Monatsarchiv: Januar 2013

gequälte Schafe :(

zum Kotzen!.

Hier hat Kalinumbra einen Artikel mit Film über die tierquälerische Schafshaltung bzw. -Schur in Australien gepostet. Ich stimme ihr zu:

Natürlich ist das nur ein ganz kleiner Teil der Wollproduktion, die in die Hand von Handarbeiterinnen fällt. Aber es ist ein Teil.

Mich ärgert es schon seit langem, bei (Fertig-)Wolle kaum etwas über die Herkunft zu erfahren ist. Auf der Banderole steht manchmal, wo die Wolle „hergestellt“ wurde. Aber das bezieht sich meist aufs Spinnen und Färben. Auf welchem Schaf die gewachsen ist und wie das Schaf lebt/leben darf, ist leider nicht zu erfahren.

Bei Rohwolle ist es anders, da habe ich von Anfang an auf Regionalität geachtet. Mag ja sein, dass Australisches Merino weicher ist als Coburger Schaf – da Australien aber so weit weg ist, hab ich das schlicht noch nicht ausprobiert und kann so auch nichts vermissen. 😉

Ebenso gibt es mE noch viel zu wenig Bio-Baum-Wolle. Hier gibt es zwar die ersten kleinen Angebote, aber das Ökogewissen von uns Strickerinnen findet noch zu wenig Beachtung.

Ich hoffe und wünsche mir, dass sich das ändert. Hierzulande wird die Wolle oft weggeworfen und in Australien diese Massenhaltung. Ich finde das ziemlich krank und pervers, ehrlich. Warum hängen die Schäfer nicht in Wolle-Läden Anzeige-Zettel aus? Spricht ja auch nichts dagegen, wenn der Wolle-Laden noch ein bisschen dran verdienen will.

Oder die Einrichtung einer Woll-Wasch-Party. Da kommt alle Wolle auf einen Haufen und alle zusammen waschen und kardieren. Und am Schluss wird alles schwesterlich aufgeteilt. Is ja doch ne ziemlich Arbeit.

Ideen gäb’s sicher genug…