Pfannenbrot

Mal wieder ein Rezept für Zwischendurch. Das Pfannenbrot ist schnell gemacht, schmeckt warm und kalt und ist auch nach ein paar Tagen noch richtig schön fluffig. Jetzt zur Grillzeit kann es statt in der Pfanne natürlich auch auf dem Grill fertiggebraten werden!

Für einen großen Fladen oder zwei kleine:

1 EL Soja- oder Lupinenmehl
1 EL gemahlene Leinsamen
160 ml heißes Wasser
140 g Mehl nach Wunsch
1 gehäufter TL Backpulver
1 gestrichener TL Salz

Sojamehl und Leinsamen mit dem heißen Wasser übergießen und eine halbe Stunde quellen lassen.

Einen Teller mit etwas Öl bestreichen. Die restlichen trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen, Wassermischung zufügen und mit einer Gabel zu einem Teig verarbeiten, ggf. mit den Händen weitermachen. Teig auf den Teller geben, flachdrücken. In der Mikrowelle auf höchster Stufe 40 Sekunden garen. Falls der Fladen noch zu feucht ist, nochmals 20-30 Sekunden garen.

Derweil etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, den vorgegarten Fladen von beiden Seiten bei niedriger Flamme knusprig bräunen. Noch warm oder kalt genießen.

Das Pfannenbrot lässt sich gut lagern und schmeckt auch nach zwei-drei Tagen noch hervorragend. Es ist dann zwar nicht mehr knusprig, bleibt aber fluffig. Wer mag, kann es im Toaster nochmal aufbacken.

Es passt zum Grillen genauso wie zum Frühstück. Mit Käse oder Marmelade. Die Zutaten sind eigentlich immer vorrätig, so dass man jederzeit schnell ein leckeres Brot „backen“ kann. Lasst es euch schmecken!

pfannenbrot

Das Ding: Gummibesen

Vom Frisörbesuch kennen wir ihn wohl alle: den Gummibesen. Und genau dort – also beim Frisör – bin ich auf die Idee gekommen, mir sowas selber auch zuzulegen.

Eine gute Idee! Ganz besonders für alle, die lange Haare und/oder Katzen (oder Hunde) haben. Der Gummibesen funktioniert wesentlich besser als ein normaler Besen, der oftmals die ganzen Flusen mehr im Raum verteilt, als sie einzusammeln. Für Fliesen gibt es jedenfalls nichts besseres. Vor allem in der Küche, wo auch mal was runtertropft: wird alles sauber aufgenommen und der Besen lässt sich supereinfach auswaschen!

Lediglich auf dem Parkett ist mir mein selbstgebastelter Wischmop lieber, was aber wohl eher Gefühlssache ist. Vielleicht weil der weicher läuft…

Falls ihr Fliesen oder Laminat habt und gerade einen neuen Besen braucht: überlegts euch, einen Gummibesen anzuschaffen – der säubert übrigens auch die Teppichaufleger auf den Treppenstufen!

Wenn ihr Kommentare dazu habt, pro oder contra – bitte gerne her damit!

Likörchen zum Bloggeburtstag

Pünktlich zu meinem achten Bloggeburtstag hab ich ein Rezept für Obst-Likör – das Schwierigste ist es, die Wartezeit von mindestens vier Wochen durchzuhalten!

Es braucht nur drei Zutaten:

  • 100 g Zucker
  • 300 g Obst
  • 500 ml Schnaps

Das Obst kleinschneiden oder im Mixer zermixern. Zucker nach Wunsch, z.B. auch brauner Zucker. Bei sehr süßem Obst kann es weniger sein, bei säuerlichem Obst etwas mehr.

Alle Zutaten in eine Flasche oder großes Schraubglas füllen. Es soll fest verschließbar sein. Als Schnaps nehme ich normalerweise Wodka. Zu Apfel oder Birne finde ich jedoch Rum passender – zusammen mit einem TL Zimt.

Gut schütteln; an einem dunklen, nicht zu kalten Ort stehen lassen. Alle zweidrei Tage mal durchschütteln und mindestens vier, besser sechs Wochen abwarten.

Den Inhalt jetzt durch ein Sieb und/oder Mulltuch gießen. Gut ausdrücken. Der Trester kann gut in einem Kuchen, für Kekse oder als Dessert weiterverarbeitet werden, oder mit weiteren Früchten Marmelade daraus machen. Bitte auf dem Etikett vermerken, dass Alkohol enthalten ist!

Den abgeseihten Likör in Flaschen abfüllen und beschriften. Ist auch ein schönes Mitbringsel! Wers erst einmal ausprobieren will: Einfach die Hälfte des Rezepts nehmen.

Turbo-Variante: 300 g Marmelade mit 500 ml Schnaps vermischen. Zwei Wochen durchziehen lassen, dabei immer mal schütteln. Abseihen und fertig!

Designer-Jogginghose

Mein Liebster hat eine alte Jogginghose, die an den Oberschenkeln sehr dünn bis löchrig ist und etliche Farbflecken aufweist. Das ganze relativ großflächig verteilt: Zum Flicken zu viel – aber zum Wegwerfen irgendwie auch zu schade.

Nun hat er auch seine alten Tshirts aussortiert. Die gehen direkt an mich: Der Großteil wird nach und nach zu Garn geschnitten und zu Vorlegern verhäkelt. Einige heb ich natürlich auf – da ist schon das eine oder andere Kleidchen für mich dabei rausgesprungen.

Blöd ist bei den Tshirts nur, wenn sie diesen Plastikaufdruck haben. Der lässt sich als „Garn“ gar nicht gut händeln und wäre eigentlich Abfall. Wenn da nicht genannte Jogginghose wäre!

Zwei Tshirts ausgewählt, die Aufdrucke ausgeschnitten. Bei der Jogginghose hab ich die Seitennähte aufgetrennt, das macht das Nähen etwas einfacher. Die Ausschnitte aufgesteckt, mit je zwei Quernähten fixiert, rumverzackelt. Die Seitennähte wieder geschlossen – fertig ist die Designer-Jogginghose:

designjogginghose

Die Hose sieht wirklich megaklasse aus und es ist gleich ein doppeltes Recycling: Jogginghose gerettet und die Plastikaufdrucke der Tshirts ebenfalls sinnvoll verwendet!

Das Ding: Nützliches Nähzeug

Aus meiner beliebten Reihe: Das Ding – nützliche Sachen, die das Leben leichter machen – gibt es heute ein paar Kleinigkeiten, die das Nähleben um Vieles vereinfachen.

Ich fange ganz profan an mit einer kleinen Schere zum Fadenabschneiden. Das kann eine alte Nagelschere sein, die lediglich in der Lage sein muss, die Fäden an den Nahtenden abzuschneiden. Meine ging vor einiger Zeit kaputt und da ich noch eine (normalgroße) Schneiderschere habe, dachte ich, dass ich damit zurecht komme. Nein. Es nervt. Wirklich. Also hab ich wenige Euro in eine Nagelschere investiert und – es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht! Die kleine Schere lässt sich wesentlich leichter handhaben als die große. Ich bin sehr für Minimalismus – aber diese Anschaffung lohnt sich wirklich!

Als Abstandshalter hab ich Magneten für mich entdeckt. Sowas hat eigentlich jede irgendwo zuhause und eignet sich daher perfekt. Die Platte ist bei den meisten Maschinen aus Metall und somit magnetisch. Einfach einen Magneten dort platzieren, wo die Kante liegen soll und losnähen:

naehtipp02

Mit zwei Magneten lässt sich auch ganz akkurat ausmessen und nähen:

 naehtipp01

Klarer Vorteil zu Klebebändern, weil die Magneten erstens keine Rückstände hinterlassen und zweitens keinerlei Müll fabrizieren!

Ebenfalls wichtig sind Stecknadeln mit wirklich spitzer Spitze. Tut euch den gefallen und sortiert welche mit stumpfer, abgebrochener oder verbogener Spitze gleich aus. Ihr spart euch viele Flüche beim Feststecken!

Übrigens: Die Magneten eignen sich auch hervorragend, runtergefallene Stecknadeln wieder aufzulesen!

Zum Abstecken verwende ich die Schneideunterlage. Früher hab ich das oft am Teppichboden oder Bügelbrett gemacht und dabei gerne mal den Untergrund mit festgesteckt. Das passiert bei der Matte nicht.

Wenn du dich jetzt fragst, wozu man sowas eigentlich braucht: Fürs Zuschneiden mit dem Rollschneider. Den find ich so genial, dass ich dazu bereits einen Beitrag gemacht habe.

Zum Markieren eignen sich Buntstifte sehr gut, bei dunklen Stoffen leisten helle Farben wie weiß, gelb oder rosa gute Dienste. Es müssen also keine teuren Marker in Plastikhülsen sein.

Zum Entfernen der kleinen Fädchen nach dem Auftrennen gibt es ebenfalls für teuer Geld und mit viel Plastik drumrum „supertolle“ Radierstifte. Die funktionieren auch tatsächlich, aber spart euch das Geld und den Müll. Nehmt einfach den Radiergummi, den ihr mit Sicherheit sowieso zuhause habt. Und „radiert“ damit die Fädchen einfach weg!

Was habt ihr für geniale Nähtipps und Werkzeuge, die ihr nicht mehr missen wollt? Schreibt mirs gerne in den Kommentaren.

Hafer-Schoggi-Aufstrich

Ein megalegga Aufstrich aus einfachen Zutaten, die praktisch immer im Haus sind, ganz simpel zubereitet:

  • 2 EL Haferflocken (fein)
  • 1 Pr Salz
  • 120 ml heißes Wasser
  • 160 g Lieblingsschokolade
  • 2 EL Sojamehl

Die Haferflocken und die Prise Salz mit dem heißen Wasser aufgießen, ein bis zwei Stunden quellen lassen, dabei immer mal umrühren.

Das Gemisch für 40 Sekunden in der Mikrowelle nochmals erhitzen, derweil die Schokolade sehr klein hacken. Nehmt eure Lieblingsschokolade; es macht gar nichts, wenn die eine Creme- oder Toffeefüllung hat oder Nussstücke drin sind (nur flüssige Füllung ist weniger geeignet).

Die zerkleinerte Schoggi in den warmen Haferbrei geben, gut umrühren – dabei schmilzt alles schön zu einer homogenen Masse. Zuletzt das Sojamehl unterrühren, das sorgt für zusätzliche Bindung (und Protein). Alternativ kann hier auch Kokos-, Lupinen- oder Hafermehl genommen werden.

In ein sterilisiertes Schraubglas füllen, abkühlen lassen und – das ist der schwierige Teil! –  über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Dadurch erhält es genau die richtige streichzarte Konsistenz und der Geschmack kann sich so richtig entfalten.

schoggi-hafer-aufstrich

Die Haferflocken machen den Aufstrich etwas kernig. Da bei meiner Lieblingsschoggi auch Nüsse dabei sind, passt das sehr gut. Wers lieber glatt mag: Alles zusammen im Mixer vermixern.

Das Rezept lässt sich mit Vanille oder Zimt weiter verfeinern. Wer weiße Schoggi mag: Da passen auch Orangenaroma oder Kokosraspel gut dazu. Und falls noch Osterhasenreste weg müssen: Nur rein damit!

Im Kühlschrank hält der Aufstrich ca. eine Woche. Vermutlich noch länger, aber nach spätestens einer Woche ist nichts mehr übrig.

Überwurf: Schachtel-Upcycling

Aus einer einfachen Schachtel lässt sich ganz leicht ein Hingugger zaubern:

ueberwurf

So ein Überwurf ist schnell genäht; entstanden ist die Idee beim Nähen der Doseninnenkleidchen. Das ist nicht viel anders, nur dass die Höhe doppelt gemessen und nach außen etwas verbreitert wird, damit sich die Hülle gut umschlagen lässt. In der Schema-Zeichnung sieht das so aus:

schema-ueberwurf2

Wichtig ist bei dieser Darstellung, dass „Umschlag außen“ genauso hoch ist wie die „Höhe“ und nach außen beidseitig breiter wird. Dazu auf jeder Kantenseite einzwei Zentimeter draufschlagen, je nach Größe der Schachtel.

Der Stoff kann aus einem Stück zugeschnitten werden; Nahtzugaben für die Seitennähte (grüne Linien) und dem äußeren Saum (gelbe Linien) müssen noch draufgeschlagen werden.

Die vier Seiten jeweils zusammennähen und versäubern, den Umschlag versäumen und schon ist der Überwurf fertig. Natürlich können auch Einzelteile genäht werden, wenn z.B. der Boden andersfarbig als die Wände werden soll. Dann natürlich weitere Nahtzugaben einberechnen.

Im Bild ganz oben hab ich den Überwurf aus Fitzelpatch genäht; dazu gibt es bereits einen Beitrag. Viel Spaß beim Nachnähen!

 

Bluefish-Schnipsel

Seit ich Linux habe, verwende ich den Bluefish-Editor für HTML und CSS und PHP – und alles andere kann er natürlich auch. Das Schöne daran ist (außer der deutschsprachigen Oberfläche), dass er sehr selbsterklärend ist, also kaum Einarbeitungszeit benötigt. Die Tastaturkürzel, die ich mir in Notepad++ angeeignet hatte, musste ich natürlich neu lernen, aber das wäre bei jedem anderen Programm auch der Fall gewesen.

Einmal kurz über die Einstellungen geguggt (ich mag die Seitenleisten z.B. lieber rechts als links) und schon kann losgelegt werden. Die Highlights wollte ich in diesem Beitrag kurz vorstellen, aber schon das erste ist ziemlich ausführlich, so dass wohl noch einzwei weitere Artikel zu Bluefish folgen werden :)

Es gibt bei jedem Projekt – oder generell – diverse immer wiederkehrende Zeichenfolgen, für die man sich wünscht, dass die schnell und einfach eingefügt werden könnten. Bluefish kann das mithilfe von Schnipseln.

Schnipsel erstellen

Es gibt im Menu u.a. ein umfassendes Dialogfeld zum Bildereinfügen – gerade das finde ich für meine Zwecke etwas überkandidelt und hätte es gern übersichtlicher: Ein p-Tag mit class-Angabe, dazu ein alt- und title-Attribut. Und der Dateiname natürlich noch. Also mach ich mir ein eigenes Schnipsel. Diese werden in der Seitenleiste oder auf Wunsch in einer extra Werkzeugleiste angezeigt. In der Seitenleiste per Rechtsklick können neue Schnipsel erstellt werden.

Ein neuer Schnipsel wird als Zeichenkette erstellt. Hier einen Namen angeben, ggf. nähere Erklärungen dazu. Das nächste Fenster erscheint bei mir immer etwas schmal, zur besseren Übersicht etwas breiter ziehen:

schnippsel-anlegen

Im Feld „Start-Text“ werden alle Zeichenfolgen vor der Cursorposition gesetzt, im Feld „End-Text“ alle Zeichenfolgen nach der Cursorposition. Außerdem können bis zu zehn unterschiedliche Abfrage-Variablen eingefügt werden.

Die Variablen setzen sich jeweils aus dem Prozent-Zeichen und einer Ziffer (0-9) zusammen und müssen in der Spalte daneben noch betitelt werden. %0 heißt in meinem Fall „Dateiname“ und %1 „Alt-/Title-Text“. Würde man bei „ist ein Dateipfad“ den Haken setzen, geht an dieser Stelle beim Aufrufen der Dateimanager auf – sehr praktisch also!

Will man den Schnipsel einfügen, taucht folgendes Dialogfeld auf:

schnippsel-dialog

Die Attribute Alt-/Title können mE immer gleichnamig belegt werden; das macht die Schnipseltechnik hier so praktisch, da eine Variable für beides verwendet werden kann. Ist keine Variable hinterlegt, wird der Schnipsel direkt im Dokument eingefügt.

Wenn man auf den Schnipsel im Menu mit der rechten Maustaste klickt, erscheint u.a. die Möglichkeit, eine Tastenkombination zu hinterlegen. Das geht denkbar einfach, indem nach Aufruf der Option die gewünschte Tastenkombi gedrückt wird. Ich habe festgestellt, dass die meisten Buchstaben in Verbindung mit Strg+Shift noch frei sind und mir daher angewöhnt, für meine Schnipsel generell diese zu verwenden. Hier also Strg+Shift+P (wie Picture/pix).

Extratipp von mir an dieser Stelle: Auf Schnipsel bearbeiten gehen (reMaus) und im Namen die Tastenkombination mit angeben, dann prägt sichs leichter ein:

schnippsel-menu

Wie im Bild zu sehen ist, hab ich die vorhandenen Schnipsel etwas aufgeräumt; dazu eine neue Gruppe erstellen, das entspricht quasi einem Unterordner, dort hinein können bestehende und/oder neue Schnipsel verschoben werden. Damit bleibts im Hauptmenu übersichtlicher und die wichtigsten Schnipsel sind griffbereit.

Wenn im Lauf der Zeit noch mehr Schnipsel dazu kommen: Eine neue Gruppe lässt sich auch auf der ersten Ebene erstellen (erscheint also in der Werkzeugleiste direkt neben HTML und PHP). Weniger genutzte Vorlagen einfach in einen „weitere“-Ordner verschieben und die eigenen Schnipsel in neue Haupt-Gruppen sortieren.

Suchen & Ersetzen

Bei mir kommt es immer wieder vor, dass bestimmte Elemente/Zeichen großflächig ersetzt werden sollen. Auch dafür können Schnipsel erstellt werden. Hier nur das Such- und das Ersetzungsmuster angeben. Variablen können ebenfalls eingesetzt werden. Im Schnipselmenu unter „Replace“ sind einige Muster bereits vorgegeben, da lässt sich gut spicken und für die eigenen Anforderungen kopieren.

Ich hoffe, ich konnte die „Schnipsel-Technik“ verständlich erklären; es ist kein großes Kunststück: Einfach mal ausprobieren und sich freuen, wenns klappt :)

Übrigens: Wer selber schon mit Bluefish arbeitet und den einen oder andere Tipp/Trick parat hat – immer her damit!

Dosenkleid nähen

Was ist jetzt schon wieder ein Dosenkleid? Genauer gesagt: Ein Doseninnenkleid! Das kommt in eine Keksdose und dorthinein dann erst die Kekse. Warum? Zum Einen muss die Dose nach Gebrauch nur kurz abgewischt werden (gut trocknen lassen!). Zum Anderen gibts vielleicht die eine oder andere Dose, die schon ein paar Roststellen hat, da ist das einfach angenehmer, hygienischer, wenn die Kekse nicht direkt damit in Kontakt kommen. Klar, man kann auch einfach eine Serviette o.ä. reinlegen – man kann es aber auch passend machen:

dosenkleid01

Hier ist eins für eine kleinere Dose, da lassen sich gut Stoffreste verwenden. Wichtig ist, dass Baumwollstoffe genommen werden, da die auf 60 Grad gewaschen werden können.

Für den Zuschnitt mache ich mir eine Schablone aus Karton in der Größe des Bodens incl. 1-1,5 cm Nahtzugabe. Den Durchmesser notier ich drauf, ebenso, für welche Dose er passt. Alle weiteren Angaben schreib ich ebenfalls drauf, dann hab ich alles zusammen.

Die Höhe messe ich, indem ich ein Lineal von außen an die Dose ranstelle. Somit ist die untere Nahtzugabe gleich einberechnet. Oben messe ich bis knapp unter die Kante + 1,5 cm für die obere Nahtzugabe. Das wird auf der Schablone notiert.

Der Umfang bemisst sich aus dem Dosendurchmesser mal Pi (3,14) – Nahtzugabe kommt dann noch dazu (2 x 1-1,5 cm). Wird auch notiert!

dosenkleid06

Hier also der fertige Kreis und der angezeichnete Umfang. Das zugeschnittene Rechteck wird an einer langen Seite auf 1,5 cm umgebügelt und mit Zickzick-Zackzack-Stich umgenäht. Das ist die obere Kante. Wer mag, kann auch einen „schönen“ Saum machen (dann ggf. Nahtzugabe entsprechend erhöhen), mir taugts so. Bitte immer dran denken, dass die schöne Seite hier die fertige Innenseite wird!

dosenkleid05

Anschließend noch zum Ring schließen und die Enden versäubern (oder direkt mit Zickzack zusammen- und mit einem Geradestich drübernähen).

Jetzt wird es etwas fummelig – bei größeren Dosen weniger als bei kleinen. Der Boden wird am Rand festgesteckt – je sauberer das gemacht wird, desto leichter wirds beim Rumnähen. Auch hier nehm ich wieder den Zickzick-Zackzack-Stich.

dosenkleid04

Anschließend steppe ich mit einem Geradestich nochmal drüber, so dass die Nahtzugabe schön flach liegt. Hier hatte ich zu großzügig abgesteppt und die NZG auf der Unterseite nicht richtig mitgefasst. Deshalb die Doppelnaht. (Normal reicht einmal drübernähen) Auf dem Bild ist die schöne Innenseite nach außen gestülpt, damit man es besser sieht:

dosenkleid03

Und das war es dann auch schon. Für eine eckige Dose gilt die Anleitung entsprechend mit dem Unterschied, dass die Umfangberechnung etwas leichter ist :) Bei einer viereckigen Dose kann man auch ein Stoffteil nehmen, bei dem lediglich die Ecken abgesteppt werden und der obere Rand versäubert wird.

Wenn das Kleidchen trotz Maschinenwäsche mal etwas unansehnlich wird, was bei fetthaltigen Kekse gerne mal passiert: In heißem Spüli-Wasser etwas einweichen, ggf. noch ein bisschen mit der Hand auswaschen und anschließend wie gewohnt zur Wäsche geben. Dann sollte es wieder sauber sein.

Zeitgesteuerte Waschmaschine

Ok, wahrscheinlich denkt sich jetzt die eine oder andere: Was soll jetzt das? Aber ernsthaft – eine programmierbare Waschmaschine ist einen Beitrag in meiner Reihe „Das Ding – nützliche Sachen, die das Leben leichter machen“ sowas von wert!

Meine alte Waschmaschine hatte nach ca. 25 Jahren ausgedient. Natürlich hab ich mich gut informiert und recherchiert, wie denn so der Stand der Technik inzwischen ist. Was eine Waschmaschine haben/können/machen soll, wie viel Strom und Wasser sie im Idealfall verbraucht, Schleuderleistung, Trommelgröße, Lautstärke (!) – all sowas eben.

Abschließend hatte ich die Eckdaten zusammen, meine bevorzugten Hersteller sowie eine Hand voll Geräte ausgesucht, die für unsere Anforderungen passen würden. Gekauft habe ich natürlich beim Händler vor Ort, der die neue geliefert, fachgerecht angeschlossen und die alte mitgenommen hat.

Größer als die alte waren sie alle, was aber auch bei einem Zwei-Personen-Haushalt kein Problem darstellt – es müssen nur genügend Socken und Unterwäsche vorhanden sein :)

Und natürlich gabs keine einzige mehr (die in mein „Beuteschema“ passte), die ohne Computerdisplay ausgekommen wäre. Daran sollte es aber nicht scheitern.

Wichtig war mir vor allem der geringe Verbrauch von Strom und Wasser. Und das geht nur über eine deutlich längere Waschdauer. Statt wie bisher eine Stunde musste ich nun gleich drei Stunden für eine Ladung Wäsche einplanen. Das wird durch die größere Trommel zumindest teilweise wieder wettgemacht, z.B. wenn beim Bettenbeziehen auf einen Schlag ein großer Wäscheberg anfällt.

Drei Ladungen an einem Tag waschen fällt definitiv flach. Aber am Abend, bevor ich  ins Bett gehe, eine Maschine füllen und so programmieren, dass sie fertig ist, wenn ich am nächsten Morgen aufstehe, das geht. Danach reicht die Zeit allemal noch für eine zweite Ladung – so komme ich sehr gut zurecht.

Ich kenns noch von meiner Mam, dass Strom und Wasser bei Nichtgebrauch der Maschine abgeschaltet werden sollen – den Wasserhahn drehe ich nach wie vor zu. Stecker ziehen ist dank (nachgeprüfter!) tatsächlicher AUS-Schaltung nicht nötig.

Das Programmieren funktioniert denkbar einfach: Maschine einschalten, beladen, Programm wählen (Waschpulver nicht vergessen) und dann die Zeitschaltung wählen, wann sie beginnen soll: also in fünf, sechs, sieben … Stunden (geht bei meiner in halbstündigen Schritten). Wenn sie drei Stunden benötigt und um acht Uhr fertig sein soll, muss sie um fünf Uhr starten. Von elf Uhr abends ab gerechnet, muss ich die Zeitschaltung also auf sechs Stunden stellen. Bis dahin läuft sie auf Standby und weckt sich quasi selber auf, wenn sie loslegen soll.

Das funktioniert natürlich auch, wenn ich am Samstagvormittag Dienst habe und die Wäsche fertig sein soll, wenn ich wieder nach Hause komme. Keine Zettel mehr für meinen Liebsten „12 Uhr bitte Waschmaschine einschalten!“ :)

Falls eure Waschmaschine diese Zeitprogrammierungsmöglichkeit auch hat: Nutzt sie! Gerade im Hinblick auf die Waschdauer – klar ist so ein normales Ein-Stunden-Programm angenehmer, weil es „mal schnell“ eingeschaltet werden kann. Braucht aber auch wesentlich mehr Strom und Wasser. Mit der Zeitstellung muss vorgeplant werden, das ist der Nachteil. Aber mal ehrlich: Wenn die Dreckwäsche am Samstagvormittag bereit ist zum Waschen, wird sie das in aller Regel am Freitagabend auch schon sein. Somit ist nur ein klein wenig Umgewöhnung nötig, die uns hilft, weniger Strom und Wasser zu verbrauchen. Ich finde, das lässt sich doch lernen, oder?

Probierts einfach aus und nutzt die Möglichkeiten, die uns die Geräte heutzutage bieten. Was immer hilft, Ressourcen zu schonen, sollten wir nutzen! Ich bin seit über einem Jahr nach wie vor begeistert von diesem „Hexenwerk“, das meine M*** mir bietet :)