Gewerkelungen 2019

Was bei meiner Neustrukturierung ein bisschen untergegangen ist, sind meine Gewerkelungen. Hier hab ich zwar das eine oder andere Projekt vorgestellt, aber so ein Rundumschlag, den gabs bislang noch nicht. Das will ich hiermit nachholen.

Ich beginne mit den „Baddschgerli“ – Häkelsöckchen, die in der feinen Baumwollausführung sehr gute Dienste leisten bei Riemchensandalen. Da hatte ich mir nämlich beidseitig heftige Blasen gelaufen, weil die Riemen auf der Haut gescheuert hatten. Die Baddschgerli haben Abhilfe geschafft. Und in der Variante aus dicker Wolle gehen sie sehr gut als Haussocken durch. Eine Anleitung (pdf, 2,1 MB) dafür hab ich vor Jahren schon mal geschrieben.

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Ich bleib beim Häkeln, und zwar hab ich nochmal „Becherschühchen“ für die Katzenbecherchen gemacht, damit die nicht davonrutschen. Daneben ein Kleidchen für das Glas mit dem Waschpulver, ein Zwickersäckle, schöne Untersetzer und ganz außen ein Häkelmandala. Da hab ich eine Zeit dafür gebraucht, bis das fertig war, aber das Ergebnis war alle Mühe wert!

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Was natürlich dieses Jahr auch nicht fehlen durfte, war meine Einkoch-Saison. Wie immer gab es Erdbeermarmelade ausm Garten, außerdem Heidelbeere (von meinem Liebsten selbstgezupft), Stachelbeer-Apfel-Honigmelone und – noch ganz frisch – Hagebutte-Kürbis. In der mittleren Reihe Kirsche, Brombeer und Himbeere (die beiden letzteren ausm Garten). Unten das obligatorische Zucchini-Relish, außerdem die eingelegte Variante zusammen mit Paprika und Zwiebeln (seeehr legga!). Als letztes Schoggipudding, über den ich bereits berichtet habe.

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Ich bleib in der Küche: Da gabs einen Rosenkuchen, in dem neben Nüssen auch alle möglichen Lebkuchenreste verschwanden. Daneben Kekse, die back ich regelmäßig. Es folgt ein Kürbis-Schoggi-Kuchen zu meinem Geburtstag und ganz außen der Plätzchenteller meines diesjährigen Baggwahns.

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Abdeckhäubchen hab ich ohne Ende genäht heuer, die gehen ja immer mal fix zwischendurch. Außerdem noch zwei Innenkleidchen für die große Keksdose:

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Ebenfalls inflationär hab ich Nähgewichte und Gemüsesäckchen angefertig. Dazwischen ein paar Bodentücher aus einem alten Handtuch und ein Kästchen hat ein Patchwork-Kleid bekommen. In der unteren Reihe ist die Laptop-Tasche zu sehen, eine Buch-Tasche, mein Pinguin, eine Hülle für einen USB-Stick und eine Kissenhülle.

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Einige kurze Höschen gabs noch, eine enger genähte Jeans, ein Sommerkleid und bei einer Strickjacke hab ich neue Ärmel drangestrickt. Die originalen waren zu eng und zu lang (hatte ich gekauft-geschenkt bekommen). Jetzt passt alles und sie ist so schön flauschig-warm.  Daneben ein gepimptes Shirt. Da hats mich genervt, dass der Ärmelausschnitt so weit war, dass ich kurzerhand ein bisschen Spitze reingenäht habe. Es folgt noch eine Schlafanzughose und eine Schürze aus einer Tischdecke. – In dieser Reihe war alles komplett upgecycelt bzw. repariert.

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Und natürlich hab ich wieder jede Menge Socken gestrickt, hier eine kleine Auswahl:

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Ebenfalls gestrickt ist die Decke links und der Schal rechts – auffallend ähnliches Design :) In der Mitte meine Auswahl an Kerzen, die ich aus den gesammelten Resten gegossen habe. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, das Herstellungsdatum einzuritzen (Monat und Jahr), weil sie tatsächlich besser brennen, wenn sie mindestens ein halbes, besser ein ganzes Jahr ruhen durften.

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Somit ist heuer doch einiges zusammengekommen. Dabei war hier aber längst noch nicht alles dabei. Ich bin schon drauf gespannt, was mir das neue Jahr alles an Ideen und Projekte bringen wird!

Das Ding: Stofftaschentücher

Es ist wieder Schnupfenzeit und wo ich hinblicke, alle Welt benutzt Papiertaschentücher. Leute, echt jetzt?

Ich nutze mein Leben lang bereits Stofftaschentücher. Die netten kleinen Damentaschentücher sogar mit Spitzenrand, größtenteils von meiner Patentante selbstgehäkelt. Ich hab mich ebenfalls mal daran versucht und weiß, was für eine Arbeit das ist! Umso mehr halte ich die Taschentücher meiner Tante in Ehren.

Unterm Kopfkissen liegt ein großes Männertaschentuch, auch Schnupftuch genannt. Falls ich mal des Nächtens eins brauch, bin ich somit versorgt.

Die gebrauchten Taschentücher kommen regelmäßig in die Waschmaschine und nehmen da nicht wesentlich viel Platz weg. Außer, wenn ich mal eine richtige Erkältung habe und entsprechend mehr Bedarf habe. Aber das ist eh die Ausnahme. Und bevor jetzt die Kommentare kommen von wegen „immer wieder neu anstecken“: Das ist Blödsinn, erfunden von der Werbung für Papiertaschentücher und das bereits in den… 1960ern so rum. 

Tatsache ist: Mit einer Erkältung, die ich bereits habe, kann ich mich nicht immer wieder neu anstecken. Schon deshalb nicht, weil ich, sobald diese Erkältung überstanden ist, gegen genau diesen Erreger immun bin. Jeder Mensch bekommt jede Erkältung nur einmal.

Papiertaschentücher sind so überflüssig wie ein Kropf, sowohl im normalen Alltag, wenn man sich mal die Nase putzt, als auch bei einer richtigen Erkältung – dann braucht man halt einfach ein paar mehr Stofftaschentücher.

Fragt doch einfach mal bei Muttern oder den Großeltern, ob die ein paar ihrer Stofftaschentücher entbehren können und euch vererben würden – ich bin mir sicher, sie freuen sich darüber, dass diese schöne Tradition weitergeführt werden soll. Und vielleicht gibts ja bei euch auch das eine oder andere gute Stück mit Spitzenrand, das eine Geschichte erzählt?

Notfalls lassen sich Taschentücher auch selber nähen aus einem ausgedienten Baumwollhemd, Bettbezug oder sonstigen Stoffresten. Der Saum kann dabei entweder mit einem schmalen Zickzack-Stick versäubert werden, oder – eleganter – wie ein normaler Saum doppelt eingeschlagen, das Ganze nur sehr sehr schmal. Somit auch eine gute Resteverwertung und prima Übung auch für NähanfängerInnen. Besonders schön müssen die Läppchen ja nicht unbedingt werden – so genau werden Taschentücher ja eher nicht begutachtet werden. :)

Ich hoffe, ich kann mit diesem Appell die eine oder andere bzw. den einen oder anderen hier davon überzeugen, ebenfalls auf Stofftaschentücher umzusteigen. Wer noch ein paar Argumente braucht, wir bei utopia.de fündig.

Nichtsdestotrotz wünsche ich euch und uns allen eine hoffentlich schnupfenfreie Winter-Zeit :)

Baggwahn 2019

Fleißige LeserInnen meiner zauberweib.de-Seite wissen, dass jedes Jahr Ende November bei mir Ausnahmezustand herrscht: Ich hab eine Woche Urlaub und die verbringe ich im Baggwahn. Heuer war es ganz schlimm, bin gar nicht mehr rausgekommen aus dem Flow. Aber mal ehrlich: Genau so solls ja auch sein! Blezzlibaggn (Also: Plätzchen backen) soll Spaß machen und darf keinesfalls eine lästige Pflicht sein!

Wie immer gibt es einige Klassiker, ein paar alte Bekannte, die ich nicht zwingend jedes Jahr backe und natürlich auch immer etwas Neues:

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Ich fang mal links auf neun Uhr an, die zusammengeklebten mit der Walnuss drauf sind Walnuss-Taler mit Walnuss-Nougat-Füllung, die gabs schon öfter. Neu sind die Wiener Schoggi-Herzen dahinter. Das sollte laut Rezept eigentlich Spritzgebäck sein, aber der Teig war etwas fest und da dacht ich mir: Herzen mit Himbeermarmeladen-Füllung sind doch auch sehr schön!

Daneben der marmorierte Würfel ist ein Schoggi-Karamello – zählt inzwischen zu den Klassikern. Heuer abgewandelt mit ein paar grob zerkleinerten Walnüssen in der Karamellschicht. Seeehr legga! Dahinter meine Lieblings-Nougatbissen und das kleine Kügelchen daneben ist eine Eierlikör-Praline. Die gabs heuer zum ersten und ganz sicher nicht zum letzten Mal!

Gleich daneben mit Puderzucker sind meine Spitzbuben – eigentlich laut Rezept „Nusssterne“ – aber erstens hab ich keine Sterne ausgestochen, sondern Plätzchen gepresst und zweitens schmecken die original wie die Spitzbuben von meiner Mama. Sind mit Himbeer-Pflaumenmarmelade gefüllt.

Direkt darunter – neben dem Schoggi-Karamello-Würfel – ein Cashew-Törtchen. Das gabs auch schön öfter; ist zwar eine äußerst klebrige Angelegenheit, die Füllung herzustellen (gemahlene Cashews mit Honig und Zimt), aber sooo legga!

Es folgen die Ur-Klassiker Nussecke und Vanillekipferl, darunter wieder ein neues Rezept: Walnuss-Schoggi-Taler. Schauen recht unspektakulär aus, schmecken aber richtig gut!

Von ca. drei bis sechs Uhr folgen die 1-2-3-Variationen. Die mach ich immer am Schluss, weil da wird alles mit verarbeitet, was noch offen ist, Reste die weg müssen, wo ich frei improvisiere. Als Basis dient ein 1-2-3-Teig (100g Zucker, 200g Butter, 300g Mehl). Der wird gedrittelt und dann abgewandelt: Gleich auf drei Uhr Walnussplätzchen mit Hagebutten-Füllung, darunter die Tannenbäumchen haben eine Brombeer-Pflaumenfüllung und die Zebraplätzchen auf sechs Uhr wollte ich schon immer mal machen: Dazu wird eine Hälfte des Teiges mit Kakao eingefärbt, beides zu Platten ausgewellt. Ein paar zerbröselte/gehackte Nüsse (was zur Hand ist) auf die eine Platte, die andere drüberlegen. Halbieren, auf die eine Hälfte Nüsse streuen, andere Hälfte drauflegen (etwas andrücken). Nochmals der Länge nach halbieren, das Spielchen wiederholen, bis ein „Zebrastreifen“ übrig ist, von dem mit einem scharfen Messer die Plätzchen abgeschnitten werden (ggf. nochmal kurz kühl stellen).

Über dem Zebraplätzchen die Schoggi-Rest-Haffli in weiß und in dunkel: da werden die Reste vom Schokoladisieren mit Bruchstücken und/oder Nüssen vermischt und zu Haffli verarbeitet. Meine Lieblings-Resteverwertung :)

Auf sieben Uhr nochmal Walnuss (gabs heuer sehr viele, die Kollegin war dankbar, dass ich ihr welche abgenommen habe): Eigentlich Kokosplätzchen, auch ein neues Rezept, das mit ganz kurzfristig noch über den Weg gehüpft ist. Gefüllt sind sie mit weißer Schoggi und Kokosraspel, ein bisschen Orange noch dazu. Und weil ich von der Füllung viel zu viel angemischt hatte, hab ich noch jeweils eine Walnuss draufgeklebt :)

Schließlich noch vollschokoladisierte Dattellebkuchen. Eine äußerst klebrige Angelegenheit, die ich nur empfehlen kann, wenn eine leistungsfähige Küchenmaschine vorhanden ist. Aber sind einfach nur gut! Als letztes die Nougatstangen, dunkler Teig mit Nougat-Nuss-Füllung und weißer Schoggi drauf. Die Lieblingsplätzchen der Walnuss-Kollegin ;)

Einen Stollen hab ich natürlich auch gebacken, aber der darf noch nicht angeschnitten werden, der muss noch ein bisschen ruhen…

Gemäß der alten Tradition, dass ich nicht nur beschreibe, was ich so gebacken habe, habe ich das eine oder andere Rezept direkt verlinkt – viel Spaß beim Nachbacken! Und ich freu mich über  Links in den Kommentaren zu euren Baggwahn-Berichten und/oder Lieblingsplätzchen!

XNview statt IrfanView

Ich hatte ja angekündigt, dass es hier ein bisschen linuxlastig werden wird. Einige Beiträge gibt es mittlerweile auch dazu, aber lange nicht so viele, wie ich angenommen hatte, dass es werden würden. Der Grund: Linux läuft. Nachdem die kleinen Stolperfallen behoben waren, mein Datensicherungskonzept fertig war, gabs eigentlich nichts Nennenswertes mehr zu berichten. Weil: Linux läuft.

Dennoch: Nicht alle Programme, die mir unter Windows ans Herz gewachsen sind, gibt es auch für Linux. Da musste also Ersatz gefunden werden, was sich im Fall von IrfanView als ziemlich schwierig erwiesen hat. Ich hab ein Programm gefunden, das Bilder verkleinern kann. Eins, das Bilder beschneiden kann. Eins, das stapelweise umbenennen kann. Und leider keins, das Wasserzeichen bzw. Text-Einfügen kann.

Sehr zufrieden bin ich in Sachen Bilder-Importieren aus der Kamera. Das mach ich mit gThumb; das startet automatisch, sobald die Kamera dranhängt, schmeißt die Fotos in den vorher bestimmten Ordner, dreht bei Bedarf (bei Einstellungen/Erweiterungen/Import/Einstellungen den Haken entsprechend setzen) und löscht die importieren Fotos im Anschluss von der Kamera. Perfekt.

Nebenbei kann gThumb auch stapelweise umbenennen und die Größe ändern. Allerdings nicht sonderlich komfortabel. Ich wollts nur erwähnt haben.

Ich muss vielleicht noch dazu sagen, dass ich auf Flatpaks verzichten will. Für ein einziges Programm zweidrei GB Platz verbraten erscheint mir nicht sinnvoll. Damit waren ein paar mögliche Alternativen von vorneherein ausgeschlossen.

Irgendwann bin ich als aufmerksame LinuxMintUserForum-Beobachterin über XN-View MP gestolpert und die Möglichkeit, das als Deb-Paket runterzuladen. Und das ist nun endlich die eierlegende Wollmilchsau, die ich gesucht hatte:

  • Häufig benötigte Ordner werden als Lesezeichen gesetzt, so dass ich schnell drauf zugreifen kann.
  • Massenumbenennung wird durch die F2-Taste bei mehreren markierten Fotos automatisch angeboten, selbstverständlich mit Platzhalter-Vorgaben wie z.B. „2019_09Luna##.jpg“ – daraus werden dann „2019_09Luna01.jpg“, „2019_09Luna02.jpg“, „2019_09Luna03.jpg“ usw. Supi!
  • Bilder beschneiden schnell & einfach
  • Größe ändern genauso schnell & einfach
  • Stapelverarbeitung ist der Hit! Da können gleich mehrere Aktionen auf einen Rutsch durchgeführt werden. Also z.B. alle ausgewählten Bilder auf Größe soundso bringen und Text einfügen. Das ganze dann im Ordner xy ablegen. Wow.

Das sind jetzt die Dinge, die ich im Alltag immer wieder mal brauche, die das Programm aus dem Eff-Eff beherrscht. Gerade das mit der Stapelverarbeitung sogar noch besser als IrfanView, nach meiner Einschätzung. Allerdings kratze ich mit all diesen Werkzeugen noch immer an der Oberfläche dessen, was mit Xn-View MP sonst noch möglich ist. Ich bin echt megabegeistert. Vor allem auch die Einblendung (wenn gewünscht), wann das Foto aufgenommen bzw. bearbeitet wurde, was mir meine Arbeit beim genauen Zuordnen wesentlich erleichtert. Überhaupt kann sehr viel angepasst werden, so dass keine Wünsche zur Handhabung offen bleiben.

Theoretisch kann es auch Fotos importieren, praktisch haut das bei mir nicht hin. Eine kurze Recherche hat ergeben, dass dass ich da nicht die einzige bin, die damit Probleme hat. Nachdem gThumb das aber hervorragend beherrscht, lass ich das weiterhin von diesem Programm erledigen. Das ist allerdings auch schon der einzige Nachteil, den ich bislang feststellen konnte – dank gThumb muss ich auf die zuverlässige Erledigung des Imports trotzdem nicht verzichten. Also alles gut.

Wer auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz von IrfanView für Linux ist, hat somit meine uneingeschränkte Empfehlung für Xn-View MP. Alle Daumen nach oben!

Mein Vorrats-ABC

Ich habe gerne fertig gemahlene Kerne, Saaten und Getreide griffbereit. Da ich meine Vorräte aber in einer (großen) Schublade habe, nutzt es wenig, die Behältnisse direkt zu beschriften. Ich brauchte also etwas, das ich von oben beschriften konnte.

Hin und wieder trinke ich Bröselkaffee und meine bevorzugte Marke kommt löblicherweise im Glas, aber leider mit Plastikdeckel. Zur weiteren Verwendung z.B. zum Einkochen also unbrauchbar. Wegwerfen will ich die Gläser aber auch nicht. Wer weiß, wozu ich die vielleicht doch noch verwenden kann?

Tja, gesucht und gefunden: Die Plastikdeckel haben nämlich eine leicht raue Oberfläche, die sich prima mit einem stinknormalen Buntstift beschriften lassen. Und obwohl der Inhalt des Glases meist deutlich zu identifizieren ist, beschrifte ich das Glas sicherheitshalber auch immer nochmal. Dazu nehme ich einen wasserfesten Filzstift, der sich mit einem Edelstahl“Schwamm“ leicht entfernen lässt. So kann ich sicherstellen, dass wirklich auf jedem Glas der richtige Deckel landet.

Und so sieht meine Vorratsschublade nun von oben aus:

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So sehe ich auf einen Blick, wo die Kürbiskerne, Hirse, Hafer (oder was auch immer ich gerade benötige) sich befinden. Wenn ein Glas leer ist, kommt es in die Spülmaschine – ich habe mittlerweile genügend davon, dass ich ein anderes befüllen und neu beschriften kann.

Ein ganz simpler Trick – muss man nur drauf kommen. Und die Gläser dürfen mitsamt ihren Plastikdeckeln noch lange weiterleben. Für diese trockenen Inhalte sind sie nämlich sehr gut geeignet.

Es ist übrigens wirklich eine große Schublade; unter der Schachtel, in der die Gläser stehen, befindet sich ein Karton mit den ungemahlenen Kernen, Körnern und Saaten. So hab ich alles zusammen und mit einem Handgriff (Karton zur Seite nehmen) steht mir der Nachschub zum Vermahlen zur Verfügung.

Was habt ihr für Tricks und Hacks in eurer Küche? Oder im Badezimmer? Ich bin neugierig!

Bohemian Rhapsody

Achtung Spoileralarm! Wer den Film noch nicht gesehen hat, das aber noch nachholen will, sollte nicht weiterlesen, weil ich doch einiges aus dem Film verrate.

Falls du nicht weißt, ob du den Film sehen magst: Blödsinn, natürlich willst du. Und wenn du ungefähr irgendwo zwischen 1965 und 1980 geboren bist, isses sowieso Pflichtprogramm!

Ich weiß, ich bin spät dran – wir haben den Feiertag genutzt, die Bildungslücke endlich zu schließen und ich hab mich soo darauf gefreut. An Queen ist zwischen Mitte der 1970er und Freddies Tod Anfang der 1990er niemand vorbei gekommen. Und so war der Film auch ein bisschen eine Zeitreise in die Vergangenheit für mich. Ein großes Stück des Soundtracks meiner Jugend

Mich hat im Film beeindruckt, wie selbstsicher Queen praktisch von Anfang an waren. Sie wussten, was sie wollten, sie wussten, dass sie es konnten – und sind keine Kompromisse eingegangen.

Zu sehen, wie die Werke zustande kamen, der künstlerische Prozess, der jeweils stattgefunden hat – inklusive der Reibereien, Differenzen, die ganz offensichtlich dazu gehörten – hat mich fasziniert. Später, als Freddie auf „Egotrip“ in München war, wurden ihm Musiker zugeteilt, die seine Anweisungen befolgten und alles machten, was er wollte und sagte. Als er wieder zu seiner „Familie“ zurückgekehrt war, meinte er, genau das hätte nicht funktioniert. Eben diese Unstimmigkeiten, dieses Sich-zusammen-raufen hätte ihm gefehlt. Freddie Mercury mag die Galeonsfigur von Queen (gewesen) sein – aber Queen sind nur als Gesamtpaket brillant.

Genau das macht die Band aus. Sinngemäß hieß es am Anfang des Films, dass sie vier Außenseiter wären, die untereinander gar nichts miteinander zu tun haben, eigentlich. Die sich aber zu dem Zweck zusammenfinden, um Musik für (all die anderen) Außenseiter zu machen. Queen ist eine Wahlfamilie und sowas von Familie! Sie streiten und raufen sich zusammen. Sie ergänzen sich, respektieren einander und ziehen sich gegenseitig auf.

Achja, und von Anfang an legten sie immer Wert darauf, dass sie Queen wären. Es gibt also keinen Anführer, keinen Macher, sondern alle sind gleich beteiligt, gleich berechtigt. Erst nach Freddies Rückkehr sind sie dazu übergegangen, die Songs mit Queen zu unterzeichnen – unabhängig davon, wer von den vieren nun die Texte oder Kompositionen verfasst hat.

Klar kann in einem Film niemals alles gezeigt werden. Vermutlich könnte man noch zehn Biografien über Queen und/oder die einzelnen Bandmitglieder drehen mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten und Blickwinkeln. Und hätte immer noch nicht alles gezeigt. Daher lässt sich nur sagen: Was irgendwie möglich ist, in einem Film darzustellen, gut darzustellen, haben die hier geschafft. Ich bin sowas von begeistert und diese Begeisterung hatte sich Tage später noch immer nicht gelegt.

Natürlich ist der Film umso aufwühlender, da mit der Musik von Queen mein eigener Lebenslauf eng verbunden ist. Wer von uns kann sich nicht mehr ans Live-Aid-Konzert erinnern? Eben! Überhaupt: Stadion-Rock! Wie überwältigend muss das sein, wenn du auf der Bühne stehst und da sind mehrere Zehntausende Menschen um eure Musik zu hören, euch zu sehen, mit euch zu feiern? Wenn all diese Menschen einen gigantischen Chor bilden und eure Lieder singen? Was fühlt man da auf der Bühne? Da muss man doch platzen, vor lauter Gefühls-Overflow, oder?

Tja und das sind alles so viele einzelne Aspekte, Schnippsel, die mich durch den Film berührt haben, die mich aufgewühlt haben und mich nach wie vor durchwirbelt haben. Wie Blätter in einem Herbststurm :)

Und dabei hab ich noch nicht einmal die Hälfte von dem geschrieben, was ich eigentlich alles vor hatte, zu erzählen. Doch bevor ich hier noch stundenlang weiter in die Tasten haue und doch nicht das rüber bringen kann, was mich so überwältigt und fasziniert hat an dem Film: Schaut ihn euch an! Schaut euch Bohemian Rhapsody unbedingt an. Ihr werdets sicher nicht bereuen. Wenn ihr mit „Queen“ nicht nur die englische Königin, sondern auch eine britische Rockband verbindet – schauts euch an!

Und an alle, die den Film schon (längst, vermutlich) gesehen haben: Wart ihr auch so berührt? Gings euch ähnlich wie mir?

Eine außergewöhnliche Band, die mit einem außergewöhnlichen Film geehrt wurde. Lässt sich nicht anders sagen.

Eins interessiert mich aber noch – wie ist das heutzutage auf Konzerten? Kommt da überhaupt noch Stimmung auf? Dieses Feeling? Ist man heutzutage noch auf einem Konzert? So wirklich DA, im Hier und Jetzt, im Augenblick? Geht das überhaupt noch oder ist jede/r nur darauf bedacht, dass das Smartphone alles aufnimmt und ob der Winkel dort drüben nicht vielleicht besser wäre und wie man den Ton noch ein bisschen besser einfangen könnte…?

Das Ding: Trommelreibe

Aus meiner Reihe Dinge, die den Alltag leichter machen will ich diesmal die Trommelreibe vorstellen. Lange bin ich um die Anschaffung herumgeschlichen – wieder ein Ding mehr, das rumsteht…? Irgendwann hat aber meine Vierkantreibe ihren Geist aufgegeben und ich hab mich entschieden, in eine anständige Trommelreibe zu investieren.

Sehr gute Dienste hat sie bereits beim Plätzchenbacken geleistet – genauer: beim Raspeln von Schoggi, Nüssen, Orangeat, Zitronat… was eben so anfällt. Ein Traum! Die Reibe hat dank Saugfuß einen festen Stand (eine Schraubzwinge ist bei den meisten auch noch im Lieferumfang dabei) und das Handkurbeln geht sowas von leicht und einfach. Blockschokolade ist mit der Vierkantreibe eine gleichermaßen abendfüllende und schweißtreibende Angelegenheit. Mit der Trommelreibe geht das buchstäblich im Handumdrehen.

Inzwischen sind wir mitten in der Zucchini-Saison. Und was soll ich sagen: Kein Muskelkater mehr! Und die Fingernägel sind auch nicht mehr in Gefahr, abgehobelt zu werden. Sogar die Zwiebeln werden bei mir durchgekurbelt. Vor den Zucchini, damit den Zwiebelgeruch gleich wieder neutralisiert ist.

Gereinigt ist so eine Trommelreibe ebenfalls schnell und einfach, wobei ich die Reibetrommeln (also die Einsätze) nicht in die Spülmaschine gebe, sondern lieber per Hand spüle.

Meistens gibt es ein Fleischwolf-Zubehör (zum Nachkaufen), nur zur Info. Lustig finde ich daran, dass ausgerechnet beim Fleischwolf noch der Aufsatz für Spritzgebäck dabei ist. Was irgendwie gar nicht zusammenpasst. Meine Mam hatte einen Fleischwolf noch aus Gusseisen (oder so etwas ähnlichem), sehr massiv und schwer. Irgendwann in den frühen 1960ern angeschafft. Und damals war ebenfalls dieser Spritzgebäck-Aufsatz dabei, mit exakt den selben Mustern wie heute. :)

Wichtig ist, bei der Auswahl auf die Qualität zu achten. Ohne Plastik geht heutzutage ja leider nicht mehr, doch es gibt erhebliche Unterschiede in der Festigkeit. Ebenso bei den Reibetrommeln – da sollte die Schärfe doch erheblich über der einer Fünf-Euro-Käsereibe aus dem nächsten Supermarkt liegen!

Ich habe mich im Vorfeld sehr lange und umfassend informiert und es ist leider viel Schrott auf dem Markt. Deshalb mein dringender Rat: Finger weg von vermeintlichen „Schnäppchen“ – die sind in nullkommanix unbrauchbar, Müll und rausgeworfenes Geld. Faustregel: Alles, was unter 50,- angeboten wird, schon mal pauschal links liegen lassen. Eine konkrete Empfehlung will ich nicht aussprechen, obwohl ich eine sehr gute Trommelreibe gefunden haben. Wers ganz genau wissen will, darf gern pM bei mir nachfragen (s. Impressum).

Größere Mengen Käse z.B. für einen Auflauf reiben – ratzfatz erledigt. Und die Zucchini – kein Vergleich zu früher mit der Vierkantreibe. Die Investition hat sich sowas von gelohnt.

Das Sahnehäubchen war das Durchkurbeln der Zutaten für den Quarkstollen letztes Jahr. Nicht nur, dass ich alles der Reihe nach verarbeiten konnte – ich war plötzlich wieder zehn Jahr alt und mit meiner Mam in der „Weihnachtsküche“. Dass es damals der bereits genannte Fleischwolf war, durch den die Zutaten gedreht und am Ende Hefe- statt Quarkstollen gebacken wurden, sind in dem Zusammenhang unwesentliche Details am Rande. Das Durchdrehen hat mir als Kind schon Riesenspaß gemacht. Und das ist noch immer so. Auch wenn es noch ein bisschen dauert, freu ich mich schon wieder auf diesjährigen den Baggwahn :)

Falls ihr öfter was zum Zerkleinern habt und bereits darüber nachdenkt, ob sich eine  Investition in eine gute (!) Trommelreibe lohnt, kann ich nur sagen: Ja. Lohnt sich definitiv! Es geht um so vieles leichter und schneller als mit der der Vierkantreibe. Aber unbedingt auf Qualität achten und keinen Billigschrott kaufen. Damit tut ihr euch echt keinen Gefallen.

Nachteile sind mir bislang keine aufgefallen. Außer vielleicht, dass es sich für eine kleine Menge Käse zu reiben nicht wirklich lohnt, dafür hinterher alles reinigen zu müssen (auch wenn das wirklich einfach und unkompliziert geht). Für ein bisschen Streuselkäse aufs Brot nehm ich also nach wie vor die alte ausgediente Vierkantreibe, die taugt dafür noch allemal und ist schneller gereinigt als die Trommelreibe zerlegt. Also kein wirklicher Nachteil.

Was habt ihr für unersetzliche, lieb gewordene Dinge, die euch den Alltag erleichtern? Hinterlasst mir einen Kommentar oder greift meine Reihe auf und schreibt einen eigenen Blogbeitrag, den ihr gerne bei mir verlinken dürft.

Ich bin neugierig!

Laptop-Tasche

Zu unserem alten Laptop gab es bislang keine Tasche. Ich wollte den aber nicht schutzlos im Schrank liegen lassen; außerdem war es mir wichtig, dass alles zusammen ist: Kabel, USB-Stick und mein Spickzettel. Seit ich dort ein Linux (MX, 32bit) draufgebrezelt habe, funktioniert der nämlich wieder und wenn wir mal ein togo-Laptop brauchen, haben wir nun eins. Der Stick ist für alle Notfälle und der Spickzettel – naja, da wir den Laptop nicht oft brauchen werden, ist es nützlich, die eine oder andere Information griffbereit zu haben.

Ich hab echt lange überlegt, Ideen skizziert, wieder verworfen. Das Projekt ging mir viele Wochen im Kopf rum. Bis ich meine alte Jeans in meinem Fundus entdeckte und dann wars klar, dass das ein prima Upcycling-Projekt wird. (Kennt ihr das, wenn ihr so eine Grundidee eewig mit euch rumtragt und plötzlich machts „pling“? *gg*)

Zunächst hab ich die Hosenbeine säuberlich aufgetrennt (was eine Sauarbeit war!) und dann die Jeans „gedreht“, so dass der Reißverschluss seitlich ist und die Ober- und Unterseite der Tasche aus je einem Vorder- und Hinterteil der Jeans besteht. Nebeneffekt dieser Drehung: Die dünnen Stellen im Schritt sind durch die Begradigung der Seitennähte rausgefallen.

Die Drehung war der Clou an der Sache, weil die Jeans im Bund einen Tick zu eng fürs Laptop war. So konnte ich nun den Reißverschluss in die Öffnung integrieren. Sobald das Laptop drinnen liegt, hat es genug Platz.

Für den Innenstoff und den Trageriemen hab ich ein Stück eines alten Bettbezuges verwendet und für die „Fütterung“ hab ich einen Rest Volumenvlies in exakt der benötigten Größe gefunden.

Oben habe ich einen langen Reißverschluss eingenäht (der hab ich auch in meinem Vorrat gefunden); als allererstes hat aber eine der Gesäßtaschen einen Reißverschluss bekommen. Da wohnen jetzt Stick und Spickzettel drin, damit die sich nicht irgendwo verschlupfen können.

Das Annähen des Innenstoffes an den Jeansreißverschluss war das einzig Fummelige an der ganzen Sache, alles andere ging locker-flockig von der Hand. Den Trageriemen hab ich einfach durch die Gürtelschlaufen gezogen und die Jeanstaschen haben die perfekte Größe für Netzteil und Kabel.

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„Oaschtasche“ mit Reißverschluss für sichere Verwahrung von Stick und Spickzettel

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Vordere Jeanstasche beherbergt das Kabel. Die Gürtelschlaufen bieten genügend Halt für den Trageriemen

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Zwei Reißverschlüsse geben die Weite für die Öffnung – innen ist der Platz ausreichend.

Falls ihr jetzt Lust bekommen habt, euch selber so eine Tasche zu nähen – gerade mit den Hosentaschen ist das sowas von praktisch! – es gibt bei Youtube jede Menge Anleitungen, auch mit genauen Hinweisen, wie Maß genommen werden muss usw.

Und ich freu mich auf Verlinkungen in den Kommentaren, dass ich eure Ergebnisse auch sehen kann. Oder habt ich was anderes aus ner alten Jeans genäht? Eine Laptop-Tasche aus einem anderen Material geupcycelt? Her damit – interessiert mich alles! :)

Steuer zum Wohl der Tiere?

Ich komm immer noch nicht drüber weg, dass bei der Diskussion neulich zum Thema „bessere Bedingungen für Nutztiere“ die Einführung einer neuen Steuer als die Antwort auf alle Probleme gehyped wurde. (z.B. via spiegel.de)

Offenbar kam niemand auf die Idee, dass es doch viel sinnvoller – und vor allem naheliegender! – wäre, die bestehenden Gesetze entsprechend nachzubessern. Im Sinne einer „Tierwohl“-Haltung, die diesen Namen auch tatsächlich verdient. Ich denke dabei an Demeter-Standard oder vergleichbarer Vorgaben. Daraus ergäbe sich eine Win-Win-Win-Kettenreaktion:

  • Weniger Tiere im Stall -> mehr Platz für die Tiere, weniger Stress (max. 50 Tiere im Stall)
  • Milchaufzucht: Wenn die Kälber bei der Mutter bleiben dürfen, werden diese gesünder und kräftiger. Verluste durch die „fehlende“ Milch werden durch Reduzierung von Tierarztkosten/Medikamenten wettgemacht. Von den gesünderen Tieren profitieren am Ende auch wir Verbraucher/innen
  • Weniger Tiere brauchen weniger Futter -> Ackerflächen stehen anderweitig zur Verfügung zum Direktkonsum von Getreide und Gemüse
  • Weniger Tiere machen weniger Mist -> keine Überdüngung mehr, Böden können sich langsam erholen, Grundwasser ist nicht mehr in Gefahr
  • Weniger Tiere bedeutet auch, dass der Preis für tierische Produkte steigen muss – dies ist dann aber durch erheblich bessere Tierhaltung bedingt, und diesen Preis will sicher jede/r gerne bezahlen. Anders als bei der Einführung einer neuen Steuer, die für das Tier erst mal gar nichts bringt.

Das Argument, die Verbraucher wollen billig, zieht nicht. Es muss ein Mindestmaß an einigermaßen anständiger Tierhaltung gewährleistet sein – und die fängt mE frühestens beim derzeitigen „Tierwohl“-Label drei an. Nummer eins und zwei gehen absolut nicht. Leider sind viel zu oft nur diese erhältlich. Wenn es jedoch nur ab drei aufwärts gibt, werden die auch gekauft.

Ich glaube nicht, dass weniger Tiere einen Versorgungsengpass bedeuten. Es würde einfach nur weniger Fleisch bzw. Tiererzeugnisse gegessen (Schnitzel am Dienstag, Gulasch am Mittwoch und Fleischküchle am Freitag entfallen, der Sonntagsbraten kommt zu neuen Ehren) und vielleicht sogar weniger weggeworfen werden – dafür wird mit mehr Hirn, also bewusster, eingekauft. Fürs Abendbrot gibt es bereits sehr viele Aufstrich-Alternativen zu Leberwurst & Co. An Käse-Alternativen wird sich sicher auch noch was erfinden lassen. z.B. gibt es ja schon Soja-Joghurt, das mir persönlich sogar besser schmeckt als das aus Kuhmilch. Soja-Camembert oder Soja-Emmentaler wird es bestimmt auch bald geben. Die Anbauflächen wären auf jeden Fall da, nachdem nicht mehr so viel Futtermittel für Kühe angepflanzt werden muss.

Soja ist hier übrigens nur als Beispiel genannt – es gibt auch andere Möglichkeiten, klar. Und natürlich wird ein Soja-Käse nicht wie Kuhmilch-Käse schmecken. So wie Ziegen-Käse ja auch seinen eigenen Geschmack hat. Es soll einfach eine Alternative sein, die etwa die gleiche Konsistenz aufweist wie herkömmlicher Weich- oder Hartkäse.

Wir sind es den Tieren einfach schuldig, dass wir uns ihnen gegenüber  anständig benehmen und ihnen ein gutes Leben bieten. Sie danken es uns schließlich dann auch mit wirklich guter Nahrung.

So mal in aller Kürze meine Gedanken dazu ein bisschen sortiert und gesammelt. Ich bin fassungslos, dass auf die Frage „Was können wir tun, dass es den Nutztieren besser geht?“ die Antwort lauten soll „Wir führen eine neue Steuer ein!“ Im Gegenzug dazu der aktuelle Vorschlag zur Einführung einer Reichen-Steuer auf totale Ablehnung stößt, weil das ja „gar nichts bringen“ würde und total „der falsche Weg“ wäre.

Echt jetzt…?

Schoggipudding ganz vegan

Zu meinem siebenjährigen Blogjubiläum*) gibts ein Rezept für einen mega-leckeren Schoggipudding. Ursprünglich wollte ich einen Schoggi-Aufstrich machen, musste aber feststellen, dass der Geschmack eindeutig „Pudding“ ist und daher hab ich die Konsistenz angepasst.

Als Basis diente mir eine selbstgemachte Cashew-Kokos-Creme: Cashews über Nacht einweichen, am nächsten Tag abgießen und abspülen. Zusammen mit Kokosflocken und einem ordentlichen Schluck Rapsöl im Mixer zu einer feinen Creme verarbeiten. Ein genaues Rezept hierfür kann ich leider nicht bieten, weil es eine Resteverwertungsaktion war. Ich mag Rapsöl sehr gerne, wer lieber anderes mag, nimmt anderes :)

Es kann natürlich jede/s Nusscreme/-mus verwendet werden, selbst die gekaufte Variante. ;)

Das Rezept für den Schoggipudding reicht für eine große oder zwei kleine Portionen – nicht von der Menge täuschen lassen, weil es ziemlich mächtig ist und daher gut satt macht:

  • 100 ml abgekochtes Wasser
  • 3 TL Kakaopulver
  • 1-2 TL Eiweißpulver
  • 3 TL Erythrit/Süßungsmittel
  • 1 TL Johannisbrotkernmehl
  • 80 g Cashew-Kokos-Creme/Nussmus

Wenn ich bei Rezepten Wasser brauche, nehm ich immer abgekochtes, weil das Endergebnis etwas länger haltbar ist  (bilde ich mir zumindest ein). Im warmen Wasser lösen sich die Zutaten besser auf als im kalten, zu heiß sollte es allerdings nicht mehr sein.

Kakao, Eiweißpulver und Erythrit mit dem Wasser verrühren, dann erst das Johannisbrotkernmehl zufügen. Mit dem Schneebesen cremig glattrühren. Zuletzt die Cashew-Kokos-Creme (oder beliebiges Nussmus) unterrühren. Fertig.

Kann praktisch sofort gegessen werden, allerdings schmeckts sogar noch besser, wenn man dem fertigen Pudding eine Nacht im Kühlschrank zum Durchziehen gönnt.

Ich verwende Erbsenprotein und hatte zunächst die Befürchtung, dass der erbsige Geschmack durchschlägt, das ist jedoch absolut nicht der Fall. Kann natürlich durch jedes andere Protein- oder Milchpulver ersetzt werden – was ihr halt zuhause habt.

Als Süßungsmittel nehm ich bevorzugt Erythrit, auch hier kann nach den eigenen Vorlieben ersetzt werden: Von Ahornsirup bis Xylit sollte alles möglich sein. Die Menge kann ebenfalls angepasst werden, wenn es süßer sein darf.

2019_07schoggipudding

Viel Spaß beim Schlemmen!

*) Heute vor sieben Jahren habe ich den ersten Beitrag auf diesem Blog geschrieben. Tatsächlich blogge ich schon wesentlich länger und meine erste selbstgebastelte Homepage hatte ich bereits im vorigen Jahrtausend – damals auf Tripod gehostet, wer sich noch daran erinnern mag.