Kumihimo – ich hab den Dreh raus

Bunte Bänder auf der Scheibe knüpfen – das ist Kumihimo. Zeichnungen und Beschreibungen, die zunächst sehr verwirrend aussehen, sind eigentlich ganz einfach – wenn man das Prinzip kapiert hat. Ich erklär in diesem Beitrag:

Die Scheibe

Zuerst brauchst du eine Scheibe, die du ganz einfach selber machen kannst. Nimm dicke Pappe und schneide einen Kreis aus (meine hat einen Durchmesser von zehn Zentimeter). Rundrum brauchst du nun gleichmäßig verteilt 32 Einkerbungen. Das kannst du mühselig 11,25-Grad-weise mit dem Geodreieck abmessen, oder du machst es dir etwas leichter: Einmal horizontal und vertikal eine Linie durchziehen (90 Grad), dann nochmal bei 45 Grad. Beides geht mit dem Geodreieck sehr einfach – auf hundertprozentige Genauigkeit kommt es nicht an!

Nun solltest du acht „Tortenstücke“ auf der Scheibe eingezeichnet haben. Diese halbierst du = 16 Teile/Striche. Jetzt nochmal eine Markierung jeweils in der Hälfte und schon hast du 32 Einteilungen. Diese nun mit der Schere oder einem scharfen Messer ca. ein bis zwei Zentimeter vom Rand einschneiden.  Jetzt fehlt noch das Loch in der Mitte – eineinhalb Zentimeter Durchmesser sind völlig ausreichend.

Ich habe meine Pappscheibe noch zweimal mit Potch überzogen, damit die Einkerbungen nicht so schnell ausleiern.

2017_07kumihimoscheibe

So sollte die Scheibe nun aussehen. Im Bild ist zu sehen, dass ich an den Einkerbungen jeweils ein kleines Eckchen rausgeschnitten habe – das macht das Einhaken der Fäden leichter. Was du außerdem gut brauchen kannst, ist ein Gewicht. Aus Beilagscheiben oder dicken Muttern ist das schnell gebastelt: Auf eine Kordel fädeln, verknoten, fertig.

Das Auffädeln

Die meisten Kumihimo-Muster benötigen 16 Fäden. Diese sind paarweise und meistens durchgehend angeordnet,  deshalb kannst du i.d.R. acht lange Stränge schneiden, die du auf halber Länge verknotest. Den Knoten schiebst du durch das Loch der Scheibe und verteilst nun die einzelnen Fäden nach der Mustervorgabe, z.B.:

2017_07kumihimo_inarbeit

In die Schlinge vom Knotenende fädelst du das Gewicht ein (im Bild links zu sehen) und dann gehts schon los!

Das Knüpfen

Drehe die Scheibe so, dass ein Fadenpaar oben-unten ausgerichtet ist. Nimm den rechten oberen Faden und spanne ihn in die Einkerbung rechts vor dem unteren Fadenpaar. Als nächstes nimmst du den linken unteren Faden und spannst ihn oben in die Einkerbung links vor dem dort verbliebenen Faden. Nun sollte sich oben und unten wieder jeweils ein Fadenpaar befinden.

Drehe die Scheibe im Uhrzeigersinn (also nach rechts), bis das nächste Fadenpaar oben ist. Wiederhole den Vorgang: o-re nach u-re, u-li nach o-li. Weiterdrehen. usw.

Bei dem hier aufgespannten Muster erhälst du folgendes Ergebnis:

2017_07kumihimo_komplett

Kumihimo ist wirklich eine sehr einfache Technik, wenn man den Dreh mal raus hat. Ein Unterbrechen bzw. Wiederaufnehmen der Arbeit ist problemlos, da die Fäden eingespannt sind und nichts verrutschen kann. Der obenliegene Faden ist der, der zuletzt bearbeitet wurde, ab hier wird weitergemacht.

Es empfiehlt sich, hin und wieder die Fäden nach dem Umlegen „auszuziehen“, um einem Verheddern entgegen zu wirken. Wenn das fertige Band so weit runterhängt, dass es beim Arbeiten stört, einfach einen lockeren Knoten schlingen und ggf. das Gewicht ebenfalls mit durchfädeln.

Wenn alles verknüpft ist, die Fäden aus den Einkerbungen lösen und miteinander verknoten.  Soll es für ein Armband oder eine Kette sein, kann ein Quetschverschluss angebracht werden.

Ich bin momentan richtig süchtig nach Kumihimo und Schuld daran ist – wie könnte es auch anders sein – das Internet. Genauer gesagt: Pinterest. Suche dort nach Kumihimo und du wirst schier erschlagen von Beispielen, Vorlagen, Mustern und und und (meine Kumihimo-Sammlung). Das funktioniert natürlich auch über jede normale Suchmaschine.

Einziger Wermutstropfen bei dieser Technik: Es wird viel Garn gebraucht! Aus einer Fadenlänge von ca. 80 cm (Stranglänge ca. 160 cm) kannst du knapp 30 cm fertiges Band erknüpfen (zuzüglich der Längen für die Anfangs- und Endverknotungen). Wenn du also ein Band von einem Meter Länge haben möchtest, musst du gut drei Meter je Faden = sechs Meter je Strang bemessen. Hier empfielt es sich dringend, die Fadenenden auf Pappkärtchen aufzuwickeln, sonst gibt es Wollkotze! 😉

Ich wünsch euch viel Spaß beim Knüpfen und freu mich über Bilder und Links – gerne auch via Pinterest.

P.S.: Kumihimo ist eine wunderbare Gelegenheit, um Podcast zu hören. Wenn du an einem ebenso eindringlichen wie unterhaltsamen Plädoyer fürs Meditieren interessiert bist, lege ich dir Ivanas Podcast ans Herz!

Frisch verlinkt

Ich habe wieder ein paar Links für euch zusammengetragen.

Bei Nymphenkuss gibt es einen guten Beitrag über Altäre – in den verschiedenen Tradtionen und Praxistipps und Anregungen für den eigenen Altar.

Dem Thema Resteküche widmet sich Maria von Widerstandistzweckmäßig in einer neuen Reihe. Unbedingt reinlesen! Und ich bleib auch gleich hier, denn Resteverwertung gehört ja praktisch zum nachhaltigen Konsum. Was sonst noch alles dazu gehört, hat Maria wunderbar zusammengefasst.

Wenns mal ein bisschen mehr zu lesen sein darf, lege ich euch den Artikel über Wäschepflege ans Herz. Maria erklärt u.a., wie das mit dem Sauberwerden der Wäsche überhaupt funktioniert, dass Fleckenbehandlung sinnvoll ist und einfach mal durchlüften (die Klamotten) einen Waschgang durchaus einspart.

Bei GehäkeltesHerz erfahrt ihr,  dass Häkeln nicht nur Spaß macht, sondern auch noch gesund ist. Übrigens ist Handarbeiten auch eine gute Hilfe für alle, die sich das Rauchen abgewöhnen wollen – die Hände sind zu beschäftigt, um sich eine Zigarette nach der anderen anzuzünden. 🙂

Kreidefarbe selber machen? Kein Problem – VonKarin erzählt, wie es geht. In einem anderen Beitrag beschreibt sie, wie sich Snappap-Label einfach herstellen lassen.  Kleiner Aufwand – große Wirkung!

Künstlerisch bleibts auch bei Lilamalerie: Eine schöne Idee für Kaffeetassenbemalung – das ideale Geschenk für Coffeinjunkies 🙂

Und damit habe ich meinen Beitrag zum Sommerloch geleistet. Genießt das traumhafte Wetter – am besten auf der Terrasse, mit einem Eis oder beim Sonntagsbrunch. Einfach mal die Seele baumeln lassen!

kleines Frühlingsupdate

Es gibt nicht wirklich viel Neues von meiner Seite zu berichten. Ich bin nach wie vor am Räumen und Sortieren. Die Faltmethode nach Marie Kondo hat sich für meinen Kleiderschrank bewährt, so dass ich den Karton-„Schubladen“ inzwischen ein schönes Kleid gegönnt habe. Dafür kam ein altes Button-Poster aus meiner Jugend zu neuen Ehren:

2017_04schrank

Für die oberen „Schubläden“ habe ich festeres Geschenkpapier genommen. Übrigens habe ich gemogelt und nicht die kompletten Kartons bezogen sondern nur ca. das erste Drittel – das ist völlig ausreichend. Die dicken Packen in der Mitte sind Bettwäsche-Sets: komplett mit mehreren Kopfkissen und Bettlaken im Paket, so dass auf einen Griff alles zur Hand ist. Auch das hat sich bereits bewährt.

In diesem Stil geht es bei mir weiter, Zeit für Hobbys um des Hobbys willen (und nicht zum reinen Zweck) habe ich kaum. Dafür konnte ich gestern Nachmittag den Frühling ein bisschen genießen; eine Stunde auf der Terrasse mit einem Krimi – auch etwas, das ich seit Monaten nicht gemacht habe: Einfach mal nur lesen und nix tun!

Dabei habe ich bei Ivana eine wundervolle Wachstums-Meditation gesehen, die ich unbedingt noch durchführen will – wenn ich es denn mal schaffe, ein bisschen runterzukommen.

Eine Idee für Wollreste habe ich bei Wenigreichtauch gefunden: eine Strickjacke im Perlmuster. Gefällt mir sehr gut – vor allem auch in diesem Muster und bunt ist ja sowieso immer richtig. 🙂

Skurriles Recycling gibts bei Howtorecycle: alte Spielsachen werden hier zu Köpfen zusammengesetzt. Wirkt zum Teil echt gruselig (vielleicht als Halloween-Deko?), aber vor allem faszinierend-inspirierend: Was man alles machen kann…

Einen Lichtblick im Plastikrecycling gibts bei scinexx – Mottenlarven fressen sich durch! Klingt vielversprechend.

Als letztes habe ich noch Karins Bärlauchsalz für euch. Das klingt sehr lecker und ist sicher eine gute Alternative für Menschen mit niedrigem Blutdruck, denen der Genuss von Bärlauch-Pesto und Co. schon mal den Boden unter den Füßen wegziehen kann, buchstäblich.

Habt eine schöne Zeit und lasst es euch gut gehen!

Upcycling im Haushalt

Marias Spüllappen wollte ich längst ausprobieren und im Zuge meiner andauernden Räumaktion bin ich unter anderem auch dazu endlich gekommen:

spuellappen

Vorher hatte ich ein kleineres Format genäht, das war mir zu unhandlich. Die hier haben genau die richtige Größe für mich: Ein altes Geschirrtuch wird zu zwei Spültüchern.

Das Geschirrtuch halbieren, auf die Hälfte zusammenlegen (schöne Seite nach innen) und zusammennähen. Ich habe dabei eine Ecke offen gelassen – das geht leichter zum Wenden als eine gerade Kante und ich nähe an dieser Stelle anschließend den Aufhänger dran. Megastylish! *gg*

Vorm Wenden die gesäumten Kanten abschneiden. Daraus wird der Aufhänger gefertigt. Bei der nächsten Upcycling-Aktion werde ich die verzackeln, das habe ich mir hier gespart und fängt natürlich schon zum Ausfransen an. Zum Verzackeln nehme ich statt des einfachen Zick-Zack-Stiches lieber den ZickZick-ZackZack-Stich, der hält besser.

Wenn alles  gewendet und gebügelt ist, wird der Aufhänger im Eck festgesteckt und noch einmal  komplett nah am Rand drübergesteppt, dann sieht das ordentlich aus und hält auch gut.

Maria hats viel besser und ausführlicher beschrieben, guggt euch das bei ihr nochmal an. Es ist eine einfache und sinnvolle Upcycling-Idee; ich habe die Spüllappen inzwischen ausgiebig in Gebrauch und bin total begeistert – bitte nachmachen! 🙂

Da ich viel am Rumräumen bin, habe ich weder Zeit noch Nerven, mich (auch noch) um Dinge zu kümmern, die nicht damit im Zusammenhang stehen. So trenne ich Pullis auf, anstatt welche zu stricken (ich lese im Internet fast überall „aufribbeln“ – bei uns heißt das „auftrennen“), ich häkle Glaskleidchen für meine Kochlöffel und bastel mir Schubladen aus alten Kartons. Dazu habe auf zauberweib.de schon etwas geschrieben.

Ein Utensilo für meine ebenfalls angewachsene Sammlung an Stricknadeln*) habe ich noch genäht. Ebenfalls Upcycling, funktionell und sieht schön aus. Mit Stefanies Nadelrollen-Variante von gehtnichtgibtsnicht kann meins aber nicht anstinken – das ist wirklich das Modell DeLuxe!

Jedenfalls ist die Räumerei der Grund, warum es hier selbst für meine Verhältnisse sehr ruhig ist. Bei euch lese ich ziemlich regelmäßig mit und so weiß ich, dass ich nicht die einzige bin, die derzeit arg im echten Leben aktiv ist und somit weniger Zeit fürs virtuelle bleibt.

Ich wünsche euch allen einen wundervollen Frühling, habt Spaß am Frühjahrsputz oder womit auch immer ihr beschäftigt seit. Allen Bikerinnen und Bikern wünsche ich eine unfall- und blitzfreie Saison: Kommt gut an und gut wieder heim.

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*) Ich habe einen ganzen Abend lang nur Stricknadeln sortiert. Verbogene, unvollständige oder sonst nicht mehr funktionelle Sets und Nadeln habe ich aussortiert. Doppelte, bzw. dreivierfünffache Sorten habe ich gespendet. Alles zusammen gefühlte fünf Kilo, die das Haus wieder verlassen haben. Und trotzdem ist meine Sammlung sehr deutlich gewachsen. Ich glaube nicht, dass ich in diesem Leben nochmal Strick- oder Häkelnadeln kaufen werden muss.

Zwischenbericht

Es gäbe so viel zu erzählen, was mich bewegt. Da ist natürlich das Ausräumen der Wohnung meiner Mutter – eine Reise in die Vergangenheit, das Hervorholen von so vielen schönen Erinnerungen.

Und da ist der Ärger darüber, dass Smartphones nach drei Jahren einfach Schrott sind. Selbst wenn die Hardware hält: Wenn jedes Jahr eine neue OS-Version herausgeklotzt wird, müssen die App-Hersteller irgendwann einen Schnitt nach unten machen. Klar. Und das k*** mich so dermaßen an. Welche Unmengen an Sondermüll auf die Art tagtäglich produziert werden. In welchem Ausmaß unser Planet – unsere Lebensgrundlage! – dafür tagtäglich ausgebeutet und zerstört wird. Und offenbar störts niemanden, denn die Dinger werden verkauft wie blöd. Obwohl die ja ein bisschen mehr als nur zwo Mark fuchzich kosten. Sowas bringt mich echt zum Verzweifeln 😦 [Nachtrag: Dieser Beitrag von deutschemuslimadotcom passt da genau dazu!]

Bei so viel Frust hilft nur – erst recht! – der Blick auf die schönen, guten Dinge im www…

… Und auch in dir drin! Die Januar-Neumondmeditation vom Nymphenkuss fand ich sehr anregend-inspirierend – unbedingt reinschauen 🙂

Ich mach weiter mit einem Rezept für Zahncreme von einfachnachhaltigbesserleben.de. Wenn dich das näher interessiert: unbedingt mal ne Suchmaschine befragen. Es gibt soo viele Rezepte dafür!

Nochmal selbstgemacht von tuedelkram.ch – auch wenn Valentinstag schon vorbei ist, aber diese wundervollen Kissen sind mit so viel Liebe und Hingabe gemacht, dass ich sie euch nicht vorenthalten kann. Die Idee an sich ist simpel und lässt sich vielfältig abwandeln. Es muss auch gar nicht unbedingt eine Liebeserklärung oder ein Heiratsantrag sein. Es kann genauso ein guter Spruch, ein Lebensmotto oder etwas anderes sein, was sich Oma aufs Kissen noch gestickt hätte 🙂

Auch wenn ich oben noch über Müll gejammert habe, verlinke ich dennoch den Aufruf zu 365 Tage – 730 Sachen (entsorgen) von Julena Roth. Sie und ihr Partner wollen sich täglich von etwas trennen (also einem Ding). Oder alternativ zum Ende des Monats von 31 Dingen. Und „sich trennen“ heißt ja nicht zwangsläufig auf den Müll werfen (und schon gar nicht automatisch Sondermüll). Es kann auch verschenkt, gespendet, verkauft werden. Selbst wenn es „Müll“ ist, wird der natürlich getrennt fürs Recycling.

Hier schließt sich der Kreis vom Konsumterror zum Minimalismus und da hat sich Maria von widerstandistzweckmaessig sehr schlaue Gedanken zum Konsum – wieso, weshalb, warum – gemacht. Den Artikel möchte ich euch dringend ans Herz legen. Womöglich stellt ihr dann fest, dass es das alte Smartphone vielleicht doch noch ein Jahr tut. In der Zeit lässt sich dafür auf ein nachhaltig und fair hergestelltes Teil sparen. 🙂

Nicht der beste Start ins Jahr

Das neue Jahr fängt für uns ziemlich besch…eiden an, zu viele Menschen aus nächster Familie sind im Krankenhaus, da haben Blogbeiträge nicht die erste Priorität. Dennoch wollte ich zumindest vermelden, dass ich im neuen Jahr angekommen bin und eine kleine Hand voll Links bringe ich auch mit:

Alessa hat eine wundervolle Idee gepostet, wie sie aus Kronkorken ganz zauberhafte Smiley-Magneten gezaubert hat – die machen sich sowohl am eigenen Kühlschrank als auch als Geschenkidee richtig gut. Und das ganze sogar noch Upcycling – besser gehts ja kaum noch!

LilaWundersterne betreibt auch Upcycling: aus Jeansresten näht sie traumhafte Patchkissen. Durch die verschiedenen Farbnuancen kommt das Muster noch besser zur Geltung. Das will ich unbedingt nachmachen.

Ninamanie hat ein wundervolles Rezept parat, in welchem die letzten Plätzchen- und Glühweinreste zu einem winterlichen Dessert verarbeitet werden.

Bei Kaufdiät gehts nicht direkt um Upcycling aber auch um Wieder- bzw. Weiterverwendung: Nutzen statt ausmisten zeigt, dass u.a. die Campingblechschüsseln weder verstauben noch entsorgt werden müssen, sondern im ganz normalen Alltag prima Dienste leisten. Man muss nur drauf kommen – sehr lesenswerter Artikel!

Was ich immerhin geschafft habe, ist die Schnurgelsgalerie auf zauberweib.de zu erneuern.

Ich hoffe, euer 2017 hat besser angefangen und wünsche euch und euren Familien Gesundheit, Glück und Liebe.

Noch ein paar Links

Ich hatte ne dicke fette Erkältung – irgendwie werden die Viren echt aggressiver. Zum Glück hab ich ein recht gutes Immunsystem. Aber wenns mich erwischt, ziehts mir regelrecht den Boden unter den Füßen weg.  😦

Inzwischen bin ich wieder ziemlich auf den Beinen und hab noch ein paar Links zum Teilen – hey, das reimt sich ja sogar.  🙂

Bei Grünerwirdsnimmer hab ich einen schönen Beitrag gefunden über den Einstieg in den Ausstieg – aus dem Plastik. Gute Tipps, knackig geschrieben – wunderbar zu lesen.

Die Geschwisterkeks haben ein wunderbares 1-2-3-Kuchenrezept gebloggt. Ich mag einfache Rezepte ohne endlose Zutatenliste, ohne irgendwelchen exotischen Schnickschnack. Ok, um diese Jahreszeit darfs schon mal ein bisschen mehr sein, geb ich ja zu. Aber so grundsätzlich und überhaupt ist das hier ein Rezept, das ganzjährig geht und mit verschiedenen Marmeladen ganz fix abgewandelt ist.

Mal ganz was anderes auf lastjunkiesonearth: Da hat ein Fotograf seine Bilder nach vierzig Jahren nochmal geschossen. Teilweise echt beeindruckend, wie sich die Menschen verändert bzw. eben gerade auch nicht verändert haben!

Ihr braucht noch ein schnelles,  günstiges Geschenk? Da gibts beim Julesmoody eine klasse Katzentasse zum Selbermalen. Einfach und effektvoll – volle Punktzahl gibts dafür von mir!

Nochmal für KatzenlieberhaberInnen bei Fjonka eine Bilderstrecke als Antwort auf die Frage: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Dazu passend das Video Guide to Winter von Simons Cat.  🙂

Zum Thema Schenken und Müllvermeidung ein Beitrag von Maria auf widerstandistzweckmäßig.Dort gibts noch viele weitere Links rund ums Thema mit Alternativen, Upcyclings, Geschenketipps und und und. Sehr inspirierend!

Damit bin ich für diesmal auch schon wieder am Ende. Dass ich meinen eigenen diesjährigen Baggwahn längst hinter mir habe (und die Hälfte der Plätzchen schon wieder weg sind) habe ich schon erzählt, oder?

Euch allen schon mal gesegnete Feiertage, viele Geschenke (und wenig Müll!) und vor allem eine gute Zeit mit euren Lieben. Denn darum gehts ja eigentlich.

 

Warum es sich JETZT lohnt, mit dem Rauchen aufzuhören

Mal eine Anregung für alle, die sich mit dem Gedanken befassen, ab Januar mit dem Rauchen aufzuhören: Warum erst ab Januar? Warum nicht gleich? Ehrlich: Die Vorweihnachtszeit ist dafür wesentlich besser geeignet als die Nachweihnachtszeit. In mehrfacher Hinsicht.

1. mögliche Gewichtszunahme

Reden wir es nicht schön: Eine Raucherentwöhnung geht meist (wenn auch nicht zwingend) mit ein paar Kilos extra einher. Das tut die Plätzchenzeit auch. Warum also die kritische Phase des Entzugs nicht strategisch so legen, dass sie in die Zeit fällt, wo einem das Zunehmen sowieso schon schmackhaft gemacht wird? Was direkt zum nächsten Punkt führt:

2. fit in den Januar

Normalerweise nimmt man den Weihnachtsspeck ins neue Jahr mit. Dann noch Rauchen abgewöhnen wollen, wo mit weiterer Gewichtszunahme gerechnet werden darf, ist nicht wirklich logisch. Wer damit aber jetzt schon anfängt (mit dem Aufhören), kommt bis Januar bereits in den Genuss, die ersten positiven Auswirkungen spüren zu dürfen. Plötzlich ist wieder Luft in den Lungen, die Treppen steigen sich viel leichter, Das Herz arbeitet ruhiger und gleichmäßiger – der Körper atmet regelrecht auf! Wer will, darf dieses gute Gefühl gleich nutzen, um sich ein bisschen sportlich zu betätigen. Einmal in der Woche, nichts Aufregendes, nichts, was nicht auch tatsächlich schaffbar und machbar ist. Falls Bedarf an guten Vorsätzen fürs neue Jahr besteht…

3. Beschäftigung für die Hände

Das mit der Gewichtszunahme lässt sich einigermaßen eindämmen, wenn man den Fingern etwas zu tun gibt. Gleichzeitig stricken und Vanillekipferl essen funktioniert nicht. Oder schnitzen und Nussecken knabbern. Oder malen und Lebkuchen naschen. Und auch wenn ich der Meinung bin, dass Basteln, Handarbeiten, etc. ganzjährig Spaß macht, ist die Vorweihnachtszeit doch geradezu prädestiniert dafür. Wer freut sich nicht über Selbstgemachtes? Und wenn man dabei noch bisher ungekannte Fähigkeiten in sich entdeckt – um so besser! Also lieber basteln, malen, falten, schmirgeln, kleben, backen, nähen, stricken, häkeln, bohren, formen, drucken, färben, werkeln anstatt im nächstbesten Onlineshop irgendeinen Klimbim zu kaufen.

Ich drücke allen, die es ernsthaft vorhaben, die Daumen. Und bitte nicht aufgeben, auch wenns mal Rückfälle gibt: Einfach dranbleiben. Weil jede nichtgerauchte Kippe zählt.

Und wer Plätzchenbacken will, kann sich hier ein paar Anregungen holen 🙂

Mal wieder ein paar Links

Es hat sich wieder einiges angesammelt an schönen Seiten, die ich mit euch teilen will:

Schon etwas älter ist der Beitrag vom Herbstwald: Eine Bilanz übers Müllreduzieren – was wurde geändert, welche Alternativen gibt es. Schön übersichtlich gelistet findet sich dort sicher auch die eine oder andere Anregung für eine selbst. 🙂

müllmichnichtzu ist Programm und liefert eine lange Liste mit Badezimmer-Artikeln, die öko und müllfrei (bzw. -reduziert) sind, sowie das eine oder andere Rezept dazu. (z.B. für Zahnpasta).

Ähnliches Thema auf suchtdasglueck.at; konkret geht es hier um die Reduzierung/Vermeidung von Lebensmittelmüll mit praktischen Tipps.

Und wenn du gerade beim Ausmisten bist und darunter richtig gute Dinge sind, die du lieber spenden statt wegwerfen willst – da bist du bei wohindamit.org an der richtigen Adresse.

Nochmal Müll und was sich draus machen lässt: Sogar die Bayern (also der FCB) gehen mit lobenswertem Beispiel voran und haben jetzt Trikots aus recyceltem Plastikmüll, der aus dem Meer gefischt wurde. Ich bin echt kein Bayern-Fan (als Frangge scho zwaamol ned), aber dafür bekommen die sogar von mir einen Daumen-nach-oben. Grünerwirdsnimmer hats u.a. gepostet.

Hundertsand verrät, warum es wichtig ist, dass wir bio kaufen. Irgendwo hab ich mal ein schlaues Argument gehört oder gelesen zum Bio-oder-Fair-Dilemma. Sinngemäß hieß es da, gegen schlechte Arbeitsbedingungen kann man was machen. Wenn unser Planet aber komplett ausgelaugt und vergiftet ist, lässt sich nix mehr machen. Daher im Zweifelsfall Bio den Vorzug geben. Fällt mir an der Stelle spontan noch dazu ein.

Noch etwas älter ist Claudia Klingers Beitrag zur WWF-Studie zu den Palmöl-Alternativen.  Offenbar ist Palmöl an sich gar nicht so schlecht wie sein Ruf. Nur die Art und Weise, wie (und wo) Anbaufläche dafür gewonnen wird, ist halt … geht ganet! 😦

Von der Bergzauberin gibts gleich zwei Beiträge, die ich (besonders) mitteilenswert finde: 14 Gründe, nicht zu meditieren – unbedingt lesen! 🙂 Und ganz neu: mein eigenes Ho’oponopono. Hier hat sie die klassischen vier Punkte (Es tut mir leid – Bitte um Verzeihung – Dank – Ich liebe dich/mich) ein bisschen abgewandelt, so dass sie auf fünf Punkte kommt. Sehr einleuchtend und praktikabel!

Und weils inhaltlich grad so passend ist, schließe ich Cambra Skades Beitrag Eigenlob kräftigt gleich hier an. 🙂

Ganz was anderes als Ergänzung zum tausendsten Tatort: Die Wölfe kehren zurück! Beitrag auf scinexx.de.

Eine Torte mit ungefähr 53tausendmilliarden Fantastrillionen Kalorien samt Rezept gibt es auf Sinngestöber: Die Kinderschokoloade-Candy-Torte. Hier könnten bestimmt auch übriggebliebene Schoggiweihnachtsmänner Verwendung finden. Wobei sich die Begriffe „übriggeblieben“ und „Schoggiweihnachtsmann“ an sich gegenseitig ausschließen. Is ungefähr wie „bisschen viel Streusel“ – als wenn das ginge! Zu viele Streusel! *gg*

Videos, die ich mit euch teilen will:

Da ist Ulrike Hirsch, die ein wunderschönes Mandala malt. Klasse Technik, schöne Musikbegleitung – ein echter Hingucker!

Dass ich ein Sally-Fan bin, ist hier und da schon angeklungen. Ihre Version des „kalten Hund“ heißt Mosaik-Kuchen und regt direkt zum Nachmachen an. Wenn beim Plätzchenbacken also ein bisschen Bruch anfällt, macht das gar nichts, weil das kann ja alles direkt weiterverarbeitet werden. Fällt mir grad so ein. 🙂

Damit bin ich auch schon wieder am Ende meiner Liste angelangt. Diesmal ist es thematisch ein wenig einseitig geworden, ich hoffe aber, euch nicht zugemüllt zu haben. 🙂

 

Kastanien? Bin ich auch dabei!

Nachdem ich so viel über Kastanien als Waschmittel gelesen habe und mir zufällig auch grad welche über die Füße gefallen sind (Naja, um die Jahreszeit wohl eher weniger zufällig *g*), musste ich das auch ausprobieren.

Meine Idee, dass die grob zerkleinerten Kastanien beim Trocknen „von selber“ aus der Schale fallen, hat sich eher als Schnapsidee erwiesen. Funktioniert leider nicht.

Ich merke mir also fürs nächste Mal: Kastanien sofort nach der Ernte schälen, grob zerkleinern und fein mahlen. Das so entstandene Kastanienmehl trocknen.

Der erste Versuch in diesem Jahr also grob zerkleinert und größtenteils mit Schale. Da ich keine reinweiße Wäsche habe, ist das aber kein Problem. Ein Säckchen aus einem Rest Vorhangstoff war auch schnell genäht:

Kastanien

Das „Rezept“ ist denkbar einfach:

Ich fülle 2-3 EL Kastanien in den Beutel, den ich wiederum (geöffnet) in einen Kaffeebecher setze. Mit heißem Wasser übergießen und über Nacht ziehen lassen. Vorteil dieser Methode: Es muss nix extra abgeseiht werden.

Am nächsten Tag ziehe ich das Säckchen zu und lege es in die Trommel zur Wäsche, der Sud aus der Tasse kommt ins Waschmittelfach.

Mein Fazit: 60-Grad-Wäsche wird supersauber, bei 40-Grad-Wäsche ist das Ergebnis gut, sofern der Verschmutzungsgrad nicht allzu hoch war. Hier denke ich aber, dass die Verwendung von Kastanienmehl zu einem noch besseren Ergebnis führen wird.

Nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall auf große Kastaniensammelrunde gehen und diese sofort schälen & weiterverarbeiten.

Durch die Verwendung der getrockneten Kastanien kann der Sud nach Bedarf jeweils frisch angsetzt werden. Sind die Kastanien fein gemahlen, sollten 1-2 EL ausreichend sein.

Super Alternative zu Waschmittel. Regional. Bio. Und kostengünstig obendrein. Nur bitte auch hier wie bei jeder Ernte in der freien Natur darauf achten, nicht komplett alles abzugrasen. Sofern es nicht der eigene Baum ist.  🙂

Die verwendeten Kastanien habe ich wieder getrocknet. Ich will ausprobieren, ob das nicht z.B. als Putzmittel noch etwas hergibt. Dieser Test steht allerdings noch aus.