C02 und Klimawandel

Habt ihr diese Woche auch von der Studie gehört, die ganz erstaunliche Ergebnisse zutage gefördert hat? Bäume pflanzen hilft gegen die Klimakrise! Ganz nebenbei wird noch erwähnt, dass – so quasi als Nebenwirkung – Bäume auch ganz gut darin sind, Sauerstoff zu produzieren.

Äh… ja… tolle Studie. Supi. Wenn die Kohle, die die Studie gekostet hat, einfach gleich dafür verwendet worden wäre, Bäume zu pflanzen, wär das Geld viel sinnvoller angelegt gewesen.

Von Felix Finkbeiner gibt es ein Buch über die „Wunderpflanze gegen die Klimakrise“ – das zu lesen lohnt sicher. Es kann auch einfach gleich gepflanzt werden. Oder ihr schließt euch entsprechenden Organisationen wie z.B. der Plant-for-the-Planet an. Oder nutzt wenigstens die baumpflanzende Suchmaschine Ecosia – z.B. um noch weitere Organisationen zu finden, die Pflanzprojekte unterstützen. :)

Vor ein paar Jahren stand die Idee im Raum, man könne C02 auch im Boden „einlagern“ – also reinpressen. Dass man davon seitdem nichts mehr gehört hat, liegt hoffentlich daran, dass die Schnapsidee fallen gelassen wurde. Jedenfalls hatte ich damals auch schon so eine gewisse Idee, wie sich das mit dem Kohlendioxid vielleicht auf relativ einfache Art lösen lässt.

Wir alle können mithelfen, indem wir Bäume pflanzen. Doch auch die Regierungen sind gefragt, weltweit die Zerstörung der Wälder – insbesondere der Regenwälder – schnellstmöglich zu stoppen. Wirtschaftliche Interessen dürfen hierbei keine Rolle spielen. Schließlich geht es hier um das Überleben von allem Leben: Die Regenwälder sind die Lungen unseres Planeten, die uns allen Atemluft verschaffen. Und zumindest was mich an geht, wäre ich gern bereit, z.B. an südamerikanische Länder eine Art „Regenwald-Abgabe“ zu bezahlen, die gewährleistet, dass eben kein Wald mehr zerstört wird.

Aus all diesen Gründen hoffe und wünsche ich mir auch, dass die Waldbrände in Brandenburg (und überall sonst auf unserem Planeten) schnellstmöglich gelöscht werden und eine Wiederaufforstung erfolgen kann.

Auf unserer Prioritätenliste muss die Gesundung von Mutter Erde an erster Stelle stehen. Es ist unser Job, uns um den Planeten und das Leben darauf zu kümmern – das in der Bibel ist ein verheerender Druckfehler. Dort muss es heißen „… macht euch der Erde untertan!“ Wir sind hier die Hausmeister*innen, dazu waren und sind wir auserkoren. Und dabei schaffen wir es nicht mal, unseren Müll anständig zu entsorgen…

Aber ich bin mir sicher, wenn wir alle zusammen anpacken, und alle ihr bestes geben – inklusive der Regierungen und Konzerne weltweit – können wir das Ruder noch rumreißen!

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1500 km mal 1500 km

Das ergibt 2.250.000 Quadratkilometer. Eine Fläche in dieser Größe wäre nötig, um die gesamte Bevölkerung per Windenergie mit Strom zu versorgen. Das entspricht ungefähr sechseinhalbmal der Fläche Deutschlands. Also schon viel. Klar.

Aber.

Wenn man das mal in Relation setzt und z.B. die Weltkarte auf Postkartengröße darstellt (ca. Din A6), dann entsprechen die 1500×1500 km etwa der Fläche eines 10-Cent-Stücks. Das ist verdammt wenig. Und wir bekommens nicht gebacken.

Seit Rio 1992 (Neunzehnhundertzweiundneunzig!) wurde viel versprochen und wenig umgesetzt. Wir fliegen zum Mond, erforschen den Mars, mittlerweile sogar den Jupiter. Das ist alles sooooo wichtig. Genauso wie noch schnellerereres Internet und noch besserererere Handys – alles furchtbar wichtig.

Jap.

Und wir schaffens nicht, eine vernünftige (!) Stromversorgung auf die Beine zu stellen? Echt jetzt? Probierts mal aus, nehmt eine Weltkarte in Postkartengröße (auf dem Bildschirm reicht ja) und haltet eine 10-Cent-Münze drauf. Und das bekommen wir nicht geregelt. Schön bescheuert, wir Menschen. … ;(

Die Zahl hab ich übrigens aus dem Buch „100 Karten, die deine Sicht auf die Welt verändern“ – wie immer an dieser Stelle keine Werbung, außer für die nächstgelegene Stadtbücherei, die dir das Buch bestimmt borgen wird :) Es enthält ein buntes Sammelsurium an Karten, allerlei Wissenswertes und Kurioses: Die seltsamsten Ortsnamen in Deutschland. Eine Karte nur mit Straßen. Nur mit Flüssen. Nur mit Städten. Nur mit Grenzen. Und vieles andere mehr. Schön zum immer wieder drin Schmökern und Neues zu entdecken.

Tja und was die Stromversorgung angeht… Vielleicht sollten wir uns alle zu Greta stellen…

Linux-Live-Stick

Ein Linux-System zu installieren, geht am einfachsten über ein Live-System auf einem USB-Stick. Dazu braucht man nur die ISO-Datei der gewünschten Distribution, einen USB-Stick und ein passendes Programm, mit welchem aus der Datei ein bootbarer Stick erstellt werden kann. Unter Windows funktioniert das z.B. mit Linux-Live-USB-Creator oder Rufus – einfach mal die Suchmaschine deines Vertrauens befragen, die spuckt genügend Quellen dafür aus.

Normalerweise wird der Rechner beim Hochfahren mit eingestecktem Stick über diesen gebootet, notfalls das Bootmenu aufrufen und/oder die Einstellungen in BIOS/UEFI entsprechend anpassen.

Bei unserem Laptop war es so, dass ich über das Live-System keinen WLAN-Zugriff erhielt und auch das Runterfahren hat nicht richtig funktioniert. Ein Treiberproblem. Das Installieren ging trotzdem, auf dem fertig installierten Rechner konnte ich mich anschließend mit dem WLAN verbinden und nach einigen Updates und der Verwendung des empfohlenen Treibers waren sämtliche Probleme ausgeräumt.

Soweit so gut.

Nun ist es immer eine gute Idee, eine Art „Notfall-Stick“ zur Hand zu haben. Ob es sich dabei um ein ausgewiesenes Notfall-System handelt oder nur um irgend einen Live-Stick, ist eigentlich egal – er sollte nur zuverlässig funktionieren. Und genau das war bei meinem Stick ja nun leider nicht der Fall. Nicht einmal ins Internet kam ich damit – ganz schlecht, wenn ich im Fall des Falles wirklich Hilfe benötigen würde!

So habe ich also nach einer Lösung gesucht und mich auch bei anderen Distributionen umgeschaut. Das eine oder andere „Notfall-“ bzw. „Rettungs-System“ habe ich ebenfalls ausprobiert. Hat alles (aus jeweils unterschiedlichen Gründen) nicht funktioniert. Was ich gelernt habe: Beinahe jedes Linux-System empfiehlt eine andere Methode bzw. ein anderes Programm, um die ISO-Datei auf den Stick zu bringen. Ein kleine Auswahl (unter Linux):

USB-Abbilderstellung

Ich glaube, alle Linuxe haben ein solches Programm standardmäßig an Bord, um aus einer ISO-Datei einen bootbaren Stick zu erstellen. Unter LinuxMint heißt das eben „USB-Abbilderstellung“ und funktioniert denkbar einfach: Stick einstecken. Als Ziel auswählen. Die Quelle (ISO-Datei) auswählen und auf „Start“ klicken.

UNetbootin

Dieses Tool muss man per Hand installieren. Es ist zwar englisch, aber wirklich einfach und selbsterklärend. Außerdem bietet es für Ubuntu-Distributionen die Möglichkeit, eine Persistenz einzubauen. Das bedeutet, dass Änderungen im Live-System vorgenommen und gespeichert werden können. Spoileralarm: Funktioniert leider nicht immer :(

dd

Man solls nicht glauben, aber der simple „dd“-Befehl funktioniert ebenfalls für diesen Zweck. Manche Distributoren empfehlen die Methode sogar ausdrücklich:

sudo dd bs=4M if=/home/hugo/Downloads/linux-XXX.iso of=/dev/sdb status=progress && sync

Mit diesem Konsolen-Befehl wird die iso-Datei auf den Stick (als sdb eingebunden) geschrieben. Die Fortschrittsanzeige hilft dabei, dass man nicht gleich nervös wird, weil sich längere Zeit „nichts tut“ und das „sync“ am Ende sorgt dafür, dass wirklich alle Daten sicher auf dem Stick gelandet sein werden.

Meine Empfehlung:

Ganz klar: Alles und keines. Auch wenn es beim ersten Mal nicht funktioniert (der Stick gar nicht erst erkannt wird oder nicht hochfahren will), einfach nochmal und nochmal probieren: Wieder neu formatieren (FAT32) und nochmals den Live-Stick erstellen. Ich konnte feststellen, dass es beim dritten oder vierten Mal – aus welchen Gründen auch immer – dann auf einmal doch klappt. Unabhängig davon, ob es sich um einen alten oder neuen Stick handelt.

Wenn es eine ausdrückliche Empfehlung des Distributors gibt, mit welchem Programm/welcher Methode der Stick erstellt werden soll, ist es anzuraten, es auch auf diese Art zu machen. Die Erfolgschancen sind damit am besten, meine Erfahrung.

Liegt keine solche Empfehlung vor, einfach die Lieblingsmethode ausprobieren und wenn die gar nicht will, dann eben eine andere austesten. Ist alles etwas zeitaufwändig, aber es lohnt sich; irgendwann klappt eine der Methoden, ganz bestimmt.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: In den allermeisten Fällen funktionierts ja sowieso auf Anhieb: Stick einstecken, Programm starten, fertig. Läuft. Nur für die seltenen, wenige Fälle, wo es eben nicht so (einfach) funktioniert, will ich Alternativen aufzeigen.

Nun hatte/habe ich außerdem das „Zweitproblem“ mit dem Treiber. Also war es eine Sache, einen Live-Stick zu erstellen, der auch hochfährt/startet, aber noch eine andere, damit auch ein zuverlässiges System zu erhalten. Das WLAN-Problem bestand bei allen getesteten Distributionen und ein „Rettungssystem“, das sich beim Runterfahren aufhängt, finde ich nicht wirklich vertrauenserweckend!

Meine Lösung:

Irgendwann bin ich über den Pinguy-Builder gestolpert und das war dann endlich mein heiliger Gral! Mit diesem Superdupertool lässt sich aus dem laufenden System (!) eine ISO erstellen, die wiederum als Live-System auf einen Stick gezogen und genutzt werden kann. Es enthält alle Programme, die ich (inzwischen) auf meinem System installiert habe, es kann deutsch, und es hat auch den richtigen Treiber drauf, damit ich mit diesem Stick ins WLAN komme. Und er fährt am Ende sogar zuverlässig und korrekt runter!

Den Pinguy-Builder kann man sich über sourceforge.net runterladen und das deb-Paket über Rechtsklick installieren. Es ist allerdings anzuraten, sich vor Gebrauch noch ein bisschen schlau zu machen, was genau das Tool alles kann und was genau man damit machen könnte. Es gibt auch einige Youtube-Anleitungen – durch die Bank leider alles auf Englisch. Einfach mal lossuchen; oftmals landet man (noch) auf Anleitungen zu „Remastersys“, was quasi der Vorgänger war. Diese sind durchaus brauchbar, aber eben nicht 1:1 zu übernehmen. Daher verzichte ich hier auch auf konkrete Links.

Achso, wenn man den Stick dann startet, ist es nützlich zu wissen, dass der Benutzer „custom“ heißt, wenn man bei der Erstellung nichts (anderes) angegeben hat. :)

Bei mir hat der Pinguy-Builder nach langer Suche und vielem Aus- und Rumprobieren endlich zum Ziel geführt, ein zuverlässig funktionierendes Live-System für den Notfall zu haben. Sich damit quasi sein ganz eigenes Live-Linux zusammenzustellen, ist ein netter Nebeneffekt für alle BastlerInnen. Auch die simple Tatsache, dass das Ding deutsch kann, finde ich sehr hilfreich. Gerade wenn der Rechner platt ist, ist es beruhigend, wenn das Notfallsystem die eigene Sprache spricht. :)

Übrigens ist es gut möglich, dass ich den Stick niemals brauchen werde: Erstens läuft Linux normalerweise sehr zuverlässig und falls zweitens doch mal ein Problem auftauchen sollte, hilft es allermeistens schon, den Rechner im „Reparatur-Modus“ zu starten.

Aber, wie meine Mama schon immer gesagt hat: Lieber mer hat, als mer hätt!

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Beitrag dabei helfen, die eine oder andere Hürde zu überwinden. Was ich bei dieser Suche vor allem gelernt habe, dass es durchaus Sinn macht, manches eben nochmal zu probieren. Und grundsätzlich gilt wie überall: Dranbleiben – dann wirds auch was!

 

Datensicherung unter Linux

Unter Windows hatte sich die Systemsicherung als Partitions-Image bewährt – auf die Art hatte ich immer ein sauberes Windows, die Vermüllung über die Jahre hielt sich so in Grenzen. Meine eigenen Dateien waren (und sind) auf einer gesonderten Datenpartition. Die Anwenderdaten (z.B. Profile-Ordner von Browser und Mail-Programm) habe ich mir zusammengesucht und turnusmäßig einzeln gesichert.

Mit Linux konnte ich mein Sicherungskonzept nun neu überdenken. So gab es zwar schon in Windows die Möglichkeit, Systemwiederherstellungspunkte zu erstellen – besonders vertrauenserweckend erschien mir diese Methode als „Sicherung“ aber nie. Jedenfalls nicht unter Windows. Unter Linux hab ich viel ausprobiert, überlegt, verworfen, neu durchdacht und habe nun folgendes Sicherungskonzept:

Sicherung des Systems:

Diese „Arbeit“ nimmt mir Timeshift ab. Das Programm ist unter LinuxMint standardmäßig dabei. Es erstellt regelmäßig „Schnappschüsse“ des Systems, wobei es sehr ressourcenschonend vorgeht. Die Häufigkeit und Anzahl der archivierten Sicherungen kann voll und ganz den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden. So werden bei mir tägliche und wöchentliche Schnappschüsse erstellt, von denen ich jeweils sechs bzw. drei aufbewahre. Meine Festplatte ist groß genug, so dass ich mir für diese Sicherungen eine eigene Partition eingerichtet habe. Vor größeren Systemeingriffen kann manuell ein Schnappschuss angefertigt werden und wenn dann doch was bei der „Operation“ schiefgegangen ist, wird das System einfach auf den letzten Stand „zurückgedreht“. Einfacher gehts nicht.

Extra-Sicherung mit dd:

Ich gebe zu, es ist ein großer Teil Gewohnheit dabei, aber zu wissen, dass die komplette Systempartition im Fall des (Totalaus-)Falles schwubbdiwubbs wiederhergestellt werden kann, beruhigt mich ungemein. Auch hier hab ich einiges ausprobiert und die beste Methode (Handhabung, Zeit- und Platzbedarf) ist der Konsolenbefehl „dd“. Das funktioniert nicht aus dem laufenden System heraus, es muss also über einen Live-Stick gebootet werden. Ein Terminal öffnen und die gewünschte Partition (z.B. sda2) an den gewünschten Ort sichern – das Ganze dabei gleich noch komprimieren, alles in einem Rutsch:

sudo dd if=/dev/sda2 | gzip > /media/hugo/images/sda2.img.gz

Root-Passwort angeben, je nach Größe der Partition ca. eine Viertelstunde warten (nicht die Geduld verlieren, einfach schon mal Tee kochen), und sobald der $-Prompt wieder erscheint, ist das Image fertig.  Sollte der schlimmste Fall eintreten, dass der Rechner nicht mehr hochfährt, dass sich praktisch gar nichts mehr tut: Erneut vom Live-Stick booten, Terminal öffnen und alles wiederherstellen:

gzip -cd /media/hugo/images/sda2.img.gz | sudo dd of=/dev/sda2

Allerdings ist ein solcher Totalausfall eher sehr selten und für die meisten Reparaturfälle reicht es aus, im Recovery-Modus hochzufahren.

Extra-Tipp: Vor der (dd-)Image-Erstellung Download-Ordner, Browser-Cache und Papierkorb leeren – damit lässt sich unter Umständen eine Menge an Zeit und Platz einsparen.

Sicherung der Anwenderdaten:

Damit sind alle benutzerInnenspezifische Einstellungen gemeint – Browser-Profil samt Lesezeichen, Email-Accounts samt Mails, eigene Vorlagen, Menüanpassungen, usw. All das, was unter Windows mühsam zusammengesammelt werden muss, wird unter Linux schön ordentlich innerhalb des eigenen Home-Verzeichnisses (teilweise versteckt) abgelegt und kann somit auch „in einem Rutsch“ gesichert werden.

Hierfür gibt es das Datensicherungswerkzeug, ebenfalls standardmäßig an Bord. Es können Verzeichnisse ausgeschlossen werden; versteckte Ordner müssen bei Bedarf explizit eingeschlossen werden. Und dann legt das Programm auch gleich los und tut seine Dienste.

Ein nettes Extra ist die Möglichkeit, eine Liste der nachträglich installierten Programme zu sichern. Im Fall des Falles können damit alle auf einmal wieder nachinstalliert werden. Allerdings bezieht sich das nur auf jene aus der Anwendungsverwaltung, nicht auf „per Hand“-Installationen (z.B. als deb-Paket).

Tipp: Logbuch führen!

Eine einfache Text-Datei ist dafür völlig ausreichend, sie muss nicht schön, nicht supertoll formatiert sein, sie muss nur zuverlässig geführt werden, diese Logdatei. Darin wird einfach mit Datum vermerkt, welche Änderungen am System vorgenommen werden. Also z.B. welche Programme installiert wurden. Wenn dafür außerhalb der Anwendungsverwaltung z.B. ein deb-Paket heruntergeladen wurde, dieses samt URL ebenfalls angeben.

Sämtliche vorgenommenen Anpassungen – vor allem die kleinen, die so gern vergessen werden! – sollten dokumentiert werden: Das hilft einerseits bei der Fehlersuche („Was genau hab ich gemacht, und warum hat das System jetzt seinen Geist aufgegeben?“) andererseits bei der Wiederherstellung oder Anpassung bei einer Neuinstallation („Wo war denn gleich noch der Schalter mit der Schriftgrößenanpassung?“). Je penibler (aber bitte kurz und prägnant) ihr dieses Logbuch führt, desto mehr werdet ihr es zu schätzen wissen. Manche Fragen/Probleme tauchen ja auch mal öfter auf – da ist es gut, wenn man weiß, wo man spicken kann :)

Sicherung der Daten:

Hier sind nun endlich die eigenen Daten gemeint: Fotos, Bilder, Videos, Kontoauszüge, Rechnungen, Bücher, Musik, Haushaltsplan, Homepages – eben alles, was man selber auf der Festplatte ablegt. Bei mir passiert das eigentlich schon immer auf einer eigenen Datenpartition, so dass ein Systemausfall zumindest keinen Datenverlust bedeutet. Dennoch werden auch diese Dateien regelmäßig auf einer externen Festplatte gesichert. Dazu benutze ich das Programm LuckyBackup, welches über die Anwendungsverwaltung bequem installiert werden kann. Hier können Profile und Aufgaben erstellt werden, es gibt sehr viele Einstellungsmöglichkeiten, die keine Wünsche offenlassen. Es werden in Normalfall jeweils nur die neuen bzw. geänderten Dateien kopiert, so dass die Sicherung relativ zügig vonstatten geht.

Alternativen wären hier z.B. Grsync oder FreeFileSync – einfach mal anschauen, welches sympathischer ist. Bei mir ist es eben LuckyBackup.

In meinem Terminkalender (ReminderFox-Erweiterung für Thunderbird) habe ich mir turnusmäßig eingetragen, wann wieder eine Sicherung ansteht, wobei die Anwenderdaten (Home-Verzeichnis) häufiger dran sind als die Datenpartition. Welche Rhythmen da jeweils die geeigneten sind, muss jedeR für sich selber rausfinden: Das ausgeklügelste Sicherungskonzept nutzt nichts, wenn es nicht auch tatsächlich durchgeführt wird. Also lieber realistisch alle sechs oder acht Wochen eine Sicherung durchführen, als einen 14-tätigen Turnus andenken! :)

Wie ist das bei euch: Habt ihr ein Sicherungskonzept? Unter Linux oder Windows? Sichert ihr nur eure eigenen Daten oder habt ihr euch darüber noch überhaupt keine Gedanken gemacht? Würde mich alles interessieren!

Es geht auch langsam

Eine kleine Unachtsamkeit und schon war ich für Wochen ausgeknockt. Alleine das war schon Grund genug, mich auch innerlich zu resetten – zumal ich eh nichts anderes tun konnte. Bewegung war nicht drin. Zumindest nichts, was weiter als bis zur Toilette oder Kühlschrank war. So schnell kann es gehen – dass plötzlich gar nichts mehr geht. Ein guter Zeitpunkt, dankbar zu sein, für das, was ist.

In den nächsten Tagen und Wochen hat mir mein Körper ganz genau gesagt, was geht und was nicht. Was er braucht und was ich unterlassen soll. Wieder einmal habe ich gestaunt, mit welcher Klarheit mein Körper mit mir kommuniziert – wenn ich nur genau zuhöre!

Was er am dringendsten brauchte, waren Ruhe (im Sinne von nicht anstrengen, nicht bewegen) und Zeit. Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Und auch das Muskelwachstum lässt sich nicht beschleunigen. Obwohl, eigentlich doch: Indem man dem Muskel eben die Zeit gibt, die er braucht.

Irgendwann war ich soweit wiederhergestellt, dass ich mir einen normalen Arbeitsalltag wieder zugetraut habe. Und ich habe festgestellt, dass es ein Riesenunterschied ist, ob ich mich vom Klo auf die Couch in die Küche und zurück bewege, oder meiner normalen Arbeit nachgehe. Vor einiger Zeit hatte ich mir mal interessehalber eine Schrittzähler-App installiert und dadurch festgestellt, dass ich problemlos die berühmten 10.000 Schritte im Durchschnitt zusammenbringe. Woran jetzt erst einmal nicht zu denken war.

Das Wichtigste: langsam gehen! An sich einfach, weil die Wade mir ihren Rhythmus vorgibt. Trotzdem fühlt es sich ungut an, wenn ich mit Kundschaft im Schneckentempo unterwegs bin. Ich habe das Gefühl, mich erklären, rechtfertigen zu müssen. Kein Problem, von alle Seiten gibt es Verständnis und ich frage mich: Warum glaube ich, mich für die Langsamkeit entschuldigen zu müssen?

Wer sich nicht schnellschnell bewegt, fällt auf: Was ist denn mit der los? Da stimmt doch was nicht. Einerseits ist die Aufmerksamkeit erfreulich, dass die Menschen aufeinander achten und nachfragen, wenn etwas nicht so läuft wie sonst. Andererseits erschreckend: Wer nicht im Gleichschritt mitmarschiert, ist nicht normal, funktioniert nicht richtig. Niemand kommt auf die Idee, dass man „einfach so“ einen Gang runterschaltet, freiwillig langsam macht. Macht doch kein normaler Mensch. Oder?

Dass alles langsam geht, betrifft nicht nur die Fortbewegung an sich. Ich überlege bei allem, was ich tun möchte, ob das jetzt tatsächlich nötig ist, ob es eine Alternative gibt, ob ich den notwendigen Gang mit anderen Tätigkeiten verbinden kann, um mir unnötige Extraschritte sparen zu können.

Und natürlich habe und bemerke ich die Langsamkeit nach wie vor beim Yoga. Zunächst ging fast gar nichts mehr, doch Stück für Stück konnte ich mir meine Übungen wieder „zurückerobern“. Aber immer nur sehr sehr langsam und sehr sehr vorsichtig. Hier habe ich viel gewonnen, sehr viel mehr, als mir die Verletzung zwischenzeitlich genommen hatte. Mein Yoga ist jetzt (wieder) wesentlich achtsamer, bewusster, ruhiger als vorher. Ich hoffe und wünsche mir, dass ich mir das lange bewahren kann: Dieses Gefühl, in mir zu ruhen. Unbeschreiblich.

Ein kleiner Spaziergang in der Mittagspause fühlt sich momentan wie eine halbe Weltreise an. Auch hier muss ich modifizieren, andere Wege wählen, kürzer treten. Und habe viel mehr Zeit, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Ich sehe die Blüten in den Gärten, das satte Grün an den Bäumen. Höre die Vögel zwitschern, rieche den Flieder – für mich der Geruch des Frühlings. Alles wie jedes Jahr, alles wie immer. Und doch nehme ich es stärker, klarer, bewusster wahr. Aus dem einfachen Grund, dass alles ein bisschen langsamer geht und ich deshalb länger im Augenblick verweile. Eigentlich ganz logisch und ich stelle fest, dass ich langsam genauso ans Ziel komme. Die zurückgelegte Strecke ist dabei vielleicht kürzer. Das dabei Erlebte, Wahrgenomme dafür umso intensiver.

Mir fallen die Schlagworte ein: „Entdeckung der Langsamkeit“, „Hashtag: Entschleunigung“ – reden ja alle davon, schreiben darüber. Nichts liegt mir ferner, als auf diesen Zug aufzuspringen. Ich mache derzeit wahrlich keine großen Sprünge. Nicht mal kleine. Dennoch kann ich es euch nur empfehlen, das mit der Langsamkeit auszuprobieren. Schaltet einen Gang runter. Setzt euren Focus nicht darauf, wie ihr noch schneller weiter kommt. Sondern gönnt euch mal eine Stunde der Langsamkeit: Wie langsam kann ich eine Runde um den Block laufen? Einmal die Woche, jeden zweiten Tag für ein paar Wochen jeweils eine Stunde Zeit lassen. Ihr werdet staunen, welche Wunder ihr dabei entdeckt. Um euch herum und in euch drin. Lasst euch drauf ein!

Ich freu mich über eure Kommentare dazu!

P.S. für weiterführende Lektüre kann ich euch das Heft 2018/61 der Geo Wissen ans Herz legen: Zeit für die Seele. Dort gibt es vielfältige Artikel zum Seele-baumeln-lassen.

P.P.S. falls die weiterführende Lektüre bereits als Werbung ausgelegt wird, will ich die Gelegenheit gleich nutzen, um Werbung für die Bibliotheken/Büchereien zu machen: Dort gibt es solche Hefte und natürlich auch Bücher zum Thema. Bei sehr vielen inzwischen sogar online. Schaut ruhig mal wieder rein!

Korrigier mich bitte!

So viele Texte schreien mir das förmlich entgegen!

Kann heute wirklich niemand mehr korrektes Deutsch schreiben? Das lernt man in der Schule – und man hört doch nicht einfach auf, richtig zu schreiben, nur weil man einen Abschluss in der Tasche hat, oder?

Wenn es reine Faulheit ist – dann bemüht doch zumindest die Rechtschreibprüfung des Textverarbeitungsprogramms. Damit sind wenigstens die gröbsten Schnitzer abgefangen. Selbst hier im WordPress-Editor werden Tippfehler rot unterringelt. (Lustigerweise wird „WordPress“ auch rot unterringelt. *g*) Ok, was dieses Tool hier nicht kann, ist das Erkennen von fehlenden Bindestrichen. Leider. Gerade die sind im Internetzeitalter total am Aussterben. :-(

Es heißt aber nun mal „Brotbackbuch“, notfalls „Brot-Backbuch“ aber keinesfalls „Brot Back Buch“. Nichts verzerrt den Sinn eines Satzes mehr als fehlende Bindestriche! 

Ob in der TV-Zeitschrift, im Blättchen der Marktgemeinde oder dem Stadtanzeiger – Rechtschreibung hat offenbar keinen hohen Stellenwert. Dass in einem Internetforum nicht immer alles superkorrekt geschrieben ist, darüber lässt sich hinwegsehen. Aber wenn man einen Blogbeitrag schreibt, über den eine sich ja auch Gedanken macht, mit dem man sich auseinandersetzt, dann will man doch selber, dass das Ergebnis gut ist, dass alles passt und alles stimmt. Eben auch die Rechtschreibung!

Das gilt für mich als Privatperson; mehr noch sollte es für all jene gelten, die damit Geld verdienen – nicht zuletzt für die Geldgeber sollte es (auch) von Interesse sein, wer da für sie Werbung macht. „Ich finde das das schampoo von der Firma XYZ fiel besser ist als alle die wo ich probiert habe weil, nur bei dem, sind meine Haare so richtig, schön, glänzig, geworden.“ – Sowas macht nicht gerade den besten Eindruck, finde ich. Also, auf so eine Empfehlung würde ich Shampoo XYZ mit Sicherheit nicht kaufen!

Noch viel schlimmer fällt es mir bei Youtubern auf. Ok, wenn man schlecht in Deutsch ist, einfach Filmchen drehen, dann spart man sich die Rechtschreibung. Nur dann sollte man es auch unterlassen, kurz nach Erscheinen des neuen Videos einen extra Hinweis zu posten, dass das neue Video erschienen ist (ach nee…) und da dann noch acht Schreibfehler in drei Sätzen einbauen. Wer mit Schokosahnetorte Geld verdient, sollte das auch schreiben können. Oder zumindest in der Kompromissform „Schoko-Sahne-Torte“ mit Bindestrichen. Keine Gedankenstriche, sondern Bindestriche: keine Leerzeichen vor oder nach dem Strich.

  • Bitte: Lest eure Texte vorm Veröffentlichen durch! 
  • Bitte: Nutzt Rechtschreibprogramme, wenn ihr euch nicht ganz sicher seit. duden.de ist auch immer eine gute Anlaufstelle!
  • Apostrophe lieber weglassen – da seit ihr auf der sicheren Seite.
  • Fragt jemanden, der oder die textsicher(er) ist, eure Texte gegenzulesen und zu korrigieren. Das gilt vor allem dann, wenn ihr mit euren Texten Geld verdient – notfalls bezahlt jemanden dafür, der eure Texte in vernünftiges, lesbares Deutsch bringt!
  • Wenn ihr irgendwo arbeitet, wo ihr analoge Texte veröffentlicht (egal ob Briefe, Anzeigen, Untertitel – was auch immer): Bitte lest eure Texte durch, lasst die Rechtschreibprüfung drüberlaufen.

Gerade beim letzten Punkt komm ich aus dem Kopfschütteln manchmal nicht mehr heraus. Es muss doch im ureigensten Interesse jeden Arbeitgebers und jeder Arbeitgeberin sein, dass sämtliche Veröffentlichungen frei von Tippfehlern sind.

Möglich, dass ich mich mit diesem Beitrag hier sehr unbeliebt mache. Ebenso möglich, dass sich irgendwo ein Tippfehler eingeschlichen hat, der mir in den Kommentaren unter die Nase gerieben werden wird. :) Aber wenn ich nur eine oder einen von euch dazu bewegen kann, künftig (mehr) auf korrektes Deutsch zu achten, wär ich schon überglücklich!

Abdeckhaube nähen

Nicht für jede Schüssel hat man den passenden Deckel und einen Teller o.ä. drauflegen ist vielleicht nicht immer die beste Wahl, z.B. wenn der Nudelsalat zur Grillparty transportiert werden soll. Frischhaltefolie? Nö, geht gar nicht! Besser: Ein Abdeckhäubchen nähen.

Dazu werden zwei Stücke Stoff – am besten Baumwolle, weil die auch mal bei 60 Grad gewaschen werden kann – benötigt, etwas größer als der Schüsselrand. Außerdem noch Kordel oder Gummiband.

Auf einem der beiden Stoffteile einen Kreis anzeichnen, ca. zwei bis drei Zentimeter größerer Durchmesser als die Schüssel. Die Stoffe rechts auf rechts zusammenstecken und an der Linie entlang zusammennähen, dabei eine Wendeöffnung lassen!

Die Überstände etwas zurückschneiden, an der Wendeöffnung beide Stoffteile einzeln verzackeln, der Rest kann rundum zusammen verzackelt werden (muss aber nicht). Kreis wenden und die Naht schön ausformen.

Anschließend ziemlich knapp am Rand einmal rumsteppen, dabei die Wendeöffnung auf ein bis zwei Zentimeter verkleinern.

Ca. zwei Zentimeter weiter innen eine weitere Naht absteppen, diesmal aber rundrum. Die Markierung auf der Nähplatte dabei zu Hilfe nehmen.

Eine Kordel einziehen – lang genug, dass eine Schleife gebunden werden kann – oder ein Gummiband. Letzteres hat den Vorteil, dass sich die Haube damit leichter überstülpen lässt, erstere macht die Haube passend für mehrere Größen. Mein Tipp: Probierts aus, was euch am besten taugt.

So siehts dann aus – hier habe ich bemerkt, dass zwei Zentimeter größer möglicherweise ein bisschen knapp sind, daher schreibe ich oben lieber zwei bis drei Zentimeter.

Schönes smartes Haus?

Mein Lieblingsradiosender bindet momentan massiv einen „Hausspionierer“ in die Interaktionsspiele mit den ZuhörerInnen ein. Offenbar wollen die Spionierdienste mit aller Gewalt in unsere Häuser eindringen. Ich nenn sie mal „Andrea“ oder „Miri“ – passend wäre auch der Name „Swala“ für „spioniert wirklich alle Lebensbereiche aus“.

Klar, auf der Voyager ist das schon irgendwie praktisch, wenn Captain Janeway einfach nur „Computer“ sagen und eine Frage stellen muss. Genau das machen ja die Swalas auch. Aber ernsthaft: Wer stellt sich freiwillig einen Spion ins Wohnzimmer?

Alles wird mitgehört

Es wird zwar behauptet, dass Swala nur mithört, wenn sie direkt angesprochen wird. (Irgendwie klingt das so nach „Ja, aber ich hab nicht inhaliert!“) Wie soll sie hören, ob sie angesprochen wird, wenn sie nicht mithört? Und sie hört ja wirklich alles, also nicht nur Unterhaltungen, sondern auch, welche Musik läuft, welche TV-Programme gesehen werden, wie oft die Toilettenspülung benutzt oder geduscht wird. Und es macht mir niemand weis, dass all diese Daten nicht gespeichert werden! Die Meldungen in dieser Woche dazu haben mich nicht überrascht.

Wirklich nützlich?

Ich frage mich, welchen Sinn das SmartHome überhaupt hat. Zunächst mag es ganz praktisch klingen, wenn ich die Heizung tagsüber absenken und so einstellen kann, dass sie rechtzeitig wieder hochfährt, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Für den Fall, dass ich früher Feierabend habe, kann ich via App meiner Heizung mitteilen, sie möchte doch bitte gleich einschüren, weil ich bereits auf dem Heimweg bin.

Nun, das mit dem Programmieren kann unsere ganz normale Heizung auch – vielleicht nicht ganz so ausgefeilt und detailliert, aber für uns absolut ausreichend. Und wenns tatsächlich mal passiert, dass mein Liebster oder ich schon mittags nach Hause kommen, wird halt die Heizung hochgedreht und dann ist es auch schnell warm.

Dafür muss unsere Heizung nicht ständig online sein, sprich: Wenn niemand Zuhause ist, ist unser Router ausgeschaltet; er verbraucht also in dieser Zeit weder Strom noch werden Strahlen produziert.

Strahlende Zukunft?

Das ist nämlich das nächste Problem – nicht nur der erhöhte Strombedarf, wenn ständig alles mit allem vernetzt sein muss – sondern auch das Kommunizieren aller möglichen Geräte untereinander. Diese unsichtbaren Datennetze werden somit immer dichter und komplexer. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das sonderlich gesund ist. Da sollte es uns doch ein Anliegen sein, zumindest die eigenen vier Wände einigermaßen strahlungsarm zu halten.

„Ich weiß (besser), was du willst“

Mich nervt das schon beim Textverarbeitungsprogramm, wenn es ungefragt korrigiert. Manchmal zurecht, aber oft halt auch nicht. Hard- und Software sollte uns unterstützen, aber nicht bevormunden. Auch Suchmaschinen sollten das nicht tun („Meinten Sie…?“).

Wenn aber mein Haus so „schlau“ ist, dass es morgens automatisch die Rollläden hochfährt, sobald ich das Wohnzimmer betrete – sorry, aber das ist wirklich eine Horrorvorstellung! Und den Sinn dahinter verstehe ich auch nicht wirklich. Die Vorstellung, dass mein Haus ständig „mitdenkt“, mir bestenfalls Vorschläge unterbreitet, schlimmstenfalls einfach macht, von dem es „denkt“, dass ich es will, ist einfach nur gruselig! Ich möchte auch nicht von meinem Kühlschrank angerufen und gefragt werden, ob ich Milch mitbringe, oder ob er welche online bestellen soll.

Orientierungslos

Hinter unserem Haus befindet sich eine Sackgasse, die inzwischen ziemlich stark befahren ist. Auf irgendeiner „Map“ ist da nämlich mal ein Fehler unterlaufen und offenbar haben alle möglichen Navis von dieser Karte abgekupfert, die unsere Sackgasse als Durchgangsstraße eingezeichnet hat. Befremdlich finde ich, dass sich niemand an der Beschilderung „Sackgasse“ stört: Wenn das Navi sagt, ich muss da abbiegen, dann bieg ich da ab. Echt jetzt: Wir vertrauen irgendwelchen Computerstimmen und -Anzeigen mehr als unseren eigenen fünf Sinnen und wachem Verstand?

Ich habe keinen sonderlich guten Orientierungssinn und genau deshalb plane ich eine Reise sehr sorgfältig. Ich präge mir die Reiseroute auf der Straßenkarte (so richtig aus Papier!) genaue ein, notiere mir die Auf- und Abfahrten, wann ich wo abbiegen muss usw. Außerdem werfe ich einen Blick auf die nächsten größeren Ortschaften, schaue also auch, in welcher Umgebung ich mich bewege. Das hat den Vorteil, wenn ich mich irgendwo verfahre, bin ich nicht gleich völlig verloren. Weil mir das nächste Hinweisschild Orientierung bietet: Aha, wenn es da nach X-Stadt geht, muss ich mich links halten, damit ich wieder in die richtige Richtung komme. Würde mich ein Navi in die Irre führen, wäre ich wirklich hoffnungslos verirrt!

Nein danke!

Ok, ich bin ziemlich begeistert davon, dass ich die Waschmaschine über Nacht programmieren kann: „Starte in vier Stunden“. Bei einer Waschdauer von drei Stunden schaff ich es auf die Art, notfalls mal zwei Ladungen voll an einem Tag laufen zu lassen. Dass unser Drucker ein Netzwerkdrucker ist, der sich auch mal übers Handy ansteuern lässt (sofern er eingeschaltet ist), ist ebenfalls nicht unpraktisch. Aber darüber hinaus sehe ich im SmartHome keinen echten Nutzen. Dafür viele Nachteile:

  • Wer hört (und sieht?) mit? Welche Daten werden wo wie lange gespeichert und an wen verkauft?
  • Zusätzliche Strahlungsbelastung durch die Kommunikation der verschiedenen Geräte untereinander
  • erhöhter Stromverbrauch, weil alle Geräte ständig zumindest im Standby-Modus laufen müssen
  • Gefahren für Tiere durch „freilaufende“ Mähroboter (siehe z.B. in der FAZ)

Ein computergesteuerter Haus-„Schlüssel“ ist für mich alles andere als vertrauenserweckend und auch die Möglichkeit, via Smartphone im Vorbeilaufen zu bezahlen, ruft in mir keinerlei Begeisterungsstürme hervor – ganz im Gegenteil.

Ich halte es für sehr bedenklich, was alles in unserem Privatleben Einzug hält oder nach dem Willen der Wirtschaft Einzug halten soll. Mein Tipp: Überlegt euch gut, ob das neueste schicke Gadget wirklich Sinn macht und ob dieser Sinn die massiven Einschnitte und Nachteile rechtfertigt. Je mehr wir smarte Tools unser Leben regeln lassen, umso weniger kümmern wir uns selber darum. Und ich bin der Meinung, dass selber denken doch eigentlich das ist, was den Menschen ausmacht. Oder wie seht ihr das?

Hier noch ein paar Links zum Weiterlesen: 

Gerne noch selber die Suchmaschine eures Vertrauens bemühen und z.B. nach „smart home datenschutz“ suchen.

Rasierhobel: Langzeitbericht („Werbung“)

Seit vier Jahren nutze ich einen Rasierhobel – für die Beine, Achseln und auch im Intimbereich. Im August 2015 habe über die Vor- und Nachteile einen  Beitrag  verfasst – nicht, dass es wirklich Nachteile geben würde!

Ich komme noch immer mit den mitgelieferten Rasierklingen aus; eine reicht mehr als ein Jahr. Nach wie vor schreibe ich die lange Lebensdauer auch der sehr guten Reinigungsmöglichkeit zu: Rasierer aufschrauben, Einzelteile abspülen, trocknen lassen und vor Gebrauch wieder zusammenschrauben. Er sieht noch immer wie neu aus – ein Plastikrasierer würde inzwischen schon sehr versifft aussehen!

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Längst geht das Rasieren ratzfatz wie eh und je, etwaige Verletzungen sind im Vergleich zu Hinter-Gitter-Plastik-Klingen nicht mehr geworden  – ehrlich gesagt, sogar weniger. Einfach, weil ich halt doch ein bisschen vorsichtiger bin. Bei einer frisch eingesetzten Klinge gibts vielleicht mal den einen oder anderen Kratzer – aber auch das ist völlig normal. ;)

Nach wie vor nutze ich normale Seife, schön aufgeschäumt und noch immer brauche ich keinerlei „Wässerchen“ hinterher. Ich creme mich wie sonst auch nach dem Duschen ein und gut ist. Keine Hautirritatitionen, nichts.

Meine Empfehlung gilt also nach wie vor: Wenn du gerade einen neuen Rasierer brauchst – kauf bitte kein Plastikzeug mit (sauteuren) Plastikklingen in der XXXL-Plastikverpackung sondern nehm einen Rasierhobel mit einfachen Rasierklingen, beides völlig plastikfrei und in der Verpackung zumindest plastikarm. Achja, so nebenbei schont diese Anschaffung auch noch den Geldbeutel.

Ich bekomme weder Geld noch sonstige Zuwendungen von Hobel- oder Klingenhersteller und mich hat niemand beauftragt, diesen Beitrag (oder den vor vier Jahren) zu veröffentlichen. Ich mach das einfach nur, weil ich von meinem Rasierhobel nach wie vor begeistert bin und es mich immer wieder fassungslos macht, wenn ich im Drogeriemarkt vor den langen Regalreihen stehe voller „unterschiedlichster“ Plastikrasierern für Männlein und Weiblein nebst jeweils inkompatibler Extra-Wechselklingen, ebenfalls mit ganz viel Plastik. :(

Es geht auch ohne Plastik und das mindestens genauso gut. Also falls ihr gerade auf der Suche nach einem neuen Rasierer seit: Ein stinkeinfacher Rasierhobel sollte eure erste Wahl sein – meine uneingeschränkte Empfehlung gilt nach wie vor!

Tux-Tux

Neulich beim Ausmisten blätter ich innem alten Handarbeitsbuch – und da is eine Anleitung für einen Pinguin drin. Als Sitzsack gedacht (daher der riesige Bauch), aber die Vorlage kann ja auch weniger stark vergrößert werden :)

Nach kleineren Schwierigkeiten (Teile falsch ausgeschnitten) schließlich doch noch der Geistesblitz, wie alles zusammengehört und dann wars ziemlich schnell fertig.

Weil: Wer Linux hat, braucht natürlich einen Pinguin. Völlig klar! Hat auch mein Liebster eingesehen :)

Falls ich nochmal einen machen sollte, wird der Bauch ein bisschen kleiner und der Kopf etwas flacher. Der hier hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Homer Simpson :) Achso, der Bauch ist logischerweise grün, weil wegen Linux Mint. Eh klar :)