Baggwahn 2020

Es ist wieder soweit: Der diesjährige Baggwahn ist vollendet! Ich hab nicht viel Neues ausprobiert, dafür einiges variiert.

Ich fang mal mit dem Spritzgebäck an, das ist der Kringel, halb schoggiladisiert. Rechts daneben Schoggi-Walnuss-Taler, daneben Zebraplätzchen, gefolgt von Haselnussmakronen (Eiweiß-Resteverwertung), Orangentaler mit Kokos-Füllung (ebenfalls Resteverwertung) und darunter Nussplätzchen  mit Nougatfüllung.

Die fünf Schokoladenhäufen in verschiedenen Schattierungen sind samt und sonders Resteverwertung von Füllungen und Schoggi-Überzügen. Einfach mit diversen Nüssen, Kernen, etc. vermischen und kleine Häufchen abstechen.

Unten in der Mitte Marmeladenplätzchen mit Puderzucker, links daneben Kokosplätzchen mit Puderzucker. Dazwischen Dattellebkuchen. Das dunkle daneben mit der weißen Schoggi sind Nougatstangen, ohne die ich mich nach der Baggwahnwoche auf der Arbeit gar nicht blicken lassen darf! :) Darüber – nochmal mit Puderzucker – Nussplätzchen mit Marmeladenfüllung. Für die Füllungen hab ich immer wieder andere Marmeladen genommen.

Ungefähr auf zehn Uhr 1-2-3-Plätzchen mit weißer Schoggi-Nuss-Füllung, darunter Nougatbissen, daneben Nuss-Nougat-Plätzchen. Das dunkle sind Wiener Herzen mit Marmeladenfüllung, rechts darunter eine Hafer-Zimt-Rolle, links daneben Vanillekipferl und darunter ein Nuss-Karamell-Stück. Das ist mehr oder weniger nur das Oberteil von Nussecken mit einer Schoggischicht statt Plätzchenboden.

Stollen hab ich auch noch gebacken – der ist gar nicht auf dem Teller mit drauf.

Das sieht nach vielen verschiedenen Sorten aus, aber ganz so schlimm ist es gar nicht. Die Nussplätzchen zum Beispiel: Mit zwei verschiedenen Scheiben pressen, die eine Hälfte mit Nougat, die andere mit Marmelade füllen. Einmal mit Schoggi, einmal mit Puderzucker verzieren. Oder gleich die doppelte Menge Teig machen und vier Sorten kreierien: eine weitere Marmeladenfüllung und noch einmal mit Nougat, diesmal aber Nuss-Stücke untermischen.

Am Schluss die Resteverwertung: 1-2-3-Teig herstellen, nach Bedarf halbieren oder dritteln. Und dann guggen was noch da ist, was weg muss: Orangeat, Nüsse (gemahlen oder gehackt), ein Rest Kakao, Kokosstreusel, Schokolade (fein gehackt), Feigen, Datteln, … Was auch immer. Bei Bedarf noch etwas (Pflanzen-)Milch oder Mehl zufügen, damit der Teig wieder geschmeidig wird. Und dann ausstechen, pressen, rollen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auch so gibts auf die Schnelle viele verschiedene Plätzchen mit nur einem Grundteig – und die Reste gehen auch alle weg.

Diesmal wars wichtig, auch ein paar vegane Varianten im Angebot zu haben und das ist viel einfacher als man meint. 1-2-3-Teig ist sowieso schon vegan (sofern man Margarine statt Butter nimmt). Eier müssen ersetzt werden. Zartbitter-Schoggi ist ebenfalls vegan. Für eine Füllung diese mit einem guten Drittel veganer Nuss-Nougat-Creme vermischen, dann passen sowohl Konsistenz als auch Geschmack. Nüsse und Marmelade (meine auf jeden Fall) sind sowieso vegan, nur Honig nicht, das bitte nicht übersehen!

Ich hoffe, ich hab euch damit inspiriert, selber mal zu experimentieren und auszuprobieren. Und keine Angst, wenns mal nicht so wird, wie erhofft: Zerkrümeln oder kleinhacken, mit geschmolzener Schoggi mischen und alles wird wieder gut :)

Viel Saß beim Backen!

Wie komm ich an den klassischen wp-Editor?

Ich bin nicht die einzige, die den „normalen“ wp-Editor schmerzlich vermisst und den „supertollen“ neuen Editor als Katastrophe sieht. Zum Glück jammern auch andere darüber und in den Kommentaren bei Fjonka wurde die Lösung genannt. Über einen kleinen Umweg lässt sich ein Editor, der dem alten sehr, sehr nahe kommt, weiterhin nutzen.

Dazu einfach die URL https://deinName.wordpress.com/wp-admin/edit.php (Name natürlich anpassen) aufrufen. Dort ganz oben bei „Beiträge“ auf den kleinen Pfeil neben „erstellen“ klicken und den „klassischen Editor“ auswählen.

Der ist allerdings ein bisschen anders als das Original. Z.B. muss man beim Hochladen von Fotos erst auf den Reiter klicken und in dem nächsten Popup auf „alle Dateien anzeigen“. Wenn mans weiß, nicht weiter schlimm, aber doch ein wenig umständlich.

Was wirklich nervt: Der Kalender beim Planen wird nicht mehr angezeigt. Also vorher (oder ein zweites Tab öffnen) in der Übersicht guggen, wie weit die Planung geht, und überlegen, welches Datum ausgewählt werden soll. (Dazu ggf. einen externen Kalender zu Rate ziehen).

Dann im zu veröffentlichenden Beitrag bei „Sofort publizieren“ auf „Bearbeiten“ klicken, dort lässt sich das Datum nun eintragen. Anschließend auf „Veröffentlichen“ (bzw. heißt es dann „Schedule“) und fertig.

Falls jemand den Kalender doch noch gefunden hat: Bitte melden :)

Aus der Küche

Nachdem die Ernte-Saison inzwischen nahezu vorbei ist, zeige ich euch mal einen kleinen Querschnitt meiner Küchentätigkeiten. Es gab natürlich nicht nur Marmelade, sondern auch Kuchen:

Der vorletzte ist ein Pfirsich-Streuselkuchen auf Rührteig. Die anderen drei sind jeweils unterschiedliche Joghurt- bzw. Puddinghupfe. Da brauchts nur einen abgelaufenen Joghurt, Pudding, o.ä. und ein Rührkuchenrezept, bei dem die Eier eben durch das, was gerade weg muss, ersetzt werden. Ggf. noch etwas Mehl (oder Haferflocken, gem. Nüsse, …) zufügen. Schon hat man einen wunderbar lockeren Kuchen und nebenbei ein Lebensmittel gerettet :)

Ich bleib beim Backen: Hier gehts um Brot. In der Mitte Scones und Körnerbrot. Vorne ein Pfannenbrot und als letztes Streuselkekse mit Marmeladenfüllung – die gibts bei mir das ganze Jahr über:)

Und die kommt hier – die Marmelade. Zunächst sah es so aus, als würde es heuer eine eher magere Ernte werden, auch coronabedingt. Aber dann kam das Obst von allen Seiten. Ich hab hier gar nicht alles auf dem Bild mit drauf, Zwetschgen und Pflaumen fehlen noch völlig, fällt mir gerade auf…

Hier also Apfel, Birne, Erdbeere, Heidelbeere, Honigmelone-Himbeere und Kirsche.

Desöfteren gab bzw. gibt es Aufstriche: Sonnenblumenkerne-Grundrezept, das immer wieder mal abgewandelt wird. Den Hafer-Schoggi-Aufstrich habe ich eh schon mit euch geteilt. In der unteren Reihe Zucchini-Relish und Zucchini mit Paprika süß-sauer eingelegt.

Soweit mein kleiner Einblick in die Küche. Was habt ihr alles geerntet? Mal was Neues ausprobiert? Gebacken? Gekocht? Erzählt, verlinkts in den Kommentaren – ich bin neugierig! :)

Leggings aus Tshirts

Aus zwei alten Tshirts lässt sich eine Leggings nähen. Für dieses Beispiel habe ich vier alte Tshirts gebraucht, da ich jeweils nur die Rückseiten genommen habe. Zwei Vorderseiten hatte ich bereits für die Designer-Jogginghose gebraucht.

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Zunächst schauen, wie die Tshirts am besten angeordnet werden. Je zwei untereinander ergeben ein Hosenbein. Wenn jeweils ganze Tshirts verwendet werden, ist die fertige Hose einheitlicher.

Den Schnitt probehalber darauf legen; wenn die Breite nicht ausreicht, in das Obere Tshirt mittig einen Keil einnähen.

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Bei mir hats gepasst, also die Shirts jeweils der Länge nach aneinander nähen. Ich mach das mit einem elastischen Zick-Zack-Stich und nähe abschließend noch einmal mit Elastikstich drüber, damit die Naht nicht hubbelig wird.

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Hier rechts von der Rückseite, links von der Vorderseite zu sehen. Nun beide Teile rechts auf rechts ganz glatt aufeinander legen, dabei darauf achten, dass die unteren Säume deckungsgleich sind.

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Dort wird nun der Schnitt angelegt – so spart man sich das Versäubern der Hosenbeine! Mit dem Rollschneider ausschneiden, anschließend jeweils die vordere und hintere Mittelnaht absteppen, danach die Beine schließen. Hierfür nehme ich nur den normalen Elastikstich.

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Von Links sieht das dann so aus. Den Bund habe ich bereits umgesteckt. Der wird einmal ca. einen halben Zentimeter vom Rand weg abgesteppt, danach noch einmal breit genug, dass ein Gummiband eingezogen werden kann. An der Rückseite eine Öffnung lassen!

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Da wird nun noch das Gummiband eingezogen und zusammengenäht – fertig ist die Leggings:

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Hier noch ein Beispiel aus zwei kompletten Tshirts. Auf die Leggings ist mein Liebster richtig neidisch :)

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Viel Spaß beim Nachnähen!

 

Häkelkürbis

Es geht rasant auf Samhain (aka Halloween) zu und ich hab eine kleine Anleitung für Häkelkürbisse für euch. Dazu braucht ihr etwas Wolle in Kürbisfarbe (also orange, gelb, gold, …) und einen kleinen Rest grüne Wolle. Außerdem Füllwatte, passende Häkelnadel und eine Stopfnadel.

Beginne mit vier Luftmaschen, die du zum Kreis schließt.
Sechs feste Maschen in den Kreis häkeln. Nächste Runde je zwei fM in eine fM häkeln. Dann in jede 2. Masche zwei fM häkeln, folgende Runde jede 3. Masche…. – bis der Boden groß genug ist.

Anschließend spiralig feste Maschen häkeln, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Ich hab hier sieben Runden gehäkelt:

Hier sieht man gut, dass ich den Faden doppelt genommen habe, wei er sonst etwas zu dünn gewesen wäre. In den weiteren Runden wird wieder abgenommen, das heißt, jede 4./5. Maschen zusammenhäkeln, anschließend jede 3./4., 2./3. usw. – zwischendurch aber dran denken, dass der Kürbis noch befüllt werden möchte!

So sieht das dann aus; damit fortfahren, den Kürbis zu schließen. Am Ende den Faden ganz lang abschneiden! Ca. 50 cm dürfen es schon sein.

Das Fadenende in die Stopfnadel fädeln und ab durch die Mitte: Schlaufe außenherum, in der Mitte durch und schön festziehen. Dann auf der gegenüberliegenden Seite, wieder festziehen, usw. Je nach Größe ca. fünf bis sieben Mal – so ergibt sich die Kürbisform:

Das Fadenende jetzt fest verknoten, damit sich die Form nicht lockert. Nach innen verstechen und abschneiden.

Für den Stiel an der Oberseite an einer der Schlaufen mit grüner Wolle ansetzen, ca. sieben Luftmaschen häkeln (je nach Größe des Kürbisses) und mit Kettmaschen ins hintere Maschenglied zurückhäkeln. Das Fadenende in einer gegenüberliegenden Schlaufe verschlingen, die beiden Enden zweidrei Mal verknoten und nach innen verstechen:

So sieht der fertige Kürbis von oben aus – und das geht wirklich so schnell und einfach, wie ichs hier beschrieben habe.

Na, sieht der nicht zum Anbeißen aus? :) Am liebsten leben Kürbisse natürlich in großen Familien, also wenn du schon dabei bist, häkel noch mal drei, fünf, acht weitere Kürbisse – größer, kleiner, mit dickerer oder dünnerer Wolle…. Wenn es ganz große werden sollen, können sie auch mit Kirschkernen befüllt werden.

Viel Spaß beim Nachhäkeln!

Hab ich heute schon erwähnt, wie gräßlich und bescheuert der neue Editor hier ist???

Pfannenbrot

Mal wieder ein Rezept für Zwischendurch. Das Pfannenbrot ist schnell gemacht, schmeckt warm und kalt und ist auch nach ein paar Tagen noch richtig schön fluffig. Jetzt zur Grillzeit kann es statt in der Pfanne natürlich auch auf dem Grill fertiggebraten werden!

Für einen großen Fladen oder zwei kleine:

1 EL Soja- oder Lupinenmehl
1 EL gemahlene Leinsamen
160 ml heißes Wasser
140 g Mehl nach Wunsch
1 gehäufter TL Backpulver
1 gestrichener TL Salz

Sojamehl und Leinsamen mit dem heißen Wasser übergießen und eine halbe Stunde quellen lassen.

Einen Teller mit etwas Öl bestreichen. Die restlichen trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen, Wassermischung zufügen und mit einer Gabel zu einem Teig verarbeiten, ggf. mit den Händen weitermachen. Teig auf den Teller geben, flachdrücken. In der Mikrowelle auf höchster Stufe 40 Sekunden garen. Falls der Fladen noch zu feucht ist, nochmals 20-30 Sekunden garen.

Derweil etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, den vorgegarten Fladen von beiden Seiten bei niedriger Flamme knusprig bräunen. Noch warm oder kalt genießen.

Das Pfannenbrot lässt sich gut lagern und schmeckt auch nach zwei-drei Tagen noch hervorragend. Es ist dann zwar nicht mehr knusprig, bleibt aber fluffig. Wer mag, kann es im Toaster nochmal aufbacken.

Es passt zum Grillen genauso wie zum Frühstück. Mit Käse oder Marmelade. Die Zutaten sind eigentlich immer vorrätig, so dass man jederzeit schnell ein leckeres Brot „backen“ kann. Lasst es euch schmecken!

pfannenbrot

Das Ding: Gummibesen

Vom Frisörbesuch kennen wir ihn wohl alle: den Gummibesen. Und genau dort – also beim Frisör – bin ich auf die Idee gekommen, mir sowas selber auch zuzulegen.

Eine gute Idee! Ganz besonders für alle, die lange Haare und/oder Katzen (oder Hunde) haben. Der Gummibesen funktioniert wesentlich besser als ein normaler Besen, der oftmals die ganzen Flusen mehr im Raum verteilt, als sie einzusammeln. Für Fliesen gibt es jedenfalls nichts besseres. Vor allem in der Küche, wo auch mal was runtertropft: wird alles sauber aufgenommen und der Besen lässt sich supereinfach auswaschen!

Lediglich auf dem Parkett ist mir mein selbstgebastelter Wischmop lieber, was aber wohl eher Gefühlssache ist. Vielleicht weil der weicher läuft…

Falls ihr Fliesen oder Laminat habt und gerade einen neuen Besen braucht: überlegts euch, einen Gummibesen anzuschaffen – der säubert übrigens auch die Teppichaufleger auf den Treppenstufen!

Wenn ihr Kommentare dazu habt, pro oder contra – bitte gerne her damit!

Likörchen zum Bloggeburtstag

Pünktlich zu meinem achten Bloggeburtstag hab ich ein Rezept für Obst-Likör – das Schwierigste ist es, die Wartezeit von mindestens vier Wochen durchzuhalten!

Es braucht nur drei Zutaten:

  • 100 g Zucker
  • 300 g Obst
  • 500 ml Schnaps

Das Obst kleinschneiden oder im Mixer zermixern. Zucker nach Wunsch, z.B. auch brauner Zucker. Bei sehr süßem Obst kann es weniger sein, bei säuerlichem Obst etwas mehr.

Alle Zutaten in eine Flasche oder großes Schraubglas füllen. Es soll fest verschließbar sein. Als Schnaps nehme ich normalerweise Wodka. Zu Apfel oder Birne finde ich jedoch Rum passender – zusammen mit einem TL Zimt.

Gut schütteln; an einem dunklen, nicht zu kalten Ort stehen lassen. Alle zweidrei Tage mal durchschütteln und mindestens vier, besser sechs Wochen abwarten.

Den Inhalt jetzt durch ein Sieb und/oder Mulltuch gießen. Gut ausdrücken. Der Trester kann gut in einem Kuchen, für Kekse oder als Dessert weiterverarbeitet werden, oder mit weiteren Früchten Marmelade daraus machen. Bitte auf dem Etikett vermerken, dass Alkohol enthalten ist!

Den abgeseihten Likör in Flaschen abfüllen und beschriften. Ist auch ein schönes Mitbringsel! Wers erst einmal ausprobieren will: Einfach die Hälfte des Rezepts nehmen.

Turbo-Variante: 300 g Marmelade mit 500 ml Schnaps vermischen. Zwei Wochen durchziehen lassen, dabei immer mal schütteln. Abseihen und fertig!

Designer-Jogginghose

Mein Liebster hat eine alte Jogginghose, die an den Oberschenkeln sehr dünn bis löchrig ist und etliche Farbflecken aufweist. Das ganze relativ großflächig verteilt: Zum Flicken zu viel – aber zum Wegwerfen irgendwie auch zu schade.

Nun hat er auch seine alten Tshirts aussortiert. Die gehen direkt an mich: Der Großteil wird nach und nach zu Garn geschnitten und zu Vorlegern verhäkelt. Einige heb ich natürlich auf – da ist schon das eine oder andere Kleidchen für mich dabei rausgesprungen.

Blöd ist bei den Tshirts nur, wenn sie diesen Plastikaufdruck haben. Der lässt sich als „Garn“ gar nicht gut händeln und wäre eigentlich Abfall. Wenn da nicht genannte Jogginghose wäre!

Zwei Tshirts ausgewählt, die Aufdrucke ausgeschnitten. Bei der Jogginghose hab ich die Seitennähte aufgetrennt, das macht das Nähen etwas einfacher. Die Ausschnitte aufgesteckt, mit je zwei Quernähten fixiert, rumverzackelt. Die Seitennähte wieder geschlossen – fertig ist die Designer-Jogginghose:

designjogginghose

Die Hose sieht wirklich megaklasse aus und es ist gleich ein doppeltes Recycling: Jogginghose gerettet und die Plastikaufdrucke der Tshirts ebenfalls sinnvoll verwendet!

Das Ding: Nützliches Nähzeug

Aus meiner beliebten Reihe: Das Ding – nützliche Sachen, die das Leben leichter machen – gibt es heute ein paar Kleinigkeiten, die das Nähleben um Vieles vereinfachen.

Ich fange ganz profan an mit einer kleinen Schere zum Fadenabschneiden. Das kann eine alte Nagelschere sein, die lediglich in der Lage sein muss, die Fäden an den Nahtenden abzuschneiden. Meine ging vor einiger Zeit kaputt und da ich noch eine (normalgroße) Schneiderschere habe, dachte ich, dass ich damit zurecht komme. Nein. Es nervt. Wirklich. Also hab ich wenige Euro in eine Nagelschere investiert und – es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht! Die kleine Schere lässt sich wesentlich leichter handhaben als die große. Ich bin sehr für Minimalismus – aber diese Anschaffung lohnt sich wirklich!

Als Abstandshalter hab ich Magneten für mich entdeckt. Sowas hat eigentlich jede irgendwo zuhause und eignet sich daher perfekt. Die Platte ist bei den meisten Maschinen aus Metall und somit magnetisch. Einfach einen Magneten dort platzieren, wo die Kante liegen soll und losnähen:

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Mit zwei Magneten lässt sich auch ganz akkurat ausmessen und nähen:

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Klarer Vorteil zu Klebebändern, weil die Magneten erstens keine Rückstände hinterlassen und zweitens keinerlei Müll fabrizieren!

Ebenfalls wichtig sind Stecknadeln mit wirklich spitzer Spitze. Tut euch den gefallen und sortiert welche mit stumpfer, abgebrochener oder verbogener Spitze gleich aus. Ihr spart euch viele Flüche beim Feststecken!

Übrigens: Die Magneten eignen sich auch hervorragend, runtergefallene Stecknadeln wieder aufzulesen!

Zum Abstecken verwende ich die Schneideunterlage. Früher hab ich das oft am Teppichboden oder Bügelbrett gemacht und dabei gerne mal den Untergrund mit festgesteckt. Das passiert bei der Matte nicht.

Wenn du dich jetzt fragst, wozu man sowas eigentlich braucht: Fürs Zuschneiden mit dem Rollschneider. Den find ich so genial, dass ich dazu bereits einen Beitrag gemacht habe.

Zum Markieren eignen sich Buntstifte sehr gut, bei dunklen Stoffen leisten helle Farben wie weiß, gelb oder rosa gute Dienste. Es müssen also keine teuren Marker in Plastikhülsen sein.

Zum Entfernen der kleinen Fädchen nach dem Auftrennen gibt es ebenfalls für teuer Geld und mit viel Plastik drumrum „supertolle“ Radierstifte. Die funktionieren auch tatsächlich, aber spart euch das Geld und den Müll. Nehmt einfach den Radiergummi, den ihr mit Sicherheit sowieso zuhause habt. Und „radiert“ damit die Fädchen einfach weg!

Was habt ihr für geniale Nähtipps und Werkzeuge, die ihr nicht mehr missen wollt? Schreibt mirs gerne in den Kommentaren.