Die letzten bunten Blätter

Es hat zwar etwas länger gedauert, aber ich komme noch rechtzeitig für die Herbstdekoration (für Weihnachtsdeko ist es noch etwas früh, finde ich). Bei Herbys habe ich eine wunderbare, kostenlose Häkel-Anleitung für ein Herbst-/Ahornblatt gefunden, die man einfach so runterladen kann. Wie gesagt, ist das kostenlos, aber es handelt sich bei der Site um eine gewerbliches Angebot – wollte ich hiermit drauf hingewiesen haben, falls mir das als Werbung ausgelegt wird.

Das Muster ist sehr einfach, so dass ich gleich dem Blätterrausch(en) verfallen bin. Ich hab noch ein bisschen rumprobiert, dabei ist z.B. das hier entstanden:

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Hier hab ich erst einmal ein paar Runden Stäbchen gehäkelt, damit das Blatt insgesamt etwas größer wird. Und als Abschluss habe ich einen Zackenrand zugefügt, ganz einfach: * fM, fM, 2 LM, KM in die 1. LM* Es gibt ja die unterschiedlichsten Ahornarten, aber der bei meinen Eltern im Garten hatte halt außenrum noch Zacken an den Blättern, deshalb find ich das hier auch schöner. :)

Für alle, die wie ich noch ein paar Zwetschgen eingefroren haben, habe ich bei der Giftigen Blonden ein super Rezept für eine Tarte mit Streuseln gefunden. Die wird aus einem Quarkblätterteig gemacht, der nicht nur schnell und einfach zubereitet ist, sondern auch für Süßes und Herzhaftes verwendet werden kann. Also vielseitig verwendbar und somit ein Geheimtipp für die Herbstsaison!

Wer sich für Batik – genauer: Wachsbatik – interessiert, wird bei Gabi von Made with Blümchen fündig. Sie hat in ihrem Beitrag nicht nur eine Anleitung geschrieben, sondern auch von ihren Fehlern und Fehlschlägen berichtet. Also: Lesen und gleich fehlerfrei loslegen!

Und wer jetzt noch ein bisschen Zeit und Lust hat, die Welt zu retten – da hat die Verbraucherzentrale Bayern einige nützliche Tipps und Tools zum Thema Müllvermeidung zusammengetragen – einfach mal vorbeischauen.

Ich wünsch allen ein frohes Rumwerkeln, wo wieder die „Drinnenzeit“ angebrochen ist. Machts euch gemütlich und knüschlig!

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OrganspenderIn / OrganempfängerIn

Das Thema Organspende bzw. SpenderIn werden ist aktuell wieder in aller Munde und ich bin für mich immer noch auf keinen grünen Zweig gekommen. Was ich definitiv weiß: Die Sache rumzudrehen und pauschal den Mensch als „Ersatzteillager“ zu betrachten – es sei denn, er/sie widerspricht dem aktiv – geht gar nicht. Da sträubt sich in mir alles! Eine Spende ist etwas, das von sich aus und freiwillig gegeben wird und eben nicht andersrum! Niemand hat das Recht, nach meinem Ableben meinen Körper bzw. Teile davon irgendwie weiterzuverwenden, wenn ich dem nicht vorher ausdrücklich zugestimmt habe. 

Und hier beginnt mein Problem – ein beidseitiges Problem, wenn man so will. Will ich, dass Teile meines Körpers irgendwo anders weiterleben? Kann ich „in Frieden ruhen“ wenn mein Herz andernorts weiterschlägt? Und wer weiß, die Leber in einem zweiten Körper, die Netzhaut in einem dritten … – ehrlich und ernsthaft: Für mich ist das eine sehr gruselige Vorstellung. Atheisten mögen das lächerlich finden – gut so, damit seit ihr ja prädestiniert als Organspender ;-) – ich allerdings finde auf diese Frage keine Antwort.

Das gilt selbstverständlich auch für die andere Seite: Bislang wird ja offenbar davon ausgegangen, dass jedeR automatisch auch OrganempfängerIn sein will. Will ich das? Will ich mit einem Stück eines fremden Körpers in mir leben? Was macht das mit mir? Und was bedeutet „leben“ in dem Zusammenhang überhaupt? Wieviel Qualität hat das Leben dann noch? Diese Frage kann vermutlich kaum beantwortet werden, weil das auf den konkreten Einzelfall ankommt. Welches Organ – Herz bedeutet z.B. Leben oder Tod. Niere bedeutet ggf. jeden zweiten Tag mehrere Stunden Dialyse oder eben keine Dialyse. Lebenszeit, die ich besser/anders verbringen kann.

Was heißt „Leben“, wenn man ein Spenderorgan erhalten hat? – Ein „genau wie vorher, als das eigene Organ noch gesund war“ ja wohl mit Sicherheit nicht. Zumeist müssen Medikamente genommen werden, die nicht ohne sind. So muss oftmals das Immunsystem „heruntergeschraubt“ werden, damit das fremde Organ nicht abgestoßen wird. Heißt, buchstäblich überall lauert ein erhöhtes Infektionsrisiko, womit sich die Katze am Ende irgendwie selber in den Schwanz beißt – und  dabei geht es nicht um die Frage, ob man fortan vier- statt bislang zweimal im Jahr einen Schnupfen hat. Von den sonstigen Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen wie z.B. Kopfschmerzen, Übelkeit, etc. ganz zu schweigen. Wie viel Lebensqualität tauscht man ein gegen Lebensquantität? Wenn einem das Essen nicht mehr schmeckt bzw. bestimmte Lebensmittel gar nicht mehr gegessen werden dürfen?

Und wie lange „hält“ so ein Organ? Die besten Chancen hat man wohl noch beim Herzen – wenn es das erste Jahr überstanden hat, kann man optimistisch in die Zukunft blicken. Bei anderen Organen ist das zweite Leben nicht sehr dauerhaft.

Die psychischen Auswirkungen kommen noch obendrauf. Das „alte“ Leben ist definitiv Vergangenheit, wenn man durch ein Spenderorgan ein „neues“ Leben geschenkt bekommt. Ich will hier keinerlei Pro- oder Contra-Stimmung vermitteln, sondern teile meine Gedanken mit euch, eben weil ich selber nicht sagen kann, wie ich zu dem Thema stehe: Ich weiß es nicht!

Aus diesem Grund gibt es auch keine weiterführenden Links von mir, nur der Hinweis, doch mal nach „Leben mit Spenderorgan“ zu suchen und jene zu Wort kommen lassen, die wissen, was das bedeutet. Was man gewinnt, was man verliert. Trotz aller Nachteile, die das „neue“ Leben vermutlich mit sich bringt, werden die wenigsten OrganempfängerInnen diesen Schritt bereuen. Oder?

Um das Problem von Angebot und Nachfrage zu verringern, wäre es eine gute Möglichkeit, aus dem OrganSPENDEausweis einen OrganEMPFÄNGER*INausweis zu machen. Sprich: Nur wer OrganspenderIn ist, darf auch selber eins bekommen. Wer also kein fremdes Organ erhalten möchte, könnte mit dieser Regelung ganz entspannt sein. Die Wartelisten werden automatisch kürzer. Als Faustregel kann gelten, dass man mindestens ein Jahr lang gemeldet sein muss, bevor man selber EmpfängerIn werden kann – im Krankenhaus noch schnell den Antrag stellen, wäre ja witzlos. Es geht immerhin – finde ich! – ja auch darum, sich vorher mit dem Thema auseinander zu setzen, heraus zu finden, wie man dazu steht. Und dann halt auch ggf. den Ausweis zu beantragen.

Für Kinder sollten das die Eltern machen, am besten gleich im Zusammenhang mit den Nachuntersuchungen (innerhalb des ersten Lebensjahres oder so sind die, richtig?). Und/oder wenn das Kind in den Kindergarten und/oder in die Schule kommt. Es spricht ja gar nichts dagegen, wenn man immer wieder auf das Thema angesprochen wird!

Wenn das „Kind“ dann seinen eigenen Personalausweis beantragt und/oder wenn es den Führerschein macht und/oder zum 18. Geburtstag wird es selber gefragt, ob es diesen Ausweis haben will oder nicht. Spätestens mit der Volljährigkeit wird der „Kinderausweis“ ungültig und der/die junge Erwachsene muss aktiv werden, wenn er oder sie Organ-EmpfängerIn und somit auch Organ-SpenderIn werden will.

Das fände ich eine gute Lösung. Das Problem, dass jemand „versehentlich“ ein Fremdorgan erhält, der oder die das gar nicht möchte, ist eher ein theoretisches, da dies ja keine Operation ist, die „mal schnell“ in der Notaufnahme vonstatten geht. Trotzdem halte ich es für wichtig, dass jeder Mensch für sich entscheiden muss: Will ich im Fall des Falles ein Fremdorgan erhalten? Wer diese Frage mit „ja“ beantwortet, ist damit automatisch auch OrganspenderIn – fair ist fair.

Wie steht ihr zu dem Thema? Habt ihr ein Organ erhalten und wollt davon erzählen? Ich betone nochmals: Ich mache mir hier meine (wirren) Gedanken, weil ich noch immer nicht weiß, wie ich dazu stehe. Viel zu viele Faktoren spielen eine Rolle. Daher freue ich mich über jeden Kommentar. Und ich hoffe, dass ich dich – genau dich! – anstupsen konnte, dich mit dem Thema zu beschäftigten. Was es für dich bedeutet. Dann habe ich immerhin etwas erreicht! :)

ReRecycling: Wischmop

Wie hier schon angemerkt, wurde es durch den neuen Bodenbelag in unserem Wohnzimmer notwendig, ein Reinigungsgerät zu erfinden, das schnell und einfach sauber macht. Eine komplette Neuerfindung war nicht nötig – einen Wischer mit Gelenk hatte ich. Nur der zugehörige Mop hat nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe – zumindest nicht auf dem Trocknen. Ein einfacher Besen wirbelt mehr Staub auf, als dass er ihn zusammenkehrt, der kam von Anfang an nicht infrage.

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Die Lösung ist nun eine Fläche, gehäkelt aus Tshirt-Garn. Hierfür habe ich Reste verwendet, weil für einen Wischmop die Farbgestaltung keine Priorität hat. Die Enden habe ich ganz bewusst nicht mit verhäkelt, weil es sollen ja sowieso Fransen dran. Da dürfen es also gerne ein paar mehr werden.

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In diese Fläche aus halben Stäbchen habe ich ganz ganz dünn geschnittenes Tshirt-Garn eingeknüpft. Das stammt aus meinen ersten Versuchen mit diesem supergenialen Recycling-Material. Damals habe ich ein bisschen zu dünn geschnitten, so dass die daraus entstandenen Vorleger nun die ersten Löcher aufweisen. Aber genau diese dünnen Spaghetti kann ich jetzt gut brauchen!

Im Foto ist – hoffe ich – gut zu sehen, dass ich den Faden mehrfach genommen habe. Die Schlaufen blieben Schlaufen. Und ich habe nicht in jede Masche Fransen geknüpft, damit es nicht „hubbelig“ wird:

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Das Einknüpfen hat einige Zeit gedauert, meditative Arbeit, in der ich mir so meine Gedanken ums Rumwerkeln gemacht habe. Abschließend noch die beiden „Schuhe“ für den Wischer häkeln und fertig ist das High-Tech-Teil:

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In der Mitte hab ichs einfach nochmal festgebunden, damit der Wischer nicht durchhängt. Vielleicht beim nächsten ein bisschen mehr auf Spannung achten. Andererseits dehnt sich das Gehäkelte sowieso noch, da ist festbinden die einfachste Lösung.

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Und so sieht mein neuer Besenwischer/Wischerbesen von der Gebrauchsseite aus. Mittlerweile war er schon viele viele Male im Einsatz und das Ding funktioniert perfekt! Sämtlicher Staub und Dreck wird zusammengekehrt und gehalten, bis ich den Wischer hochnehme und kurz schüttle. Damit fallen Staub und Flusen raus und ich muss an dieser Stelle alles nur noch mit dem Kehrbeselchen aufnehmen – fertig.

Falls ihr auf der Suche nach einem Zwischending zwischen Besen und Wischmop seit, mit dem ihr einfach nur Parkett (Laminat, Fliesen) schnell und einfach rauskehren könnt, probiert das aus! Die dünnen Tshirt-Fäden sind perfekt geeignet und waschbar ist der Mop natürlich auch.

Das Gestänge ist von der Firma, die so ähnlich wie Gummibärchen heißt, gibts aber in vergleichbarer Ausführung in jedem Wohn- oder Baumarkt zu kaufen, falls ihr so etwas nicht sowieso schon besitzt. Nur den zugehörigen Wischer könnt ihr euch sparen, den macht ihr besser – auf jeden Fall besser – selber! :)

Dattel-Schoggi-Aufstrich

Manchmal springt mich ein Rezept regelrecht an, so dass ich es unbedingt sofort nachmachen muss. Die „vegane Nutella“ von kraft-futter.de war so eins. Allerdings hab ich es ein bisschen modifizert und auch nur die halbe Menge gemacht, wie immer, wenn ich ein neues Rezept ausprobiere.

Boah ich sags euch: Das müsst ihr auch testen! Sowas von megahammerlegga! Zum Reinlegen, wirklich! Ich schreib hier mal meine Rezept-Variante:

  • 40g Margarine
  • 20g Schokolade nach Geschmack (das entspricht 4 Schogetten oder 1 Rippe)
  • 125g Datteln (soft, entsteint – spart das Einweichen)
  • 25g Kakaopulver
  • ca. 1-2 TL Vanilleextrakt
  • 50ml Wasser (oder Pflanzenmilch)
  • 2 TL Erythrit, gemahlen (oder anderes Süßungsmittel)
  • 2 TL Kürbiskerne, gemahlen (oder Sonnenblumenkerne, Nüsse, Mandeln, …)

Vorab die Margarine mit der Schoggi schmelzen (40 Sek. in der Mikrowelle), gut verrühren und wieder abkühlen lassen. Soll aber flüssig bleiben. (Ab und zu umrühren)

Schoggi-Margarine, Datteln, Kakaopulver, Vanille und die Hälfte des Wassers im Multimixer auf niedriger Stufe (oder mit dem Pürierstab) gut zermixern. Dann die restlichen Zutaten dazu, weiter vermixen (ggf. hochschalten), bis eine homogene Masse ensteht. In ein Schraubglas umfüllen, anschließend die Reste aus dem Mixer mit Genuss auskratzen und direkt vernaschen. :)

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Was mich am meisten überrascht hat (außer dem phänomenalen Geschmack), ist die Konsistenz. Obwohl die Masse Wasser und Fett enthält, hat sich eine perfekte Emulsion ergeben – ein Traum!

Im Original wird Öl statt Margarine verwendet – ist also noch schneller und einfacher zubereitet. Das mit der Schokolade war so eine spontane Idee von mir für die individuelle Note – hier war es „Latte Macchiato“-Geschmack. Die Extra-Süße ist ebenfalls meine Modifikation. Die Nüsse bzw. Nussmus ist im Original als Option mit angegeben – bei mir warns halt Kürbiskerne.

Falls ichs noch nicht gesagt habe: Probiert das unbedingt aus. Ihr mögt keine Datteln? Egal – das hier werdet ihr lieben! Ich schwör!

Cashew-Joghurt

Lust auf Joghurt ohne Milch? Und ohne Soja? Geht mit Cashews ganz einfach. Im Originalrezept wird dazu Brottrunk verwendet. Ich hab mir überlegt, dass das mit Hefewasser doch eigentlich auch funktionieren müsste – und das tut es! Hier also mein Rezept:

100 g Cashews
100 ml Hefewasser
50 ml Wasser

Die Zubereitung ist denkbar einfach, benötigt nur ein wenig Zeit:

  1. Cashews für vier Stunden (oder über Nacht) in Wasser einweichen.
  2. Cashews  abgießen, dann zusammen mit den anderen Zutaten in den Mixer geben und ordentlich Stoff geben.
  3. Die cremige Masse in ein Schraubglas füllen und für ein bis maximal zwei Tage bei Zimmertemperatur reifen lassen.

Anschließend ist es im Kühlschrank für ca. eine Woche haltbar. Schmeckt pur oder mit Marmelade. Wer es ein bisschen milder im Geschmack mag, nimmt 75 ml Hefewasser und 75 ml Wasser.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, habe ich die Cashews mit kochendem Wasser zum Einweichen übergossen, den Rest des Wassers in eine Flasche gefüllt und verschlossen. Davon habe ich die benötigten 50 ml genommen. Und das Schraubglas samt Deckel habe ich vor der Verwendung natürlich ebenfalls ausgekocht.

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Wie man vielleicht erkennen kann, ist mir gerade noch rechtzeitig eingefallen, dass ich eigentlich ein Foto machen wollte… :)

Probierts einfach mal aus – es ist eine gute Gelegenheit, das im Kühlschrank schlummernde Hefewasser zu „wecken“. Bzw. falls ihr Brottrunk im Haus habt, könnt ihr natürlich auch den verwenden.

Verursacht DSGVO Bloggersterben?

Wie sich inzwischen sicher herumgesprochen hat, tritt am 25. Mai 2018 die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Das bedeutet, dass auch alle Blogger/innen einen entsprechenden Hinweis auf ihrer Homepage/ihrem Blog einfügen müssen, in dem detailliert dargelegt wird, welche Daten gespeichert werden.

Bei meiner privaten Homepage ist das nicht soo schwierig; ich hatte z.B. sowieso nie  Facebook, Twitter oder andere SM-Plattformen eingebunden. Und auch sonst gibts kein Blinkiblinki – so weit so gut.

(SM – die Abkürzung passt schon recht gut, wenn ich mir überlege, welcher Ton in den „Sozialen“ Medien oft herrscht… )

Bei meinem WordPress-Blog hier sieht die Sache anders aus, zumal ich nur das Free-Angebot nutze und auf viele Dinge gar keinen Einfluss habe.  Eine wirklich gut gelungene Übersicht – wie ich finde – gibt es auf meinlesezeichenblog. Manche Probleme lassen sich durch einfaches Deaktivieren lösen, anderes kann nicht abgestellt werden und z.B. die Kommentarfunktion will auch gar nicht abgeschaltet werden, da genau dies ja einen Teil des Bloggens ausmacht!

Ich habe mich ein bisschen kundig gemacht und größtenteils lautet die „Lösung“ für Freeblogger/innen (das betrifft ja nicht nur WP) „Dann lösche ich meinen Blog halt Ende Mai!“

Das ruft einige – durchaus widersprüchliche – Gedanken und Emotionen in mir hervor. Zuerst: Durch den „blöden Bürokratiemist“ stirbt die Blogosphäre aus, das individuelle Internet wird es nicht mehr geben, hingegen Riesen wie Facebook & Co., für die Userdaten harte Währung ist, werden weiter gefestigt. Alles schön im Gleichklang, einfarbig, fad. Bäh.

Dann: Ok, auf manche Blogs lässt sich eh gut verzichten. Gerade die, denen gar nicht mehr anzusehen ist, ob ein Beitrag nun wirklich ein privater Beitrag ist oder doch einfach nur WerbungInfluenza heißt das wohl oder so… ;-)

Überhaupt: Es geht immer mehr um Suchmaschinen-Ranking, Kommentare, Likes, Followers – fast scheint der Inhalt, das Mit(einander)teilen von Gedanken und Ideen in den Hintergrund getreten zu sein. In diesem Zusammenhang möchte ich dringend auf die Folge des ZDF-Krimis „Der Alte“ In voller Absicht verweisen. Bitte unbedingt anschauen! Da geht es um eben diese Influencer, die für Klicks und Likes wirklich alles tun und gar nicht begreifen, dass es z.B. Menschen gibt, die nicht möchten, dass Bilder von ihnen im Netz auftauchen. Wirklich wirklich sehenswert!

Nun hab ich den Faden verloren. Datenschutz. Das wars. Genau. Also klar: Ich bin absolut für Datenschutz. Mich widert die überhandnehmende Kontrolle allerortens so dermaßen an. Überall gibt es Videoüberwachung – wie kann also z.B. das Recht aufs Bild überhaupt noch durchgesetzt werden, wenn ich gar nicht weiß, wo ich überall gefilmt und fotografiert werde? Tankstelle und Bank ist klar. Aber der Nachbar? Der Juwelier in der Fußgängerzone? Die Webcam eines Computerladens? Und das ist nur ein kleiner winziger Aspekt der ganzen Themenpakets…

Dennoch muss ich kleine Bloggerin nun schon fast ein Studium absolvieren, um mich durch den ganzen Gesetzes-Dschungel durchzukämpfen, um hinterher festzustellen, dass ich die Anforderungen eben nicht alle erfüllen kann (zumindest nicht hier, auf WordPress) und deshalb in einem Monat dann vermutlich auch schließen werde. Ein bisschen Zeit ist noch bis dahin, vielleicht tut sich vonseiten WP noch etwas dazu. Wäre ganz nett.

Vielleicht ist es für die aber genau die Gelegenheit, sich von uns Free-Zecken auf galante Weise zu entledigen? Wer weiß…

Wie geht ihr mit dem Thema um? Hier und andernorts? Verlinkt gerne auch eure eigenen Beiträge und Gedanken dazu in den Kommentaren – noch machen wir uns damit nicht strafbar… höhö ;-/

Nicht mehr viel da (Wurstsalat)

Der erste Wurstsalat der Saison – ein typisches Sommeressen, finden wir, mein Liebster und ich. Am Samstag zu grillen war kurz angedacht; da wir am Sonntag aber auf Konfirmation eingeladen sind und beides – grillen und Konfirmation – mit maßloser Völlerei verbunden ist, haben wir uns entschieden, eine große Schüssel Wurstsalat zu machen, die bis Samstag locker reichen würde.

Für Wurstsalat gibt es nicht wirklich ein Rezept, aber ich kann erzählen, was alles (schön kleingeschnibbelt) reinkommt:

  • Stadtwurst. Für alle Nicht-Fränkinnen (und Nicht-Franken): Das ist eine Art grobe Fleischwurst, geht so in die Richtung „Mischung zwischen Fleisch- und Weißwurst“.
  • Käse. Meistens Emmentaler.
  • Zwiebeln. Tipp gegen Unverträglichkeiten: Fertig zerkleinerte Zwiebeln für ca. 30 Sekunden in die Mikrowelle geben.
  • Essiggurken. Falls es grad die letzten aus dem Glas sind: Der Sud kann (abgeseiht) gleich prima mitverwendet werden.

Das wäre so quasi das Grundrezept. Je nach Saison bzw. was gerade da ist oder einfach weg muss, kommen noch Paprika, Peperoni, Radieschen, Schnittlauch, etc. dazu.

Für die Soße ggf. Sud von Essiggurken, eingelegten Paprika, Peperoni, o.ä. (mit-)verwenden. Ansonsten wird eine Soße aus Essig, etwas Öl, Gewürzen (Salz, Pfeffer, Paprika) und einer Prise Zucker gemixt, mit etwas Wasser aufgießen.

Davon also eine große Schüssel voll zubereitet, die sollte uns beiden wirklich reichen! Die erste Portion gab es gestern – soo legga! Ich bin nicht die große Fleisch- bzw. Wurst-Esserin, aber ganz ohne mag ich nicht sein. Und der Wurstsalat ist halt wirklich immer genial gut!

Heute Nachmittag ruft mich mein Liebster von Zuhause aus an: Möglicherweise müssten wir für morgen umdisponieren und vielleicht doch grillen ins Auge fassen. Denn von dem Wurstsalat ist nicht mehr viel da. Und dass das etwas knapp werden könnte für morgen.

Maßlos übertrieben, denke ich, der Riesenbottich voll, was das war. Aber mei, ein bisschen grillen ist ja auch nicht das Schlechteste. Als ich später Zuhause war, habe ich mich soo auf den Wurstsalat gefreut. Selbst wenn nicht mehr viel da war – ich hatte auch nicht soo großen Hunger mehr. Sollte also reichen. Dachte ich.

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Darauf war ich allerdings nicht gefasst! Am Boden hatten sich zwar noch dreivier Bröckelchen Käse versteckt, aber von der Wurst war kein einziges winziges Stückchen mehr da!

Jetzt weiß ich, was mein Liebster meint, wenn er nicht mehr viel da sagt. :) Von den Resten – Wurstsalat ohne Wurst – bin ich dennoch satt geworden. Immerhin gabs noch ne Breze dazu. Und ich glaube, „nicht mehr viel da“ hat das Zeug, zu einem geflügelten Wort zu werden. :)

Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende. Mit Wurstsalat, Gegrilltem, Eis oder was auch immer zum Genießen dazu gehört!

Ruck-Zuck-Brotaufstrich – (k)ein Rezept

Du brauchst einen Brotaufstrich und hast nichts im Kühlschrank außer eingemachtem Gemüse (Senfgurken, Mixed Pickles, Zucchini süß-sauer, …)? Prima, dann hast du alles, was du brauchst.

Naja, fast. Aber Sonnenblumenkerne (oder Cashews oder Mandeln) gehen schließlich niemals aus, oder? :)

Zubereitung:

Den Sud des eingemachten Gemüses in ein Glas abgießen. Das Gemüse in den Mixer geben, etwa dieselbe Menge Sonnenblumenkerne zufügen. Ordentlich zermixern. Pürierstab tuts natürlich auch. Falls die Masse zu pampig wird, ein bisschen von dem Sud dazu.

Und das war eigentlich schon alles. Je nach Geschmack noch etwas Süßungsmittel und/oder Gewürze zufügen. Als Aufstrich waren mir die Zucchini süß-saußer doch ein bisschen zu sauer, daher habe ich ein bisschen Erythrit und Curry zugefügt. Letzterer rundet den Geschmack immer gut ab, finde ich.

In ein Schraubglas o.ä. abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren. Der Aufstrich ist zum Einsatz bereit – ein bisschen durchziehen lassen schadet allerdings nie.

Wenn du – wie ich – Sonnenblumenkerne verwendest, kannst du tatsächlich auf vorheriges Einweichen verzichten. Bei Cashews oder Mandeln ist Einweichen sinnvoll – auch dazu kannst du ruhig den Sud verwenden (das Gemüse dann solange nochmal zurück in den Kühlschrank stellen).

Ein Foto gibts leider nicht – der Aufstrich ist schneller weg, als man fotografieren kann. Allerdings ist das „Rezept“ so simpel, dass du sofort selber loslegen und dir dein eigenes Bild machen kannst. :)

Übrigens: Je nach Ausgangsprodukt ist der Aufstrich nicht nur vegetarisch sondern sogar vegan. Und sowas von legga! Nachmachen und genießen. :)

Mal wieder ein paar Links

Diese Staubsauger-Story von kaufdiät ist zwar schon ein bisschen älter, aber ich finde sie nach wie vor erzählens- und vor allem auch nachahmenswert. Auch ein „altes“ Haushaltsgerät kann durchaus sinnvoll repariert werden. Wobei ich sechs Jahre für einen Staubsauger nicht „alt“ nennen möchte.

Bei mir selber bahnt sich eine Neuanschaffung an; mein Handmixgerät schafft keinen Hefeteig mehr und lässt in seiner Leistung merklich nach. Da sag ich aber: Nach 25 Jahren darfs auch mal ein neues Gerät sein.

Maria von widerstandistzweckmäßig hat immer wieder super Artikel zum Thema Müll vermeiden, Re- bzw. Upcycling. In diesem Beitrag werden u.a. Edelstahlschwämme erwähnt. Also nicht diese Stahlwolle-Klumpen, sondern Spiral“nester“, die wohl ein adäquater Ersatz für die Kunststoff-Schwämme sein sollen. Edelstahl ist zwar recyclebar, verbraucht aber bei der Herstellung bereits enorm viel Energie. Trotzdem ist es wohl dem Kunststoff vorzuziehen – es kommt allerdings noch drauf an, wie lang diese Nester ihren Dienst tun.

Warum ich das schreibe, ist etwas, das bisher noch nichts zustande gebracht hat: Kein Material, kein Reiniger – weder Chemie noch Bio – hat es bislang geschafft, meine Teetassen von dem hässlichen braunen Belag zu befreien. Die Spiralnester bekommen das hin, sogar noch ohne großartigen Kraftaufwand! Das hat mich megaverblüfft und schon alleine wegen dieser Leistung wird die Anschaffung der Nester nicht vergebens gewesen sein. Wer schwarzen Tee trinkt, sollte diese Dinger ausprobieren!

Auf Scinexx wird darüber berichtet,wie man aus Joghurtresten Kraftstoff gewinnen kann. Bleibt die Frage, wie rentabel das sein wird – allerdings macht Kleinvieh bekanntlich ja auch Mist :)

Zum Schluss noch gerade rechtzeitig der Hinweis auf die Anti-Zucker-Challenge von healthyhabits – wer mitmachen will, einfach einsteigen!  Oder notfalls noch die Faschingskrapfen-Zeit abwarten und von Mitte Februar bis Mitte März dabei sein. Das zählt auch :)

gehäkelte Becherchenschühchen

Ein Wort mit gleich vier mal „ch“ gibt es nicht oft – und was sind Becherchenschühchen überhaupt?

Gemeint sind Fressnäpfe, ganz konkret die aus Metall, die beim Kauf einen sehr praktischen Gummirand haben. Der erfüllt den Zweck, dass das Becherchen nicht durch die halbe Wohnung geschoben wird und sorgt dafür, dass auch nix klappert. Leider hält der Gummirand nicht wirklich lange und hungrige Katzentiere haben sehr schnell den Dreh raus, wie man am nervtötensten mit dem Becherchen klappert…

Einen Überzug zu häkeln hat sich als die Lösung entpuppt, die schnell und einfach herzustellen ist. Prima Verwertung von Wollresten ist es auch noch, nehmt einfach, was an Wolle da ist und die dazu passende Häkelnadel. Bei dicker Wolle müsst ihr einzwei Runden weniger, bei dünner etwas mehr häkeln.

Anleitung:

Vier Luftmaschen zu einem Ring schließen (oder einen MagicRing machen), acht feste Maschen (fM) reinhäkeln. Jede Runde mit einer Kettmasche schließen und einer Luftmasche beginnen.

zweite Runde: In jede fM zwei halbe Stäbchen (hSt) arbeiten.

dritte Runde: *2hSt, hSt* – also zwei hSt in eine Masche häkeln, in die nächste Masche ein hSt. Und dies wiederholen, bis die Runde voll ist. Pro Runde werden acht Maschen zugenommen.

vierte Runde: *2hSt, hSt, hSt*
füfte Runde: *2hSt, hSt, hSt, hSt*
sechste Runde: *2hSt, hSt, hSt, hSt, hSt*

In dem Schema weitermachen, bis der erarbeitete Kreis den Durchmesser des Becherchens erreicht hat. In der nun folgenden letzten Runde in jede Masche ein (ganzes) Stäbchen häkeln. Runde schließen, Fäden vernähen.

Aus dem selben Garn oder einer Kontrastfarbe eine Kordel drehen bzw. eine feste Luftmaschenkette häkeln. Diese Kordel/Kette sollte knapp den doppelten Umfang des Becherchens messen. Durch die Stäbchen der letzten Reihe fädeln.

Becherchen auf das Schühchen stellen, mit der Kordel festziehen und Schleife binden. Fertig.

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Bei uns stehen die Becherchen auf einem (Stoff-)Deckchen und sind dank der Schühchen nun wieder rutschfest und vor allem auch ruhig gestellt. Natürlich gibt es die Schühchen in mehrfacher Ausführung, so dass sie regelmäßig ausgetauscht und gewaschen werden können.

Die Schühchen haben sich sehr bewährt. Wer von klappernden Metallbecherchen genervt ist, muss nicht auf die Plastikvariante zurückgreifen, sondern kann einfach nach der Anleitung einen Rutsch- und Lärmschutz häkeln.

Viel Spaß dabei!