Monatsarchiv: April 2014

Zahlen fürs Sonnenlicht?

Die Mail von Campact flatterte mir heute in mein Postfach:

——– Original-Nachricht ——–

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel will mit der Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) eine Sonnensteuer einführen: Wenn Großunternehmen wie BASF und Bayer mit eigenen Kohle- oder Gaskraftwerken für ihre  Produktion Strom erzeugen, sollen sie pro Kilowattstunde nur 1 Cent  EEG-Umlage zahlen. Wenn hingegen Bürger/innen und kleine Gewerbetreibende mit Solaranlagen für den eigenen Bedarf Strom herstellen, sollen sie 3 Cent zahlen, Mieter/innen sogar 6 Cent.

Damit würde der Ausbau der Photovoltaik ausgebremst. Schon heute ist der Zubau von Solaranlagen auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen. Neue Anlagen rechnen sich derzeit nur, indem Erzeuger ihren Solarstrom teilweise selbst verbrauchen. Und genau diesen letzten Strohhalm will Gabriel der Photovoltaik jetzt nehmen.

Doch wir können die Sonnensteuer noch stoppen – über die Bundesländer. Ende März haben sie bereits die schlimmsten Kürzungen bei der Windkraft  verhindert. Jetzt wollen wir diesen Erfolg bei der Solarenergie wiederholen. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben bereits Widerstand gegen die Sonnensteuer angekündigt. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen dafür sorgen, dass ihnen weitere Länder folgen.

Sobald mehr als 100.000 Menschen unseren Appell unterzeichnet haben, überreichen wir ihn den wichtigsten Ministerpräsident/innen. Machen Sie mit: Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell!

Hier klicken und den Appell direkt online unterzeichnen: https://www.campact.de/Sonnensteuer

Stellen Sie sich vor, dass Hobbygärtner auf selbst gezogene Tomaten Steuern zahlen müssten. Sigmar Gabriels Sonnensteuer ist genauso widersinnig: Die Regierung will auf Eigenstrom aus Photovoltaik 50 Prozent der EEG-Umlage erheben. Mieter/innen sollen sogar 100 Prozent zahlen.

Zum Vergleich: Industriebetriebe müssen nicht einmal ein Sechstel der EEG-Umlage für selbst verbrauchten Strom bezahlen. Hinzu kommen weitere Industrie-Ausnahmen von der EEG-Umlage in Höhe von fünf Milliarden Euro im Jahr. Gabriel will nur sehr kleine Anlagen von der Sonnensteuer befreien. Derzeit produzieren aber Solaranlagen auf Dächern etwa von Mehrfamilienhäusern, Tankstellen und Supermärkten den meisten Solarstrom in Deutschland. Sie würden sich allesamt kaum mehr rechnen.

Sigmar Gabriel behauptet, die Energiewende sei zu teuer und deswegen müsse jetzt auch auf selbst erzeugten Solarstrom EEG-Umlage gezahlt werden. Der wahre Grund für seine Pläne scheint aber ein anderer zu sein: Besonders in den Mittagsstunden, wenn die höchste Stromnachfrage herrscht, drängt Solarstrom häufig Atom- und Kohlestrom aus dem Netz. Deshalb fahren die Energiekonzerne immer wieder Verluste ein. Für sie macht Gabriel Klientelpolitik.

Zusammen mit unserem Kampagnenpartner Verbraucherzentrale Bundesverband wollen wir verhindern, dass die Sonnensteuer zum Gesetz wird. Über den Bundesrat, indem wir die Ministerpräsident/innen auffordern, Gabriel wie bei der Auseinandersetzung um die Windkraft die Stirn zu bieten. Und über den Bundestag: Auch viele SPD- und CDU/CSU-Parlamentarier wollen nicht, dass in ihrem Wahlkreis der Ausbau der Solarenergie abgewürgt wird und mittelständische Handwerksbetriebe eine Einnahmequelle verlieren.

 

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Gut gebloggt

Hin und wieder find ich Beiträge auf meiner Blogrunde, die ich gern weiterverbreiten und/oder für mich selber einfach irgendwo „gespeichert“ haben möchte, die für einen eigenen Beitrag aber eigentlich zu wenig hergeben. Für genau solche Zwecke hab ich jedoch mein „Zweitblog“ hier 🙂 Zumal sich Links via WP eh besser weiterverbreiten.

Zu allererst ist mir die Aktion „Zeig uns deine Mach(t)-Zentrale“ aufgefallen. Contadina hat das ins Leben gerufen und dort werden Blogbeiträge (mit Bildern) über wundervolle Werkel-Bereiche gezeigt. Also falls eine grad renovieren will oder sich einfach nur ärgert, dass sie keinen eigenen Platz hat – dort finden sich genügend Anregungen. Mein eigenes Reich ist derzeit nicht im herzeigbaren Zustand, aber ich habe vor, diesen Missstand baldmöglichst zu ändern und meinen Beitrag zu dieser Aktion dann auch nachzureichen.

Zum Anbeißen schön sind die Fotos zum Früchte-Crumble von Nomatterhow. Achtung: Falls du dir vorgenommen hast, für morgen ausnahmsweise mal keinen Sonntagskuchen zu backen (wobei direkt Kuchen isses ja nicht), schau es dir nicht an. Weil dann gibts nämlich doch einen 🙂

Iss mich“ ist eine megageile Geschäftidee aus/in Wien, die Widerstandistzweckmaessig vorstellt. Da wünsch ich mir, dass die Idee viele NachahmerInnen findet!

Nochmal was ganz anderes sind diese schönen Mini-Geldbörsen von AnkeSchoen. Zwar ohne Anleitung, aber mit guten Fotos, so dass ein Nacharbeiten nicht soo schwer sein sollte. Mein Geldbeutel ist für die Jackentasche zu groß, und es muss ja auch nicht immer alles mitgeschleppt werden. Da sind diese Minis ne gute Alternative. Nur zum Nachnähen bin ich bis jetzt noch nicht gekommen. Meine Ausrede: Ich habs noch nicht geschafft, einen Reißverschluss zu kaufen. Meine Vorräte sind diesbezüglich nämlich gerade auf null.