches im Kopf bewirkt, hat sich inzwischen ja schon rumgesprochen. So schön beschrieben habe ich es aber selten gefunden.

Auch in die Kerbe schlägt Maria, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Plastik aus ihrer Küche (und ihrem Leben) zu verbannen. Sie (be)schreibt, welche Rolle der Geschirrspüler dabei spielt, dass sich grundsätzlich alles in mehrfacher Ausführung ansammelt und das gute alte Messerchen mit Holzgriff ausgedient hat(te).  Dieser Beitrag hat mich längere Zeit beschäftigt, ehrlich gesagt. Weil es heißt ja, dass Geschirrspüler wassersparender wären als Handwäsche. Erst recht, wenn jedes Messer einzeln „mal schnell“ abgeschwankt wird – was da an Wasser durchläuft?! Hm, Pest oder Cholera… ?

Was braucht es zum Glücklichsein? Elias geht dieser Frage auf Geist & Gegenwart auf den Grund. Den Weg zur Erleuchtung dagegen zeigt Ursula Ortmann auf ihrem Blog auf. Beides sehr lesenswerte Artikel!

Ein ganz anderes Thema bearbeitet Sabine: Hier geht es u.a. ums Weben. Klar, da denken wir alle an die dritte Klasse und den Schulwebrahmen und daran, dass das Gewobene*) in der Mitte immer viel schmaler wurde. Vergesst das alles und schaut euch die Seite(n) von Sabine an. Sie webt nicht nur wunderschöne Dinge, sie verwendet dazu allermeist auch noch selbstgesponnene, oft selbstgefärbte Wolle – wirklich traumhafte Stücke sind dort zu sehen!

*) Lt. Duden hat sich mittlerweile „gewebt“ statt „gewoben“ eingebürgert. Ich finde dennoch die ältere Form schöner, klingender, passender zum Gewebe, zur fließenden Tätigkeit des Webens…

Zum Abschluss der heutigen Runde noch ein paar nette Anregungen für Warnschilder der anderen Art. 🙂

Ge-spannte Dienstagfrage :)

Liebes Wollschaf,

ich muss aus aktuellem Anlass etwas fragen: worauf spannen du und deine Schäfchen-Fans Strickstücke, die nun mal gespannt werden müssen? Ich bin noch nicht auf eine leichte, schnelle, kostengünstigste und funktionierende Lösung gekommen. Danke für deine Hilfe.

Vielen Dank an Distel für die heutige Frage!

Passt ja grad zu meinem äääänt-spannten letzten Beitrag 🙂

Am einfachsten geht das Spannen bei mir im Sommer – klingt komisch, ist aber so 🙂 Nämlich, weil ich die Stücke dann auf unseren Rasen lege und mit kleineren Nägeln festmache. Ab und zu gibt es ein bisschen Theater mit dem Kater, weil das schließlich sein Rasen ist – davon abgesehen funktioniert das aber super!

Lochtuch 2011

Weil das Wetter aber halt leider auch nicht immer so zuverlässig ist, habe ich mir vor einiger Zeit aus dem Baumarkt mehrere Styroporplatten (ca. 80×40 cm) besorgt. Den Trick kenn ich von meiner Mutter. Für kleinere Teile hatte ich auch schon ein Holzbrett verwendet, allerdings ist es an manchen Stellen sehr schwierig, einen Reißnagel festzumachen.

Auf das Styropor lege ich (m)ein altes Babybadetuch, festgesteckt wird mit Stecknadeln. Die Platten liegen bei Gebrauch im Dachzimmer, welches im Winter eh zum Wäschetrocknen dient. Wenn ich sie nicht benutze, sind sie gestapelt im Nähstübchen verstaut und nehmen unter der Arbeitsplatte keinen Platz weg.

Mit den Puzzleteilen hatte ich auch mal geliebäugelt; wenn es die aus recyceltem Material gegeben hätte, hätte ich zugeschlagen (falls es das wirklich gibt, bitte Bescheid sagen!) Für normales, „böses Plastik“ war es mir zu teuer. Wenn schon böse,  dann reicht auch die wesentlich günstigere Styroporvariante.

Wg. Seilen zum Geradespannen habe ich eine gute „Erfindung“ gemacht. Von meinen Stricknadel-Schraubset musste ich u.a. ein längeres Seil aussortieren, weil das Seil in der Kupplung nicht mehr richtig hält. Neu festkleben hat leider nicht funktioniert. Da ich dazu noch ausrangierte Stricknadeln habe (wenn eine gebrochen ist, ist die jeweils zweite eher unbrauchbar), lässt sich beides super zum Auffädeln einer langen Seite verwenden und dieses Seil wird dann gespannt. Das klappt richtig gut und ist prima Weiterverwendung von etwas, das andernfalls im Müll gelandet wäre.

Auf dem Teppichboden spannen habe ich notgedrungen einzweimal gemacht; auf Dauer ist das aber nicht die optimale Lösung, da ich dabei den drunterliegenden Holzboden mit festpinne.

Was ich mir gar nicht vorstellen kann, dass nur Decke und Handtücher funktioniert? Das ist doch instabil, gibt doch keinen Halt?